Romantische Landschaft mit Menschenopfer

Romantische Landschaft mit Menschenopfer
Weißt Du wieviel Wolken gehen weithin über alle Welt...
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Freitag, 27. April 2012

Pseudoreligionen und Neomythien

Götter, Engel, Superhelden
23. April 2012

1.) Man mag, angesichts des Umstands, dass die amerikanischen Comics mit den militärischen Siegern des zwanzigsten Jahrhunderts in die 'amerikanische Zone' gelangten, zusammen mit Hershey's Chocolate, Maxwell's Coffee (Good to the last drop) Lipton's Tea, Wrigley's Chewinggum und Levi's Bluejeans, De Havilland's Bombern und, last not least: Lucky Strike, der Ansicht sein, das alles sei doch schon lange bekannt, weil es uns, soweit die Produktlinien noch existieren, schon so lange als Teil der Kultur Europas und vor allem Deutschlands vorhanden ist und damit gewohnt.
Es ist indessen noch nicht so lange her, dass der Comic, von Anderem nicht zu reden, als Teil der Kultur allgemein, und dann auch der deutscher Sprache Anerkennung fand. Betrachtet man sich den Vorgang genauer, dann ging es damit ähnlich wie mit dem 'Dixieland' und dem Rock'n Roll. Das alles kam mit den Fremden, war einfach da, es gab eine Distribution unterhalb der Ebene der Erwachsenen oder der Repräsentanten der Kultur, der Schule, der Bildungsanstalten oder dem, was Eltern für richtig hielten. Als Kind von zehn Jahren besaß ich Stapel von Comics in amerikanischem Englisch, die ich von den Kindern bekam, mit denen ich auf der Straße und in den verlassenen Gärten der von dem amerikanischen Offizierskorps requiriert worden waren, an den langen Nachmittagen spielte ohne viel zu verstehen, zunächst sogar gar nichts. Diese Kinder waren einfach da, sie spielten auf den Wiesen, vor den Häusern. Im Winter schoben wir unsere Schlitten gegenseitig an, im Sommer spielten wir auf demselben steilen Hang am Berg, auf dem nun hüfthohes Gras wuchs, im Frühling ein Meer von weißen Margeriten, dann Butterblumen, wir erkletterten die Bäume, stiegen auf die unteren ausladenden Äste und schaukelten darauf, oder sprangen hoch um uns daran zu hängen. Ich weiß noch, wie mich der erste Blitz des Verständnisses des Englischen erreichte, als ich eine kleine Freundin, von der ich in der Schule sitzend träumte, wenn an schönen Sommermorgen die Sonne auf den alten Friedhof schien, der sich vor dem Fenster der Schule ausbreitete und gut zu übersehen war, mit seinen Wegen aus gelbem Sand, seinen hohen schattigen Eichen und seinen alten marmornen Denksteinen, und dem kleinen Kriegerdenkmal im Stil einer auf einen Sockel gestellten kleinen Stele aus Marmor, auf deren unterem Teil die Widmung an die Gefallenen des 'Krieges 1870-1871 eingetragen war, ohne Aufwand, in einer ornamentalen Schrift, das ich auch in einem Nachdruck einer alten Ausgabe der Schriften des Philosophen Wilhelm Joseph Schelling fand und in einer Ausgabe der Werke Johann Wolfgang von Goethe, sowie einem Konversationslexikon von Meyer aus den siebziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts, das mir mein Vater hinterlassen hat, ein Konversationslexikon, das noch ganz ohne Bilder auskommt und noch den Geist des liberalen Bürgertums der Jahre bewahrt hat, deren politische Hoffnungen sich im Jahr 1848 erledigten, im Wesentlichen mit der Machtübernahme der Preußen, die in meiner Familie nicht sehr beliebt waren, denn alle waren aus dem westlichen Teil des Landes, meist aus Hessen und Rheinhessen, also eher frankreichfreundlich, Rheinbündler, und ansonsten dem Landesherrn auch dann noch eher verpflichtet als den neuen Herren aus dem Osten, und dies trotz der protestantischen, puritanischen Ausrichtung des Haushalts, die sich immer auch in der allgemeinen Wirtschaftsführung des Haushalts alles durchdringend bemerkbar machte, die in keiner Weise die Einstellungen der 'affluent society' der 'waste makers' wiedergab, die sich 'zu Tode amüsieren'. Napoleon und damit die französische Revolution und ihre mit der Restauration Talleyrands, über die Henry Kissinger ein sehr informiertes Buch geschrieben hat, zerstörten Hoffnungen waren auch in gelegentlichen Erzählungen meiner Mutter noch sehr präsent, und diese 'Einstellungen', ein nicht weiter erläuterter Hintergrund unbestimmter Tiefe, in deren dunklem Fond sich gelegentlich Riesengestalten wie in einem Nebel abzeichneten, aber der auch von lieblichen, einer Parklandschaft eines englischen Gartens gleichenden offenen Waldlandschaft gestalteten Kulissen ausgefüllt sein konnte, ohne dass ich es ausdrücklich bemerkte, weil es einfach da war, Landschaften, die einen Frühling, einen Sommer oder einen bunten Herbst am Waldesrand bebilderten, eine Parklandschaft, die mich von allen Seiten umgab, die ich von einer stillen wogenden, sich in sanften Hügelwellen weithinziehenden Wiese aus sehen und nach Herzenslust durchwandern konnte wann immer ich wollte. Alle meine wirklichen Empfindungen der Liebe, der Zuneigung, des Gefühls zu Hause zu sein, sind an diese mich immer umgebende Landschaft gebunden, in der ich zuhause bin, weil sie meine Heimat ist, das Herz der Welt, in der ich lebe, oder nach der ich mich stets zurücksehne, wenn ich mich in der Fremde finde und wo sie auf einmal, angesichts der Sandwüsten, die ich durchquere, angesichts der Eisberge, zwischen deren Schollen ich mich mühsam über Hindernisse kletternd langsam, kriechend fast fortzubewegen versuche, vor meinem inneren Auge auftaucht um mich daran zu erinnern wer ich bin.
Ich bemerke, dass ich auf einmal wieder versetzt bin an die Anfänge, die mir so lange verloren schienen, und es ist merkwürdig, dass der Anlass auf den ersten Blick keinerlei Verbindung zu haben schien mit dieser Unterwelt meines jetzigen Daseins, die sich ganz unvermittelt aus dem Schatten des Hintergrunds, in dem sie so lange unentschlossen verharrten, auf die Bühne des Bewusstseins begeben, um sich zu zeigen, nachdem sie sich dem vorsätzlichen Versuch sie zum Auftritt zu zwingen so lange so beharrlich entzogen haben. Über viele Jahre war ich nicht wirklich imstande mich anders als in gelegentlichen, als Störungen eigenartiger Form empfundenen blitzartigen und irgendwie zusammenhanglos, ohne Zusammenhang mit dem, worum es mir gerade zu gehen schien, wirkenden blitzartigen Einsprengseln in das Bewusstsein auftretenden Bildern oder Szenenbrückstücken dessen zu versichern, was ich als Dasein in der Zeit eines sich entfaltenden Geschehens wurde und jeweils jetzt bin. Es war, als kämpften das Bestreben dieser Gründe meiner Existenz einerseits und mein bewusstes, mit Tagesfragen beschäftigtes Dasein um den Vortritt des Zugangs zum Bewusstsein ohne sich darauf einigen zu können, wer den Vortritt haben sollte oder ohne sich auf einen gemeinsamen einträchtigen Auftritt einigen zu können, so dass es stets ging wie es den beiden Figuren im Wetterhäuschen geht, die dazu verurteilt sind, dass stets die eine zurücktritt, indem die anderen auftritt, weil die Gesetze der Meteorologie das so diktieren bzw. die Luftfeuchtigkeit, die eine Sehne dehnt oder kontrahiert.
