Romantische Landschaft mit Menschenopfer

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Weißt Du wieviel Wolken gehen weithin über alle Welt...
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Dienstag, 15. Dezember 2009

Sklaverei und Lohnarbeit


In Vernon Louis Parrington’s Buch, Main Currents of American Thought (II, besonders p. 80 ff) finden sich bemerkenswerte Überlegungen zum Verhältnis von Sklaverei und Lohnarbeit.

Wie er sich sieht so um und um,
Kehrt es ihm fast den Kopf herum,
Wie er wollt' Worte zu allem finden?
Wie er möcht' so viel Schwall verbinden
Wie er möcht' immer mutig bleiben
So fort und weiter fort zu schreiben?
J. W. Goethe

Sieht man die verfügbaren Bestände an politischer Literatur etwas genauer durch, eine Sache, die Zeit erfordern mag, dann findet man vielleicht in einer Lektüre eine interessante Polemik gegen die Lohnsklaverei (wage slavery) des industriellen Nordens der USA des ersten Drittels des neunzehnten Jahrhunderts, deren Gegenpol die Verteidigung der Sklavenhaltergesellschaft des Südens (bond slavery) vor allem mit Blick auf die überkommene Praxis paternalistischer Verantwortlichkeit und humaner Formen vorgenommen wird, wie sie in Virginia eingebürgert war, während sich in den Staaten zwischen Carolina im Osten und Texas im Westen bis Missouri im Nordwesten eine an die Praxis der wage slavery im Norden angepasste Sklaventreiberei industrieller Ausbeutung der Sklaven schon abzeichnete, deren Erscheinungsform den entscheidenden Anstoß gegeben haben mag für den Sezessionskrieg bzw. seine sozial-psychologischen und moralisch-ethischen Grundlagen.

Das Bemerkenswerte daran ist, dass die Sklaverei als das geringere Übel gegen die Sklaverei der so genannten ‚freien Lohnarbeit’ verteidigt wird und begründet mit der Verantwortlichkeit und ihrer Wahrnehmung durch den Herrn des Sklaven, der diesen nicht als ausbeutbare Arbeitskraft lediglich nutzt solange es ihm passt, sondern eine darüber hinausgehende soziale und sozialisatorisch-erzieherische Verantwortung übernimmt, die sowohl in seinem als auch im Interesse des Sklaven ist, indem sie ihm die Freiheit als auf sein eigenes mögliches Verdienst gegründetes Geschenk in Aussicht stellt, zugleich mit der impliziten Vermutung, dass der Sklave, der sich die Freiheit schließlich verdient hat, zugleich die materiellen Grundlagen zu ihrer Ausübung und Inanspruchnahme erarbeitet hat und die moralischen, intellektuellen und seelischen Fähigkeiten bewiesen hat, die Voraussetzung zu ihrer Inanspruchnahme sind, also gewissermaßen dazu sie zu ertragen und sich zu erhalten. Implizit ist wohl auch angenommen, dass der Lohnsklave, also der ‚freie Arbeiter’, in einem Zustand gehalten wird, der ihn dazu kaum befähigen wird.

