Romantische Landschaft mit Menschenopfer

Romantische Landschaft mit Menschenopfer
Weißt Du wieviel Wolken gehen weithin über alle Welt...
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Dienstag, 17. August 2010

Leidenschaft und Sehnsucht

Hallo Annegret, 16. 08 2010

ich bin Dir zwar keine Rechenschaft schuldig für meine Kommunikation mit Rebecca. Aber angesichts der im Raum hängenden notorischen Anschuldigung, die stets so eindeutig zwischen der Guten und dem Bösen zu unterschieden weiß, ist es doch sinnvoll , wenn ich Dir den Text meiner Antwort auf Rebeccas Einladung zur Kenntnis bringe, damit Du eine authentische Grundlage hast für die empirische Erhärtung Deiner Vorwürfe.

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Mich macht das mir ganz unvermutet begegnende Ausbleiben einer Rückantwort von Rebecca Kummer, und selbstverständlich bin ich besorgt . Mich dafür bereits schuldig zu fühlen, hast Du mich ja ausführlich und erst wieder gestern erneut, zur Festigung des pathologischen Lernprozesses, zu dem Du mich 'zu überreden' versuchst mit bemerkenswerter Hartnäckigkeit und mit pathologischer Unbelehrbarkeit, unterwiesen.

Es bedarf aber dazu doch noch einiger Bemerkungen zu der besorgniserregenden Darstellung der gestrigen Kommunikation, und des Stils, dessen Du Dich dabei zunehmend konturierter bedienst bzw. zu bedienen versuchst, mit einer Hartnäckigkeit und Stereotypie, die man als erschreckend empfinden kann, indem sie sich darauf konzentriert, gewissermaßen lediglich die Instrumente zu schleifen, mit einer ganz offensichtlich trügerischen Selbsttäuschung und Zuversicht in Bezug auf die offensichtlich ins Auge gefassten Möglichkeiten des wirklichen Gelingens dieser Kommunikation, die keinerlei reale Aussicht hat, einfach deshalb, weil ihr der angemessene Realitätsbezug fehlt und weil jeder Versuch, darauf auch nur hinzuweisen, sogleich umgewandelt wird in die dem Hinweisenden als böse Absicht zuzurechnende Drohung, und zwar derart, dass zwar die Drohung richtig erkannt wird als solche, aber nicht der Grund dafür korrekt identifiziert wird und auch nicht der Ort, von dem sie ausgeht.

Vor allem die in jedem Fall zu antizipierende Wendung, die einerseits plötzlichen Abschied nimmt von der bisherigen Vorstellung vor allem Deines eigenen Leidens, das bisher im Vordergrund aller unserer Gespräche gestanden hat, seit Leah's Untergang, auf den ich noch kommen werde, indem Du mich scheinbar unvermittelt fragst, was Du eigentlich damit zu tun haben solltest, wie es mir geht, indem Du zu erkennen gibst, dass die Vorstellung Deines Leidens taktischer Natur war, denn sonst wäre dieser brutale Umschlag, in dem der von mir schon lange vor meinem Weggang aus Werlte benannte mörderische Kommunikationsstil, Deine Verantwortungslosigkeit und Deine pathologische Verlogenheit, Deine rücksichtslose Benutzung und Schändung Deines Partners (Deiner Partner) in einer Vignette recht deutlich wird, sowie Deine rücksichtslose Verweigerung der Übernahme der Verantwortung für Deine eigenen Handlungen recht deutlich werden, nicht denkbar. Dasselbe gilt noch mehr für die Verstärkung dieses hinterhältigen Angriffs mit dem Mittel der Verdrehung, die aus der Mitteilung, daß Deines und das von Dir gesteuerte Verhalten der Kinder (der noch lebenden), die Dir damit verzweifelt ihre Loyalität zu beweisen versuchen, weil sie keine andere Wahl haben, für mich längst Folgen hat, die mich vital bedrohen, zumal Du mit jedem Gespräch zu verstärken versuchst, was sich darin bekundet an unnachgiebiger Bosheit und Hinterlist, mit Mitteln, über die ich hier zunächst nicht sprechen will, weil das zu viel Platz in Anspruch nimmt, und die vor allem für mich eine vitale Bedrohung darstellen, weil sie eine vitale Bedrohung sind, ob sie nun in dieser bewußten Absicht vorgetragen werden oder nicht. Diese Mitteilung zum Anlaß zu nehmen, zu behaupten, damit spräche ich eine Drohung aus, ist ebenso bemerkenswert wie unhaltbar.

Bemerkenswert ist das, weil darin die Intention der Gesprächsführung recht deutlich wird, von der allerdings nicht gesagt werden kann, dass ich sie nicht kenne und der puren Möglichkeit mit der gesamten mir zur Verfügung stehenden Aufmerksamkeit vorab zu begegnen beabsichtige mit jedem Satze den ich sage, in dem Bewußtsein, dass es eines winzigen Scheins eines Anlasses bedarf, damit Du die bereitstehende Projektion aktivierst und mich in den Sumpf der Lebenslügen, mit denen Du Dich so lange schon verzweifelt über Wasser zu halten versuchst, zu ziehen, damit ich darin ertrinke. Und indem ich eben dies mitteile suchst Du erkennbar den Anlaß, das zu vollenden, vergreifst Dich aber im Eifer, indem Du das Gegenteil dessen, was Du meinst beklagen zu dürfen, indem wiederum Dein Leiden nach vorne tritt, wenn auch nur indirekt, einfach gegen jeden möglichen in der Sprache greifbaren Anlaß einfach in sein Gegenteil verkehrst, weil Du meinst, nun sei der Zeitpunkt gekommen, an dem Du Deinen Gesprächspartner derart hast provozieren können mit den leisen Bosheiten und Hinterhältigkeiten, den Entwertungen und Verwerfungen, mit denen Du stereotyp auf Alles reagierst, um das Gespräch bzw. genauer, Deinen Gesprächspartner für Deine Zwecke so zurechtzustellen, dass er/sie Dir den gewünschten Anlaß dazu gibt, ihn in die Falle der Beschuldigung laufen zu lassen, die in ihm das Monstrum brandmarkt, das Du auf diese weise projizierst.

Es ist bezeichnend, dass Du Dir eine 'Intelligenz' gar nicht vorstellen kannst, die sich dem - sei es auch nach einem langen, sehr langen und unfassbar schmerzhaften Lernprozeß - zu entziehen vermag, indem sie das unveränderliche Stereotyp dieses 'Kommunikationsstils', der in der Literatur der Kommunikation unter dem allgemeinen Titel 'Schizophrenie und Familie' und dem spezifischen richtigen Stichwort der 'schizophrenen Mutter' beschrieben wird antizipiert und darauf achtet, dass dem stets bereit stehenden Zwang zu dieser Machination, der der Aufrechterhaltung eines pathologischen und vor allem: pathogenen Gleichgewichts einer Person auf Kosten anderer Personen, deren sie habhaft zu werden vermag in ihrer Lebensumgebung dient, durch eine entsprechend exakte Darstellung dessen, was jenseits des Vorurteils, das diese Projektion tatsächlich kommuniziert werden soll im bewußten Unterschied´zu dem, was die Projektion unter allen Umständen meint feststellen zu können, weil der Zwang jede andere Absicht kommunikativ, durch eine produktive Bearbeitung derart zu verzerren bestrebt ist, dass jede Mitteilung anderer Art derart mit den Mitteln der Replik umgebogen wird, dass am Ende mit der aus Erfahrung bewährten Sicherheit tatsächlich herauskommt worauf sie hinaus will, nämlich auf den Nachweis, dass der Angreifer nicht der/die ist, von der diese Ausübung eines pathologischen Zwangs auf die Kommunikation ausgeht, sondern der gequälte Angegriffene, der sich am Ende nicht mehr zu helfen weiß als dadurch, dass er selbst, zum Angriff übergeht und damit in die ihm gestellte Falle.

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Und das ist ja immer wieder gesagt worden, immer wieder habe ich hingewiesen auf meine Absichten, immer wieder habe ich gesagt, was meine Absicht ist, und dass ich den Mechanismus kenne, so dass es bestenfalls anstrengend wird, dem Wunsch des Gesprächspartners die Beharrlichkeit der durch Reflexion auf jeden Moment und jede Formulierung beobachteten möglichst genauen und möglichst unmißverständlichen Ausdrucks der eigenen tatsächlichen Absicht gegenüberzustellen derart, dass der antizipierte Versuch bestenfalls ins Leere läuft und der Nachweis geführt werden kann, dass hier ein pathologischer Zwang zur Verkennung, Verdrehung und vorsätzlichen oder unbewußten (das ist bestenfalls sekundär von Bedeutung) vorliegt, den Gesprächspartner in eine Situation zu manöverieren, die den rücksichtslosen Angriff auf ihn legitimiert und rechtfertigt ohne Rücksicht auf die von dem Angreifer, der die Wahrnehmung, die er von sich selbst haben müsste in sein Opfer verlegt, dann ja nicht zu verantwortenden Folgen, denn diese Folgen sind dann ja von dem Angegriffenen zu verantworten, der sich vielmehr einer unumgänglichen Selbstverteidigung gegenübersieht, weil er ja der Angreifer ist.