Ich fürchte mich vor dieser Erinnerung, diesem meinem Daseinshintergrund, und wenn ich versuche mir verständlich zu machen, warum das so sein könnte, dann fällt mir sofort meine Furcht vor der Abweichung ein, dass ich anders sein könnte als, ja als eine unklare Vorschrift, eine diffuse Drohung, ein in der Luft lauerndes Verbot das verlangt und zu erzwingen versucht.
Ich habe lange auf die Rückkehr meiner Fähigkeit warten müssen, meine Gefühle wahrzunehmen. Aus der Eiseskälte und der glühenden Hitze der leeren, verwüsteten Landschaften in eine kleine Hütte am Rande einer lange von Menschen verlassenen Stadt einkehrend, die ich mir aus den Bruchstücken und Trümmerresten der von Bomben verwüsteten Gebäude und der einstigen Villen des untergegangenen Bürgertums, den Eltern und Großeltern und Urgroßeltern meiner Mutter und meines Vaters erbaut und gegen die Witterung einigermaßen abgeschirmt hatte, so dass sich ohne Heizung und bei Kerzenlicht darin leben ließ wie in der Klause des Köhlers des Märchens meiner Kindertage, die allerdings im tiefen Tann eines schwarzen Waldes stand, von dem der Erzähler mir berichtete, dass er einst große Teile Deutschlands bedeckte und die Köhler und Holzfäller ernährte, die auf dem Rhein abwärts nach Holland ihre Flösse steuerten, um die gehauenen Stämme zu verkaufen an die Schiffszimmerleute, die sie zu Schiffen zusammenbauten, die die sieben Meere befuhren, bemannt von kühnen Männern, die keine Furcht kannten, und in fernen Häfen anlegten, wo ganz andere Menschen wohnten, die in vielen unbekannten Sprachen redeten und merkwürdigen Überzeugungen anhingen, ganz andere Kleidung trugen als wir, in Ländern, in denen Palmen wuchsen und wunderbar duftende, süße Früchte, Orangen, Feigen und Datteln und Kokosnüsse in sorgfältig gewässerten Oasen in überreicher Menge an Bäumen hingen, die mehrmals im Jahr wie aus Füllhörnern Ernten verschenkten.
Dort, in einer Hütte unter solchen Bäumen, hatte ich immer leben wollen, mit einem kleinen Bach hinter dem Haus, zu klein um schiffbar zu sein, aber, wenn nicht gerade Hochsommer war, eine Strecke weit mit einem flachen Boot befahrbar, mit Forellen, die in der Strömung standen, Fröschen und Libellen, und gelegentlich einem Otter, oder, weiter oben und unten am Bach, einem Biberbau, der den Bach auf eine angenehme Weise staute, so dass er auch immer trockensten und heißesten Sommer nicht austrocknete.
Nun war ich, nachdem ich mich, lange, viel zu lange unentschlossen und zögernd, endlich dazu entschlossen hatte, alles hinter mir zu lassen, das mich bis dahin beschäftigt hatte, indem ich eines Tages einfach die Flucht antrat, indem ich einen Anlass ergriff, der eine Veränderung in meiner Lebensumgebung betraf, nach einer langen Wanderung während einer nicht enden wollenden planetaren Nacht, hier angelangt, in dieser ausgebrannten, in mehreren Kriegen untergegangenen Stadt angelangt, die mir geeignet schien als Wohnort, da sich in den Trümmern und Ruinen der untergegangenen Kultur und der Menschenleere des Raums genügend Brauchbares finden ließ und auch die Grundlage für die Nahrung vorhanden war, denn ich fand Fruchtbäume und verlassene Gärten, aus deren noch erhaltenen Pflanzen ich etwas zu machen versuchen konnte, um auch den Winter zu überstehen.
Ich hatte keine Neigung auf die Jagd zu gehen und begnügte mich deshalb mit dem, was die Pflanzen, die Obstbäume und Gemüsegärten mit ihren Sträuchern hergaben, und da ich mit meiner Mutter oft auf Pilzsuche gegangen war, konnte ich auch die wesentlichen Pilzsorten unterschieden und die, die mir nicht klassifizierbar erschienen als essbar oder als 'schmackhafter Speisepilz' vermeiden, zumal es mir ohnehin nicht lag, etwas zu entwurzeln, es sei denn ich hätte es selbst gepflanzt um es essen zu können. Fließendes Wasser gab es genug in erträglicher Entfernung und die Gefäße, die ich benötigte, fand ich in den Trümmern, während ich mir bei meiner Flucht eine Reserve von Kleidungsstücken mitgenommen hatte, die mich für eine Weile bekleiden konnten. So konnte ich den zwingenden Kontakt mit dem Leben, das mich in einiger Entfernung umgab, auf lange Zeit vermeiden, und ich hoffe, diesen Zustand so lange wie möglich ausdehnen zu können. Denn noch immer hat meine Neueinrichtung erst begonnen.
Die Welt, in der ich aufwuchs, hält keine Modelle und Möglichkeiten mehr bereit dafür, dass ein Mensch sich aus der Welt zurückziehen kann, wenn er den Kontakt nicht wünscht, ohne ihn dafür auf die eine oder andere Weise als Außenseiter zu diskreditieren. Es gibt keine akzeptierten Refugien für Menschen, die sich aus dieser Welt, so wie sie jeweils ist, zurückziehen wollen, indem und weil sie sich an ihr nicht beteiligen können zu den Bedingungen, die sie denen zumuten, die sich in sie einbringen wollen und können. Das ist in sich selbst bereits ein Zwang, der einer unbemerkt bleibenden Art von Totalitarismus entspricht, den die an sie blind Angepassten mit einer gewissen aggressiven Eifersucht verteidigen, und sei es nur aus einem unduldsamen Neid, der nicht will, dass es Anderen anders gehen sollte als ihnen, die doch auch nicht gefragt werden, ob sie mitmachen wollen oder nicht.
