Romantische Landschaft mit Menschenopfer

Romantische Landschaft mit Menschenopfer
Weißt Du wieviel Wolken gehen weithin über alle Welt...
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Donnerstag, 19. August 2010

Gretchens Faust

 

Teil IV von Leidenschaft und Sehnsucht

Liebe Rebecca, 19.08.2010

Präskriptum: Das Ganze sollte als fortlaufender Text gelesen werden. Angesichts der Eigenart der Blogs, stets das zuletzt Verfasste nach vorn zu stellen, bin ich dabei, das Prinzip etwas zu modifizieren, in Anlehnung an einen spanischsprachigen Roman mit dem Titel 'Rayuela' wenn ich mich recht erinnere, dessen deutschsprachige Ausgabe in Werlte bei meinen von den Nazis enteigneten Büchern steht. Das Buch weist im Vorwort darauf hin, dass man die Kapitel in beliebiger Reihenfolge lesen kann, also das übliche Prinzip der Sukzession aufgelöst ist. Ich experimentiere jetzt in ähnlicher Weise mit dem Schreiben. es ist also gleich, in welcher Reihenfolge das Material des Blogs gelesen wird bzw. das Dir Übersandte.  Der systematische Zusammenhang ist von jedem Punkt aus erreichbar.

Ich hoffe, dass das wachsende Vergnügen an der intellektuellen Seite der Behandlung eines ungeliebten Themas und das Vertrauen, das ich in meine intellektuellen Fähigkeiten zurückgewinne gegen die vergeblichen Versuche mich zu vernichten, Dir auch ein Beispiel sein können und vielleicht auch einmal hilfreich in schwierigen Lagen, die noch kommen mögen.
Eine Reaktion ist wie schon gesagt nicht notwendig. Ich tue das Ganze ja nun vor allem auch für mich und um klar zustellen, dass  die Studie über die sozialen Entstehungsbedingungen des Alkoholismus noch um die Bearbeitung der 'familientherapeutischen Dimension' zu kurz gefasst war.

Es scheint sonst niemanden zu geben, der das ausführen kann. Das Bedeutsame kommt also erst noch, und darin bewähren sich auch meine langjährigen kommunikationstheoretischen und systemtheoretischen Studien, die ich hier zum ersten Mal auf diesem Niveau als integrales Modell anzuwenden bzw. auszuarbeiten versuche, an einem Thema, das immerhin nicht der Beliebigkeit verfallen kann, weil es mich und Euch auch lebensgeschichtlich und existentiell angeht, wie immer dann im Einzelnen. Ich spreche Dich indessen als intellektuellen Gesprächspartner an, der eingeladen ist, in die Ausführungen nach seinen Vorstellungen einzugreifen. In jedem Fall sind Dir mein ungeteiltes Wohlwollen und meine Zuneigung sicher.

 

The Right Way

Wenn ich Dich persönlich anspreche, wirst Du keinen Anlass finden Dich als Person gekränkt zu sehen. Ich habe jedenfalls nicht diese Absicht, ja ich kann sie, wenn ich mich wenigstens richtig verstehe gar nicht haben angesichts des genealogischen Verhältnisses, in dem wir stehen und das uns übergeordnet ist in jedem aktuellen 'Zug' der laufenden Kommunikation. Anders ist das vielleicht, wenn ich analytische Überlegungen anstelle oder auf eine oder die andere Weise Sachverhalte untersuche, die mich beschäftigen, und das können dann natürlich auch solche sein, von denen Du Dich auf die eine oder die andere Weise betroffen fühlen magst, und die Dich dann auch derart engagieren, dass sie Einstellungen aktivieren, die sich dann zu einem mehr oder weniger akzeptabel erscheinenden Erleben verdichten, indem sie reaktiv Zustimmung oder Ablehnung oder Bedenken aktivieren, deren gefühlsmäßigen Aspekten man sich dann nicht entziehen kann. Aber auch darüber regiert die grundlegende Beziehung.

Dennoch kann solchen Fällen die Sicherheit verloren gehen oder ins Wanken geraten, die gewöhnlich dafür sorgt, dass das grundlegende Verhältnis zwischen den Gesprächspartnern nicht tangiert wird. Damit das nicht geschieht kann es richtig sein gelegentlich dieses Verhältnis selbst auch anzusprechen, und damit eventuell entstandene Unsicherheiten ausdrücklich auszuräumen.

Deshalb will ich das hier nun tun. Der grundlegende Sachverhalt ist gänzlich unzweideutig, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob das Dein Zutrauen findet oder nicht, ob es Dir einleuchtet oder nicht, ob Du mir glaubst oder nicht. Denn diese subjektiven Reaktionen, für die es Gründe geben mag oder nicht, liegen außerhalb der Verfügung dessen, der auf diese Weise auf eine Mitteilung reagiert, und sie liegen, als Reaktionen, wenigstens sofern der Sachverhalt, um den es geht, nicht ein anderer sein kann wegen der möglichen Reaktionen auf seine Thematisierung. Das ändert natürlich nichts an den Gründen für diese Reaktion und an dieser selbst. Aber weder die Gründe noch die Reaktion können etwas in eine Unwahrheit verwandeln, was einer Wahrheit insofern entspricht als die Mitteilung in Übereinstimmung steht mit der Mitteilungsabsicht und der sprachlichen Form. Verum est: verbum et factum convertuntur. (Ich hoffe, das korrekt in Erinnerung zu haben). Gelegentlich lautet die Formel auch auf die Konvergenz von 'rei et intellectus', mit dem typischen 'tilt' in Richtung des dann isoliert verstandenen 'Intellekts', also einer bloßen Verstandeshandlung entsprechend einer erkenntnistheoretischen Konzeption, die weder die Emotionen noch die Sprache bzw. die Kommunikation in ihre Grundlegung explizit einbezieht. Das schafft dann Probleme, anhand derer sich zeigen lässt, dass sich über kulturwissenschaftliche Sachverhalte auf diese Weise nicht wirklich sinnvoll sprechen lässt.

Das factum ist natürlich zusammengesetzt, und entweder verschwinden die anderen Aspekte (Kommunikation, Emotion, Sprache, Mitteilung, Ausdruck) entweder in der Konzeption 'Intellekt' oder im Faktum oder sie bleiben unbewusst und werden nicht berücksichtigt. Die 'analytische Psychologie' zerlegt das gern in den cognitive, conative and emotive aspect, und hat dann das Problem, wie man das derart 'analytisch' zerlegte dann wieder zusammensetzt, damit hinten nicht nur ein paar gepresste Tabletten herauskommen, die verschiedene Farben haben und auf den steht: conative, cognitive, emotive, die sich dann in verschiedenen Dosierungen kombiniert einnehmen lassen, damit man sich wohlfühlt. Das alles muss natürlich zu falschen Ergebnissen führen, und wehe, wenn sich derartige 'Konzeptionen' zu mehr oder weniger bewusst übernommenen, in die 'Sozialisation' eingehenden Grundeinstellungen verfestigen, die nicht mehr befragt werden können.

Sie werden dann zu leitenden Gesichtspunkten der Selbstwahrnehmung und der Kommunikation und können mehr oder weniger 'umfangreiche' Kollektive vollständig mit unhaltbaren Auffassungen kontaminieren, die sich in die alltäglichsten Details einmengen, weil sie gewissermaßen in jeder Feinverteilung der Kommunikation enthalten sind, als die allen unterliegenden unbewussten Bedingungen der Möglichkeit des bewussten Denkens. Das Problem, das sie darstellen zeigt sich daran, dass jeder Versuch, diese Voraussetzungen des bewussten 'Denkens' zu korrigieren auf das Problem stößt, dass jede darauf gerichtete Mitteilung an dem Problem scheitern kann, dass die Art, wie sie verstanden wird, wiederum auf die Starrheit der festgehaltenen Voraussetzungen des Verstehens stößt, die jede Mitteilung entsprechend diesen Voraussetzungen 'verstanden', allgemein 'aufgefasst' wird, auf denen sie als Figur auf deren Grund erscheint.

Dabei ist nicht einmal erörtert, was gemeint ist, wenn man einfach formuliert: 'Die unbewussten Voraussetzungen des bewussten DENKENS', denn dazu müsste der bezeichnete Vorgang ja das mit der Bezeichnung Gemeinte sein, denn 'Denken' ist ja ein qualifizierter Begriff, der z. B. meint, dass die 'freie Assoziation' nicht das Denken selbst schon ist, wie das weitestgehend selbstverständlich geworden zu sein scheint, sondern u. a. dessen Material.