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Derartige Manöver nun aus Mangel an Geduld und weil es ja gewöhnlich klappt, den anderen erst derart aufzubringen, dass es etwas sagt oder tut, das als Anklage und als Rechtfertigung des ja bereits längst im Gange befindlichen und kommunikativ realisierten Angriffs dienen kann und den gesamten Vorgang nach rückwärts im Nachhinein legitimiert, ausgerechnet an der Mitteilung der Folgen festmachen zu wollen, die das für den Gesprächspartner hat, der sich daraus nicht zurückziehen kann, weil er systematisch in der Funktion des Stabilisators festgehalten wird und aus der pathologischen Kommunikation nicht auszuscheiden vermag, obwohl und selbst wenn und sogar weil er vor den Folgen auf der Flucht ist, ist einerseits zwar der Gipfel eines Mißverständnisses, aber es ist dies zugleich in der Form einer Offenbarung des Zwangsmechanismus, der sich einfach realisiert haben will und an einer bestimmten Stelle in eine halluzinatorische Wunscherfüllung umschlägt, indem die aggressive Energie, die darauf aufgewandt wird, den Gesprächspartner für die kommunikative Absicht der projektiven Selbstentlastung aufzuladen um den Anlass zu erhalten, der die Projektion zu rechtfertigen scheint als Tatsachenfeststellung, mit der die Kommunikation, die ihr vorausgeht nichts zu tun hat, oder wenn, dann nich anders zu tun hat, als die sich in der Aktion und als Aktion realisierende projektive Absicht das antizipativ projiziert, das Bewußtsein des Angreifers derart trübt - zumal angesichts der Erschöpfung der Geduld des Jägers, der nun den Schatten des Wilds im Mondlicht zu sehen meint, weil er ihn zu sehen wünscht, mit der unvermeidlichen Folge der nicht am Material (Sprache, Verhalten), geschweige dann an der zwanghaft verkannten Absicht, die sich darin lediglich einen kommunizierbaren Ausdruck zu geben versucht, der sich ständig möglichst der naturgemäß möglichen Irritation durch die Bizarrerien des Gesprächspartners zu entziehen versuchen muss, einer Absicht, mit deren Selbständigkeit und Konstanz gar nicht erst gerechnet wird, weil sie als lediglich Erscheinendes Intendiertes gar nicht in Betracht gezogen wird (womit natürlich auch die Selbständigkeit und Konstanz, die Identität des Anderen vernichtet wird, nebenbei gewissermassen, aber präventiv), und das sich in Ausdruck und Verhalten lediglich darzustellen versuchen und an der Rückmeldung zu korrigieren versuchen kann – dass sich eine durch einfachen Hinweis zu verifizierende Differenz zwischen dem, was zum Ausdruck gebracht wurde gemäß einer durch die Wendungen der 'Kommunikation' hindurch festgehaltene Intention (Ein Ausdruck, der nicht entkoppelt wurde von der ihm zugrundeliegenden Absicht, indem er durch ein entsprechendes 'Angebot' in eine Diversion ausläuft, die entsprechend der angebotenen Verführung den Verlust mit der Mitteilungsabsicht herbeigeführt haben würde.) und dem, was die kommunikative Diversion meint als Faktum festhalten zu können, indem sie unmittelbar durch den Ausdruck, das 'Verhalten' meint hindurchgreifen zu können auf die zugrundeliegende Mitteilungsabsicht und darüber hinaus auf die Person, die anhand der Feststellung des vermeintlich nun als Faktum vorliegenden Befunds unmittelbar einer Behandlung ausgesetzt wird, die gerechtfertigt ist durch das auf diese Weise erfolgreich herbeigeführte und als Gegebenheit jenseits und vor aller Kommunikation traktierte Faktum, auch wenn dieses nur das Faktum einer durch eine zwanghafte Projektion auf einen mittels ihrer angegriffenen Anderen ist.

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Es ist nun Zeit, diese Kommunikation bei ihrem Namen zu rufen, zumal angesichts ihrer ungeheuerlichen Folgen, die keineswegs vergangene Folgen sind, sondern Folgen, die in der Kommunikationstruktur, die auf diese Weise aufrechterhalten und eindeutig dominiert wird, ungeachtet der raumzeitlichen Verteilung ihrer Momente unablässig aufrechterhalten und vor allem fortgesetzt erneuert werden, ohne dass es gelingt, die Quelle der desaströsen Wirkungen derart zu bearbeiten, dass wenigstens keine weiteren Folgen der Art mehr auftreten sollten, wie sie inzwischen trotz des unablässigen Versuchs, darauf aufmerksam zu machen, dass diese Folgen u. U. tödlich sind, und den engsten Kreis derer vital betreffen, die die eventuellen Opfer der pathogenen Kommunikation sind, die sich unbelehrbar über ihre eigene Rücksichtslosigkeit und Brutalität immer weiter einer von ihr aktiv mit betriebenen Kommunikation fortwährend ungehindert und unbeeinflussbar selbst durch freundliche und in keiner Weise diffamierende oder herabsetzende Hinweise nach Art eines puren Mechanismus, ja maschinenartig ausagiert, ohne sich einem Angebot zur Reflexion – zumal angesichts der bereits aufgelaufenen Folgen, deren letale Ergebnisse hinreichend sein müssten, um Steine zu erweichen und - gegenüber auch nur im Mindesten empfindlich zu zeigen.

Das ist aber hier nicht auszuführen. Ich muss mich mit einer Andeutung zufrieden geben. Um es noch einmal klar zu sagen. Die Befürchtung, dass es 'nicht vorbei' ist, ist angesichts der unbelehrbaren Aufrechterhaltung und Fortsetzung, der kaum fassbaren Versteifung und der Hartnäckigkeit der sich immer höher rüstenden Einigelung und Verteidigung, die mittels Kommunikation nur die gewählte Art der Selbstbehauptung an der Mitteilung des Anderes optimiert und nur insofern überhaupt 'lernt', indem sie nichts lernt als sich immer nachhaltiger zu immunisieren vor allem gegen die Einsicht in die zu erwartenden bzw. hoch wahrscheinlichen Wirkungen der weiterwirkenden Ursache, die sie selbst ist so gut als sie sie setzt. Das ist in der Konsequenz eine äußerst maligne Entwicklung, Das ist erkennbar daran, dass schließlich die projektive Anklage sich nur noch darauf stützen kann, dass überhaupt existiert und sich äußerst, zumal auf unverschämte Weise über die wahrscheinlichen und absehbaren unerwünschten Folgen, die der sich Äußernde befürchtet angesichts einer angemessenen Wahrnehmung der Lage in der er sich findet, und zwar ganz gleich, was er tut, indem der sich ständig verengernde Umkreis seines Lebensraums absehbar endlich ein Minimum dessen unterschreiten wird, das noch mit dem Zustand des bloßen Lebens vereinbar wäre, vom menschlichen Leben nicht zu reden, denn weder einem Schlachttier noch einem in einer Todeszelle sitzenden zu Recht oder Unrecht zum Tode Verurteilten widerfährt diese nach Art der Freiheit, die dieser Art von Aktionen in diesen Zuständen offensteht, denn es gibt dort ein zugegeben oft ungenügendes oder defizitäres Minimum an Kontrolle der Akteure, die den Wärter oder Tierhalter mit einschliesst.

Jedenfalls kann ich an dieser Stelle ein jedem Falsifikationsversuch aussetzbares eindeutiges Ergebnis als Befund festhalten, der sich eindeutig zurechnen lässt. Ich will das nicht in einen Vorwurf umsetzen, denn das ist nicht die Intention. Die Analyse kann Ergebnisse haben, die sich dem mit ihnen konfrontierten Bewußtein als Vorwurf präsentieren, den die Projektion ja, als Entlastungsfigur, wie andere Abwehrmechanismen auch, als Vorwurf wahrnehmen müsste, während sich die Funktionen der Entlastung – unter Umständen auf Kosten des Lebens der Umgebung – ja gerade daraus ergeben, dass sie die Wahrnehmung vermeiden, die als 'Vorwurf' die Handlung, die Aktion und das Verhalten einschränkend empfunden werden müssten.

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Nun ist die Vermeidung der Formulierung eines 'Vorwurfs' nicht gleichbedeutend damit, dass die von dem analytischen Befund ausgehende und nahe gelegte Wahrnehmung in dem Moment, wo sie Selbstwahrnehmung wird, indem das bisher erfolgreich Abgewehrte und 'anders Zugerechnete', das Anderen Zugerechnete, mit der Möglichkeit vertraut machen müsste, dass die gewohnte und gewöhnlich kommunikativ auf Kosten der Umgebung erzwungene Verteilung der zuzurechnenden Verantwortlichkeiten und der in der Kommunikation auftretenden Affekte und der evozierten Verhaltensweisen und Ausdrucksformen – mittels einer so oder so durchgesetzten und dann vorausgesetzten Kontrolle der Wahrheitsfunktionen der kommunikativen Prozesse in einem definierten Umkreis – in Frage gestellt wäre, indem sie andere Verteilungen der Verantwortung nahe legen müsste.

Daher ist auch angesichts der nüchternsten Feststellung der als auch anders möglich vorgestellten Situationsdeutungen dennoch, angesichts dessen, was sie für das Gleichgewicht der Person bedeuten können, und bedeuten müssen nicht ohne Weiteres damit zu rechnen, dass das derart Angesprochene nicht dennoch empfunden würde als eine das Gleichgewicht der Person mehr oder weniger ernsthaft gefährdende BEDROHUNG.