Diese Art der aggressiven Intoleranz ist ein Geburtsmerkmal der gegenwärtigen Welt, und mit dem Begriff der 'Säkularisierung', einem brutalen und rücksichtslosen Raub, einem historischen Unrecht unauflöslich verknüpft, die sich selbst die nicht klar machen, die es empörend finden, dass die Tibeter ihre traditionelle Lebensweise in einer Mönchsgesellschaft angesichts der kommunistischen Eroberung Tibets durch die Chinesen nicht fortsetzen können und dass alle ihre Bestrebungen sich zu verteidigen unter einem Besatzungsregime von diesem mehr oder weniger gewaltsam vereitelt werden, nicht zuletzt durch massiven Bevölkerungsimport, also mit Methoden der 'Aufmischung' autochthoner Lebensverhältnisse, die sie in Europa nicht nur unverdächtig finden, sondern die sie gegen 'fremdenfeindliche' Einstellungen und Äußerungen der einheimischen Bevölkerung im Namen einer kaum ernsthaft auf einem durchdachten Gedanken beruhenden offensiv und meist mit der affektierten Übertreibung der Anwälte der gerechten Sache und im Namen der Menschheit und der Verteidigung der kulturellen Vielfalt öffentlich verteidigen, empört über die rückständigen Haltungen der Ungebildeten, die aus bloßer Unkenntnis und aus Mangel an Weltläufigkeit sich in blindem Ressentiment erschöpfen und damit auch Einfluss auf eine Politik zu nehmen versuchen, die glücklicherweise immun ist gegen die davon ausgehende populistische Versuchung, weil sie, als repräsentative Demokratie von den Vätern des Grundgesetzes bedachtsam und belehrt durch die Geschichte einer Diktatur in Deutschland, von der sie anderseits gern meint, dass sie gegen den Widerstand der Mehrheit der Bevölkerung eigentlich als Putsch im Machtapparat zur Herrschaft gelangte, so eingerichtet wurde, dass 'dergleichen' – was das ist, weiß also deshalb keiner genau, weil die Art, wie die Diktatur 'an die Macht' gelangte – niemals wieder geschehen kann, was darauf hinausläuft, dass die 'Entscheidungen' der 'Wähler', ein Kreuz zu machen auf einer vorbereiteten Liste, von deren 'Kandidaten' keiner wirklich weiß, wie sie auf diese gelangten, auf dem Weg durch den semipermeablen Filter, der nur in einer Richtung durchlässig ist, endlich derart neutralisiert wird, dass 'der Wille' 'des Wählers' auf keinen Fall dort ankommt, wo die politischen Entscheidungen 'gefällt' werden, in der Sprache desjenigen Aspekts der französischen Revolution, die sich in der Metapher der Guillotine einen unauslöschlichen Platz im Selbstbewusstsein der Demokraten erworben hat, von der sie nichts mehr wissen, so wenig wie davon, dass Köpfe von Königen fallen mussten bevor sie zu begreifen vermochten, dass ihre Beziehung zum Absoluten nicht die einzige Verbindung war, die es dazu geben kann, eine Erfahrung, die aus der Erinnerung der gegenwärtigen ersten Diener ihres Volkes oder Staates mit wachsend beschleunigter Geschwindigkeit wieder zu versinken scheint, indem nunmehr der Apparat des postfaschistischen und vor allem postkommunistischen Verwaltungsdenkens gegenüber der Stalltierherde der Insassen des modernen säkularen Staates die privilegierte Beziehung zum Absoluten, das das Lager ist, das er im Hintergrund realisiert oder bereit hält als seine ultima ratio, de facto beansprucht, indem er 'seine Bevölkerungen' zu seiner sozialtechnologisch manipulierbaren Biomasse von Arbeitstieren nach Belieben 'aufmischen' zu dürfen beansprucht.
2.) Am Beginn der ‘Säkularisierung’, der der säkulare Staat sein Dasein wesentlich mit verdankt, steht die gewaltsame Liquidierung und Enteignung der Klöster und des Kirchenbesitzes durch Piraten, Plünderer und Banditen, die gewaltsame Umwandlung der Mönchsklause in Arbeitshäuser nach exakt dem Muster, dem die Kommunisten Chinas nur folgen, bewusst oder unbewusst, aber in jedem Fall im selben Ungeist der Gewalt und des Terrors, und die Ersetzung durch das Arbeitshaus und die Irrenanstalt und das Gefängnis als Industriebetrieb. Damit sind zugleich die einzigen Möglichkeiten des Ausscheidens aus dem totalitären Zwangszusammenhang des säkularen Staates angegeben: Asozialität, Kriminalität und Irrsinn. Tatsache ist, dass das Totalitarismus schon ist, als Form, unabhängig davon, ob diese gerade nach ihrer immanenten Gesetzlichkeit des Umschlagens in sich selbst als Diktatur oder Cäsarismus oder als formale Demokratie erscheint. Denn die Erscheinung ist das Eine, das Wesen des modernen Staates, zumal unter den Bedingungen der von seiner Eigenpropaganda propagierten Globalisierung, das Andere, das, was wirklich bestimmt, was zum Schicksal der unter seiner Herrschaft zur Biomasse des Homo sapiens sich formierenden Stalltierexistenz des Homo sapiens in einem globalen Lager, das von einer Truppe von Tierzüchtern und -abrichtern in Wissenschaft, Verwaltung und Politik ohne Rücksicht auf Sprache oder Kultur beherrscht wird, die in einem übergreifenden Kommunikationszusammenhang stehen, während die 'Nationen', d.h. die unter ihnen zusammengefassten 'Populationen' säuberlich nach Sprachen und Verständnisfähigkeiten getrennt und kommunikativ isoliert bleiben, auch dort, wo man sich, etwa mittels des Internet, in der von der Gewalt des Imperiums und seiner Soldateska sowie seiner als Unterhaltung getarnten Propaganda seiner Gewalt gezeichneten und buchstäblich verseuchten, kontaminierten Pidginenglisch global zu 'verständigen' meint. Denn das auf diesem Wege projizierte Bild des Imperiums, das es selbst projiziert, ist so, dass man meinen muss, dass es keinen einzigen Menschen mit einer auch nur entfernt den Namen der 'Vernunft' verdienenden Ausstattung geben kann, und das ist keineswegs die Ansicht eines Vorurteils, sondern das höchst aktiv von dem Erzeuger des Bildes selbst erzeugtes Erscheinungsbild seiner selbst als einer sei es auch fiktiven Entität, deren Wirklichkeit sich indessen auf materialer Ebene höchst wirksam in seiner Politik durchsetzt, die in nichts dem gleicht, was die Verbreitung der Nachrichten mit larmoyantem 'human touch' und Menschenrechtsapellen nach dem Muster und auf dem Niveau von 'Star wars Comics' verbreitet, die seelisch-intellektuelle Verfassungen ansprechen, die das Kunststück bewältigen, zugleich den Schulabgänger der primary school des Mittleren Westens, die Schulschwänzer der Gangs der slums der wuchernden Megastädte der USA, die unter dem Gesetz einer kapitalisierten Bildung leben, und die der Megaslums Indiens oder anderer asiatischer Länder auf ihrem Bildungsniveau zugleich wirksam anzusprechen, einem Niveau, das das der Wahrheit des Mythos und des Märchens, oder der Religion, verstanden als symbolischen Formen oder als Aspekte