„…with slavery put upon its defense, the southern spokesman passed from apology to praise. From the first he accepted the system implicitly, but now he subjected it to critical analysis in the light of his theory of a Greek democracy. Over against it he set the northern system of wage labour, and he came to the conclusion, that the latter was more inhumane and brutal than the former.” (p. 80).
Man beachte auch das 80 f angeführte längere Zitat aus John C. Calhoun, (Remarks on the State Rights Resolution in Regard to Abolition, Works III, 1838, p. 180), das zu lesen sich angesichts der ‚siegreichen’ – denn alle die Siege wenigstens gehen ja auf das Konto dieser Demokratie und dieser Demokraten - demokratischen, auf das allgemeine Wahlrecht gestützten ‘Demokratie’ und ihre global verteilten Elendsviertel lohnt, vor allem angesichts dessen, was sich gerade abzeichnet, und der Voraussage von Mommsen bezüglich ‚Amerikas’ (den ‚United States of America’, USA) aufs Exakteste entspricht:
„Es ist ein grauenvolles Bild, dies Bild Italiens unter dem Regiment der Oligarchie. Zwischen der Welt der Bettler und der Welt der Reichen ist der verhängnisvolle Gegensatz durch nichts vermittelt oder gemildert. Je deutlicher und peinlicher er auf beiden Seiten empfunden ward, je schwindelnd höher der Reichtum stieg, je tiefer der Abgrund der Armut gähnte, desto häufiger ward in dieser wechselvollen Welt der Spekulation und des Glücksspiels der einzelne aus der Tiefe in die Höhe und wieder aus der Höhe in die Tiefe geschleudert. Je weiter äußerlich die beiden Welten auseinanderklafften, desto vollständiger begegneten sie sich in der gleichen Vernichtung des Familienlebens, das doch aller Nationalität Keim und Kern ist, in der gleichen Faulheit und Üppigkeit, der gleichen bodenlosen Ökonomie, der gleichen unmännlichen Abhängigkeit, der gleichen, nur im Tarif unterschiedenen Korruption, der gleichen Verbrecherentsittlichung, dem gleichen Gelüsten, mit dem Eigentum den Krieg zu beginnen. Reichtum und Elend im innigen Bunde treiben die Italiker aus Italien aus und füllen die Halbinsel halb mit Sklavengewimmel, halb mit schauerlicher Stille. Es ist ein grauenvolles Bild, aber kein eigentümliches; überall, wo das Kapitalistenregiment im Sklavenstaat sich vollständig entwickelt, hat es Gottes schöne Welt in gleicher Weise verwüstet. Wie die Ströme in verschiedenen Farben spiegeln, die Kloake aber überall sich gleich sieht, so gleicht auch das Italien der ciceronischen Epoche wesentlich dem Hellas des Polybios und bestimmter noch dem Karthago der hannibalischen Zeit, wo in ganz ähnlicher Weise das allmächtig regierende Kapital den Mittelstand zugrunde gerichtet, den Handel und die Gutswirtschaft zur höchsten Blüte gesteigert und schließlich eine gleißend übertünchte sittliche und politische Verwesung der Nation herbeigeführt hatte. Alles, was in der heutigen Welt das Kapital an argen Sünden gegen Nation und Zivilisation begangen hat, bleibt so tief unter den Greueln der alten Kapitalistenstaaten, wie der freie Mann, sei er auch noch so arm, über dem Sklaven bleibt; und erst wenn Nordamerikas Drachensaat reift, wird die Welt wieder ähnliche Früchte zu ernten haben.“ (Theodor Mommsen, Römische Geschichte, Band V. Die Begründung der Militärmonarchie; Hervorhebung nicht im Original.)
Hübsch ist es, die Art der Massendisziplinierung der modernen Führer des säkularen Staates durch das Hilfsmittel des Nationalismus und des Krieges mit der Sage von Iason und Medea zu vergleichen, an deren dem Helden anempfohlene Praxis sie sich anlehnt:
„Ich will dir auch noch ein anderes Hilfsmittel an die Hand geben. Wenn du nämlich die gewaltigen Stiere eingespannt und das Blachfeld durchpflügt hast und schon die von dir ausgesäete Drachensaat aufgegangen ist, so wirf unter sie einen mächtigen Stein: um diesen werden jene rasenden Gesellen kämpfen wie Hunde um ein Stück Brot; indessen kannst du auf sie einstürzen und sie niedermachen. Dann magst du das Goldene Vlies unangefochten aus Kolchis mit dir nehmen.“