Es bedürfte sonst der angestrengten und selbst gegen jeden 'Augenschein' sowie gegen jede Logik' aufrechterhaltenen Strategien nicht, die nicht nur darauf festgelegt sind, festzustellen, was – in ihrem Sinne – ist, sondern unablässig aktiv darauf gerichtet sind, das Gleichgewicht der Person aufrechtzuerhalten ggf. auch auf Kosten der situativen Umgebung, auf Kosten des Gleichgewichts und der Wirklichkeitsbezüge Anderer, die sich der in Anspruch genommenen Definitionsmittel nicht in derselben Weise privilegiert bedienen können, und auf Kosten der angemessenen Einsicht in die wirklichen Strukturen der Kommunikation, in die die aktuellen Beiträge, die unter dem Vorzeichen dieser Bemühungen in sie eingehen ja aktiv eingreifen als produktive, die Situation ggf. im Sinne des Bedarfs der dominierenden Inputs (wieder)herstellende Aktionen, die ja durchweg auf eine durchaus reale Bedrohung reagieren. Insofern ist die ständige Bereitschaft zur Identifikation der von der Kommunikation Anderer ausgehenden DROHUNG auf Kosten der angemessenen Wirklichkeitswahrnehmung ihrerseits eine aus der Realität der Bedrohung hervorgehende Bereitschaft zur Abwehr dieser Bedrohungen, die erst dann ihren Sinn freigibt, wenn man sie vor dem Hintergrund des Gesagten versteht, also derart, dass auch die bloße Geltendmachtung einer Korrektur an einer aufzeigbar 'verzerrten' 'Wahrnehmung' der sei es laufenden, sei es vegangenen Kommunikationen in einem ganz plattten analytischen Sinn, der die Richtigkeit von 'Milchmädchenrechnungen' betreffen kann eben dann eine wirkliche Bedrohung darstellt, wenn und wo sie die Gleichgewichtslagen der Person entscheidend derart tangiert, dass diese mit einer Realitätsverleugnung reagieren muss, um ihr Gleichgewicht u. U. unter Inkaufnahme der sei es permanent oder temporär dafür hinzunehmenden Kosten, und das ist dann um so erheblicher, wenn diese unvermeidlich als Eingriff in andere Kommunikationen und in die Kommunikationen Anderer zu Buche schlagen müssen, weil diese sich dieser Art der Einflussnahme nicht zu entziehen vermögen, so dass sie es sind, die diese Kosten zu tragen haben, das aber u. U. Nicht hinnehmen können oder wollen, und sich ihrerseits zu entlasten versuchen von den ihnen auferlegten Folgen dieser Art der Kommunikation Anderer, mit denen zusammen sie eine kommunikative Struktur bilden, die sich nicht einfach auflösen lässt, sei das durch räumlich-zeitliche Segmentierung etc., durch Ausgrenzung, Zensur oder Gefährdung ihrer eigenen Kommunikation bzw. Realitätsbezüge u. a. Nimmt man nur die 'Thematisierung' als legitimen und eigentlich nicht abweisbaren Versuch der Korrektur der Belastung mit Folgen der Kommunikation Anderer, die die Geltung ihrer Kommunikation zu erzwingen versuchen müssen, ungeachtet ihres Realitätsgehalts nebst der Folgen, den der damit erzwingbare Wirkichkeitsbezugsverlusts für die haben muss, die unter diesem Verhängnis zu leben haben, dann ist nun ohne Weiteres ersichtlich, dass auch und schon die bloße Thematisierung der Folgen der Kommunikationen Anderer, zumal unter diesen Bedingungen Reaktionen zur Folge haben müssen, die diese Thematisierung als Angriff und damit als Bedrohung auffassen, die intentional von dem, der thematisiert ausgehen müssen, und nicht vielmehr ausgehen von der Eigenart der Aufrechterhaltung von Gleichgewichten von Personen mittels Abwehrmechanismen, deren Definition allgemein durch einen 'verzerrten Wirklichkeitsbezug' gegeben werden kann, der je nach Auslegung bzw. Privilegierung der entsprechenden, von ihnen ausgehenden bzw. mit ihnen verbundenen Kommunikationen einer mehr oder weniger 'ausgedehnten' Kommunikationsstruktur aufgezwungen werden kann, um Kosten zu verteilen bzw. zu verschieben, die diese Lösung unvermeidlich dann auf die Umgebung verschiebt.

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Das kann man nun weiter treiben, indem man das Gewicht der Kosten, die Nachhaltigkeit ihrer Verschiebung und Umverteilung sowie die laufenden Folgen der Unterhaltung dieser Strukturen weiter unter dem Gesichtspunkt der möglichen Erscheinungsbilder ins Auge fasst, die auf diese Weise an der Kommunikationsstruktur und in der kommunikativen Umgebung an verschiedenen Kostenstellen auftreten können und die Formen untersuchen, in der diese Kosten 'erscheinen'.

Es genügt indessen vielleicht, wenn man das bis dahin vorantreibt, um die Begründung dafür einsehbar werden zu lassen, dass man unwünschbare Folgen auflaufen sehen kann als kommunikativen Strukturen, die mit derartigen strukturellen Defekten identifizierbar versehen sind, und dass es wünschenswert sein muss, das mindestens zu thematisieren, um die rechtzeitige Möglichkeit einer dringenden Korrektur am vermutlichen oder wahrscheinlichen bzw. immerhin möglichen 'natürlichen' weiteren Verlauf einer Entwicklung anzumahnen, wie er dann eintreten könnte, wenn diese Thematisierung unterbleibt. Dazu muss es genügen, auf das schon Gesagte zu verweisen, vor allem den Kontext der – mehr oder weniger eingeschränkten 'Thematisierung', von dem ja schon die Rede gewesen ist.

Was ich hier analytisch untersuche unbeeinflusst von den möglichen Diversionen und Irritationen, dem immer mitlaufenden Nebensinn des aktuellen Austauschs, ist kaum die Freilegung der Oberfläche dessen, was dazu zu sagen ist, und ich kann das deshalb hier nicht vollständig ausführen. Andererseits ist es letzten Endes abzusehen, dass sich ein Einvernehmen wie ich es mir gewünscht hätte als einen unter Erwachsenen auf der Höhe des kulturellen Begriffs zuvor erzieltes Ergebnis gemeinsamer Bemühung um dieses Status vielleicht nicht erzielen lassen wird, so dass ich mich einfach aus Zeitgründen dazu entschliessen muss, auf ausschliesslich eigene Verantwortung vorzutragen und zu dokumentieren, was der Geschichte der Strukturen entspricht, die hier so kontrovers besprochen werden in einer Weise, deren innere Rationalität nicht auszureichen scheint dazu, den Gegenstand und seinen Wirklichkeitsgehalt aus sich heraus zur angemessenen Darstellung zu bringen. Und obwohl ich noch immer ratlos bin angesichts dieses Befunds, den zu akzeptieren mir ungemein schwer fällt, weil ich noch immer den Gedanken kaum erträglich finde, dass Du mich auf keinen Fall begleiten kannst auf dem von mir vor langer Zeit bereits gewählten Weg, den allein zu begehen vielleicht unausweichlich ist, was nichts daran ändert, dass ich das bedauere, und vor allem auch, dass ich sehr bedauere, dass Du, die ich gewählt hatte als meine Begleiterin und mit deren Kondition ich gerechnet hatte, diesen Weg nicht gehen kannst.

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Das wäre alles sehr viel leichter, wenn wir uns an der entsprechenden Weggabelung darauf hätten verständigen können, dass Du einen anderen Weg einschlagen musst. So sind nun Folgen aufgelaufen, die die in Rede stehende Betrachtung der Geschichte um die es gehen muss, unvermeidlich betreffen, was angesichts des fatalen Ausmaßes dieser Folgen sehr erheblich ist, weil es zugleich die Geschichte derselben vergeblichen Verständigung ist, um deren Bearbeitung ich mich in den hinter uns liegenden Jahren wiederum ohne einen sichtbaren Erfolg bemüht habe. Das ist angesichts des Untergangs von Leah, aber auch angesichts der erkennbaren barbarischen Folgen, die das angesichts der Einstellung von Sarah exemplarisch hat, von einer Art, die eine genaue und unvoreingenommene Betrachtung erzwingt. Natürlich kann das niemanden retten (genauer gesagt: Ich kann nichts und niemanden retten), und zumal angesichts der offenkundigen Weiterwirkung der kausalen Quellen, die diese gesamte Ereigniskette hervorgebracht haben, ist es zwingend, eine Darstellung zu finden, die dem verfügbaren Wissen angemessen ist. Es ist vor allem Leah's Untergang, der mich dazu verpflichtet, diese Zusammenhänge aufzuarbeiten und öffentlich werden zu lassen, vor allem auch deshalb, weil die Kommunikationen, die zu diesen entsetzlichen Folgen geführt haben, damit öffentlich zugänglich werden, d. h. Aber, dass sie einer kulturellen und einer Kontrolle an Standards des Wissens unterworfen werden, die von den Besonderheiten der Kommunikationen, die dabei unvermeidlich thematisiert werden unabhängig ist. Das ist der Zweck der Übung, der ich mich unbedingt verpflichtet fühle. Ich bin das mindestens Leah schuldig, die nicht einfach so vergehen kann und keiner weiß, was geschehen ist, und alle plappern unkontrolliert durcheinander in dem Vertrauen darauf, dass ihre mehr oder weniger brutale Gewalttätigkeit sich schon erfolgreich durchsetzen wird, oder einfach ihre Ignoranz. Ungeachtet aller Dissonanzen und Divergenzen habe ich, in dem Bestreben einen klaren Kopf zu bekommen oder zu überprüfen, ob bzw. dass er klar ist, während der vergangenen nahezu sieben Jahre nie versucht unter Ausschluss Eurer Überlegungen und Einlassungen auf eigene Faust die Aufarbeitung des Geschehenen zu betreiben, und ich meine dabei die Gesamtheit der Personen aus Deiner Familie, die an dem Geschehen auch durch ihre eigenen Interventionen und Aktionen beteiligt sind. Es muss aber endlich doch offensichtlich werden, dass hier nicht einmal über die Voraussetzungen und Grundlagen des Gesprächs, das diese Geschichte mit erzeugt und begleitet hat, ein dem Geschehen auch nur entfernt angemessenes Verständnis erzielt werden konnte, und das ist angesichts der 'wissenschaftlichen Qualifikationen' der Beteiligten und ihrer verantwortlichen Betätigung vor allem im pädagogischen Bereich bzw. im weitesten Sinne dem der Erziehung und der Betrachtung auch defektiver Zustandsbilder von Sozialisation ein kaum zu überschätzendes Symptom des Zustands der Wissensformen, die auf diese Weise als Qualifikationen lizensiert sind. Nun könnte man sich ja zufrieden gegen damit und meinen, das sei halt so und jeder habe das Recht zu meinen was ihm einfällt. Das würde aber mit dem Zugeständnis zusammenfallen, dass die freie Assoziation an die Stelle des Denkens getreten ist, und das ist nicht hinnehmbar und niemand kann erzwingen, dass das hingenommen werden müsste. Derart liegt angesichts einerseits des Geschehenen (das nicht mit dem Erinnerten identisch ist. Ich erinnere mich daran, dass ich einmal vergeblich versucht habe Dich davon zu überzeugen, dass das nicht dasselbe ist. Ich habe das damals einfach nicht ernst genug genommen, hätte aber bemerken müssen, dass Dir die Differenzierungsfähigkeit fehlt, die Wichtigkeit und den Sinn solcher Unterscheidungen zu verstehen oder auch nur 'zu erlernen'.), andererseits dessen, was bisher darüber 'reflektiert' wurde, für einen Verstand, der sich nicht aufgibt, eine Herausforderung, sich von der sei es intendierten oder nicht-intendierten offenkundigen Quasiabsicht, die sich als das Faktische zu konsolidieren droht, nicht irremachen zu lassen daran, dass dieses Geschehen so bearbeitet werden kann, dass es sich einer öffentlichen Darstellung und Kritik nicht zu entziehen braucht, und das ist es, was ich nun selbst tun muss ohne Dich als Gesprächspartner mitnehmen zu können. Ich bedauere das, und muss mich darauf beschränken, dass Dir das dann Resultierende ja ebenso öffentlich zur Verfügung steht und damit zu einer dann allerdings seinerseits öffentlichen Kritik und Kontrolle durch eine Euch und mir in derselben Weise übergeordneten Supervision, an der sich letzten Endes wenigstens zweitausendundachthundert Jahre Kultur- und Geistesgeschichte beteiligen werden, zu der ihr alle herzlich eingeladen seid, soweit ich davon ausgehen kann, dass ihr von einer Beteiligung an der Bearbeitung nicht interessiert seid. Die Chance einer gerechten Bewertung aller Eurer eventuellen Korrekturen an meinen durchweg grundlegenden Irrtümer ist durch diese freundliche Mitwirkung der Geistes- und Kulturgeschichte in jeder Beziehung auf der Höhe des überhaupt menschenmöglichen Niveaus der freundlichen und wohlwollenden Betrachtung des Lebenswegs unserer gefallenen Existenz, Eurer wie meiner.