Das will heißen: Denken kann sich auch mit anderem befassen als mit dem Problem bzw. dem Sachverhalt der freien Assoziation und dem Material, das sie liefert, bleibt dabei indessen stets Denken, insofern Denken eine von seinem Objekt unabhängige Formbestimmung sagen wir mal: des 'Geistes' (mind, aber eben auch: corazón. Kant gab das wieder mit 'Gemüt', und das ist ein weit leistungsfähigerer Begriff als die, die die Psychologie zumal angesichts ihres Rückzugs in die Massenstatistik, also in 'Verwaltungswissenschaft' heute bietet, aus Gründen, die ich hier nicht ausführe, aber vor Augen habe.) ist.

Einerseits kann es also von großer Wichtigkeit sein, diese Strukturen zu untersuchen, zu benennen und zu modifizieren, und zwar nicht aus 'Jux', sondern weil sie die die Verständigung vereiteln einerseits, mehr oder weniger hochgradig pathogen sind andererseits, denn sie werden ja auf dem Wege der Kommunikation und der Gewohnheitsbildung sowie des Nachahmungslernens verbreitet; sie sind kontagiös und epidemisch durch Sozialisation und Kommunikation, vorausgesetzt man versteht 'Kommunikation' als 'unqualifizierten Begriff' = Signalaustausch bzw. -absonderung = Strahlung., und definiert den Begriff 'Information' auf diesem Niveau, also etwa der Radioastronomie und der Radartechnologie oder der 'Kommunikationsindustrie'.

Qualifiziert man den Begriff der Kommunikation, etwa indem man ihn zugleich begrenzt auf einem Niveau, das Signalaustausch und Information formal nur voraussetzt, indem es die sprachliche Form privilegiert einerseits, darüber hinaus aber auch die sprachliche Form auf die Wahrheitsfähigkeit des Arguments auf verschiedenen wissenskonstitutiven Bezugsebenen (ich spezifiziere das jetzt nicht aus Platzgründen) einschränkt, dann sind gerade die pathogenen bzw. die Formen der Dekompensation von Kommunikation, die immerhin 'kommunikationsähnlich' aussehen mögen (sei das nun in der Form der Propaganda, also der Massenkommunikation als Industrieprodukt, sei es als 'Gerede', also der assoziative Fluss von Ausdrucksverhalten, das durch Reiz/Reaktions-Dynamismen miteinander verkettet oder vernetzt ist, sei das der assoziative Fluss unkontrollierter nervöser Abläufe) aus dem Umkreis dessen, was als Kommunikation gelten kann ausgeschlossen. Das heißt nun nicht, sie könnten nicht gewöhnliche normative Elemente des Alltagskommunikation und des alltäglichen Verstehens sowie der Ausdruckswahl sein oder werden oder bleiben, indem sie mehr oder weniger bewusst und intendiert verbreitet und mehr oder weniger zufällig und unkontrolliert 'gelernt' werden ohne dass darüber geurteilt wäre, ob es nicht besser und richtiger wäre, in diesem oder jenem Fall nicht nur nicht, sondern vielmehr mittels eines Urteils begründbar auf keinen Fall zu lernen, und gerade dieses 'Verhalten', das ja gerade kein 'Verhalten' ist, als richtig gelernt aufzufassen. Das läuft darauf hinaus, dass die Voraussetzungen für das Verstehen von einem Urteilsvermögen abhängen, das dieses Verstehen leitet, dass andererseits aber die empirischen Grundlagen des je aktuellen Verstehensvorgangs – als unbewusste Voraussetzungen des 'bewussten Denkens' - defektiv oder defizitär sein können, als lediglich bewusste nervöse Vorgänge in Betracht kommen, die sich als zunächst schwer erklärliche, aber noch mehr als schwer zu bemerkende und zu bearbeitende Formen eines sich durchhaltenden Mißverständnisses äußern können, das sich stets auch dann auf mehr oder weniger komplexe Weise erneuert, wenn man ausdrücklich bestrebt ist, es als solches zum Thema zu machen, anders gesagt: es ist dann sowohl Thema als auch Grundlage der 'Kommunikation', die in eine defektive Form, in eine Dekompensation übergeht, die sich anhand einer eigenartigen Persistenz konturiert und identifiziert werden kann, ohne dass diese Identifikation wiederum kommuniziert werden könnte, da die Thematisierung in ihrer kommunikativen Grundlage vielmehr der Grund ist für die Blockierung der Kommunikation über das Thematisierte.

Ich denke, dass diese Beschreibung mit hinreichender Präzision das Dilemma beschreibt, um das es dabei geht, und bin der Meinung, das hinreichend sachlich und distanziert beschrieben zu haben, um mich vor dem Vorwurf oder Verdacht zu bewahren, hier ein Interesse an einer ihrerseits von anderem als dem kommunikativen Interesse an der Möglichkeit und der Besonderheit dekompensierter Kommunikation determinierten Verzeichnung von Strukturen und Relationen zu nehmen, in die mehr oder weniger ausgeformte Subjekte von Kommunikationen sich verwickelt sehen können, und zugleich halte ich diese Ausführungen für unabhängig von der Frage, inwieweit der Betrachter dieser Strukturen in diese seinerseits verwickelt oder verstrickt ist, denn wenn man die Möglichkeit der analytischen Klärung unter diesen Umständen ausschlösse, dann wäre jede mit Kommunikation, und sei es auch nur unter anderem befasste Betrachtung und Beschäftigung zum Scheitern verurteilt, anders gesagt, weder Psyche, noch Kommunikation noch Intellekt wären wissenschaftsfähige Gegenstände und alle in diesem Sinne verstandene Sozialwissenschaft wäre unmöglich, weil jedes Individuum zunächst und vor allem und zumeist in die Strukturen verwickelt, verstrickt, ja sogar ihr Produkt ist, insofern sie ihm stets vorgeordnet sind, jedes Individuum sie immer schon in einem bestimmten Zustand vorfindet, und zwar immer schon in einem Zustand, der zu einer geordneten Wissensform, die sich damit befasst, diese Strukturen als solche einer Wissensform zu repräsentieren, unbedingt auffordert und damit alle Wissensformen, die wir kennen hervorgebracht hat aus seiner eigenen eigentümlichen Verfassung (als 'Alltagsbewusstsein und Alltagskommunikation), die eben nicht eo ipso schon die der Wissensform ist, die diese Strukturen zum Gegenstand ihrer Untersuchung macht, indessen immer schon damit verwoben ist, und einen Pol des Verhältnisses ausmacht, dessen anderer das geordnete Wissen über die je vorfindlichen Ausprägungen der kommunikativen Verhältnisse bildet. Die verschiedenen Ausprägungen dieses 'Alltagsbewusstseins' zu untersuchen und zu benennen wird heißen, die Abstraktion 'Alltagsbewusstsein' aufzulösen bis hinunter in das Bewusstsein des Individuums, aber eben nicht vom Ausgangspunkt des Bewusstseins aus, sondern vom Ausgangspunkt der übergeordneten Strukturen aus, die es (für die Dauer seines Daseins) formen, und von den Kommunikationen aus sowie ihren formalen empirischen und normativen Bestimmungen her.

Wenn man so vorgeht, weil der Gegenstandsbereich, bis zum Beweis des Besseren, diese Vorgehensweise verlangt von seiner Eigenverfassung aus, indem die Untersuchung nicht einfach per Iteration oder 'Reflexion' wiederholt, was sie vorfindet – denn dann wäre das Wissen dasselbe wie sein Gegenstand – dann ist systematisch zu erwarten, dass die Strukturen, aus denen sich das Alltagsbewusstsein bildet indem es sich seine Inkarnationen stets neu sucht und sie strukturiert mittels Kommunikation, sich ihrerseits zur Geltung zu bringen versuchen, indem sie sie Ebene der symbolischen Repräsentation erfüllen, und diese Erfüllung verteidigen mit einer Eigenträgheit, die sich auch um die Eroberung und Besetzung der Reflexion über sie aktiv bemüht derart, dass es zu einem Konflikt kommt zwischen der Eigenträgheit der in Inkarnationen investierten Strukturen und der Wissensform, die sich oberhalb das Alltagsbewusstseins ausbilden will, und die einen der Motoren der sozialen Evolution bildet. Symptomatisch wird dies u. U. daran, dass in wachsendem Maße einerseits die öffentliche Kommunikation besetzt wird durch regressive rhetorische Formen, durch Versuche der flächendeckenden Verallgemeinerung eines regressiven Kommunikationsmodus einerseits, und durch die verstärkt um sich greifende Anwendung und den Einsatz kommunikationsfremder Mittel, wobei die Führung einmal auf dem Versuch der Besetzung der gesamten Kommunikation liegen kann, der u. U. eine bestimmte – defektive – Struktur aufgezwungen werden kann.