solcher, in dem Maße unterbietet, in dem es die Lüge über die Wirklichkeit der Absichten der Politik in der Gestaltung der scripts unterbringen muss, dem sie dienen und die sie, als Teil seiner Eigenpropaganda, mittels einer globalen Industrie verbreiten, indem diese Verbreitung zugleich die autochthonen soziokulturellen Bestände der soziokulturellen Räume, in die das organisierte Geschäft eindringt zugleich erbarmungslos plündert, ausraubt, nach Belieben unter Zuhilfenahme der Fiktion, das sei nicht Propaganda, sondern 'Science Fiction' verdreht, ihren Sinn verkehrt, verstümmelt und verkürzt, auf den Bedarf der Propaganda zurechtstutzt, und damit dem Verständnis der mit dem hergestellten Schund systematisch und massenhaft Angegriffenen entzieht, den nur die Rücksichtslosigkeit der bedenkenlosesten Gewaltsamkeit zu erzeugen vermag, den Angegriffenen, denen am Ende die je eigenen soziokulturellen Überlieferungen und Bestände unverständlich und unzugänglich werden müssen, zumal dann, wenn die Rezeptionsverhältnisse zeitlich derart umgekehrt werden, dass die autochthonen soziokulturellen Bestände nur in einem Studium im Anschluss an eine Absolvierung höherer Schulausbildungen überhaupt noch erworben werden kann, indem der unablässig laufende Fernsehapparat die Sozialisation des Kleinkindes übernimmt und eine Prägung des Verständniszugangs bewirkt, dessen Lerneffekte, ohne Rücksicht auf die 'Lernziele', erst durch eine sekundäre oder tertiäre 'Sozialisation' mittels einer systematischen akademischen methodischen Bildung wieder rückgängig gemacht werden müssen, wenn sich das überhaupt noch machen lässt. Denn man wird davon ausgehen können, dass die Drehbuchautoren und die 'Filmemacher' des modernen Industriebetriebes etwa der Lucasfabrik, pars pro toto, bereits solchen Primärsozialisationen entstammen, die die methodische Vorsicht der Kultursoziolovgie oder der Sozialanthropologie schon nicht mehr kennen, die ihrerseits oft genug der Willkür des Dafürhaltens von bekannten 'cracks' des oft von ihnen erst jeweils erfundenen Studienfaches entsprungen sind und meist einen nicht erkannten bias an die durch die unreflektiert bleibende 'Sicht' kulturalistischer Imperialisten und ihrer ebenso gut gender- wie karrierebestimmt wie politisch determinierten Interessen an den bezeichnend genug als 'Untersuchungsgegenstand' qualifizierten Zusammenhang herantragen, und die Fremdbdewertung eines nicht der Kultur angehörigen zum alleinigen Urteilsgrund der Gesamtsicht dessen machen, was unter diesem Namen dann als Produkt enteignet und privat angeeignet wird, also bei genauem Hinsehen nichts ist als enteignetes Bewußtsein im Modus seiner Vergegenständlichung durch einen aggressiven, weil 'wissenschaftlichen Beobachter', der Teilnahme simuliert um 'seine' Forschung voranzutreiben, während er zu Hause unter dem von einer Organisation vorgeschriebenen Gesetz: 'Publish or perish' steht, das die bewilligten Forschungsgelder wieder sehen will in der Form eines Produkts, das über die weitere Karriere des 'Wissenschaftlers' entscheidet, eines Angestellten, der riskiert, gefeuert zu werden nach Regeln, die kulturfremd sind in jeder Hinsicht, nicht nur im Hinblick auf eine 'fremde Kultur', der, wie der Ausdruck unterstellt, einer jeweils for granted zu nehmenden 'eigenen' gegenübersteht. Von der methodischen Genauigkeit und den Skrupeln einer 'philosophischen Anthropologie' ist in diesem Zusammenhang gar nicht erst geredet, denn diese Zugriffe nach dem Muster eines Verständnisses von Archäologie und Kultgurwissenschaft, wie es sich in der gesamten Darstellerkarriere des Darstellers von 'Indiana Jones' oder auch den Darstellerinnen von Lara Croft und last not least in Somerset Maugham's Vorlage für die elende Banditen- und Killerexistenz 'James Bond', dem Roman 'Ashenden' ins Bild setzt, als das Dasein notorischer Grabräuber und Tempelschänder, die immer auf dem Hintergrund der schon vorab als Inbegriff des Bösen diffamiert ist, schon allein deshalb, weil das Gesindel, der Abschaum, den die Verhältnisse der 'Moderne' in ihren 'Herkunftskulturen' ausgebrütet hat, sich die Frechheit, in alles, das sie nichts angeht, ihre Nase hineinzustecken unter gewaltsamer Übergehung der kulturellen Regeln, die den Zugang zu dem gewähren, was eine Gemeinschaft soziokulturell symbolisch begründet, um sich ein paar Dinge anzueignen, die den Leuten etwas bedeuten, während die Zuschauer, etwa in einer katholischen soziokulturellen Umgebung das hinzunehmen lernen müssen indem sie ausblenden bzw. das Bewusstsein davon abspalten, dass diese Helden sich als Verbrecher abgeurteilt sehen würden, wenn sie es z. B. wagen wollten, aus dem Dom in Köln den goldenen Schrein der Reliquien der Heiligen Drei Könige zu klauen.Das hier vor aller Augen sich kriminelle Phantasien von Piraten, Plünderern und Freibeutern präsentieren als Unterhaltung, kontrastiert nur scheinbar erstaunlich dem Erfolg der Krimiserien, an denen sich dasselbe Publikum das Strafbedürfnis befriedigt, das dem Ausagieren seiner kriminellen Phantasien in den anderen Sendungen entspricht, in dem die Verbrecher und Massenmörder zudem, aufgrund der Trickstereien der scripts immer im Namen des Gesetzes morden, wie das Imperium, das seine Flächenbombardements auf ganze Populationen niedergehen lässt und den Massenmord dreist im Namen der Menschenrechte nicht nur inszeniert, sondern stets pars pro toto der ganzen Welt androht mit der Glaubwürdigkeit einer 'Kultur', die die ihr zur Verfügung stehenden Nuklearwaffen bereits angewandt hat, und mit Sicherheit den ganzen Globus 'nuklearisiert' eher als dass sie im Grenzfall das bescheiden beschränkte Überleben angesichts des Zwangs zur Duldung anderer Souveränitäten, die sich ihr nicht beugen, dem Suizid oder der Vernichtung des Widerstands vorzöge, unter Inkaufnahme des Risikos der Selbstvernichtung. Wer anderen droht, sie in die Steinzeit zurückzubomben, hat unbedingt die rfeaktive Paranoia der Furcht vor dem Gegner, der er selbst für andere ist, indem er offen mit dem militärisch als nationale Sache ins Werk gesetzten Mord, der Auslöschung ganzer soziokultureller Gefüge droht, zumal ihm im Rücken die bereits verwirklichte Ausrottung der Bevölkerung Amerikas ja schon vor Augen steht, als eine Geschichte, die keineswegs, wie der ahnungslose Prolet 'locker' daherplappert, 'Geschichte' ist, sondern das unvergänglich weiterwirkende, in den Sozialcharakter dieses Siegertypus übergehende Geschehene, das die Gegenwart seines Daseins ausmacht, aus der er selbst seine eigene Zukunft unausweichlich und unvermeidlich generiert.