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Ich denke, das dürfte vorerst genügen. Ich kann nicht verhindern, dass Du dies verstehst entsprechend Deiner Konstitution. Das verändert weder etwas an meinen keineswegs, meinen niemals bedrohlichen, sondern – wenn auch gelegentlich etwas aufgeregten und mißverstehbaren – aber stets auf Verständigung und Klärung bzw. Verständlichmachung, Erlebbarmachung zielenden kommunikativen Beträge, sondern bestenfalls etwas an der Art, wie sie auch dann mißverstanden werden können – und das scheint sich als eine Konstante zu konsolidieren bzw. als Konstante konsolidiert zu sein, die sich der von mir überschauten Geschichte unmittelbar entzieht und sich nur anhand ihres aktuellen Erscheinungsbildes erschliessen lässt, aber auch dazu sind ja Mittel vorhanden, die sich der Kritik jederzeit stellen können. Wir befinden uns hier ja nicht auf dem Niveau des Alltagsbewußtseins oder der 'Mentalitäten', sondern auf dem Niveau ihrer analytischen Betrachtung – wenn ich mich wenigstens soweit unmissverständlich ausgedrückt habe, dass eine kritische öffentliche Untersuchung nicht unbedingt zu dem Ergebnis kommen muss, ich habe etwas ganz anderes behauptet oder zum Ausdruck gebracht als das wovon ich lediglich – im Nachhinein – zu behaupten neige ich müsste es gewollt, beabsichtigt oder gesagt haben.

Das Weitere kann man dann ja der Produktion überlassen. Ich bin zuversichtlich, dass mir, zumal nach so vielen und langen und aufschlussreichen sowie folgenreichen Kommunikationen mit vielen der Mitglieder Deiner in vieler Hinsicht bemerkenswerten Familie die Zeichnung eines hinreichend detaillierten und informativen Bildes des Geschehenen gelingen wird und vertraue auf die Führung all der Guten Geister der langen kulturgeschichtlichen Generationenkette, deren Rat mir aufgrund langer und unermüdlicher Beschäftigung mit ihren Gedanken nun jederzeit als leitender Rat einer Versammlung von Senatoren und Senatorinnen der Menschheit zur Verfügung stehen, der ich mich in jedem Falle verpflichtet fühle, so wie dem Andenken meines goldenen Engels Leah.

Da Rebecca irgendwie 'verschwunden' ist, füge ich zum Nachweis meinen e-mail an sie bei, damit Deine Besorgnis eine solide Grundlage bekommt. Natürlich macht mir das Sorgen, denn ich kann es mir nicht erklären.

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II.

17. 08. 2010

Hallo Annegret,

danke für die Nachricht. Ich konnte es nicht verhindern, dass ich eine Nacht in Todesängsten verbracht habe. Es genügt mir unter diesen Umständen schon zu wissen, dass Rebecca lebt und dass es ihr gut geht. Mir fällt ein furchtbares Gewicht vom Herzen. Ich erinnere mich daran, dass die erste Eintragung, die ich an sie adressierte in meinem Düsseldorfer Tagebuch - das ich vor der Netzveröffentlichung noch technisch bearbeiten muss - nachdem ich hier angekommen war, sich mit dem Tod meines 'großen Bruders' Hans Joachim beschäftigt hat. Das bleibt eine der Wurzeln dieser Ängste, und dass dies nicht bloß Vergangenheit ist, ist ja inzwischen auch auf traurige Weise klar. Es war einfach die Form, wie meine Trauer über unser Unglück sich bis an eine seiner Wurzeln erstreckte und bewußt wurde. Tatsächlich war ich über die ganze Geschichte, die wir gemeinsam haben, jeden Tag sehr traurig, und über das, was ich von Deiner und meiner Vorgeschichte weiß, bin ich es auch. Und das hat weder mit Mitleid noch mit Selbstmitleid zu tun. Es ist ein existentieller Zustand, in dem sich ein Resultat einfach 'bewußt' wird, zu 'Selbstbewußtsein'. Der Ausdruck ist dann falsch verstanden, wenn man meint, davon die Gefühle abziehen und einer gesonderten Zuständlichkeit zuweisen zu können. Hat man erst einmal eine derartige Psychologie, dann stellt sich auch das dazu passende Mißverständnis sofort ein.

Dasein ist kein bloßes Bewußtsein. Bewußtsein ist das Bewußtsein eines Daseins, und das ist eine komplexe, die gesamte Existenz, das ganze Dasein umfassende Zuständlichkeit im Jetzt, in der sich die gesamte Geschichte, die Genese dieses Zustands zusammenfasst. Die Analyse verändert nichts daran als die Art, in der es bewußt sein kann, indem sie das Bewußtsein gewissermaßen synchronisiert mit dem Daseinszustand, der sich in der jeweiligen Gegenwart nur zusammenfasst und in Bezug auf den Bewußtsein angemessen oder unangemessen eingestellt ist, unter anderem deshalb, weil die Genese auch zu diesen Verhältnissen führt, die sich zwischen Bewußtseinszustand und Dasein als Zustand in die Form der Gestimmtheit oder Befindlichkeit bringen. Am Ende einer gelungenen 'Justierung' steht also nicht das beschswerdelose Glück, sondern die Einsicht in diesen Zusammenhang, den ich hier skizziert habe. Die reflektierte Bearbeitung des jeweils vorgefundnen Verhältnisses zwischen dem, was bewußt weden kann, der Art wie es bewußt werden kann (und wie nicht) sowie dem Dasein als Gesamtzustand, der im Organismus vergegenständlicht ist, hält die Analyse deshalb für nicht gegenstandslos, weil es etwas bewirken kann, das einer vergleichsweisen Verbesserung gegenüber dem Vorgefundenen gleichkommt, weil es das verhindern lehren und stabilisieren kann, was dann, damit man eine Benennung dafür hat, und nicht, um einen Menschen zu diffamieren, 'Agieren' nennt. Das verbessert auch die Chancen der autonomeren Lebensführung, insofern die Entlastung der Lebensumgebung, die die Folgen dieses Verhaltens sonst zu tragen hat, einen gemeinsamen Gewinn für alle bringt, indem es dem Leiden eine andere, mir Rücksicht auf die gerade gegebene Formulierung 'rationalere' Form gibt, nicht, indem sie es beseitigt. Das also wäre der mögliche Gewinn. Die 'Alternative' ist nur darin zu sehen, wenn man denn daraug bestehen will, dass das eine sei, alles so weiter zu betreiben wie man eben gewachsen ist, und die mögliche Korrektur als unakzeptable Verbiegung aufzufassen. Das kann dann so aussehen, dass der Bucklige meint, ihm den Buckel zu nehmen sei eine Verbiegung. Und Recht hat er! Da gibts kein Vertun.

FoggyRoad

Was ich sagen wiill, ist: Traumen sind kumulativ. Und das gilt allgemein, ist also nicht die Formulierung eines persönlichen Privilegs. Ich weiß das. Das Eine ist mein Interesse an Objektivität, an Wahrheit, und das Andere ist das Verständnis, die Nachsicht, zu der die Einsicht in sie zwingt. Alle sind betroffen, wenn sie betroffen sind. Wir können für uns nichts mehr tun als einen Einblick gewinnen und den bewußt handhaben, für die Anderen, für die wir verantwortlich sind, können wir dagegen, wie bescheiden auch immer etwas tun, und sei es nur, indem wir nichts dazu beitragen, dass es schlimmer wird.

In diesem Sinne danke für die Nachricht. Analytisch gesehen ist - abgesehen von der Anstrengung, der akuten Belastung unter Verantwortungsdruck, der Angst macht, denn man kann Fehler machen im Eifer, die man dann zu bereuen hat, weil das kontrollierende Gewissen, das alles Handeln laufend und auch nachträglich begleitet - alle Erkenntnis ist nachträglich, denn erst muss es geschehen, dann dargestellt werden und dann geht es in die Reflexion, und dann in die Bestätigung, die Integration oder die korrigierende Integration, die vor die Übernahme in die Identität der Person die bestätigende oder verwerfende Kontrolle vornimmt. - die Analyse nichts Persönliches, auch und gerade wenn und indem sie Personen und ihre Beziehungen betrifft, indem dies ihr Gegenstand ist. Der Gegenstand ist aber nicht selbst die Analyse, sondern die Methode seiner Bestimmung. In derselben Weise sind Personen und ihre Beziehungen Objekt und nicht das Subjekt der Analyse, und auch nicht Elemente der Methode. Ich begnüge mich mit diesen Hinweisen. Es ist von Bedeutung, das mit alledem dadurch Gesagte mitzuhören, das gesagt wird, indem es nicht gesagt oder besser vielleicht: nicht ausgesprochen, nicht 'ausdrücklich formuliert' wird.