Oder man kann eine Bemühung erkennen, die gesamte Kommunikation zu kontaminieren, gewissermaßen mit informativem bzw. kommunikativen 'Giften' (Gaben), die sich inzwischen nicht mehr mit dem Terminus 'Ideologie' oder einfach 'verzerrte Kommunikation' problemlos erfassen lässt, sondern eher einer epidemischen und kontagiösen Verbreitung von fragmentierten 'Informationen' entspricht sowie dem ständig erneuten industriell hergestellten Input miteinander formal ohne Rücksicht auf ihre qualitative Beschaffenheit, Sachangemessenheit oder die Art ihres Gegenstandsbezuges bzw. ihre Strukturmerkmale mit Rücksicht auf das Verhältnis von symbolischer Repräsentation einerseits und der Angemessenheit des Verhältnisses von Repräsentation und Repräsentiertem, also auch im Verhältnis von agierender Darstellung der Strukturen und den derart blind von Individuen (als Sozialcharakteren oder typischen, eigens in dafür eingerichteten Produktionsstätten hergestellten Funktionären) ausagierten überpersönlichen Strukturen konkurrierenden symbolischen Formen. In dem ständigen Sturm schöpferischer Zerstörung aller Grundlagen kommunikativer Strukturen im sozialen Feld als Ganzem verschwinden die ursächlichen Determinanten der in dem Paravent dieses Fog of War diejenigen Resultanten hervorbringen, deren Gesamtbild das darstellt, was sich dann dem Bewusstsein als Welt präsentiert. Von Bedeutung ist, dass dieses zunächst aus dem blinden Zusammenwirken der Individuen in der Generationenfolge hervorgehende Gebilde, das sich nach wie vor mittels ihrer als seinen Haltepunkten in der organischen Welt bedient um sein zu können, mehr und mehr in die Form eines mit großindustriellen Mitteln von einem Geflecht von Privatorganisationen mit 'weltfremden Interessen' und Zwecksetzungen laufend als schnell zu verzehrendes Verbrauchsgut erzeugt und verbreitet wird mittels einer der Tendenz nach globalisierten Verbreitungsstrategie. Über deren organisatorische Wurzeln und kognitive Grundlagen sowie Zwecksetzungen ist an anderer Stelle zu reden. Sich darüber zu belehren ist keine Unmöglichkeit, sondern eine Frage des Aufwands. In jedem Falle gilt indessen, dass das Gesamtresultat kein intendiertes Produkt ist, sondern Produkt der blind wirkenden einzelnen Zwecksetzungen. In diesem Sinne gibt es also gar keine 'politische Planung', und was so heißt, trägt nur zu einem Resultat bei, das von keinem Willen gewollt und von keiner Intelligenz 'intendiert' ist, zumal angesichts der Mitwirkung unkontrollierbarer kommunikationstranszendenter 'Faktoren' und Mitbestimmungsgründe, die ihrerseits wenigstens teilweise ebenfalls als ungewollte Nebenprodukte des 'bewußten Handelns' gelten können, dann aber in der Form unkontrollierbarer Mitwirkungen externer Art wiederkehren und das der Kommunikation zugrunde liegende Ganze, von der die Kommunikation ein Moment ist, das in ihm impliziert ist, mehr oder weniger wirksam, aber nicht unbedingt auch erwünscht beeinflusst, indem es die internen Regulatoren und Determinanten ergänzt und erweitert, die das Resultat 'Welt' und das ihm entsprechende oder nicht entsprechende 'Alltagsbewusstsein' erzeugen. Zugleich ist das Ganze entlang der Thermodynamischen Gesetze der Erzeugung von Negentropie und Entropie 'von Außen', also sowohl von seinen Eigenstrukturen aus wie von den externen Faktoren her in sich auf mehrfache Weise strukturell in sich rückgekoppelt und das Gesamtgleichgewicht des Ganzen hängt davon ab, wie diese Rückkoppelungen ablaufen, synchron oder entgegen, parakommunikativ oder antikommunikativ durch die Kommunikation vermittelt, sie als Ganze ihrerseits auf verschiedene Art und Weise, je nach ihrem durch Wissensformen und methodische Betrachtung bestimmbaren Verhältnis zu dem Gesamtprozess, der sich eine nochmalige Repräsentation verschafft in einem innersymbolischen und innerkommunikativen Selbstverhältnis als Verhältnis von (industriell produziertem) Alltagsbewusstsein und darüber organisierter Wissensform, über deren Grundlagen wiederum das bereits oben Gesagte regiert.

Man kann an dieser äußerst gedrängten Überlegung die Komplexität des gemeinten Strukturzusammenhangs ersehen, von dem das, was das Individuum jeweils als 'sein Bewusstsein', 'seine Überzeugungen', 'seine Gefühle und Einstellungen' zunächst unmittelbar als Eigenerleben 'vor Augen' haben mag, zunächst lediglich kaum mehr als ein schwaches und verzerrtes Echo sein kann, zumal dann und solange es aus der Form des Erlebens nicht in die der durch ein Urteil über zureichender Kenntnis (nicht nur 'Information') gesicherte Form der Erfahrung übergegangen ist.

Man muss sich diese Überlegung also unter dem Gesichtspunkt vor Augen halten, dass die ersichtliche Komplexität des Zusammenhangs, um den es hier geht, zu Verhältnissen führen kann, die kommunikative Inkompatibilitäten scheinbar auf derselben Ebene horizontal nebeneinander anordnet, und in der Gleichzeitigkeit der 'Alltagskommunikation' in undurchsichtiger Gemengelage miteinander mischt und 'synchronisiert' derart, dass sich mit dem Schein der Ausbreitung aller 'Kommunikationen' auf einer unendlichen Ebene im bloßen Nebeneinander bzw. in der reinen Koexistenz und in einer scheinbar problemlosen wechselseitigen Durchdringung aller unterschiedslos auf ihr koexistierenden Kommunikationen im Augenblick der jeweiligen Gegenwart, die als Jetzt einen Schein von Konstanz und Augenblickspräsenz erzeugt, die die zeitliche Dimension, den Prozesscharakter der 'Wirklichkeit' ausblendet – ganz gleich was von 'Zukunft' geredet wird von sich dafür zuständig fühlenden Verwaltungsfachleuten – mit der Folge, dass die Differenz zwischen der bloß resultierenden Wirklichkeit und dem auf sie reflektierenden Urteil verschwimmt, indem die Eigenträgheit der sich reproduzierenden Strukturen und ihrer jeweiligen Individuierung mittels eines mehr oder weniger organisierten blinden Bemächtigungsprozesses, der blind bleibt obwohl oder vielmehr je mehr er sich zunehmend in der Form der schematisierten und stereotypisierten industriellen Tagesmassenproduktion in globalem Maßstab oder mit dem 'approach' der 'globalen Abdeckung' präsentiert, sich gegenüber dem reflektierten Urteil auf der Grundlage einer um einen intrinsischen Kern (traditionell, aber missverständlich: Wahrheit) organisierten Wissensform, die von diesem Urteil aus dem bloßen Erleben und der Information erst gebildet wird (auch dies in einem in sich rückgekoppelten Gefüge der Autopoiesis) zentrierten Wissensform über und oberhalb der bloßen Produkte dieser blinden Prozessrealität vorrangig behauptet.

Bis dahin kann man das erst einmal betrachten, um sich die Folgen vor Augen zu halten, die das im einheitlich von denselben Vorgängen, Strukturen und Mechanismen beherrschten Mikro- und Makrobereich des Gegenstandsfeldes haben kann bzw. muss.

Ich werde das zunächst nicht explizit machen. Man kann das ja zunächst einmal der Überlegung der Leserin überlassen. Jedenfalls ist die Beschreibung dieser Strukturen nicht Gegenstand einer privaten Laune oder des privaten Beliebens. Das ist vermutlich klar ersichtlich. Vielmehr sind privates Belieben, private Launen Sachverhalte, die als Symptome aus dieser Stukturbeschreibung erzeugt werden können, indem gezeigt werden kann, wie sie aus ihrer Eigenverfassung derart hervorgehen, dass in diesem ihren infinitesimalen Teilresultat, das in einer bestimmten Ausformung der möglichen Individuierungsprozesse aus den beschriebenen Strukturen hervorgeht, sich nichts mehr von den strukturellen Quellen, denen es sich verdankt, repräsentiert ist, es sei denn in der Form einer eigenartigen Aberration, die sich in der analytischen Beschreibung ihrer konstitutiven Quellen und den mit ihnen zusammenhängenden Prozessen nicht zu erkennen vermag und sich der Einsicht in den genetischen Zusammenhang, der sie entsprungen sind, nicht zu nähern vermögen, so daß das eigentümliche an ihrer Gegenwartsverfassung eine ihnen nicht zugängliche Paradoxie ist, die darin besteht, dass sie sich selbst als Bewusstseinsverfassungen nicht durchsichtig zu werden vermögen in Bezug auf die Dynamik und die Eigenart der Prozesse, denen sie entsprungen sind.