3.) Was es heißt, im Glashaus zu sitzen und mit Steinen zu werfen, ist erst ganz klar, wenn man sich angesichts des nachgewiesen versuchten, aber nicht gelungenen Massenmordes zum Richter aufwirft, ohne sich daran zu erinnern, dass man selbst mit dem erfolgreich gewesen ist, was man anderen als misslungenen Versuch ankreidet als einzigartige historische Untat, während man zugleich auf dem gesamten Globus umherreist und lustig Massenmorde begeht und sich dazu mit jeder sei es auch noch so bestialischen Barbarei liiert, und zugleich den Richter über die Einhaltung der Menschenrechte spielt, die man selbst bei jeder Gelegenheit ausdrücklich als bloße Luft verächtlich abtut, da niemand wirklich sagen kann, worin die eigentlich bestehen, so wie die 'menschliche Würde' oder die Garantien der Habeas Corpus Akte, wie ein in zwischen nicht mehr amtierender Präsident der USA das öffentlich tat und mit dem Gestus eines aufgeklärten Menschen, der den Leuten einmal erklärt, worauf sie da eigentlich hereingefallen sind, an die Existenz solcher Undinge zu glauben, als seien es Konsumgüter oder Dienstleistungen moderner global corporations. Nur ist nicht jeder Präsident der USA auf eine so herzerfrischende Weise ehrlich. Freilich, es ist ein Unterschied zwischen Asiaten, Amerikanern (den ausgerotteten, an deren Stelle es nun US-citizens gibt) und anderen, offenbar schützenswerteren Teilmengen der Tierart Homo sapiens. Auch das gehört zu den immer wieder ganz naiv durchschlagenden Selbstverständlichkeiten der imperialen Propaganda, die das zwanglos in einen Zusammenhang zu bringen weiß mit dem Verstand dressierter Tiere, die eben lernen, was zugleich gilt ohne Rücksicht auf die Logik, denn Lernen braucht keine Logik, sondern nur Aufnahmefähigkeit und Gedächtnisinhalte, Merkfähigkeit. Logische Folgerichtigkeit oder die Fähigkeit zur Überprüfung der Prämissen dessen, was daraus zu folgen scheint, wenn man dem Lernenden nur versichert, alles habe seine Richtigkeit, weil 'Wissenschaftler' das 'festgestellt' oder 'untersucht' oder 'erforscht' hätten, ist etwas grundsätzlich anderes, insofern es sich auf ein eigenes Urteilsvermögen bezieht, das das gesamte Material systematisch durchdringt und ihm seine zusammenhängende Ordnung erst zu geben vermag. Die Gesellschaft des lebenslangen Lernens ist also in keinem Fall die des Überblicks über das Angemutete aus der Perspektive eines nicht von Anfang aller Sozialisation an, oder gar vom Beginn des Lebens an ausgereiften Urteilsvermögens, das den Begriff des Erwachsenen und der Person oder der 'Identität' – im Unterschied zur (polizeilichen Identifizierbarkeit) – erst konstituiert, ebenso wie die Wirklichkeit der nicht nur formal (zugestandenen Schriftform der) Demokratie als einer Verfassung der limitierten Herrschaft kraft einer Selbstgesetzgebung einer soziokulturellen Gemeinschaft. Demokratie kann nicht gelernt werden, sondern beruht, als Realität, auf dem Urteilsvermögen des Individuums, des Einzelnen, und davon, dass alle, die daran mitwirken, dass sie real ist, wirklich über eines verfügen. Dressierte Tiere, als Produkte einer Propaganda, die die verstaatlichte Erziehung, die Aufzucht durch das sich selbst hinreichend als 'Gewaltmonopol' gegenüber den Individuen geltend machende Gefüge der organisierten Gewalt, ergeben keine Staatsbürger, sondern Stimmvieh, und Arbeitstiere. Das wird unter dem Eindruck der sich immer weiter ausbreitenden Großformen der organisierten Gewalt, sei das in privater, reprivatisierter oder staatlicher, so genannter 'öffentlicher' im Unterschied zum Geheimdienst oder dem Kameralaspekt der Institutionen, die seit dem fürstlichen Kameralismus unverändert alle Regimewechsel übersteht, im Verhältnis zu der von dieser organisierten Gewalt, die sich unter dem von einer Pseudowissenschaft namens 'Soziologie' erfundenen Titel 'der sozialen' oder 'gesellschaftlichen Veränderung' oder 'Evolution' verbirgt, systematisch erzwungenen, immer weiter gegen sie vorgetriebenen absoluten Vereinzelung der Gattungsexemplare der Tierart Homo sapiens, die als diese Individuen der unmittelbar auf sie einwirkenden geballten und versammelten Gewalt des Apparats gegenüber stehen, dessen Systematik jede Einwirkung mittels einer sich umgangssprachlich ausdrückenden Vernunft immunisiert ist, um in jedem Fall die eigene Stabilisierung der eigenen Grenzen gegen diese Einwirkungen erfolgreich durchsetzen zu können, indem der gesamte Aufwand für eine Verschiebung der Grenzsetzungen in diesem Verhältnis dem einzelnen, auf seine vollstände Ohnmacht gegenüber dem Gewaltmonopol, das über ihm regiert, verlagert und zum Scheitern verurteilt wird, zugleich aber ebenso wirkungsvoll die Isolation der Individuen durch eine Setzung von Regeln verabsolutiert wird, die ein Maximum an Konkurrenz zwischen den Individuen mit den Mitteln des 'Freien Marktes für Arbeitskräfte' induziert, und den ewigen Rangkampf der Individuen geradezu zum innersten Prinzip ihrer so genannten 'Kommunikation' macht, indem sie animalische Primitivismen nicht einmal artspezifischer Art, sondern der primitivsten Schichten des Prinzips Leben, die individuell als 'Selbsterhaltungsstreben' imponieren, unmittelbar zum Prinzip der 'Vergesellschaftung' erheben, Primitivismen, die so unmittelbar 'Leben' sind, als das des Individuums, dass sie, indem sie sogar die einfachsten Mikroben charakterisieren, jede Rede von 'Gesellschaft', 'sozialem Leben', soziokulturellen Sinnzusammenhängen des Daseins, Gemeinschaften, gar 'nationalen', damit aber auch die von 'Pflichten', 'Moral', je von Recht und Gesetz einfach als gegenstandslose Euphemismen oberhalb der realisierten und zum Grundsatz erhobenen Bestialität auf dem Niveau der bewusstslosesten Form der Existenz des Lebendigen ausdrücklich wissenschaftlich bestätigt, zur Grundlage des Daseins der Tierart Homoi sapiens de facto erhoben haben. Das unterbietet alle Konzentrationslager dieser Welt und macht sie als das Prinzip der Grenzreaktion einer organisierten Gewalt kenntlich, die die mit ihren Gewaltmitteln immer weiter gehend zwangsdomestizierte Biomasse des Homo sapiens so lange von einem kollektiv verordneten Trauma in das andere hetzt, bis den gehetzten Tieren jeder innere Impuls ausgetrieben und abhanden gekommen ist, zumal die, denen er noch verblieben ist, auf den Schlachtfeldern der modernen Kriege offengelassen ist, sie auszuagieren und dabei der Selektion zu verfallen, die sie ausrottet wie die Alkoholiker, die dem modernen Straßenverkehr zum Opfer fallen und sich ausrotten, wenn auch unter Mitnahme anderer, aber das ist auch in den Kriegen der Fall, die die organisierte Gewalt inszeniert um der Disziplinierung der Biomasse, der Herde willen (das Gefasel, wer daran jeweils schuld ist, ist wie das Geschrei der Kinder im Sandkasten, mit ihrem ewigen Stereotyp: „Der hat angefangen!“, infantiler Quark, und wirksame Desinformation, die den Vorbeikommenden zur Parteinahme zwingen soll, indem sie ihn missbraucht für einen Kalkül, in dem die Ausrede die Hauptsache ist, oft genug auf Kosten des wirklich und in der Tat Angegriffenen, indem der Angreifer einfach auf Rhetorik umschaltet, um seine Gefolgschaft zu vergrößern, und damit seine Wirkung.), der jede Erwartung und dann jede Hoiffnug auf ein bessseres Leben, zumal als wirklicher Mensch, und nicht nur als Arbeitstier der Tiergattung Homo sapiens, ausgetrieben werden soll bis es sich schickt, eine Praxis, die, soweit der angestrebte Zweck ins Auge gefasst wird, indem der Betrachter sich nicht irre machen lässt von den Formen und den Risiken, die der Herr dabei eingeht (wobei der sich auch einmal verkalkulieren kann, ohne dass sich an der Tendenz der Entwicklungsrichtung der so genannten Hochkultur seit dem Beginn der Erzielung der ersten zu enteignenden erwirtschafteten Überschüsse auch nur das Mindeste ändert, indem die Herren, Eliten oder wie man die herrschenden Bestien nennen will, als Agenten dieser Tendenz, sich insgesamt in deren Linie bewegen, wie immer das auch eine mehr oder weniger starke Oszillation durchmachen mag im einen oder anderen Fall, dessen Extremwerte in der Amplitude der Krieg und der Bürgerkrieg sind. Nicht anders verfahren im Verfahren der Zuchtauswahl die Züchter dieser oder jener Arbeits- oder Haus- und Schlachttiere. Was dem Willen des Züchters widersteht, wird aussortiert und eliminiert, ausgerottet. Mehr ist nicht.