Es gibt immer noch so vieles zu lernen und das hört nicht auf. Vielleicht ist das etwas kühn und fordert Dich heraus, aber es könnte sein, dass Du in gewissem Sinne sonst gar keinen wirklichen Gesprächspartner hast, und das übersiehst angesichts der Heruausforrderung, der Dich das aussetzt. Du könntest Dir eine etwas sportlichere Einstellung dazu aneignen. How about that? Ich schliesse mit der Bemerkung, dass etwas an Deiner Mitteilung mir diese Überlegung suggeriert, so als könnest Du selbst gelegentlich mit diesem Gedanken spielen, etwas erwachsener zu werden, und endlich dem Leben zuzurechnen, was Du larmoyxant den Dir passend erscheinenden Personen Deiner Umgebung zurechnest, indem Du ihnen entlang von projektiven Bereitshaften auflastest, was Deine Vergangenheit, Deine Geschichte Dir mitgegeben hat, und dies tust, weil sie gerade so passend herumstehen und Deiner Meinung nach zu allem zu gebrauchen sind, for allem für den wegwerfenden Gebrauch und die Plünderung ihres Lebens.

Eine zu enge Auffassung von Reichtum, Wohlhabenheit und Sicherheit, die sich an einer Auffassung des Objekts ausrichtet, so als seien das alles irgendwie anfassbare Gegenstände, Klotzartiges, kann dazu führen, dass man stirbt in dem man sich an diese Objekte klammert, um sich sicher zu fühlen, und dabei in der Tat alles verwirft, verschenkt oder sich abnehmen oder madig machen lässt, was in Wahrheit den ganzen geradezu überquellenden Reichtum des eigenen Daseins ausgemacht hat.

WeiredPlanet

Derart war die Lebenstragödie, die Deine Mutter mit uns inszeniert hat, ohne dass dies einer Reflexion zuführbar gewesen wäre, die das unendliche Leid, das sie sich und uns damit zugefügt hat, einfach aufgelöst hätte wie einen morgendlichen Tiefnebel, der uns alle fortwährend eingehnüllt hat und dies noch tut und nicht den wunderbaren Charm der kleinen Tiefnebel am Morgen hat, die uns gelegentlich begegneten, wenn wir die Kinder zur Schule in Lindern brachten, und aus denen die Hörner der Kühe auf der Weide so lustig heraussahen, sondern der Absenkung des in unbestimmbarer Höhe hängenden betonfarbenen Himmels auf das Bodenniveau entsprach, in dem man wie erblindet herumtappt. Ich wollte, die Sonne der Reflexion käme und vertriebe diesen bleiernen Traum. Es würde das ganze Geschlecht im gegenwärtigen Licht der erträumten, nur hier zu verwirklichenden Erlösung bergen kömnen. Dazu beizutragen entsprach stets meiner Absicht.

Und noch ist es nicht zu spät. “Just call my name…”

  

III.

 TRIER

Liebe Rebecca, 18. 08. 2010

ich habe in den vergangenen Jahren mehrmals damit begonnen einen Brief an Dich zu schreiben. Stets habe ich den Versuch aus schwer benennbaren Gründen resigniert liegen gelassen. Alle möglichen formulierbaren Motive dafür hängen damit zusammen, dass ich keine klare Vorstellung von Dir ausmachen konnte, die ich klar anzusprechen vermocht hätte. Ich bemerkte, dass ich versuchte, einen nicht klar konturierten Nebel zu identifizieren, ein Sachverhalt, der sich verstärkte mit der Länge der vergehenden Zeit, die die Erinnerungen, die ich noch an Dich hatte, langsam versinken und unwirklich werden ließ, und je länger dieser Zustand dauerte, ohne dass ihm klare Orientierungspunkte aus einer lebendigen Kommunikation zugeführt worden wären, desto verschwommener wurden meine Vorstellungen von Dir.

Ramses_II

Das Wenige, das mit mitgeteilt worden ist von Annegret erwies sich als derart belastet durch ihren sich eher ins Ungünstige verändernden Umgang mit mir, dass ich es für richtiger hielt, den zurückbleibenden Eindruck gewissermaßen so lange in der Schwebe zu lassen angesichts seiner möglichen Kontamination, dass ich mich schließlich darauf zurückgeworfen sah, mich damit begnügen zu müssen, was ich an einfachen Tatsachen dem Mitgeteilten entnehmen konnte, also dass Du lebst, Dass Du Deine Vorhaben realisierst, dass dass Dir dies und jenes unbehaglich ist, aber dass Du an Deinem Studienabschluss arbeitest. Es wurde mir aber dann auch bewusst, dass diese Mitteilungen eher statistischer Natur sind und nicht einmal als Personenbeschreibung taugen, denn dasselbe lässt sich zu jedem Zeitpunkt von einer schwankenden, aber allein auf dieses Land bezogen doch recht großen Zahl von lebenden Menschen sagen, und enthält insofern genau besehen nichts, was Dich als die Person, auf die ich mich zu besinnen versuchte charakterisieren könnte. Was also hätte ich damit anfangen können als mich damit zufrieden zu geben, dass es wenigstens nichts für Deine Verhältnisse und Deine Unternehmen Ungünstiges enthielt und ich insofern nichts Beunruhigendes erfahren musste.

So gingen die Jahre hin. Einen bleibenden Eindruck habe ich von den kurzen Begegnungen unter den Umständen, die ich wohl nicht zu erläutern brauche, nicht zurückbehalten können. Es gab da Anderes, das so bestimmend war, dass kaum Raum für eine Wahrnehmung und Ausbildung einer darüber hinausgehenden bleibenden Erinnerung bleib, an der ich mich hätte halten können. Indessen blieben die einschneidenden Ereignisse vermutlich auch deshalb bestimmend für die folgende Zeit, weil sich einfach.keine neuen Ereignisse einzutragen vermochte, und zwar deshalb, weil sie nicht stattfanden. So war ich in all den Tagen seitdem ich Werlte verlassen habe, meiner Erinnerung und dem überlassen, was sie in meiner Seele bewegte, unter Umständen, die vielleicht sehr anders sind als die, die Deine Tage formen und damit auch das, was davon an Erinnerungen im Lebensgefühl zurückbleibt, an Unbehagen oder Freude, an Bedenklichem und Ermutigendem, und endlich einfach an Abwechslung, an Wechsel und Unterschieden.

DarkSundown

Meine Tage sind von wenigen Veränderungen belagert. Eher verlaufen sie in einer ihnen allen ähnlichen Ein-Tönigkeit, in der wenig Modulation ist, und der Grundton, der Generalbass und der Kontrapunkt sind angesichts der Trennung von Euch allen, die nicht ersetzt wurde und nicht ersetzt werden könnte durch Anderes, das wenigstens den Wert einer Ablenkung haben würde, also nicht nur aufgrund des Geschehenen allein, eher in den dunklen Farben der Moll-Tonleitern moduliert, deren dunkler Samt mich durch die Tage und Nächte umhüllt und auch die Auskleidung der Räume bildet, in denen sich meine Seele durch die Zeit bewegt.

In diesem rot glühenden Dämmer, der aus einem absoluten dunklen Abgrund heraus leuchtet und eine schwarz glühende Atmosphäre durchdringt, in der ich als winziges Fünkchen atemlos erschrocken vegetiere, einem Licht, das dem Licht eines langen, in der Zeit ungemein gedehnten Sonnenuntergangs gleicht, in dessen glühenden Abgrund geschmolzener Metalle ein über diese Schöpfung entsetzter Blick einer schon immer unendlich verlassenen Seele in einer unendlich langsamen Bewegung, die kein äußerer Anhaltspunkt identifizierbar macht, fällt wie eine Träne in einen unendlichen und unbegreiflichen dunklen Ozean vom Format dieses Universums, in dieser Welt verbringe ich meine Tage als das einzige Wesen, das sie bevölkert, und warte mit zunehmender Ungeduld auf meine Erlösung von dem endlosen Fall, dessen Geschwindigkeit sich nicht identifizieren lässt, denn die ansaugende Bewegung, die der Anblick der untergehenden Glut suggeriert, ist dennoch nicht spürbar und deshalb zugleich wie auf der Stelle eingefroren inmitten eines ungeheuren Raums, den der winzige Funke meiner Seele niemals zu füllen vermag,

In dieser Leere existiert kein lebendes Wesen und auch ich selbst erblicke mich nicht als ausgedehntes Wesen, sondern bleibe als der leere Blickpunkt, der Ausgangspunkt und das Zentrum der Perspektive mir selbst unsichtbar und unerkennbar, ein beliebiges Nichts, dessen Notwendigkeit sich aus dem Gegenbild ergibt, das diese Perspektive bietet, die mit jeder anderen austauschbar wäre, ohne dass ich sie einzunehmen vermöchte, denn es ist die Kontingenz, die absolute Zufälligkeit gerade dieser Perspektive, die sie zugleich notwendig macht, weil eben dies 'ich' bin und sonst nichts als dieser leere und zufällige Ausgangs- und Zentralpunkt einer Perspektive auf einen zeitlosen Sonnenuntergang in einer in ihrer Ausdehnung nicht erfassbaren schwarzen Sphäre.

Es gab andere Aussichten und vielleicht auch andere Aussichtspunkte in meinem Leben. Als ich Annegret begegnete – ich habe sie niemals kennen gelernt und sie hat sich niemals dafür interessiert mich kennenzulernen, einmal abgesehen von dem Gebrauch, den die Gedankenlosigkeit von solchen Worten macht, weil man zu bestimmten Gelegenheiten eben dieses Wort zu gebrauchen für konventionell erlaubt und unauffällig halten darf – hatte sich nicht zuletzt unter dem Eindruck meiner Studien und der erworbenen Kenntnisse, kurz gesagt vermutlich, der sprachlichen Metaphern und Bilder, die mir zur Verfügung standen, langsam das Bild einer Welt zu formen begonnen, die sich aus dem Alltäglichen heraus, das das eigene Ich als zentralen Mittelpunkt stets mitführt über der Oberfläche der Erscheinungen zunehmend zu entleeren begann bis sie in einem ungeheuren Ausbruch detonierte um einen gigantischen, bis zum Horizont reichenden und ihn als ringförmig über den Kratergrund rings aufragenden Kraterhorizont begrenzenden flachen Trichter zu hinterlassen, in dessen Mittelpunkt ich mich sitzend fand auf einem grauen Stein inmitten einer grauen, von grauen Felsbrocken übersäten, gegen den Horizont langsam ansteigenden Ebene, in der sich verstreut und unregelmäßig Reste rauchender Schlote auftaten, aus denen langsam weißer Rauch stieg.