Man kann die Metaphern, über die hier variiert wird, getrost für sich sprechen lassen. Indessen kann man gespannt auf die zu erwartenden Funde suchen nach dem ‚funktionalen Äquivalent’, zu dem angesichts der zweckdienlichen Erledigung des Nationalstaates und seiner Ideologie bzw. der Verschiebung der Außengrenzen des ‚Staates’ zwecks Sicherung der Infrastruktur der ‚das System’ der Kapitalverwertung greifen müssen wird, um immer dasselbe auf je anderem Wege zu erreichen. Denn so sicher wie alle ‚Reform’ und alle ‚soziale Veränderung’ oder ‚soziale Evolution’, neuerdings ‚konkretisiert’ zu ‚Globalisierung’, nur Mittel sind zur Stabilisierung und Aufrechterhaltung derselben Systemfunktionen auf stets erweiterter Grundlage, so sicher wird die Suche nach den funktionalen Äquivalenten fündig werden, wenn man nur erst gelernt hat danach zu suchen.
Natürlich wird hier der freie Mann entsprechend den Überzeugungen der Zeit unter europäischen Vorzeichen und Erwartungen gesehen. Das zwanzigste Jahrhundert hat diese Erwartungen noch nicht in der Konsequenz des säkularen Staates, dem Schützengraben und dem Lager als Disziplinierungsmittel des Industriestaates, in Blut ersäuft, erstickt oder vergast. Und es bleibt anzumerken, dass Calhoun, der Aristokrat des virginischen Südens der USA der Plantagenökonomie und Mommsen Zeitgenossen waren.
Aber man wird bei weniger Überlegung keine Bedenken haben können, die vorliegenden Ergebnisse sowie die sich abzeichnenden Vorhaben – denn alles dies vollzieht ‚sich’ nicht, wie die ‚Soziologen’ meinen verbreiten zu sollen, angesichts einer irgendwie ‚sich’ vollziehenden ‚sozialen Evolution’ oder ‚social change’, sondern aufgrund von Verabredungen in den inneren Kreisen der Herrschenden Klasse, die beim Namen zu nennen wohl gegen ein Denkverbot verstoßen mag, aber bestimmt nicht gegen eine zeitgemäße Wahrheit. Und dass das so ist, liegt nicht an denen, die das Kind bei seinem richtigen Namen nennen, sondern bei denen, die diese Benennung erzwingen aufgrund ihres eigenen Tuns. Denn auch wenn die von ihnen bezahlte ‚Wissenschaft’ der Meinung ist, und das als wissenschaftliche Wahrheit propagiert, dass alle Gattungsexemplare beliebiger Lebensformen sich ‚bloß verhalten’, so rechnet sich die Herrschende Klasse doch ihr eigenes als Handeln an und erneuert damit die aristokratische Unterscheidung des Menschen vom bloßen Gattungswesen Homo sapiens, dessen Masse sie ihrem Handeln unterwirft sowie der Reduktion von dessen Tun auf bloßes Verhalten. Dazu passt dann wieder die Markierung der Ausgeschlossenen als ‚Arbeitslosen’, vor dem stillschweigend mitgegebenen, aber verdrängten Hintergrund der Definition des ‚Menschen’ durch den Begriff der Arbeit, dem sprachanalytisch die Umwandlung des Begriffs der (linguistischen) Kompetenz in einen Terminus zur Bezeichnung und Verabsolutierung sozialer Hierarchien unter dem verharmlosenden und täuschenden Deckmantel der unumgänglichen Arbeitsteilung und Spezialisierung entspricht, unter dem Sprachkompetenz als semantisch fundierte Kompetenz im Sinne exklusiver und übergeordneter Regeln des Ausschlusses von der Partizipation zuletzt gar auch an die ‚Wahrheit betreffenden Kommunikationen’ auftaucht. Dem entspricht wiederum ökonomisch die Geldwäsche, wie dieser die als ‚Bildung’ und Ausbildung, sowie als verstaatlichte Erziehung kapitalisierte Gehirnwäsche.
Die Überlegung wird untermauert mit dem Gedanken einer ‚griechischen Demokratie’, die faktisch eine Herrschaft einer Oligarchie von Freien über eine Gesellschaft unmündiger ist, die sie zugleich verteidigt und mittels ihrem ‚Vorbildniveau’ diszipliniert und erzieht, im Idealfall, der nicht darauf hinausläuft, dass man die Sklaven am Ende gerade so vertiert wie die Ghettopopulation der unterhalb der ‚freien Arbeiterschaft’ vegetierenden Rationalisierungs‑ und Technisierungsopfer ohne Aussicht sogar einer ‚Integration’ in die oder ‚Partizipation’ am Status der Mitglieder der Arbeitsgesellschaft.