An dieser Stelle kann dann ersichtlich werden, wie und warum sich überhaupt das Problem stellt, das eine horizontale Anordnung aller Kommunikationen als Standardfall supponiert – so als gäbe es das anthropologisch konstitutive und unübergehbare Problem des intergenerationellen Grundverhältnisses gar nicht, das aller Kommunikation zugrunde und vorausliegt, insofern sie zugleich zeitliches Gebilde ist, das als Inbegriff von 'cultura' bzw. 'traditio' die Generationenkette als Ganze übergreift, unter anderem mit der das hypertrophe Selbstbewußtsein der 'wissenschaftlichen Moderne' höchst bemerkenswert 'relativierenden' Einsicht in die trotz aller kulturellen Diversifikation eindeutig geordneten historischen Stufen der nicht kommutativen Elemente der Folge der Wissensformen – indem sie den einfachen Produkten blinder Prozesse denselben Rang, als Kommunikationen zuzuordnen scheint, wie den durch den Zirkel von Urteilsvermögen und seiner Ausbildung einerseits, und dem aus Erleben in geordnetes und symbolisch um den Kern seiner intrinsischen Ordnungsfunktion gruppierten und in Erfahrung umgewandelten Wissen, und damit wiederum die defektiven und regressiven Prozessresultate lizensiert als Eingangsgrößen in den erneuten Selbstreproduktionsprozess dessen, was derart als Sekundärprodukt 'Welt' in die Form symbolisch repräsentierter Wirklichkeit übergeht und sich stabilisiert durch selektive Prozesse, in die in hohem Maße nicht nur kommunikationstranszendente Resultanten der Kommunikation eingehen, sondern auch diejenigen Kommunikationen, die sich hilfsweise mit kommunikationsfremden oder parakommunikativen Mitteln und Prothesen, die den Strukturen des Gesamtprozesses laufend entnommen werden können amplifizieren, um sich eine Geltung zu verschaffen, die ihnen vor dem Hintergrund ihrer Bewertung durch das reflektierte Urteil aus organisiertem Wissen oberhalb der von kontingenten Elementen abhängigen 'Prozesslogik' von 'Welt' und 'Wirklichkeit' nicht zugesprochen werden dürfte.

Es ist nicht meine Sache, um der angeblichen 'Verständlichkeit' willen wiederum in einem Akt sinnlosen 'Entgegenkommens' Erläuterungen zu diesen Überlegungen zu geben, um Zuständen verständlich zu werden, die sich von dem Verständniszugang selbst ausschliessen aufgrund ihrer Eigenverfassung, die der Sprecher nicht zu verantworten hat, und die, indem sie etwas verlangen, das sich von dem angemessen aufgefassten Verhältnis der symbolischen Repräsentation zur 'Sache' her nicht erfüllen lässt, nur zu erkennen geben, dass sie als Zustände – es geht hier nicht um 'Personen', das Recht auf dies und das, die Befindlichkeiten, die Betroffenheiten als Zustände aus Eigenrecht, aus dem ein Anspruch erwüchse, der angemeldet werden kann und mit Durchsetzung rechnen darf aufgrund einer Anklage usw. - einfach Resultanten einer Prozessrealität sind, die solche Resultate hervorbringt, ohne dass das zu verantworten wäre von der Reflexion, die sich des Zusammenhangs versichert, der zwischen den strukturellen Grundlagen der aufgrund ihres Vorrangs vor dem zufälligen Resultat betrachteten Prozessrealität und den von ihr unter anderem hervorgebrachten Produkten besteht, die sich als Zustandsbilder individueller Bewusstseins- und Geistesverfassungen präsentieren, also zwar durch und durch durch symbolische Repräsentation und Kommunikation (mit) vermittelt sind, ohne dass dies nun bedeuten müsste, dass von dem bloßen Produkt aus, weil es symbolisch vermittelte Bewusstseins- und Geistesverfassung ist, ein privilegierter Rückweg führen müsste, der automatisch zur Garantie einer Selbstvergewisserung der je eigenen Genese führt, die etwa in der Form von unverzichtbaren (Menschen) Rechten kodifiziert und einfach par Ordre de Mufti konzediert oder garantiert werden könnte. Man kann – das ist klar, insofern keiner Willkür hier andere Grenzen gesetzt sind als die ihrer je eigenen Reichweite angesichts des Unverfügbaren, das jede Willkür begrenzt – einem Haus, einer Corporation, einem Kohlkopf 'Menschenrechte' zugestehen nach Belieben, und dann eine allgemein geltende Verpflichtung daraus ableiten, dass danach gehandelt und entschieden wird. Aber das wird weder ein Haus, noch eine Corporation noch einen Kohlkopf in einen Menschen verwandeln können. Das ist eine klare Grenze der Willkür, die sich auf die Eigenverfassung von Allem problemlos ausdehnen lässt, denn was immer man auch konzediert, es findet seine unverfügbare Grenze an dieser Eigenverfassung, wie immer temporär die gedacht wird, denn auch das ist trivial, denn alle Eigenverfassung ist angesichts der grundsätzlichen Endlichkeit alles Seienden temporär.

Um das noch einmal in der Sprache subjektiver Größen zu sagen: Der Betrachter einer Prozessrealität ist für deren Resultate und deren Zustandsbilder nicht verantwortlich, es sei denn das je eigene Resultat oder Zustandsbild er/sie ist, und dies ist nur von allgemeiner Bedeutung, wenn und insofern dieser Zustand, dieses Resultat eines zu sein beanspruchen will, sich in der Rückwendung auf seine Genese zugleich der Prozessrealität als Ganzer und der Möglichkeit ihrer symbolischen Repräsentation erfolgreich zu versichern.

Dann und nur dann ist das Verhältnis zwischen Subjekt der Betrachtung, Methode und Gegenstand mit der symbolischen Repräsentation als Produkt dieser speziellen Prozessrealität synchronisiert, wenn es nachweislich gelingt, in und mittels dieses Verbundes von Bedingungen und Resultaten die Bedingungen und Resultate, die Prozessrealität als Ganze, die dem je individuellen Dasein voraus- und zugrunde liegt und die Möglichkeit in sich birgt, auch diese Form der symbolischen Selbstrepräsentation hervorzubringen, in der sie sich selbst als organisiertes Gebilde durchsichtig zu werden vermag, symbolisch zu repräsentieren, und zugleich damit zu zeigen, dass dieses Gelingen so wie wie seine je spezifischen Voraussetzungen in allgemeineren wurzeln, die die Resultate mit einer gewissen Kontingenz hervorbringen, die von keinem Anspruch oder Anrecht beeinflusst werden, da sie keine Rechtspersonen sind, sondern allgemeine Bedingungen, die sich in spezifische spezifizieren, von denen aus sich in komplexen Verzweigungen jeweils Resultate konfigurieren, die sich in Kommunikationen zu Individualitäten ausformen, die als je besondere Resultate je unterschiedliche Eigenverfassungen aufweisen, unter denen die nicht selbstverständlich ist, die zur rekonstruktiven symbolischen Repräsentation der ihrem Dasein zugrunde liegenden Prozessrealität und der je eigenen Genese in diesem vorgeordneten Kontext befähigen müsste, und es gibt keinen Anspruch darauf, dass im blind erzeugten Produkt dieses Teilprodukt automatisch mit erzeugt wie geliefert sein müsste, während es eine in ihren spezifischen Voraussetzungen nicht gleich verteilte oder auf Gerechtigkeitsprinzipien aufsetzende Möglichkeit derjenigen blinden Produktion und ihren Resultaten gibt, die zur Ausformung bzw. einer bestimmten faktischen Verteilung dieser Art von Resultaten führt, die die spezifischen Voraussetzungen mit erzeugt hat, die