An der augenblicklichen Wirklichkeit der Praxis des Prinzips Staat, der global inzwischen das fast ohne Ausnahme empirisch herrschende Prinzip jenseits aller Unterschiede zwischen Diktatur und Demokratie welchen Typs auch immer ist, und im Wesentlichen den organisierten Interessen an der Verwertung der Biomasse des Nutztiers Homo sapiens ausgerichtet ist, was die Verwaltungstechnik betrifft, die schon Max Weber in ihrer allgemeinen Tendenz beschreibt, und an einer plutokratischen Herrschaft über die unter dem Gesichtspunkt der Erarbeitung von vererbbarem Besitz ebenso nackt geborene wie zu Grabe getragene Masse der Gattungsexemplare ausgerichtet ist, die sich auch, von Thukydides hinreichend verdeutlicht, an der angeblichen athenischen Demokratie schon beobachten lässt, deren 'Parthenon', Inbegriff jungfräulicher Unschuld, ein Schatzhaus war, in dem die Athener, als Herren des Delischen Bundes, die aus den Verbündeten (!) heraus gepressten Finanzmittel horteten, mit dem Ergebnis, dass die Begehrlichkeiten innerhalb dieser Versammlung von unablässig sich vermehrend nachwachsenden Köpfen einer unersättlichen Hydra ins Uferlose wuchsen, während die Kriege Athens, da finanzierbar, ins Uferlose zu immer neuen Raubzügen gingen, die kein Friedensangebot zu stoppen vermochte bis Athen in einer Katastrophe unterging. Man kann an diesem Beispiel studieren, wenn man der Gegenwart schon keine angemessene Information entnehmen zu können meint.
Dass und wie die blanke, primitive und nicht zu befriedigende Gier, eine Art auf einer Instinktreduzierung beruhender Blutrausch, jedenfalls eine der primitivsten und am wenigsten bewusstseinsfähigen oder -bedürftigen Regungen des Prinzips Leben sich hier einfach ausagieren bis zur völligen Erschöpfung der Ressourcen in der Lebens- und Daseinsform, aus der sie sich organisierten, also buchstäblich, bis die Reserven an verfügbaren Individuen erschöpft waren in den Kriegen, in denen sie sich selbst aufrieben, entlang eines blind ausagierten Impulses, der sich an dieser Erschöpfung brechen musste um zu einem nur vorübergehenden Ende zu kommen, denn dasselbe führten dann Andere weiter, über Jahrhunderte, und dann wieder andere, über Jahrhunderte, und dann wieder andere usw., das kann man anhand des Berichts über den peloponnesischen Krieges gut beobachten, zumal die Genialität des Berichterstatters es vermochte, auch die Gefühlsgründe, aus denen sich die Motive der Beteiligten konturierten um zur Sprache, zur symbolischen Form zu kommen, tatsächlich zu der reinen Form der sprachlichen Erfindungen zu bringen, die sie am besten darzustellen vermögen, auch wenn sie gar nicht so gesprochen wurden wie er sie erfand, was man nur versteht, gegen die Scheinselbstverständlichkeiten des modernen Empirismus, wenn man sich die Bemerkung der aristotelischen Poetik vor Augen führt und sie versteht, wonach die Geschichte bloß das Geschehene wiedergibt, die Dichtung dagegen das, was ihr inneres Prinzip ausmacht, so dass die Dichtung wahrer ist als das bloß der Reihe nach Geschehene. Man darf dabei allerdings die moderne Literatur und das in ihr wirkende Bildungs- und 'Informationsniveau' gerade nicht als Maßstab vor Augen haben. Harry Potter gibt nicht die Wirklichkeit des Schulsystems Groß Britanniens wieder.