Der Gedanke verteidigt die Sklaverei und die Interessen der Sklavenhalter. Insofern ist das Argument so bedeutsam, denn es sieht die Sache vom Standpunkt dieses Interesses, also nicht vom Standpunkt des so oder anders Versklavten, dessen in einem als wohlverstanden unterstellten patriarchalischen Verantwortungsbewusstsein aristokratisch-oligarchischer Herrschaft mit wahrgenommenes Eigeninteresse an einer ‚kompetenten Anleitung’ auch die Begründung des Selbstverständnisses von professionellen Kompetenzen im Umkreis moderner ‚pädagogisch-erzieherisch-therapeutischer Beschäftigungen (mit oder ohne staatliche Approbation zwischen Sozialpädagogik und Therapeutik einerseits, Christian Healing’, ‚Christian Science’ und ‚Scientology’ (Es ist eigenartig, dass die eifrig weltweit und auch hierzulande ungehindert missionierenden ‚Mormonen’ kaum je hierzulande in den Focus der gegen die ‚Scientologen’ gerichteten Animositäten geraten, und auch dahinter wird man eine Absicht, ein Motiv politischer Art vermuten dürfen, am Ende gar dasselbe oder wenigstens ein ähnliches oder gemeinsames. Eine Untersuchung dieser Merkwürdigkeit wird mit Sicherheit ebenso interessant sein wie die der Motive der in New York ‚beheimateten’, gegen China gerichteten Ziele dieser durch ihre eigenartigen Bewegungsritualismen auffallenden Sekte, deren Oberhaupt in New York sitzt. Das darin allgemeine Problem der Funktion und Bedeutung einer Reihe von so genannten NGO’s [Non Government Organizations] mit Sitz in den USA ist darin nur angedeutet.) andererseits die ‚Psychiatrisierung des Alltags’ recht gut anleiten kann (Vg. Das Buch mit dem entsprechenden Titel von Anne Lowell, Francoise und Robert Castel Ffm. 1982, und ‚Die Kannibalische Gesellschaft’ sowie die Arbeiten von Foucault.) Die Unterschiede sind also nicht in den durch politische Interessen determinierten Diskriminierungen zu finden, sondern vermutlich eher darin, dass sich das Interesse bei der Anwendung derselben Techniken der ‚Enteignung des Bewusstseins’ (Vg. Das Buch von Kilian) organisationszweckabhängig unterschiedliche Ziele vorgibt, von denen die ‚offizielle Politik’ hierzulande - in den USA ist das längst kein Problem mehr, und geht auf die Besonderheit der us‑amerikanischen Form der Kirchen und ihre Entwicklungsgeschichte zurück, und auch das ist symptomatisch, insofern die ‚Sozialarbeit, die Psychiatrie usw. sich ja als Fortsetzung der Disziplinierung der Bewusstseinsverfassungen von Populationen mit anderen Mitteln, eben denen der ungleich wirksameren ‚Wissenschaft’, prosaischer, der Sozialtechnologie richtig verstehen lässt, eine ‚wissenschaftsgeschichtliche’ Perspektive, die recht gute Möglichkeiten für einen Einblick in die Konfigurationen und Folgen früherer sozialtechnologischer Massenexperimente zu geben vermag und dieses Schlachtfeld der unter dem Namen der Hochkultur(en) notorischen inneren kulturellen Kriege (bzw. die als Kultur firmierende Seite des Krieges) einem etwas anderen Blick des Kulturethnographen öffnet. – sich offensichtlich noch kein angemessenes Bild zu machen versteht. Das liegt aber an der als Konditionierung ihres eigenen Bewusstseins nicht erkannten Beschränktheit des Verstehensvermögens des entsprechenden Personals und seines entsprechend seines mittels Erziehung brav ‚angeeigneten’, und der angesichts der Belohnung durch den sozialpsychologischen Masseneffekt des ‚Erfolges’ (nach dem Modell: „Hannemann, geh’ Du voran“, was man selbstbewusst auch als ‚Führungsposition’ [miss‑]verstehen kann. Bekanntlich ist der Leithammel der Erste, der den Abgrund erreicht, wenn die Herde in die Stampede gerät und blind vorwärtsdrängt, weil die, die nach vorn wollen, an die Spitze, von rückwärts nachdrängen. Seine Funktion besteht dann darin, dass er fällt während die anderen scharf bremsen, um es nicht gewesen zu sein, egal was. ‚Der Führer’ hat also u. U. eine keineswegs eindeutige ‚Funktion’ für das Ganze, das sich ihm scheinbar unterordnet. Er ist stets auch eine Massenerfindung zwecks Selbstentlastung und insofern zunächst Objekt der Betrachtung der sich in ihm personifizierenden Massenvorgänge, ganz gleich, ob das zu seinem oder zu dem Selbstbewusstsein der von ihm Geführten passt, die ihn mindestens ebenso stoßen und schieben wie er sie führt, und es gibt immer Grenzlagen, die das offenbaren, sogar in der Form, in der es dem Führer selbst bewusst werden kann, wenn man z. B. an die Anekdote der Begegnung zwischen Alexander [dem Großen, bevor er ganz groß geworden war] und Diogenes denkt, die Alexander, nachdem er jenen gefragt hatte, was er für ihn tun könne, und auf die darauf folgende Aufforderung des Diogenes: „Geh’ mir ein wenig aus der Sonne“, die seine Umgebung ungemein aufbrachte, sagen lässt: „Wäre ich nicht Alexander, dann wäre ich wohl Diogenes.“) vor diesem Selbstbewusstsein verschwindende Kontingenz – um nicht gerade heraus die Täuschung als sein Konstituens zu bezeichnen - des diesem ‚Selbstbewusstsein’ zugrunde liegenden Wirklichkeitsbegriffs, der dieses Selbst und sein Bewusstsein von sich selbst einschließt, umgreift. Es entspricht der Übergabe von ‚Sicherheitsaufgaben’, die traditionell dem unter der Hoheit des Staates stehenden Militär unterstanden, an ‚private Dienste’, die damit ein Profitinteresse verbinden, sowie der sich auch hierzulande längst abzeichnenden ‚Privatisierung’ der Gefängnisse und Zuchthäuser, so dass eigentlich gar kein Grund zur Aufregung sein müsste. Also muss man noch anderswo nachsuchen oder auf die Auflösung des Selbstmissverständnisses der Politik warten.