zu Unternehmungen der angesprochenen Art grundsätzlich geeignet sind und derart 'befähigen', was wiederum nicht heißt, dass sie genutzt werden müsste, denn dieser Zusammenhang ist hoch kontingent. Niemand ist schon deshalb, weil er/sie zu etwas prinzipiell befähigt ist, weil die Voraussetzungen dazu auf welche Weise auch immer in ihm/ihr selbst als Resultat eines (mehr oder weniger blinden) Produktionsprozesses aus den allgemeinen Strukturbedingungen einer umfassenden Prozessrealität faktisch vorliegen, schon dazu veranlasst oder genötigt oder darauf verwiesen im Sinne eines Determinismus, diese Voraussetzungen auch in welchem Sinne auch immer zu 'nutzen'. Andererseits kann keine Individuierung etwas realisieren, das auf Voraussetzungen beruht, die unverfügbar gegeben sein müssen und nicht nach Art des Erwerbs eines Zusatztitels angeeignet werden können. Aus keiner Tanne kann eine Eiche werden, weil die Spezifizierungsbedingungen, die die allgemeine Prozessrealität durch diejenige Limitierung setzt, die als ensemble das principium individuationis ausmachen, das nicht hergeben. Das ist ein übergreifendes Strukturmoment der Prozessfrealität als Ganzer. Allerdings hat man noch nicht bdemerkt, dass etwa eine Tanne eine Eiche sein wollte, oder ein Efeu eine Kiefer oder umgekehrt. Es scheint, dass die Anmeldung solcher Ansprüche und die Inanspruchnahme solcher Rechte ein Privileg des Homo sapiens ist. Ungeachtet dessen wird es angesichts der zugrunde liegenden Strukturen der Prozessrealität, der die Individuen entsteigen, ungeachtet der Einsicht in den Zusammenhang von Prozessstrukturen und Individuation (also ungeachtet der Frage, ob oder ob nicht eine solche Einsicht möglich ist oder nicht, ganz gleich woher sie angetragen wird, aus der eigenen Verfassung oder der einer anderen Individuierung) dabei bleiben, dass nicht möglich ist, was in den zugrunde liegenden allgemeinen und besonderen Voraussetzungen der jeweiligen Resultanten nicht als Möglichkeit implizit ist, so dass die sich ergebenden Resultate, als Zustand einer Individuierung, entstehen können, und die beharrliche Insistenz darauf, dass es dennoch sein müsse, ist derart nicht nur zum Scheitern verurteilt, sondern kann, indem sie als sich selbst nicht durchsichtiger 'Habitus' in einen mehr oder weniger großen Kreis von Kommunikationen eingeht, zu desaströsen Folgeschäden führen, die einer flächendeckenden Kontamination mit den Folgen solcher Hartnäckigkeit auflaufen, die nicht hoch genug angeschlagen werden können, und sich desto desaströser auswirken müssen, je mehr sich die Kommunikation zu ihrer Stabilisierung eines parakommunikativen und nichtkommunikativen Mitteleinsatzes zu bedienen vermag und bereit ist, mit u. U. fatalen Folgen, wozu wiederum einerseits der Grad der Unbewusstheit der bzw. die Unbelehrbarkeit über die Gründe für diesen Einsatz einerseits und die Mittel der von dieser Kommunikation Betroffenen beitragen sowie die 'Richtung' der entstehenden Resultanten, die das Zusammenwirken aller eingesetzten Mittel und Kommunikationen in einem kommunikativen Feld (einer Familie, einem Kollektiv, einer kommunikativen Gemeinschaft) erzeugt aufgrund der unterschiedlicher Ausstattung der 'Teilnehmer', die an solchen Kommunikation entscheidend un dzu ihrem jeweiligen Vor- oder Nachteil 'partizipieren'.

 

Enigma

Von hier aus gesehen ist der Blick auf den Ausgangspunkt der Überlegung zurück zu richten. Was immer hier gesagt ist in einer Form, die abhebt auf die strukturellen Elemente, die zu einer Konfiguration einer bestimmten oder bestimmbaren Prozessrealität führen, aus der Produkte und Resultate hervorgehen, die aufgrund ihrer Strukturmerkmale immerhin möglich sind, es handelt sich primär nicht darum, aus den sich damit auch ergebenden Befindlichkeiten heraus zu einem Gesamtverständnis zu kommen, also die 'individuellen Perspektiven' primär zu setzen, sofern es sich um kommunikative Strukturen und Prozesse im engeren Sinne handelt, denen hier durchweg die Betrachtung gilt trotz der gelegentlichen Ausflüge in noch tiefer liegende, nicht-kommunikative Voraussetzungen und Existenzbedingungen von Kommunikation als kultur- bzw. soziokonstitutivem Vorgang nebst seinen beachtlichen 'pathognomischen' Dekompensationen und Potentialen, die sich aus der Doppelstruktur von symbolisch vermittelter Prozessrealität sowie ihrer durch eine ihr zugeordnete Wissensform gewonnenen ordnenden Re-Repräsentation ergeben, die zugleich die beiden Möglichkeiten des 'Verhaltens' dieser Realität in der Form des Produkts der Individuierung gegenüber grundsätzlich ausdifferenziert – ohne Rücksicht auf Übergänge, indem die Zustandsbilder bzw, Zustände betrachtet, die mehr oder weniger persistent sind in ihrer Dauer – sondern es geht darum, von den als solchen ins Auge gefassten Strukturmerkmalen einer Prozessrealität aus umgekehrt die Produkte und die eventuellen Folgen ihrer Kommunikationen zu betrachten, um diese wiederum auf ihre impliziten Voraussetzungen hin abzutasten und die herauszuarbeiten.

Das geht also alles nicht auf die Besonderheiten einer individuellen Verfassung, sondern betrachtet ihre Grundlagen und ihre genetischen Quellen in der Absicht, einem kommunikativen Phänomen ein auf die Grundlagen der ihr zugrunde liegenden Prozessrealität hin ein genaueres Verständnis abzugewinnen, und die Folgen von Kommunikationen aus diesem Verständnis heraus zu beleuchten. Das hat stets einen auf die Zukunft gerichteten Sinn insofern sich Fakten nicht modifizieren lassen. Geschichte ist nicht, was erzählt wird, sondern das Geschehene, das der Erzählung vorauf- und zugrunde liegt, und vielmehr die Erzählung, also die Geschichtsschreibung qualifiziert, nicht umgekehrt. Insofern repräsentiert die Geschichtsschreibung stets eher einen subjektiven Zustand als die ihr zugrunde liegende Prozessrealität, es sei denn diese wird mit zum ausdrückliche Gegenstand auch der Geschichtsbetrachtung, die der Geschichtsschreibung dann zugrunde gelegt werden muss. Und man kann aus dem Verhältnis zwischen Geschichtsschreibung und dem Geschehenen auf die Geschichtsbetrachtung schließen, deren Eigentümlichkeiten sich als identifizierbare Inkonsistenzen, als Abweichungen, als Auslassungen und Torsionen des ermittelbar Geschehenen in der Geschichtsschreibung niederschlagen. Das wiederum erlaubt, zumal angesichts der Partizipation des/der Geschichtsschreiber und Geschichtsbetrachter an der Kommunikationsgeschichte, die sich zur Gesamtheit des Geschehenen konfiguriert und verdichtet in einem Produkt, dem Geschehenen, die gesicherte Rekonstruktion des Geschichtsbetrachters und der Prozessrealität, der er selbst als so oder so geformtes Produkt entsprang, in einem kontingenten Prozess, dessen spezielle Strukturkonfiguration derart ermittelt werden kann. Wie immer hypothetisch dies bleiben mag – Widerspruch, Kritik, Argument auch, sind ja nicht ausgeschlossen, sondern aufgefordert sich zu äußern, denn sie sind ja als Vorschläge aufzufassen, die vorgelegte Geschichtsschreibung zu modifizieren, aus dem erschließbaren Geist einer anderen Geschichtsbetrachtung, und das kann nur zur Homogenisierung des Verhältnisses von Geschichtsschreibung und dem Geschehenen beitragen – so ist es doch nicht aus beliebigen Zuständen heraus einfach umzuformen, insofern diese vielmehr in die Form einer symbolischen Repräsentation übergehen müssen, die Kritik, Widerspruch in die Form des Arguments und amit aus dem Bereich der Befindlichkeiten oder der Zustände herausrückt auf die Ebene der Grundlagen einer allgemein verbindlich identifizierten und symbolisch repräsentierten Prozessrealität, der alle Kommunikationen und alle Kommunikationsteilnehmer gleichermaßen, wenn auch aufgrund unterschiedlicher Konfigurationen (strukturellen Spezifikationen) entsprungen, aus der sie alle gleichermaßen als deren Produkte hervorgegangen sind.