Eher könnte man das behaupten von dem Buch (!) 'Der Herr der Ringe', insofern hier ein Historiker einen Gebrauch macht von den ihm als Gebildetem verfügbaren Methoden der Geschichtsschreibung um ein fiktives Britannien zu ersinnen, in dem die keltische Kultur sich dem Angriff der Mörderbanden der Wikinger und der Normannen (einer Abart) ausgesetzt sieht und sich als soziokultureller Untergrund gegen die über sie verhängte Barbarei der eindringenden 'Tierhalter' an der unterjochten Population zu behaupten versucht, einer Bevölkerung einigermaßen friedlicher Ackerbauer, so dass die Eroberer, die noch heute Britannien beherrschen, als Herrenschicht, als Inbegriff des Bösen erscheinen, eine Haltung des Autors, an der er keinen Zweifel lässt, die indessen der Film sogleich, zumal in der eher normannischen Erscheinung des durch seine Gewalttätigkeit als erfolgreicher Schwertschwinger sich betätigenden Helden sabotiert, indem er die dominante Mentalität des britischen Herren und des mit seiner Mentalität sich projektiv identifizierenden Knechts bis hinunter zum Hooligan, dem unbrauchbar gewordenen Überrest des Fußvolks des Imperiums sogleich wieder substituiert, damit das als Zielgruppe anvisierte Massenpublikum sich darin angemessen zu erkennen vermag und in die Kinos strömt. In der Gegenwartsliteratur, die mit ihrem pseudomagischen und satanistischen Assoziationen 'frei' an die Bestände anknüpft, die sich aus einem oberflächlichen, auf literarische Verwertbarkeit abgesehenen Studium sozialanthropologischer und historischer Bestände ablesen lassen, ist das von Aristoteles noch richtig beobachtete Verhältnis von Literatur (der homerischen Epen und der Tragödien des Aischylos, des Sophokles und des Euripides) nicht mehr vorhanden. Es sind Produkte einer abgesunkenen Viertelbildung, die, bei den Rezipienten angekommen, zur Achtel- oder Sechzehntelbildung wird und an die Bildungsverhältnisse des Mittelalters anknüpft, unter den Bedingungen der allgemeinen Alphabetisierung, die zum Konsum dieser Produkte befähigt und zu anderem kaum da zu sein scheint, sieht man von der alltäglichen praktischen Verwendung der Einführung in die Kulturtechnik des Schreibens, Lesens und Rechnens ab. Man kann, in einer Revision der Querelle des Anciens et des Modernes die Frage für erledigt halten, da sie sich zu offensichtlich beantwortet. Es geht hier nur noch um Ruhe im Stall des Betriebes der Massentierhaltung an der Tierart Homo sapiens mittels Sozialtechnologien, die das Mindestniveau, an dem man die Existenz einer Demokratie festmachen muss, will man sich nicht lächerlich machen, so weit unterlaufen, dass ihre schiere Existenz des Gegenbeweis der Behauptung von ihrer Existenz darstellt, der vor aller Augen vorliegt, aber nicht als solcher bemerkt wird, weil die Voraussetzungen dazu fehlen, angesichts einer (in globalem Maßstab) verstaatlichten Massenkonditionierung, deren einziger 'rationaler Sinn' darin besteht, die widerstandslose Durchsetzung der gegenüber der 'Bevölkerung' jeweils je nach Bedarfslage angeordneten 'gesellschaftlichen Fortschritte' und 'Reformen' und 'Paradigmenwechsel' zu ermöglichen, bei denen ein entwickeltes Urteilsvermögen nebst dem Worüber seiner Operationen ein nicht zu bewältigendes Hindernis bedeutete, insofern es alle Fortschritte in der gelungenen Traumatisierung und widerstandslos gemachten Gefügigkeit der mühsam durch die Schützengräben seit 1848 und zuletzt des zwanzigsten Jahrhunderts gehetzten und der Selektion des von ihren Herren verabredeten wechselseitigen Mordens der einander gehorsam auf Geheiß ihrer Herren massakrierenden Populationen als vergebliche Anstrengung vereiteln müsste. Deshalb kann es keine Rückkehr zu bürgerlichen Verhältnissen geben, denn es wäre gleichbedeutend mit der erzwungenen Abdankung der untger verschiedenen Maskeraden unverändert herrschenden Bürgerkriegsfraktionen, bzw. der so oder so siegreichen oder mit dem Einverständnis der militärischen Sieger und in ihrem Auftrag und mit ihrer Unterstützung nach wie vor herrschenden innenpolitisch in jedem Fall erfolgreichen Eroberer und ihrer Geschichtsschreibung und Politik, Soziologie und Sozialpsychologie, auf die sich wiederum die Sozialtechnologien gründen, auf denen die Bevölkerungssteuerung beruht.
4.) Die Berufsgruppen, die sich selektiert, lizensiert und kooptiert sehen durch ein staatliches System, in dem sie den Status von Berufsbeamten anstreben müssen oder etwas, das diesem funktional äquivalent ist, sind längst erinnerungs-, bewusst- und gedächtnislos angepasst an die ihnen zugewiesenen Funktionen innerhalb der Zwecksetzungen des Apparats, mit denen ihre Adepten längst blind einverstanden sind, wenn sie eine Studienwahl treffen, die ihnen ohnehin nur noch die Wahl lässt im vorentschiedenen Rahmen der jeweils als solchen schon festgesetzten Studiendesigns, über den das Bewusstsein oder ein Urteilsvermögen der vor der Entscheidung stehenden angehenden Studenten gar nicht verfügt. Im Rahmen der Studiengänge werden Gegenstand, Subjekt und Methode von einer unabhängigen wissenschaftlichen Reflexion her gar nicht thematisch und auch nicht thematisierbar. Die aalglatten, blassen endlos am Stück wie aus dem Rhetoriklabor daher plappernden geföhnten Dummköpfe, die daraus hervorgehen und dann ihre Auftritte als wissenschaftliche Dressmen haben, könnten, mit einigen Zusatzauflagen, auch aus einer Fernsehcastingshow hervorgehen, so sehr entsprechen sie einem standardisierten Erzeugnis einer Manufatur mit halbautomatischer Fertigungsstraße. Es sind Produkte einer politisch gewollten, in einen Erfolg aus der Sicht unerklärter insitutionalisierter Funktionalitäten und Zweckmäßigkeiten umgedeuteten Bildungskatastrophe, die als solche nicht notorisch werden kann, weil Bildung gar nicht der Zweck dieser Ausbildungen ist, die der Personalrekrutierung von Institutionen und Zwecken der Massentierhaltung der Nutztiermasse der Tierart Homo sapiens dienen, in der die Sozialwissenschaften, die Politikwissenschaften, die Psychologie und Psychiatrie sowie die Sozialarbeit und Sozialpädagogik, die schon den kostengünstigen Grenzbereich zu den Ordnungs- und 'Sozialämtern' sowie den Polizeiaufgaben streifen und deren Vorrang unterstehen sowie eine Pufferfuntktion zwischen der administrativen und der bewaffneten Gewalt haben, so dass ihre 'wissenschaftliche' Grundlage schon zugunsten der forensischen Indoktrination vernachlässigt werden kann, während die Studenten sich immerhin in dem Glauben wiegen mögen, sich zugunsten einer allgemein 'menschlichen Beschäftigung' zu betätigen, bis die Erfahrung mit der Praxis in den – oft genug in kirchlicher Regie betriebenen – 'Einrichtungen' sie eines Besseren belehrt, auch im Hinblick auf die Sublimierungsfähigkeit dieser postfaschistisch und sozialtechnologisch in Sachen Unauffälligkeit der Betätigung und der Akkumulation von Immobilien und die Bereicherung auf Kosten der Insassen unter dem Schein der Gemeinnützigkeit belehrten Organisationen.