Das aber macht seine enorme Brisanz aus, wenn man es in Anspruch nimmt im Interesse der unter den gegenwärtigen Bedingungen ‚versklavten’ und wachsenden Teilpopulationen, besonders angesichts der Verschiebung der Außengrenzen der politischen Entitäten und der in wachsendem Maße sichtbar werdenden globalen Verabredung der herrschenden Klassen gegen die einem einheitlich konservativen, auf die ‚freie Lohnarbeit’ und das Privateigentum an Produktionsmitteln gestützten Modell globaler Herrschaft durch eine mehr oder weniger in ihren gemeinsamen Interessen zusammengehaltene Bürokratie unterworfenen Populationen.

Die Konsequenz dieses recht gut zu Ende geführten Denkens ist nichts anderes als das der ihnen scheinbar entgegen gesetzten Demokraten, wie man heute sehen kann, wenn man die Konklusion des Südstaatenpolitikers Governor McDuffie aus Sotz Carolina betrachtet, wonach ohnehin gilt, that „the laboring population of no nation on earth are entitled to liberty, or capable of enjoying it“ (81). Parrington sagt selbst, wogegen das alles gerichtet war, unter anderem gegen die – von der Regierung gerade umgesetzte und wahrhaftig in Wirklichkeit übersetzte - „universal cash-register evaluation of life“ (81). Bemerkenswert ist der Schlußgedanke Parrintons zu diesem Kapitel über Calhoun (82), der das Desaster der Verbindung eines ‚lost cause’ mit dem analytisch ernst zunehmenden Gedanken eines ‚sektionalen Vetos’ - bzw. der Dezentralisierung der Macht - von Segmenten der Gesellschaft gegen die krude Überwältigung durch eine nicht kontrollierbare Übermacht eines formal unter Rückgriff auf bloße Anzahl legitimierten Machtapparats auch und gerade für die demokratische Herrschaftsform hervorhebt, also ein Unglück, das nicht dem Gedanken, sondern dem ihm zugeordneten nicht (mehr) zu verteidigenden Zweck hätte zugerechnet werden müssen.

Die wirtschaftlichen Großformationen der globalen Gegenwart haben längst die Größe römischer Provinzen, oder von Latifundien etwa von der Größe und Form von Pennsylvanien oder Delaware und anderer Einrichtungen des Großgrundbesitzes erreicht. Sizilien ist nahezu überall. Und es ist Organisation, System als totale Institution. Der Staat hat die Funktion, diese Entitäten zu bedienen, die sich längst jeder möglichen ‚demokratischen Kontrolle’ entziehen, und zwar schon deshalb, weil sie in dem Verständnis und Gefüge dieser formalen politischen Einrichtung so wenig vorgesehen und vorausgesehen sind wie in ihrer traditionellen Theorie. Dieser Sachverhalt wird aber ständig von einer gegen die Bewusstwerdung seiner gerichteten präventiven Propaganda unterdrückt, die sich eines Halos ihrerseits auf dieselbe Weise organisierter Interessen bedient, um die bewirkte Verdrängung aufrecht zu erhalten und zu erneuern. Der Knüppel hat die Form der Denunziation, und trägt die Aufschrift: ‚Populismus’. Was als dieser erscheint, erscheint als dieser von einer bestimmten Perspektive aus, die ihrerseits eindeutig benennbar ist. Es ist die oligarchische bzw. aristokratische Form der Herrschaft einer sich der formlosen Masse der Gedankenlosen und Unqualifizierten, der Inkompetenten überlegen fühlenden Führerklasse. Der mit dem Vorwurf des Populismus denunzierten Masse bzw. ihrer Sprecher entspricht also die stillschweigend verschwiegene Perspektive einer herrschenden Oligarchie, und ihr ‚Demokratieverständnis’ entspricht die Denunziation der Herrschaft des bloßen Mobs. Das alles ist nicht neu. Es ist Teil der Geschichte der politischen Debatte über die angemessene Form der Herrschaft und neu ist nur die Art der propagandistischen Ausblendung der Position, von der aus die bloße Masse denunziert wird, die zur Herrschaft nicht befähigt ist, am wenigsten zu der über sich und ihr eigenes Schicksal, so wenig wie ihre Protagonisten und Sprecher. Die Pauschalisierung verschlingt denn auch den als ‚traditionalistisch’ stillschweigend abgelegten und annullierten Unterschied - gewissermaßen die ältere dualistische Form der Denunziation - zwischen ‚links’ und ‚rechts’ im Namen übergreifender politischer Gesichtspunkte bzw. gar politischer Vernunft um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen im Interesse der herrschenden Oligarchie.

Vor allem die ‚liberale Propaganda’, die das offenkundige Scheitern des ‚Sozialismus’ als irreführendes und unpraktikables Modell der Herrschaft ausposaunt, übersieht den offenkundigen Erfolg des kommunistischen China, und des wenigstens vorübergehend sozialistisch eingestellten Indien, die den wirklichen Anschluss an die technisierten kapitalistischen politischen Korporationen im Schatten der knapp davon gekommenen Sowjetunion erreicht hat, während Deutschland und Japan hier andere Konditionen akzeptieren mussten, also das Problem der historischen Heranführung ihrer Populationen an die ‚Konkurrenz’ wenn auch unter laut von der Gegenpropaganda beweinten Kosten an Opfern unter der Population bewältigt haben. Was da als ‚Scheitern’ und ‚Zusammenbruch’ historisch ganz ungeprüft eingeordnet und etikettiert wird, ist nichts als die Benennung der den entsprechenden Ländern von ihrer kapitalistischen Konkurrenz auf Leben und Tod auferlegten Kosten in einer von Interessen verkehrten Form, unter deren Eindruck das Phänomen der Gewalt als das ‚natürliche Problem’ einer verfehlten Vorstellung von Mensch und notwendiger Herrschaft erscheint, die damit durch den empirischen Beweis unter enormen Kosten für die Population anscheinend widerlegt ist.