Remainders

Damit dürfte einigermaßen sicher gestellt sein, dass es hier nicht um den kommunikativen Austausch von Idiosynkrasien oder Zuständen oder Befindlichkeiten geht, sondern um ein Verständnis des Geschehenen, das Vorrang hat vor jedem möglichen 'Motiv' im Sinne einer vielleicht auch ganz mißverständlich mißbrauchten 'Psychologie', die den Zustand, das Geltendmachen von Befindlichkeiten zu einem Absoluten macht um auf diese Weise das unbemerkte Entkommen in die Unbelangbarkeit zu bewerkstelligen. Es ist daher sinnvoll darauf aufmerksam zu machen, dass diese 'Strategie' die Quellen des in Betracht gezogenen Geschehens nicht nur wirksam offen zu halten bestrebt ist, sondern ihr Fortwirken zu betreiben versucht, und da das identifizierbar ist, ist auch die Zustimmung zu dieser Strategie von derselben Art und wird sich ihr zurechnen lassen müssen, indem der Sachverhalt auf angemessene Art und Weise bei seinem Namen genannt wird, und sei es zunächst nur, um die Quellen zu schließen, die die in Rede stehenden Wirkungen gebären und schon gezeitigt haben, aber auch um die bewusstlose Komplizenschaft darauf aufmerksam zu machen, welchen 'Motiven' sie ihren Beistand leiht, und dann natürlich um zu sehen, ob einerseits die Quellen geschlossen werden und andererseits die bewusst gemachte Komplizenschaft mit der Bewusstmachung ein Ende nimmt. Denn es kann keinen Zweifel daran geben, dass es hier um ein Ende geht, und es kann ebenso wenig bezweifelt werden, dass dieses Ende, also weitere Folgen anders ausfallen müssen, wenn der Sachverhalt und seine Dynamik bewusst gemacht sind und wenn sie dies nicht sind. Davon abgesehen ist zu beobachten, ob und wie sich Kommunikationen und mit ihnen bestimmte 'hochproblematische Mechanismen' nun verändern oder nicht, d.h., ob die Zustände der Beteiligten Variablen sind oder Konstanten, und zumal solche. Auch dies ist dann benennbar, und harrt der Argumentation.

Der Sinn der Überlegung besteht also darin, zunächst herauszufinden, inwieweit die an der Kommunikation Beteiligten für die Teilnahme an qualifizierten Kommunikationen eigentlich qualifiziert sind. Dann geht es natürlich um mögliche beobachtbare Veränderungen und dann noch darum, Entscheidungsgrundlagen für das aus alledem angeraten erscheinende weitere Handeln zu gewinnen, die die Beteiligten als nunmehr Verantwortliche, weil belehrte Akteure in Anspruch nehmen kann, die sich ihrer Verantwortung nicht mit der als 'Argument' aufgebotenen verantwortungslosen Ausrede entziehen können werden, sie hätten den Sachverhalt nicht gewusst, das 'anders' gesehen, oder es sie dies alles sogar ganz und gar gegenstandsloses Aufgebot eines Ressentiments, dem sich zu Recht mit den Kommunikationen und dem bisher zu beobachtenden para- sowie außerkommunikativen Mitteleinsatz weiterhin begegnen ließe, unter Umständen mit der Hinnahme von Folgen, die als bereits mehrmals aufgelaufene einen identifizierbaren Akteur haben, von dem sie ausgehen, oder sogar mit der freilich ebenso dreist dissimulierten ausagierten (bewussten oder unbewussten) Intention, der Absicht auf solche Folgen, deren heiße Quellen gewissermaßen nur das Zielobjekt gewechselt haben, vorausgesetzt einmal, das dem Geschehen geopferte Objekt sei ein Ziel gewesen, und nicht vielmehr das nunmehr scheinbar 'nächste'.

Es geht also nur darum, dass Du weißt, und zwar von einem der Sache mächtigen Verstand aufgeklärt und aufgefordert eine bewusste Entscheidung zu treffen und Dich Deiner Verantwortlichkeit zu stellen, oder, das ist unvermeidlich angesichts der Mitteilung, zu erkennen zu geben, wer Du unter diesen Umständen zu sein gedenkst, und damit den Raum freizugeben für das Weitere. Denn ich bin nicht bereit, mich von diesen Unklarheiten und diesem Lavieren im Dunkeln und in einem ständig neu erzeugten Fog of War aufhalten zu lassen.

Das heißt nicht, dass ich Eure Entscheidung nicht respektiere (Ich meine damit auch Rahel und Sarah, und natürlich die Hauptakteurin.) Vielmehr will ich wissen, worin sie besteht, klar stellen, dass es sich um eine Entscheidung handelt und mir damit den Handlungsspielraum zu schaffen, der meine eigenen Entscheidungen bestimmen wird. Und ich will klar stellen, dass Eure nun ja nicht mehr auf Unkenntnis oder Unwissen, Informationsdefizite etc. zu stützenden 'Verhaltensweisen' , die bisher auf bizarre Weise eher denen sprachloser Lebewesen mehr ähnelt als Wesen, die der Sprache mächtig zu sein ja wohl beanspruchen müssen, auch über Eure Qualifikationen entscheiden, in einem meines Erachtens nach endgültigen Sinne.

Es mag sein, dass die Bedeutung die das hat, unter diesen Endzeitumständen nicht auffällt, aber ihr solltest Euch darauf verlassen, dass das Urteil, das ihr Euch nunmehr unvermeidlich selbst sprechen müsst, angesichts meiner nun kaum ohne Weiteres abzutuenden, vor allem aber in einer prüfbaren Form dokumentierten Einsicht in die hier in Rede stehende Mentalität, die zu 'studieren' ich längere Gelegenheit hatte unter Voraussetzungen, die auf keine Weise auch nur 'wett zu machen' sind, weil es hier um ein zeitliches Verhältnis geht, dessen ihr auf keine Weise mächtig zu werden vermögt, nicht ohne Folgen bleiben kann für Euch selbst.

Derart sehe ich der stillschweigenden oder offenen Verwerfung dieser Überlegungen mit Gelassenheit entgegen. Mit Eurer Entscheidung steht oder fällt Euer aller Kopf, und wenn das als Bedrohung aufgefasst werden sollte, dann redet doch mit Eurem eventuellen Henker: Euch selbst.

Das alles tut meiner Zuneigung zu Euch nicht den mindesten Abbruch. Den ich habe Eure Existenz ja gewollt und keine Absicht, das rückgängig zu machen. Eure Selbstvernichtung würde ich sehr beklagen. Eure Sitzenbleiberei in diesem Brei der Feigheit und des so offensichtlichen Opportunismus aber ist kaum weniger unangenehm zu beobachten. Andererseits ist eine sei es auch nur mentale Solidarität mit Menschen dieses Typus nicht aufrecht zu erhalten ohne dass man sich selbst behindert und sogar schadet. Deshalb muss das durch Entscheidung bearbeitet werden. Das Wenigste ist, dass ihr daran mitwirkt, dass dies nicht weiter auf meine Kosten in der Schwebe bleibt. Ich selbst habe kein Interesse daran, mit Menschen in einer erzwungenen Beziehung zu stehen, die meine Zustimmung niemals haben wird. Ich muss einen derartigen Umgang nicht dulden.

Es liegt in Eurer Verantwortung, hier einen erkennbaren Beitrag zu leisten, der den einvernehmlichen Abschluss des Vorgangs ermöglicht. Inzwischen habt ihr mir gemeinsam bereits beinahe weitere sieben Jahre meines Lebens auf eine hinterhältige Weise gestohlen, als indifferente 'Bystander', als opportunistische Feiglinge oder gar als Assistenten einer mörderischen Feindseligkeit, deren Quellen ihr ohne jede wirkliche Kenntnis und ohne meine Zustimmung und ohne mich überhaupt als Person zur Kenntnis zu nehmen oder etwas wirklich Haltbares zu wissen, einfach bei mir zu wissen glaubt, so als sei 'mein Verhalten' ein auch nur entfernt hinreichendes Indiz dafür, dass ihr damit richtig vermutet.