DeadVolcano

Es sollte sich zeigen, dass dies nur der erste der Untergänge waren, die diese nun bereits zerstörte Erscheinungswelt heimsuchten, und vor allem musste ich erkennen, dass es nicht der erste Untergang der Erscheinungswelt war, der sich mir gegen den Augenschein des alltäglichen Betriebes mit einer Evidenz aufdrängte, der ich mich nicht zu entziehen vermochte, selbst nicht unter Aufwand größter Konzentration auf das alltägliche Erscheinungsbild einer Betriebsamkeit, der ich in wachsenden Maße mit Befremden gegenüberzustehen begann, weil sie sich, ungeachtet aller Evidenz ihrer materiellen Strukturen als Luftspiegelung und Fata Morgana nicht gegenüber der weit evidenteren inneren Wahrnehmung einer ungeheuren und umfassenden Katastrophe zu behaupten vermochte, die ihr strukturell derart vorrangig überlagert wurde, dass sie – das, was als Erscheinungsbild der Alltagswelt normiert und durch Gewalt und Autorität als Leitbild gesichert und gegen jede abweichende Wahrnehmung als unabweisbar geltende Norm nach Art eines Anathema, eines Geßlerhuts (Wilhelm Tell) aufgerichtet wird, damit man es gläubig anbete bei Strafe der Vernichtung - als trügerisches und unglaubwürdiges Scheinbild, als Halluzination vor dem Faktum der als unabweisbare Tatsache vor die innere Wahrnehmung tretenden umfassenden Destruktion durchsichtig wurde und verdampfte, bis auf die Reste eines unfassbar und ungreifbar sublimen bunten Schleiers aus miteinander verwobenen Artefaktbildern, an denen ich schließlich den fragilen Halt finden sollte, den ich benötigte, um mir in einer Welt, deren graue Leere sich mit den Gespenstern der Legionen an Kreaturen und Monstren füllte, sie sie zum Schein bevölkerten als die wechselnden Bilder, die das Wehen des Schleiers erzeugte, indem er seine Faltungen und Fransen den flüchtigen Formen verlieh, die sich in seine Regenbogenmaterie kleideten um eine Erscheinungswelt zu simulieren, die ich als die identifizieren konnte, an deren Mustern ich eine Orientierung zu finden vermochte, die mich in Verbindung hielt und sogar eine gewisse Synchronisation erlaubte mit den Bewegungen und Erscheinungsbildern aller Wesen, die sie bevölkerten, und die es mir erlaubte, mich in dieser Welt mit den sorgsam beherrschten Zügen zu bewegen, also indem ich selbst ein Verhalten adaptierte, das nach Möglichkeit verhindern sollte, dass ich mich durch meine Reaktionen verriet, indem ich zu erkennen gab, sei es auch ungewollt, dass ich die Monster und die Ungeheuer wahrzunehmen vermochte, die sich im Erscheinungsbild der normativ verharmlosten Sublimierungen verbargen um unerkannt zu bleiben.

Indessen saß meine Seele unbewegt auf dem Stein im Zentrum des Detonationskraters einer intellektuellen und seelischen Supernova auf der qualmenden Asche ihrer von ihrer Katastrophe verwüsteten und geschrumpften Welt. Als sie sich einen zögernden Rundblick erlaubte, um sich ihrer nunmehrigen Lage zu versichern, bot sich das vollständige Bild einer restlosen Verwüstung. Aber das war nicht alles. Die Erinnerung, zu der die Selbstbesinnung mich veranlasste, zeigte bei näherem Hinsehen auch nur das Bild einer allerdings anderen Trümmerlandschaft, der Landschaft, in der meine Seele und mein Geist zum Leben und zum ersten Bewusstsein ihrer selbst erwacht waren, eine von Trümmern furchtbarer Brände, Flächenbombardements und Phosphor auf die Temperatur von Backöfen aufgeheizten Wohnungen und Häusern, in denen oder unter oder vor denen die Bewohner zu schwarzen, Schneiderpuppen ähnlichen verbrannten Braten zusammengeschrumpft herumlagen in allen Stufen der Garung, während die glühenden Trümmer über ihnen zusammenbrachen. Ich hörte die quiekenden Schreie der in Höllenfeuern verrauchenden gequälten Seelen, unterschiedslos aller Altersstufen und Geschlechter in einem riesigen Ofen, zu denen die Städte und Wohnungen verglühten, in der alle Geborgenheit, die Eltern, Großeltern und Urgroßeltern, Paten und Patinnen, Onkel und Tanten den aufwachsenden und sich vertrauensvoll an sie schmiegenden Kindern hätten bieten können im Anblick ihrer brennenden, sich krümmenden Leiber und Seelen verging, so daß die zufällig Verschonten sich nunmehr auf den Resten eines Lebensgrunds vorfinden musste, in dem sie nach dem Erlebnis einer unfassbaren Katastrophe und mit der Erinnerung an diese Ekpyrosis ihres ausgebrannten Daseins Nächten entgegensehen mussten, in denen die ihnen Geraubten ihnen erscheinen mussten als Ankläger ihres unverdienten Überlebens, und Tagen, die ihnen folgten und ihnen vorausgingen, in denen sie unter den siegreich eingezogenen Monstern, den siegreichen Herren der Gewalt und ihren Weibern ihr Überleben fristen lernen sollten, Tage, die zugleich den Glauben an den Schein einer Alltäglichkeit zum Gesetz machten, das keine Erwähnung des Geschehenen und Erlebten duldete und jede Regung, die darauf einen möglichen Hinweis darstellen konnte, auf einen Zusammenhang mit dem ganz und gar Gegenwärtigen Geschehen und der Erinnerung daran unter strengste Strafe stellte, deren Modell die Erinnerung ja bereits enthielt als Erinnerung an das schon Geschehene, das sich nun als Ankündigung der drohenden Bestrafung erwies in jedem Punkt, in dem der unnennbare und unfassbare Schrecken, das Grauen der Erinnerung zugleich die absolute und tödliche Glaubwürdigkeit der Drohung enthielt und zur Darstellung brachte, unmittelbar vor Augen stellte, die die gesamte Gegenwart nicht nur trug, sondern ihr Fundament und zugleich jedes der neu entstehenden und der noch stehenden Gebilde materiell ausmachte, ihre Form, ihren Inhalt, ihre Seele und ihren Geist alles durchdringend ausmachte.

NoWay

Das konstituierte eine imaginäre formale Gegenwart, aus deren physischer Materialität der Gestank verbrannten Fleisches sich mit dem Geruch verkohlten, vom Regen durchtränkten nassen Holzes und dem Geruch alten nassen Putzes sowie dem Schimmelgeruch zertrümmerter Möbel und Kleidungsstücke oder Bücher zu einem alles erfüllenden Atem des Todes unter einer immer nachhaltiger aufgetragenen und zunehmend bunter werdenden Tünche unablässig herausdrang, angesichts einer sich immer verbindlicher aufzwingenden Verpflichtung zur Dissimulation der unabweisbaren Wahrnehmung des Leichenfeldes und der Trümmerlandschaft, in der man sich angesichts des Geschehenen tatsächlich befand.

Es begann jener gänzlich unbegreifliche Siegeszug der Agenten einer fröhlichen Oberflächlichkeit, die auf einer Verleugnung der Realität des Geschehenen und des Geschehens die Obligation eines Glaubens an eine Fiktion, eine imaginierte Scheinwelt fundierte und zugleich mit der unwiderstehlichen Gewalt einer symbolischen Repräsentation verallgemeinerte, die sich in der später aufkommenden, die ihr vorausgehenden Formen in sich aufnehmenden und absorbierenden sowie überbietenden Eigentümlichkeiten in der Form der 'Pop-Kultur' eine scheinbar zwanglose Feiertagsalltäglichkeit zu verschaffen wusste, aus deren abgemilderten Alltagsbild jede Spur eines aufgezwungenen, eines Oktroys eliminiert werden konnte, weil es und insofern es, als Massenprodukt einer Großindustrie, die sich in den vorangegangenen Dekaden bereits zu entfalten begonnen und sich nun die technologischen Voraussetzungen geschaffen hatte, die es ermöglichten, zugleich an den Illusionsbedarf der unendlich gequälten Seelen, ihren Wunsch, in ein Traumland, in dem Leben denkbar war, und sei es nur als Traumgedanke, zu entkommen einerseits, an den als politische Unmittelbarkeit ausgeblendeten anhaltenden 'Führerbedarf' andererseits zwanglos anzuknüpfen, um den zur ungeheuren Riesengestalt mit zahlreicher Nachkommenschaft angeschwollenen Rattenfängern den Erfolg zu ermöglichen, der sich in der vollständigen Überlagerung der durch das Geschehen selbst – ungeachteten seiner Repräsentation – und in ihren Strukturen determinierten und materialisierten Lebenswelt, die Substitution der Einsicht in ihre Strukturen mittels einer industriell hergestellten (in der Form eines täglich neu servierten Massenprodukts von der Qualität hochgradig kontaminierter und minderwertiger Lebensmittel dem Bewusstsein präsentierten) Illusion des Lebens als dessen vermeintlich unbefangen sich bietende und unmittelbar, ohne Umweg – über eine symbolische Repräsentation, durch die sie vermittelt wäre mit den fundamentalen Strukturen - wahrgenommene Erscheinungswelt vergegenständlicht.

Ich gestehe, dass diese Formulierung etwas verwickelt ist, aber man darf sich nicht irre machen lassen. Systemdenken ist das Denken in sich auf komplexe Weise rückgekoppelter Strukturen, und das führt auf diese Perioden. Man kann das auch an Kant oder anderen Autoren verifizieren, und es ist zwar leicht, zu 'fordern', man solle 'einfacher formulieren', aber niemand dieser Forderer käme auf den Gedanken zu fordern, man habe gefälligst die Formulierungen der Astrophysik ihren prüfbar empirischen Fähigkeiten anzubequemen oder die derer, auf die die Forderer – im Namen der gequälten Seele, deren Interessen sie gegen die Arroganz und Verschrobenheit komplexer Formulierung komplexer Zusammenhänge verteidigen, scheinbar von sich und ihren Fähigkeiten weg – auf die deuten, in deren Namen sie ihre Forderungen stellen, um des Wissenschaftsstandorts willen, der die Zukunft 'unserer' Kinder zu sichern habe.