Das Problem in dieser Art von Argumentation ist, dass da niemand denkt, sondern Denken simuliert, und zwar sub specie eternitatis, also eigentlich vom Standpunkt Gottes aus. Mein Gott, was für eine Derivation einer Gottesidee aus dem Anblick des eigenen lächerlichen Spiegelbildes. Das ist der Größenwahn eines ganz kleinen Seelchens mit ganz großen Ambitionen - auf ein Regierungsamt. Von dort aus ist dann mehr von demselben Irrtum zu erwarten, nun aber nicht mehr als Propaganda und Ankündigung, sondern als folgenbelastete Handlung. Man darf raten, wer die Zeche für die damit verbundenen Experimente mit Teilpopulationen zugunsten anderer zu zahlen haben wird.

Man muss andere Termini haben für die Gegenwart, etwa: Lohntierhaltung, die entsprechende Politik ist Nutztierhaltung, die politische Form der Massentierhaltung.

Das politische Programm: Endgültige Ausrottung der Großraubtiere und der Parasiten, die vom Fleisch der Herde leben, die sie sich halten, entsprechend den sich abzeichnenden Vorgängen in der in einen Park umgewandelten natürlichen Umgebung, in der diese Lebensformen bestenfalls mit ihrem Erinnerungswert bilanziert und festgehalten werden, aber nicht mehr als Herrscher oder deren Vorbild: Der Löwe etwa als ‚König der Tiere’ und bevorzugtes Wappentier und Emblem bzw. Symbol von Herrschaft. Das ist verräterisch genug derzeit, und mit dem politisch korrekten Verschwinden aus der Eigenpropaganda der Herrschaftsapparate wird das so wenig getan sein wie mit dem angezeigten Verschwinden solcher Figuren wie ‚Alexander der Große’ und alle seine Nachfolger, als Vorbilder des Menschen schlechthin für den Geschichtsunterricht in der Eingangsklasse des Gymnasiums.

Das große Raubtier als Symbol und Emblem der Herrschaft, mitsamt seinem nachgeordneten Gefolge (Hyänen, Wölfe, Schakale, bis hinunter zum Sachbearbeiter auf der Vergleichsebene des Parasiten und des Virus oder Bakteriums) muss endlich endgültig vor allem aus der menschlichen und sozialen Wirklichkeit der Zukunft verschwinden. Erst dann wird die Zerstörung der Natur zu Ende gehen können, wenn diese Zerstörer auf dem humanisierten Globus keine Herrschaftspositionen mehr ‚ausfüllen’ können. Die Probleme, die das aufwirft, weil damit die der Herde zuteil gewordenen Wohltaten der ‚Säuberung und Entsorgung der Schwachen und Kranken’ nicht mehr ‚auf natürliche Weise wahrgenommen’ wird von den damit natürlich betrauten Selektionsinstanzen gegenüber der Tierart des Herdentiers externer Art sind dann anders zu lösen und müssen unter dem Gesichtspunkt verantwortlicher Selbstbeschränkung und Selbststeuerung in Betracht gezogen werden, die der Sterblichkeit des Wesens Rechnung trägt und der selbstverantwortlich in Handlung umzusetzender Arterhaltung, die die Regeln der Evolution bzw. der Erhaltung des genetischen Pools nicht aus dem Auge verliert, auch und vor allem gerade in der Medizin und der mit ihr verschmolzenen chemischen Industrie, aber auch der Genetik und alledem, was aus ihrer Umwandlung in eine Industrie folgt. Wenn man auch dort die Raubtiere machen lässt, dann werden die endlich ihre eigenen Existenzgrundlagen mit denen ihrer Artgenossen zerstören, von denen ihr Kannibalismus lebt wie ihr ‚Selbstbewusstsein’ und ihre ‚acquisitiveness’. Die Nachahmung der damit verbundenen imperialen Geste auf dem Niveau eines politischen Vorarbeiters in einem kleinen Betrieb, der ein paar Lohnsklaven an der workbench anzutreiben hat, ist lächerlich. Für sie gilt gerade nicht: „Wie der Herr, so’s Gescherr“. Die bizarre Karikatur kann nur deshalb als ‚Distinguiertheit’ durchgehen, solange sie den Voraussetzungen eines anderen Spruchs folgt: „Unter Blinden ist der Einäugige König“, anders gesagt: Dass das durchgeht und organisierend wirkt wirft ein Licht auf die Bewusstseinsverfassung der dahinter sich versammelnden, sich zusammenrottenden Gefolgschaften, besser gesagt, auf die engen Grenzen dieser Verfassung, die zugleich die sich abzeichnende kollektive Niederlage determinieren kann, ja nach dem Grad ihrer wirklichkeitserzeugenden Wirksamkeit. Dass der Virus dumm ist, weil er seinen Wirt vernichtet, wird man nur cum grano salis, metaphorisch zugestehen. Dasselbe gilt für Raubtiere, die sich blind auf Kosten von Arten vermehren können, die ihnen keine erfolgreichen Strategien der Selbsterhaltung entgegen setzen können, die ihrerseits dazu beitragen, die Räuber zu erhalten, die von ihnen leben, wie man das angesichts der Einführung einiger Raubtiere Europas auf anderen Kontinenten hat sehen können (Die Indianer zum Beispiel). Man wird auf das Gegenbeispiel der Rinder, Dromedare und Kaninchen in Australien hinweisen. Recht hat der. Es gibt hier durchaus eine Art von koordiniertem Zusammenwirken zur faktisch gemeinsam bewirkten Zerstörung der Umwelt und der Dezimierung der Arten, und der hervorragende Beitrag geht dabei stets von der Unersättlichkeit der Predatorennatur des Homo sapiens aus, ob der nun als sich einfach irre sich vermehrendes Kaninchen auftritt oder als wilder Hund oder Katze. Das alles sind ja nur die mitgebrachten Selektionsverstärker dieser Spezies, ihre Zerstörungswerkzeuge, unter Selektionsgesichtspunkten gesehen. Und es hat zur Voraussetzung eine technische Ausstattung, deren massenhafte Verfügbarkeit keineswegs auf ewig sichergestellt ist.