Denn es kommt Euch ja nicht einmal der Gedanke, dass all Euer vermeintliches Wissen auf nichts beruht als auf ein paar Registrierungen eines begriffslos vor sich hin dümpelnden pointillistischen oder impressionistischen Erlebens und auf den Rationalisierungen einer an Hinterlist und Intriganz kaum zu überbietenden vergifteten Seele, die sich in der Vervielfachung von drei Schwestern bricht und im Brennpunkt einer ebenso bewusst- wie verantwortungslosen Mutter focussiert hat in der vorangegangenen Generation, und um den Preis eines Lebens nun einfach auf die nächste überspringt, ohne dass sich das Geringste an der Formation geändert hätte, während das Tote Kind die Zugehörigkeit in der Geschwisterreihe beider Elternteile als 'drittes Kind' repräsentiert, die nun leer ist, bzw. besetzt mit der Imago des Kindes, das mir am meisten gleich, und dem ich am ähnlichsten gewesen wäre, wenn ich ein Mädchen geworden wäre, wie ich mir das in meiner Kinderzeit manchmal überlegt hatte, während das männliche Kind in der Geschwisterreihe der Mutter der intellektuelle Versager der Familie par excellence zu sein scheint, weil er von der Mutter und seinen Schwestern dazu verurteilt wurde, und auf andere Weise das Schicksal seines Vaters teilt, wenn auch unter etwas verbesserten Konditionen.

Niemand von Euch ist dazu berechtigt, allein aufgrund von ein paar unverstandenen Impressionen mit einer punktförmigen Erinnerung derart ein integenerationelles Verhältnis einfach umzukehren indem ihr Euch Urteile anmaßt, zu denen ihr keinerlei wirkliche Grundlagen benennen könnt außer den interessierten Interpretationen, denen ihr Euch blind anschliesst, indem ihr einfach for granted nehmt, was Eurer Bequemlichkeit am Einfachsten erscheint.

Das ich lebe wie im Exil, enteignet werde und betrogen um mein Arbeitsleben, ist Euch schnuppe. Natürlich müsst ihr 'irgendwie' eine Ahnung davon haben, dass das alles vielleicht zu einfach ist, aber ihr macht es Euch dann einfach nur noch einfacher, indem ihr Euch gar nicht mehr der Möglichkeit aussetzt, Informationen zu riskieren, die Eure Bequemlichkeit stören, indem sie Eure Basis in Frage stellen könnten, wenn ihr andere Lieder singt als die Euch unter diesen Umständen noch erlaubten.

Es sieht so aus, als verschwende keiner von Euch einen Gedanken daran, auf welche Weise dies alles auf meine Kosten geht und welche Folgen das für mich haben könnte, einmal abgesehen welche es für Euch haben müsste, wenn dies alles so weiter betrieben wird.

Denn angesichts der mir zugetragenen Äußerungen von Sarah, die bei Licht besehen vollkommen unverständlich sind, wenn man nicht davon ausgeht, dass sie auf eine unfassbar hinterhältige und gemeine Art und Weise voreingenommen wurde durch Eure privaten Basteleien am Bild des (männlichen) Monsters, das seit Generationen dieses House of Horror heulend und greinend bevölkert und die Vorlage für einen Horrorfilm mit Kreuzen und Grabsteinen, der Rückkehr der Reitenden oder in schwarzen Kutschen fahrenden skelettierten und mumifizierten Leichen bilden könnte, ist die Art, wie die Hauptakteurin und Strippenzieherin all dieser elenden Machenschaften und gemeinen Verleumdungen dieses von ihr induzierte Ergebnis ihrer eigenen Intriganz nutzt, um es als Argument zu gebrauchen in einer Schmierenszene, in der sie die Beschützerin dieses ahnungslosen Wesens mimt, von dem ich ihr noch bevor es vollendet ward, vorhersagte, dass sie es mir rücksichtslos entfremden würde, zu einem Zeitpunkt, als wir uns am problemlosesten verstanden, weil es eine Art von Einvernehmen zwischen uns gab, das ich überrascht erkannte als sie es mir anbot, nichts als eine der Handlungen eines bösen Geistes, dessen Feindseligkeit generationenalten verzerrten Geschlechterverhältnissen entsprungen ist, die ich weder erzeugt noch zu verantworten habe, dessen Infamie sich darin eine tödliche Waffe gebastelt hat, dass sie den Angegriffenen vis aufs Blut terrorisiert und provoziert um sich dann seiner Reaktionen zu bedienen um den eigenen niemals modifizierten oder auch nur abgemilderten Angriff aus einem ihr gar nicht bewussten Habitus heraus zum alltäglichen Modus einer ständigen Einwirkung zu machen, die den Partner, der für sie da sein will, der für sie sein Arbeitsleben eingesetzt hat, der sie trotz alldem verzweifelt in einem täglichen Neuansatz zu lieben versucht in dem Glauben, er könne sie schließlich davon überzeugen, dass er ein Minimum an Anerkennung verdient, systematisch degradiert, kastriert und entwertet, und sei es selbst um den Preis ihrer mit alledem geradezu provozierten indirekten Selbstvernichtung, einen suizidalen Impuls, der umgeleitet auf die Partner, diese an sich selbst irre werden, in selbstdestruktive Aktionen umschlagende Handlungen ausweichen lässt, damit sie keinen Mord begehen an der Person, die sie derart unfassbar selbstmörderisch herausfordert, das aber nur in der Form erinnert, dass sie sich vor dem Monster fürchtet, das in ihr wohnt und das sie um ihrer seelischen Balance willen ebenso bewusstlos wie unbelehrbar und mit den furchtbaren Folgen für die regelmäßig in die Wüste oder in den Tod geschickten 'Partner' projizieren muss, indem sie mit ihnen in aller scheinbaren und auf den Beifall der vereinahmten Umgebung begierig achtenden Unschuld einer Kindermörderin Schindluder treibt, von der sich der pflichtbewusst sich schuldig fühlende Bruder einer 'kleinen Schwester', die er nicht retten konnte Hauptakteur der Dichtung des neunzehnten Jahrhunderts, den man mir in meiner Jugend als Inbegriff des perfiden Verführers vorführte, nichts träumen ließ, ebenso wenig wie meine Lehrer sich über die Folgen im Klaren waren, die es haben musste, dem älteren Bruder einer kleinen Schwester, die er nicht retten konnte, so wenig wie er das Schuldgefühl zu bewältigen imstande war, das der frühe Tod seines älteren Bruders und seines Vaters, als er nicht einmal fünf Jahre alt war. Dieses 'Gretchen' hatte ihr Kind getötet, aber nicht seines! Dieses Gretchen war überall in Begleitung des Todes. Leichen pflastern seinen Lebensweg, aber es ist in allen diesen Geschichten kaum mehr als eine starre Statue. Das ist nirgendwo stimmig. Und jeder Versuch, das auch nur einmal anzusprechen, dieses unfassbare Maß einer infamen Verzerrung, die das gesamte Leben anderer Personen denunziert und beschädigt indem es sie fortwährend unvermindert festhält und versucht, sie über die Klippe zu schubsen, stößt auf die entschlossene Verstärkung derselben Haltung und auf die sture Geltendmachung einer von den Reaktionen des aufs Blut gepeinigten Opfers ihrer ebenso heimlichen wie immobilen und sturen Gewaltsamkeit.

 

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Dass dies alles nicht nur keiner Reflexion oder auch nur einem sei es noch so winzigen Augenblick des Innehaltens, der Überlegung oder des bloßen Zögerns jemals zugänglich gewesen ist, und vor allen Dingen einem überlegten Ausbau zugeführt wird, dessen einziger erkennbarer Lernprozess in einem ablernen des Verhaltens des Anderen und in einer schleichenden, zeitverzögerten Enteignung seines gegen ihn gewendeten Ausdrucks zu erkennen ist, ohne die geringste Modifikation der Angriffsrichtung und der Angriffsabsicht, deren letaler Ausgang hier nicht nur in kauf genommen wird, sondern das unzweideutig erkennbare Ziel ist, das habe ich in einer geduldigen und konzentrierten Betrachtung der vergangenen sieben Jahre feststellen können, in deren Verlauf die unmerklich sich einschleichenden Verschiebungen der Bestimmung des Verhältnisses und der erkennbar werdenden Absichten eine aufs Ganze gesehen (unter Abzug der Zeit) entschlossene und eiserne Brutalität zu erkennen gaben, die keine Erziehung männlicher Kindern hinter der Fassade einer weiblichen Physiognomie jemals zu vermuten auch nur einen Ansatz fände.