Wissenschaft ist in erster Linie Sprache, symbolische Repräsentation und in jedem Fall durch Sprache vermittelt, bis hin in die symbolischen Darstellungen der Logik und Mathematik, die ja nicht zuletzt deswegen eine in Sprache, in Alltagssprache fundierte Geisteswissenschaft ist, also abgeleitete Funktion der symbolischen Repräsentation mittels Sprache. Die Sprache ist Grund und Basis aller Wissenschaft. Insofern steht das reflektierte Verhältnis von Sprache, symbolischer Repräsentation im Verhältnis zum Wissen und zur Wissenschaft im Besonderen im Verhältnis einer Grundlegung mit der Bedeutung des Anfangs- und Endpunktes, der Grundlage alles Wissens zu den Besonderungen, in die es sich auseinanderlegt, und von denen ein Teil sich in technischen Apparaturen vergegenständlichen lässt, aber nur, weil ihnen die sprachliche Repräsentation zugrunde liegt wie allem, was Menschen tun.

Die Sprache ist der Ursprung der Welt, insofern diese unabweisbar durch symbolische Repräsentation entsteht und ist. Alle Genesis ist Genesis der Welt aus der Sprache und entspricht ihrer Differenzierungsgeschichte. Was sie zutage fördert, erscheint dann, wenn es zutage gefördert wurde, als bereits vorab und vor der Eigenzeit der Inkarnation der Sprache bzw. ihrer realen Form präexistent gewesen.Das führt auf die Täuschung einer objektiven präexistenten Gegebenheit jenseits von Sprache (oder Bewusstsein), die nur gewähnt werden kann, wenn und weil es die sprachliche Form und mit ihr die sprachliche Formierung gibt. Diese im Nachhinein postulierte Präexistenz des 'nur' symbolisch Repräsentierten ist eine Projektion post festum. Sie setzt voraus, wovon sie sich meint 'emanzipieren' zu können.

FarWood

Ich stehe nun vor einem anderen Problem. Ich sehe, dass diese Überlegungen länger werden als ich meinte, dass sie werden sollten als ich begann, diesen Brief an Dich zu schreiben. Ich komme also nicht so zu Ende damit wie ich das meinte. Was beginne ich dann damit, wenn ich nicht das Gefühl bekommen will, dass mich das an eine Maschine zu fesseln beginnt mit Ketten, die zu tragen mir jeden Augenblick schwerer wird, zumal angesichts der erfreulichen Tatsache, dass gerade die Sonne durch die Wolken des trübe begonnenen Tages bricht, und mich auffordert dazu, ihr zu folgen indem ich mich dazu verlocken lasse, mr wenigstens noch einen neuen Kaffee zu brauen.

Meine Lösung ist, Dir nun entschlossen und ohne Zögern einfach das, was ich bereits niedergeschrieben habe zuzusenden in dem Vertrauen darauf, dass mir das Thema nicht entgleiten wird derart, dass ich keinen Anschluss mehr an es finden kann, wenn ich erst einmal die Maschine verlassen habe, und im Vertrauen darauf, dass es einerseits genug Stoff enthält, den zu studieren ja auch Konzentration und Zeit erfordert, die nicht beliebig zur Verfügung steht, und andererseits interessant genug ist, so dass die Aufteilung in Tranchen nicht als Drohung über Deiner Seele lungern wird, indem Du einer weiteren Abteilung ohne Besorgnis entgegensehen kannst.

Ich werde noch auf einiges zurückgreifen, wovon ich scheinbar weit abgekommen bin im Verlauf der Überlegung, der ich mich einfach überlassen kann in der Gewissheit, dass nichts verloren wird in der Einheit des Bewusstseins mit dem Unbewussten, und die Wiederanknüpfung wird sich damit befassen, an den Abzweigungspunkt zurückzukehren, an dem ich, auf einem Stein inmitten eines noch rauchenden riesigen, bis zum Horizont reichenden Kraters sitzen geblieben, einen Blick auf die Vorgeschichte warf, die mich an diesen Ort zu diesem Zeitpunkt meines Lebens gebracht hat, also zu dem Punkt, an dem ich wahrnehmen musste, was Dante in den ersten Sätzen seiner Formulierung einer ganz ähnlichen Lebenserfahrung in einer anthropologisch sehr ähnlichen, wo nicht identischen Umgebungslage seines eigenen Daseins in einer nur scheinbar 'anderen Zeit' – eine Formulierung, die den 'Zeitpunkt' in einer geschichtlichen Zeit mit Rücksicht auf ihre Konzeption von 'Geschichte' auf Kosten der anthropologischen Konstanten des Daseins von Menschen jedenfalls vorsätzlich überschätzt, um daraus Kapital zu schlagen für 'Argumente', die die Unveränderlichen des menschlichen Daseins auf Kosten der mehr oder weniger zufälligen, eben der Kontingenzen historischer Lagen zu betonen bestrebt sind, aus Gründen, die noch zu besprechen sind. - in die Form einer allerdings anderen Sprache gebracht hat, sofern man damit die Metaphern meint, die diese Erfahrung dann zu formulieren halfen bzw. ermöglichten. Das ist die Sprache der zeitgenössischen Theologie des zeitgenössischen gelehrten Christentums des Italien der Rennaissance, die nicht mit der der 'Religion' gleichgesetzt werden sollte und nicht mit ihren oganisatorischen, zumal den Institutionen ihrer Machtausübung und machtstrategischen Selbstbehauptung. Dante Alighieri beginnt den 'Ersten Gesang' mit einer an das Alltagsbewußtsein anknüpfenden Selbstreflexion, die er indessen sogleich in der Form einer Metaphorik des Weges durch einen Wald reformuliert, um ihren Gehalt überhaupt konturiert zur Erscheinung bringen zu können. Es ist bemerkenswert, dass später Reneé Descartes den erkenntnistheoretischen und wissenschaftskonstitutiven Sinn seine Meditationen exakt mit derselben Metapher des Verhaltens in einem Wald erläutert, in dem sich der Wanderer verirrt hat, und ich erinnere an das Gedicht von Matthew Arnold, an dem mir so viel liegt, dass den Menschen als 'wanderer from his birth' bezeichenet, den Lebensweg dann allerdings mittels der Metapher bzw. Konzeption eines Flusses vergleicht, und damit wohl eine sehr schönes poetisches Bild mit hohem Informationswert hervorbringt, sich indessen an eine wesentlich engere Metaphorik bindet, die durch die Eigenart der Konzeption 'Fluss' unvermeidlich wird. Zugleich allerdings legt das auch etwas dar. Ich will das hier nicht im Vergleich ausführen, weil das dann noch weiter abführt. Es kommt mir nur auf die Belege an und darauf, dass die Metaphern sich teils überschneiden. Dante beginnt so:

OldTown

  

„Ich fand mich, grad in unserers Lebens Mitte,

In einem finsteren Wald zurück, verschlagen,

Weil ich vom rechten Pfad gelenkt die Schritte.

Ha! Wie er ausgesehn ist hart zu sagen,

Der wüste Wald mit wild verwachsenen Strecken,

Dass in Gedanken sich erneut mein Zagen.

So heb ists, herber kann der Tod nicht schmecken.

Doch um vom Heile, dass ich dort gefunden

Zu melden, muss ich anderes erst entdecken.

Wie ich hineinkam kann ich nicht bekunden,

So tief war ich zur Zeit vom Schlaf benommen,

Als meinem Blick der wahre Weg entschwunden...“

Mehr muss zunächst nicht sein, um die Erfahrung zu verstehen, die sich in dieser Weise symbolisch dargestellt kommunizierbar machen muss zunächst, um dann vergleichbar zu werden mit ähnlichen typischen möglichen Erfahrungen so wie die Lösung, der die Exposition einer typischen existentiellen Erfahrung (in einem bestimmten Alter, aufgrund bestimmter Lagen usw.) nachfolgen kann, wenn man von den pathologisch registrierten Formen ihres mehr oder weniger auffälligen letalen Ausgangs einmal absieht, deren unauffälligste das einfache Verenden des Lebens in einem stationären Zustand lernpathologisch unauflösbarer geistig-seelischer Verfassungen ist, die niemand registriert, und deren allerdings nur an ihrer Verfassung als Formen des endgültigen Scheiterns an diesem kritischen Punkt als bedeutsam auffallenden malignen Ausgänge die Psychopathologie beschäftigen, die man indessen nicht selbst als Lösung, sondern nur als Administration dieser Formen des Scheiterns auffassen kann, unter Gesichtspunkten der Kontrolle und Ordnung. Das muss hier nicht interessieren, weil es nicht Lösungen betrifft, sondern nur professionalisierte Interessen, die subjektiv und lebensgeschichtlich wertlos sind, zumal im Zeitalter ihrer systematischen Entschärfung als mögliche produktive lebensgeschichtliche Wendepunkte und Krisen. Den Weg in diese Art der Nutzung einer Krise als Chance, gar als der entscheidenden Chance hält bisher nur noch die Psychoanalyse, aber nur aufgefasst als symbolische Form der grundsätzlichen Aufbewahrung eines entsprechenden Wissens, und vielleicht überhaupt nicht mehr als institutionalisierte Form offen.