Leben will ich als sei dieser Zeitpunkt nicht nur schon gekommen sondern als habe es alles dies nie gegeben und soweit wie möglich, als sei alles dies nicht existent.

Nicht nur ist die Weiterentwicklung der politischen Form der Herrschaft nicht abgeschlossen oder gar undenkbar, sondern sie steht vielmehr vor ihrer entscheidenden Phase, und mit ihrem Gelingen oder Misslingen wird auch über das Schicksal der so genannten ‚Menschheit’, besser: Über die Existenz der Art in der uns bekannten Form ‚hochkultureller Existenzweise’ entschieden. Der gegenwärtige Pfad eines scheinbar noch immer weiter ansteigenden Weges zum erst noch bevorstehenden Gipfel des Triumphs ist vielmehr die Phase einer sich überschlagenden Ausbreitung einer Bestie, der keine Lebensform mehr Widerstand entgegen setzen zu können scheint. Das ist richtig, aber alles dies ist abhängig von ‚Energie’ negativer Entropie. Wenn man es korrekt sieht, ist der gegenwärtige Zustand nichts als ein Übergangszustand eines höheren in einen niedrigeren energetischen Zustand. Alles kommt also vielmehr auf die Fallhöhe an. So gesehen ist der größte Teil der Biomasse des Planeten, dessen spektakuläre Erscheinung die Tierart Homo sapiens in den Blick rückt – für ihn vor allem ungemein imponierend, so imponierend, dass er vergisst, dass das auf einem Bias beruht, indem dieser größenwahnsinnige und von sich selbst eingenommene Narziss meint nur noch sich selbst in Betracht ziehen zu müssen – vor allem als Biomasse des Homo sapiens, nichts anderes als potentielle, hauptsächlich fossile Energie im Übergangszustand über die Biomasse dieser Tierart in die allgemeine Entropie. Dies alles ist also höchst ‚dynamisch’, es ist Bewegung, bei der diese Energie sich verbraucht. Sie ist also selbst abhängig von der ungestörten oder amplifizierten Zufuhr von Energie und wird mit dieser abnehmen, aufhören oder zunehmen. Aller Wahrscheinlichkeit zufolge ist aber die abnehmende Tendenz langfristig die wirksam entscheidende. Nichts kann daran etwas ändern, allen möglichen Anstrengungen zum Trotz, die diese Tendenz lediglich aufhalten, aber nicht im Grundsatz und Prinzip seiner Wirkungsrichtung umzukehren in der Lage sind. Die Strategien der Selbsterhaltung der Art, vor der sich letzten Endes alle mit dem Anspruch auf Sinn – nicht einmal Vernunft oder bloß Verstand – auftretende und gerechtfertigte Herrschaft wird beurteilen lassen müssen, sind also ohne Alternative an diesem physikalischen Faktum auszurichten, das eine Prozesskonstante der universalen Richtung ja nur anzeigt, der sich nichts zu entziehen vermag, auch und gerade keine Lebensform, die sich selbst wenigstens in Teilpopulationen einer von Experten – schon in eigenem Interesse – bescheinigten ‚Intelligenz’ mit entsprechenden ‚Quotienten’ meint bedienen zu können, eine Intelligenz, die vornehmlich die dieser Experten selbst ist, wenn man genauer hinsieht. Nun, es ist aber gerade diese, von deren Rautierbias hier die Rede ist, also von dem selektiven Defekt, der ihr eignet, und damit ALLER HERRSCHAFT, denn das an ihr abzulesende Selbstverständnis, das aus ihren Emblemen und Symbolen ja nur epiphänomenal spricht, ist das eines rücksichtslosen kannibalischen Raubtiers und Parasiten, eines bösartigen Virus, der die eigene Art kannibalisch überfällt und umklammert, und sich dabei zugleich mittels ihrer fortpflanzt, so dass die Fortpflanzungsfunktion hier mit dem Kannibalismus zusammenfällt. Das Parasitäre daran, das fremde Organismen zur eigenen Selbsterhaltung benutzt, ist ja auch eine der Konnotationen des geschlechtlichen Verhältnisses von Mann und Frau und gibt dem Geschlechterverhältnis in kulturellen Umständen eine eigenartige, durch den Unterschied der Funktionen determinierten Boden unaufhebbarer Feinseligkeitspotentiale, zumal, wenn und weil und wo das zu Bewusstsein kommt, als naturbedingte Ungerechtigkeit, die in eine unaufhebbare Ambivalenz der Geschlechter umschlägt, die in männlich dominierten Kulturen als Minderwertigkeit der Frau und ihre Unterwerfung manifest wird und ein nicht in Vergesellschaftungsformen begründbares Ressentiment der Frau gegenüber dem Mann unterhalten kann. Es ist nicht leicht für ein zu mehr oder weniger angemessenem Selbstbewusstsein seiner selbst und seiner Stellung in der Natur gelangtes sterbliches Lebewesen und Tier, sich mit der Ungerechtigkeit der Natur zu versöhnen.