Dass sich ein mörderisches Ungeheuer vom Gemüt einer Dampfwalze hinter der Physiognomie und dem Namen eines Gretchens verbirgt, ist keiner Kinderangst im Ernst zugänglich zu machen und muss seinerseits projiziert werden, kann dann aber nur als Empfindlichkeit gegenüber dem ständigen Vorwurf und der zur Schau getragenen Leidensmiene der weiblichen Angreiferin der männlichen Identität sichtbar werden, mit dem fatalen Ergebnis, dass sich der Angegriffene zuerst zu ständigen Rechtfertigungen genötigt fühlen muss, die als sprachlicher Ausdruck einer Auswertung zugeführt werden, aus der sich mittels aus dem Kontext gerissener Vokabeln, meist aus dem zuletzt ausgesprochenen oder dem vorletzten geäußerten Satz, aus denen ein neuer Vorwurf konstruiert wird, der zu weiteren Rechtfertigungs- oder Erklärungsversuchen des 'Gemeinten' nötigt, so daß weiteres Wortmaterial zur Verfügung steht für eine symmetrische Eskalation, in deren Verlauf die Gedächtnisleistung mit einem ganz billigen Trick überfordert wird, indem einfach der listige Schwachsinn die passenden Vokabeln für seine nächsten Angriff herauspickt ohne die mindeste eigene Gedächtnis- oder Konzentrationsleistung einbringen zu müssen, so dass sich hinter dem Angriff der veritable Schwachsinn verbergen kann, indem der alle kommunikative Leistung dem Angegriffenen aufbürdet bis dessen Fähigkeiten sich dieser Technik unter Wahrung seiner Verantwortlichkeit zu erwehren, auch um der Aufrechterhaltung des Verhältnisses willen derart überfordert werden, dass er unter dem Druck der ihm auf diese Weise zugefügten Qualen in einer Art Notwehrreaktion auf den nächsten Wespenstich, der ihm zugefügt wird, so reagiert wie das gewollt ist, denn der Sinn des Ganzen ist eine sadistische Quälerei, die aus der unmittelbaren Aktion in die Form der Kommunikation übergeht und dort sublimiert wird als eine heimliche Angriffstaktik mit dem Ziel, den Gesprächspartner so lange aufzubringen, bis er sich selbst eingestehen muss, dass seine Reaktion 'aggressiv' ist, mit der Folge, dass das reaktive Schuldgefühl wiederum genutzt werden kann, ihn weiter in die Defensive zu treiben, um die Quälerei fortsetzen zu können.

Das maschinenähnliche, das sich daran beobachten lässt, die Unbeirrbarkeit, die sich auch von der Äußerung, dass das eine Qual ist, der angebotenen Reflexion auf den schliesslich nach Art eines Dings erkennbaren Mechanismus, der Mitteilung, dass man keine Angriffsabsicht hat und sich Verträglichkeit und Einvernehmlichkeit wünscht, kurz durch keine reflektierende Intervention in dieses Verhalten modifiziert werden kann, ist ein Hinweis darauf, dass es der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Person dient, die sich auf diese Weise auf Kosten ihrer Partner entlastet, indem sie sie entwertet, beleidigt, diffamiert, hintergeht, betrügt, verächtlich behandelt und fortgesetzt und habituell in ihren eigenen Willenserklärungen und Wünschen nicht nur ignoriert, sondern ihr eigenes Verhalten so einrichtet, dass aus ihrer Uneindeutigkeit und scheinbaren Unentschiedenheit der Partner nicht klug werden kann, und auf diese Art und Weise ständig an eigenen Entscheidungen gehindert wird, indem ihm langsam aber sicher die angemessene Möglichkeit der Wahrnehmung der Einstellungen und Absichten der Angreiferin entzogen wird, so dass er sich in einem Fog of War, einem Nebel wiederfindet, der seine Nutzbarkeit ungeachtet seiner Verfemung sichern hilft, ohne dass er sicher sein kann, dass die verzweifelte Gefühlslage, in die er langsam und chronisch gerät, ein Produkt der 'Kommunikation', das er sich, indem seine 'Depression' sich deutlicher konturiert, als wesentliche Persönlichkeitseigenschaft und als Merkmal seiner Minderwertigkeit und seiner Impotenz zurechnen lassen muss, die selbstredend als wesentliche Quelle des sich abzeichnenden Scheiterns nicht nur der Beziehung, sondern auch der gemeinsamen Außenkontakte der Partnerschaft unter Einschluss der zunehmend schlechter aufrechtzuerhaltenden beruflichen Orientierung und der sachlichen Realitätsbezüge identifiziert werden, eine Machenschaft, in der sich neben den auf den Partner projektiv abgewälzten destruktiven Impulsen die gleichwohl erhalten bleibende indirekte und umgeleitete eigene Suizidabsicht ungebrochen erhält, indem sie auf die Partnerschaft als Ganze übertragen wird indem sie den hilfsbereiten Partner je nach Disposition einfach mit in den Abgrund reißt, der in der eigenen Seele lauert. Bemerkenswert ist der Mechanismus, der das ermöglicht, indem die depressive entwertende Übertragung (eines eventuell in dieser oder jener Weise missbrauchten Kindes, das etwa die Elternschaft für seine als Eltern versagenden Eltern in einem Alter übernehmen musste, in der es die Eltern gebraucht hätte und auf eine Weise, die ihm die eigene Kindheit und Jugend raubte) langsam in der seelischen Landschaft des von ihr Angegriffenen die Lichter ausgehen lässt, bis nur noch assoziative Ketten negativer Erinnerungen assoziativ endlos miteinander verschlungen in sich kreisende Erinnerungen an alles Traumatische übriglassen und das Leben sozusagen aus dem Leibe langsam auszuwandern beginnt. Das macht aus dem Angegriffenen leicht, bei entsprechender Disposition entweder einen Süchtigen, oder einen Zornigen Menschen, der sich auf diese Weise vergeblich gegen die sado-masochistische Kollusion zur Wehr zu setzen versucht, im Wesentlichen mit denselben negativen Ergebnissen, die ihn letzten Endes zum Versagen zu verurteilen versuchen, das ihm dann vorgeworfen werden kann. Entweder er ist abscheulich wegen seiner Depression oder Sucht, oder er ist gewalttätig wegen seiner Verzweiflung an den unablässigen Rechtfertigungszwängen, denen keine Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und keine intelligente Reaktion gewachsen ist, einfach deshalb, weil sich alle denkbaren Reaktionen gegen den unter dem Bann dieser Übertragung stehenden Angegriffenen wenden müssen, weil sie unter dem Bann der Übertragung sämtlich in den engen Kreis eines durch die Übertragung geschlossenen Horizonts der Bedeutsamkeit fallen, in dem sie im Sinne der festgehaltenen Präfiguration eines als Gespenst unauflösbar und ungreifbar festgehaltenen Imago eines männlichen Vorbilds erscheinen müssen, das die dem Angegriffenen unter dem Eindruck der massiven Übertragung aufgezwungenen Eigenschaften nun einmal hat, weil er sie haben muss. Schliesslich verschwindet hinter dem unablässig kommunikativ reproduzierten Vorgang die Person des Angegriffenen vollständig, indem an die Stelle der psychischen Repräsentanz, die die Wahrnehmung des Anderen steuern sollte, vielmehr die mittels der Kommunikationen erzeugten, dann paradigmatisch gemachten und zu Erinnerungsketten zusammengestellten Ereignisse, die die Übertragung bestätigen, durch die sie erzeugt werden, sich als die sich verdichtende Pseudorepräsentanz des Anderen anstelle des wirklichen Anderen konsolidieren.

Was als Inbegriff des Anderen erscheint, der unter dem stählernen Zwang der eisern festgehaltenen Übertragung zunehmend zu Gegenübertragungen im Sinne des ihm entgegengebrachten und kommunikativ induzierten Vorurteils gereizt wird, die entsprechend seiner Disposition ausfallen und einen ganz unterschiedlich aussehenden Syndrommix erzeugen können auf der Grundlage der Art des Zusammenspiels von Übertragung und Gegenübertragungen, die endlich durch ihre kommunikative Rückkoppelung miteinander fast ununterscheidbar werden können, ist eine durch die Übertragung gezeugtes Zerrbild der Projektion der verworfenen Aspekte der angreifenden Person, die den Partner unter Entlastungsdruck wählt um sich für diese taktische Nutzung eines ungeliebten Menschen dann an diesem zu rächen.

Zugleich wird auf diese Weise der von der Entstehung einer wirklichen Bindung ausgehende Gefahr ausgewichen, die die ersten Bindungen reaktivieren müsste, und mit ihnen die offenbar als unerträgliche Drohungen wiederkehrenden kommunikativen Erinnerungsengramme bewusstseinsnäher werden lassen müsste. Der Bedarf, diese Reaktivierungsgefahr zu entschärfen, geht dann natürlich wiederum ständig in die Kommunikation ein und bestimmt ihren 'Stil', in dem sich die Person der anderen darstellt, und sie zu einem 'response' einlädt.

Das kann für heute reichen. Wir sind erst am Anfang der Ausleuchtung und Erforschung dieses ungeheuerlichen Verliesses, das sich hinter der Maske Gretchens verbirgt.

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