Will man sich den Rückweg – das ist eine eigenartige Pointe – aus der institutionalisierten Form (einer regressiven Sektenentwicklung im Dienst von 'Überwachen und Strafen' und anderen Untersuchungen im Sinne von Foucault) zu diesem Wissen eröffnen, dann muss man den Weg zum Schlaraffenland gehen: Dorthin kommt man, indem man sich durch einen sieben Meilen dicken Berg von Griesbrei frisst. Das ist auch eine Wegmetapher, und man kann sich das überlegen. Konkret bedeutet das dasselbe, wenn man sich einen wirklichen Zugang zur Theologie eröffnen will, dass man die institutionalisierten und organisierten Formen sei es übergehen, sei es nicht zu ernst nehmen dard, wenn man sich einen eigenen Zugang zum Verständnis dessen eröffnen will, was da in der Sprache und in den Metaphern der Theologie durchdacht wurde, und auf die Reflexion des Mythos und der Magie zurückgeht, also seinerseits eine Bedenkzeit am Ende einer gegangenen Strecke der Genese des Bewusstseins dazu nutzt, eine neue Lösung zu finden, und hier setzen dann die kulturgeschichtlichen Überlegung der Philosophie der symbolischen Formen (Ernst Cassirers) an, die auf den durchgehenden Zusammenhang der Entstehungsgeschichte des Bewusstseins als Zustandsform des kulturellen Selbstbewußtseins und die Parallelen dieser 'Phylogenese' mit der Lebensgeschichte des Einzelnen, sofern er ein Mensch wird und nicht einfach ein Gattungsexemplar der Tierart Homo sapiens bleiben muss, also eine defizitäre Existenz, weil das Potential zu mehr, aus welchem Grunde auch immer mangelt, etwas, das sich als Schuld nicht auf eine Umgebung abwälzen lässt, sondern persönlicher Indolenz, Unbelehrbarkeit bzw. Lernunfähigkeit beruht oder auf einem anderen, tiefer liegenden Mangel an Möglichkeiten und Fähigkeiten zur Menschwerdung, die so oder so hingenommen oder verantwortet werden muss.

PicInPic

Die entsprechende Bezeichnung der mittelalterlichen Theologie, die ja auch Reflexionsform einer Wissensgesellschaft war, wenn auch einer etwas anderen als die ist, der wir uns gegenübersehen, und die nicht denkbar wäre ohne die immense Leistung Einzelner (!) bis hinunter zu Homer, Hesiod und Platon, ein Sachverhalt, der einer geschichtlichen Linie entspricht, die nicht mit dem Vorwurf des eurozentrischen Bias zu entkräften oder auch nur zu relativieren ist. Und es ist Sache derer, die das wissen, und nicht nur meinen, darüber zu befinden mit Rücksicht auf die vorhandenen Belege, deren Studium der Meinung vorausgehen muss, die sich damit erledigt, indem sie in ein begründetes Urteil übergeht, das nicht widerlegt werden kann, es sei denn durch bisher nicht verfügbares besseres Wissen.

Ich habe deshalb auf Matthew Arnold und Reneé Descartes hingewiesen, um mit Dante nun drei paradigmatische, aber unterschiedliche Lösungen, die als solche vorliegen benannt zu haben. Es kommt dann darauf an, die Unterschiedlichkeit der Metaphernwahl mit der Unterschiedlichkeit der gesuchten bzw. 'gewählten' Lösungen in Verbindung zu setzen und daraus dann einiges verständlicher werden zu lassen über den allen Lösungen und Problemexpositionen, wenn man das einmal so nennen will (der Ausgangspunkt ist ja existentieller Natur, ist also jeweils zunächst ein Endpunkt, der Endpunkt eines zunächst ohne das sich nun bildende Bewusstsein gegangenen bzw. zurückgelegten Lebens-Weges bzw. -abschnitts, an dem angesichts einer Folgenkumulation etwas einsetzt, das den Weg in die Reflexion eröffnet und die Augen für die konstruktiven Aspekte dessen, was sich als Erscheinungswelt bisher naiv als Einfachheit einer schlichten Wahrnehmung einem Bewusstsein bot, das sich in dieser Wahrnehmung eingerichtet hatte, und das diese reflektierte Neuorientierung erzwingt, aus verschiedenen Gründen, aber jedenfalls mit der Folge, dass innegehalten werden muss, und dass das Erleben in Erfahrung umgearbeitet werden muss, bevor überhaupt ein weiterer Schritt getan werden kann.)

Das ist die Situation, die ich oben beschreibe als den Zeitpunkt, an dem ich mich mit Annegret zu verabreden versuchte, ich möchte sagen, anstatt auf dem Stein noch eine Weile sitzen zu bleiben, mit Folgen die dieses Tun jedenfalls als Handlung widerlegen. Ich versuchte aufzustehen und einen Schritt zu gehen, bevor ich mich noch recht umgesehen hatte in der Lage, die mir vor Augen stand. Das hat indessen einen angebbaren Grund, der in der Darstellung, in der sich mir meine subjektive Welt bot, selbst einen Anhaltspunkt fand, der mich in Bewegung setzte, und davon ist im Folgenden zu sprechen.

Wie Du dem Gesagten entnehmen kannst, nehme ich gewissermaßen ab sofort keine Rücksicht mehr darauf, mit didaktischen und Pädagogischen Rücksichten mich aufzuhalten, indem ich mich damit befasse, Geister und Seelen mitnehmen zu wollen, die auf solchen Wegen einfach versagen müssen, und die mitnehmen zu wollen einen regressiven Anspruch ermutigt, der sich, je mehr man sich darum bemüht, ihm 'gerecht zu werden', ein ab ovo vergebliches Unterfangen, da dieses Verhalten darauf angelegt sind, jede Entwicklung zu vereiteln im Dienste eines primitiven Narzissmus, der nicht erträgt, dass andere können wozu dieses Verharren, dieses Bestehen auf dem Herunterkommen der Anderen auf das ihm bequemste Niveau einfach sich nicht bequemen will oder kann, und zwar desto mehr, je mehr man bemüht ist, ihm nach Möglichkeit entgegenzukommen, weil man in der Trägheit einen Geliebten zu erkennen meint, den man nicht zurücklassen darf, desto größer und unverschämter bis zu einer monströsen Riesenform aufzublähen geneigt ist, die durch jedes Entgegenkommen gefüttert wird mit Nahrung, während es sich zur erstickenden Todesdrohung aufpumpt und zur Monstrosität der Bereitschaft zum gewissenlosen Mord aufläuft, in dem die intellektuelle und die seelische Vernichtung, die ihm als physischem Ereignis vorausgehen, nur als Vorläufer zu dem endgültigen Ziel dienen, in dem die symbolische Darstellungsmöglichkeit verschwindet, damit und bevor sie sich objektivieren konnte. Solche Rechnungen müssen aber auch aufgehen. Was daran bemerkenswert ist, mit wie wenig bewußter Intelligenz die Kalkulation auszukommen meint, die auf den Erfolg dieser Strategien setzt, indem sie sicher ist, das sie sich dem bewussten Zugriff zu verbergen vermag, einfach, weil sich das über Generationen bewährt hat, wenn auch mit furchtbaren, aber unbekannt gebliebenen Folgen, für die die Täter, veritable Mörder/Innen nie belangt wurden. Aber wer sollte sich erdreisten hier von 'Hexen' und 'bösen Zauberinnen' zu phantasieren? Niemand, denn es gibt die Wissenschaft von der Kommunikation, unter deren Zuständigkeit sich auch die Kommunikation vom Typus des kommunikativ begangenen Verbrechens findet. Und es ist denkbar, dass sich in abgelegenen Teilen des Landes noch Traditionen und ein Typus des Sozialcharakters erhalten haben, der mit der Heimlichkeit der bloßen Kommunikation mordet ohne dass dies der forensischen Pathologie aufzufallen vermag, bis der Tag kommt, an dem sich das dem Licht der Erkenntnis ausgesetzt sieht, das nicht umsonst in der Form der Lichtmetaphorik eingekleidet ist, eines Lichts, das diese Geister derart exponieren wird, dass sie erblassen werden, indem sie mit der Anklage konfrontiert werden und ihnen zugleich ihr mörderisches Handwerk gelegt wird für immer.

FarScape

Ich gestalte das Ganze zugleich so, dass es sich als öffentliche Darstellung im Netz wiederfinden lässt und dort diskutiert werden kann. Insofern hat es etwas Unpersönliches, das sich an Befindlichkeiten nicht mehr zu orientieren gewillt ist, die sich bei genauerem Hinsehen als identifizierbar intendierte Vereitelungsversuche der symbolischen Darstellung erweisen und sich dabei gewöhnlich der primitivsten Schichten vorbewusster Gegebenheiten zu bedienen versuchen, die, bei erfolgreicher Anwendung, gänzlich ohne eine bewusste Intelligenz auskommen können, was nur ein Grund mehr ist, das entschlossen an die primitiven Vorstufen des Lebens zurück zu überweisen und vor allem als heimliche Gewalttat, Schändung und Vergewaltigung des Lebens unter Nutzung von Frühformen menschlicher Verhältnisse unterhalb der Ausbildung des seiner selbst bewussten selbständigen und unabhängigen Lebens.

Das ist zurückhaltend formuliert, und wartet auf die Anforderung oder die Herausforderung zu größerer Deutlichkeit auf den formulierten Widerspruch. Der wird indessen mit Sicherheit im Schweigen der Gewalt, nicht der Lämmer sich zu verbergen versuchen. Das ist indessen sinnlos. Die Zeit des Studiums ist vorbei. Jetzt beginnt die Zeit der Zusammenfassung der Ergebnisse, Erkenntnisse und Befunde. Es ist unvermeidlich, dass dies Entscheidungen verlangt, und jedem steht es frei, sich angesichts der Aufforderung zur Menschwerdung, zu folgen, sich des Anspruchs auf die Nutzung dieser Möglichkeit nicht zu begeben oder sie zu verwerfen als nutzlos, die dem Tier Homo sapiens als Spielzeug in die Wiege gelegt wurde, dessen er sich bedienen oder das er wegwerfen kann, ganz im Belieben seiner Freiheit. Meine Entscheidungen sind gefallen und ich habe lange gezögert weil ich keinen geliebten Menschen zurücklassen wollte. Aber schließlich muss man sich doch auch überlegen, warum man, als Baum, den Efeu lieben sollte, der im Begriff steht einen zu erwürgen, indem man ihm zum Licht zu verhelfen sich zur Verfügung stellt.

In diesem Sinne also gestalte ich das Ganze als Geschichte in Fortsetzungen und hoffe, dass es Dir etwas sagt, das Du nicht schon von mir weißt und bleibe bis dahin in Freundschaft nd Zuneigung

BlueBeary

Leah’s Brief vom 07. Oktober 2005

Letter_1

Letter_2

DeadAngel

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