Was sich noch entwickeln kann, liegt jenseits der gelungenen Versöhnung.

„…power grows by what it feeds on.“ (II, 86 u) Macht ist eine Bestie. Sie wächst an dem, was sie zerfleischt.

“So long as the rights are respected, the common interest and common loyalty will preserve the union. Injustice alone is to be feared, for no political bonds can long resist the ection of this most potent of social dissolvents.” (II, 89) Der folgende Kommentar zu dieser Überlegung zur Denkweise von Alexander H. Stephens lautet: “…, he belonged to his own generation in his blindness to economic motives. He thought exclusively in legal and constitutional terms; he remained wholly a lawyer“. (II, 86)

Über den determinierenden Einfluss der Staatsführung und staatlicher Funktionen vg. 92, wo die zentralisierenden Auswirkungen der Ökonomie auf den Staat im Hinblick auf die USA – als ‚consolidation’ im Sinne von Fusion – als unvermeidliche Folgen festgehalten werden: „…consolidation, which, under the impulse of economic evolution, was obliterating state lines, gathering financial powers in great reservoirs, and creating a new alignment between labor and capital. With such evolution it was axiomatic, that political practice should follow economic fact; that a consolidated wealth should create a consolidated political state. Greart enterprises with ramifications in every section would not tolerate a multitude of state sovereignties; sovereignty must be centralized…where it could be guided and controlled. The war only hastened what in the nature of things was inevitable.” (II, 92)

Das ist sehr erhellend, auch in Bezug auf die ganz unbefangene, keineswegs ‘marxistische’, sondern in Kreisen der angelsächsischen Denkweise gängige Ausfassung des Verhältnisses von Ökonomie, Klassen und Politik bzw. Staat seit den Physiokraten und Adam Smith. Denn das alles ist ja vormarxische Auskunft. Sie ist deshalb nur auch die von Marx, insofern er sie im Londoner Exil hat studieren und verarbeiten können. Es gibt für diesen Kontext und seine Chronologie im Übrigen noch weit früher datierende Belege. Es ist einfach ein Topos des angelsächsischen Denkens allgemein, dem gegenüber die Denkweise der Physiokraten, die den Süden aufgrund seiner agrarischen und entsprechend gegen das Handels‑ und Industriekapitel gerichteten Interessen beherrschte, eine Einschränkung (auf den agrarischen Sektor der Produktion) darstellt. Entsprechend fährt diese Passage auch konsequent fort: „Stephens insisted rightly that slavery was only the immediate casus belli. The deeper cause was the antagonistic conceptions of the theory and function of the political state that emerged from antagonistic economic systems.” (II, 92)

Parrington stellt fest, dass der politische Irrtum oder Fehler, der das föderalistische ‚principle of local self‑government mit der Rechtfertigung der Sklaverei unauflöslich verbindet, „may be accounted one of the tragedies of American history. It was disastrous to American democracy, for it removed the last brake on the movement of consolidation, submerging the democratic individualism of the South in an unwieldy mass will, and surrendering the country to the principle of capitalistic exploitation.” (II, 92 f)

Zur Theorie der Freiheit Francis Liebers: “’Liberty’, he argues, ‘is a thing that grows, and institutions are its very garden beds…Liberty stands in need of character’, and this character is received from social institutions…’An institution is a system or body of usages, laws or regulations of extensive and recurring operation, containing within itself an organism by which it effects its own independent action, continuance, and generally its own further development. Its object is to generate, effect, regulate, or sanction a succession of acts, transactions,, or productions, of a peculiar call or kind. The idea of an institution implies a degree of self‑government. Laws act through human agents, and these are, in the case of institutions, their officers or members.’…There can be no tyranny where society is trained and disciplined in liberty.” (II, 96. Das Zitat von Lieber ist eingebettet in ein Argument Parringtons.)

Vg. II, 99 ff, Chapter III, The Dream of a Greek Democracy, zur Argumentation, die ‘wage slavery’, die Verwechselung bzw. Konfusion von ‘free labor’ mit ‘wage labor’ gegen die Argumente gegen slave labor ausspielt und in der Behauptung ausläuft, dass die Sklaverei gegenüber der Lohnarbeit und ihrer sozialen Verantwortungslosigkeit humaner ist!

13. 08. 2007

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