Die mit der noch anhaltenden jüngsten Krise des Wirtschaftssystems gescheiterten Formationen der sogenannten Ökonomie der in der Folge der Thatcher- und Reganpolitik sich an den Universitäten ausbreitenden, letzten Endes als Formen eines akademisch aufgepoppten Jahrmarktbetruges in größtem Stil ist einerseits eklatant, andererseits folgenlos, insofern die Betrüger, die sich in ganzen Formationen an den Universitäten eingenistet haben und den von 'der Wissenschaft selbst gebastelten 'aufklärerischen Mythos' des Wissenschaftsbetriebes für diesen so gewissenlosen wie verbrecherischen Betrug nutzen konnten, während sie einer Politik bereitwillig zuarbeiteten, die zugleich mit politischen Mitteln und aus politischen Gründen alles zugängliche Wissen über die Zusammenhänge als politisch verdächtig systematisch eliminiert hat, eine Machination, die im Wechsel der Studentengenerationen verborgen werden konnte, ebenso wie im Arbeitsmarkt der beschäftigungslosen Akademiker bzw. den Zahlen, die diesen immerhin eine höhere Beschäftigungswahrscheinlichkeit bescheinigte ohne das anders zu spezifizieren als im Hinblick auf 'die Nachfrage der Industrie und Arbeitgeber' im Verhältnis zu den angebotenen 'Qualifikationen' war bestens geeignet, die eiligst von der 'Sozialdemokratie' bedauerten politischen Berufsverbote zu verbergen, weil sich zeigte, dass diese sich auch ohne diesen Rückgriff auf vorsozialtechnologische Methoden der weichen Steuerung über den Arbeitsmarkt und die Rekrutierung zu bewerkstelligen waren, und sogar um so vieles besser, als sie unbemerkt verschwinden konnten im allgemeinen 'Qualifikationsproblem' und den Problemen der Reorganisierung der Studiengänge, deren periodische 'Reform' den Vorteil ihrer generationenübergreifenden Unvergleichbarkeit hat, der zur Vermeidung von 'Anspruchshaltungen' beitragen kann, die sich als Hindernisse für die Bereitschaft zur Übernahme eines Beschäftigungsverhältnisses und der Aufnahme von Arbeit erweisen konnten.
Nicht von den Kosten dieser Fortschritte ist irgendwo verzeichnet. Aus der Geschichtsschreibung der offiziellen Fortschrittsgeschichte ist das selbstredend ausgeklammert. Auch die Einsicht in die Tatsache, dass alle Geschichtsschreibung die von Siegern ist, ändert daran nichts. Vielmehr dient sie den Zynikern in den Beamtenpositionen als Beweis ihrer Intelligenz, Kenntnis und vorurteilslosen, jeder Kritik so bereitwillig wie wegwerfend und folgenlos zuvorkommenden 'Selbstreflexion', keineswegs zu einer methodischen Besinnung, die sich gegenüber dem unablässig gesponnenen Lügenmärchen der 'öffentlichen Meinung' auch nur einen Hauch einer, als Korrektiv, sich entgegensetzenden methodischen Reflexion zu leisten wagte. Das soziokulturell für die Gegenwart in deutscher Sprache kaum zu übersehende Problem, wie sich die Geschichte Europas läse, wäre der Krieg, der das zwanzigste Jahrhundert ist, zu anderen Ausgängen und Zwischenergebnissen gelangt, ist angesichts des ersichtlichen Zwangs, ganze Teilpopulationen unter dem kaum zu begründenden Zwang einer politischen Zensur zu halten, die keine intellektuell wirksamen Effekte hat, und unablässig mit der Drohung so gut politischer wie juristischer und propagandistischer Überlagerungen angestrengtester Art belegt werden müssen, ohne die gewünschte Wirkung erzielen zu können, während zugleich die politisch korrekte 'linke' Soziologie gerade in ihren äußersten philosophischen Verstiegenheiten, die sich möglichst in einen Bereich verlieren, in der die Rezeptionsfähigkeit nicht zu folgen vermag, geschweige denn die Kritikfähigkeit, die zugleich die Solidarität nicht kündigen wollte, sich gefallen lassen muss, den politischen Gegner nicht einmal zur Rezeption als Wissenschaft zu bewegen, und endlich sogar den Spott der Realisten herausfordert, die sich lustig machen über die Fixierung auf ein Wissenschaftsverständnis, das sich weigert, den im Grunde rhetorischen Charakter, den sophistischen Charakter der Sozialwissenschaften, ihre Funktion als Sozialtechnologie anzuerkennen und sich stattdessen auf ein Konsensusmodell festzulegen, das einen Sinn jedenfalls erfüllt hat. Die intellektuelle und handlungsmässiger Lähmung vor allem derjenigen, die sich darauf verließen, dass sich in Diskursen tatsächlich ein Konsensus herstellen lassen würde, der den politisch und wissenschaftsmethodisch daran Ausgerichteten wenigstens am Leben ließe, alles, während sich ersichtlich die systematische Eliminierung gerade derer in Aktion befand als das erkennbare politisches Ziel des Diskussionspartners, dem sich die zu Eliminierenden immerhin zur Diskussion stellten, in der Meinung, dabei zugleich am Leben bleiben und ein Leben auf der Höhe ihrer erworbenen Ein sichten auch führen zu können ohne in einen letalen Konflikt mit einem Gegner zu geraten, dem ihr Papperlapapp egal war, wenn es erst einmal aus dem Wege geräumt worden war, indem verhindert wurde, dass ews in einem Bereich Fuß fasste, in dem er, mit legalen und illegalen Mitten unter allen Umständen Herr und Meister zu bleiben gedachte in einer Auseinandersetzung, in der es nur um eines ging. Die Eliminierung des als Gegner erkannten Gesprächspartners, 'Wissenschaft' hin und 'Diskurs' her, und nicht um den zwanglosen Zwang des besseren Arguments, als dessen ultima ratio sich noch je die in Aktion gesetzte organisierte Gewalt der Rekrutierungsfilter erwies, die darüber befanden, wer qualifiziert ist und für was und wer nicht, alles ganz weich und ohne dass irgendwo Blut floss oder Gewalt angewandt werden musste, wie das die präpostfaschistischen Vorgänger in der Organisation noch praktizierten.
Natürlich kann man fragen, wie viel Zeit man vergehen lassen muss, bis eine Theorie als an der Erfahrung falsifiziert gelten muss. Denn Falsifikation ist eine Frage der Zeit. Wie viel Zeit also muss vergehen vom Zeitpunkt der Veröffentlichung einer Konsensustheorie der Wahrheit in den Sozialwissenschaften und der Wahrheit in der interpersonalen Kommunikation bis man sagen kann, die Erfahrung habe sie widerlegt, wenn man nicht sofort im Hinblick auf die Geschichte sagen will, dass sie durch diese bereits widerlegt sei auch ohne dass sie formuliert würde?
Ich denke, dass diese Zeitspanne vergangen ist und dass man nun sagen kann, dass die Theorie der kommunikativen Kompetenz faktisch widerlegt ist, was immer sie formuliert hat um sich gegen die Erfahrung zu immunisieren. Und man kann auch sagen, dass es angebbar ist, wo der Irrtum in ihr selbst schon konfiguriert ist, nämlich vor allem in ihrer geradezu haarsträubenden Fehleinschätzung der Bedeutung der Psychoanalyse. Daran ist auch dann nichts zu ändern, wenn beide zusammen verdrängt oder vergessen werden.
Die Einweisung der Psychoanalyse in die Psychiatrie, in die geschlossene Anstalt durch den Oberpriester einer diskursorientierten Soziologie hat nicht nur die Selbstreflexion des Theoretikers behindert, sondern eine weit verheerendere Wirkung gehabt auf die in einem fatalen Rationalismus gefangenen Gefolgschaften, die ihre eigene Katastrophe darin nicht wahrzunehmen vermochten, oder, sofern sie sie 'erlebten', sie nicht politisch und soziologisch zuordnen durften, denn das verbot ihnen die Theorie, sondern sich von dieser sogar darauf verwiesen sahen, sie in demselben Sinne zu privatisieren wie der soziologische Theoretiker die Psychoanalyse privatisiert hatte, indem er sie auf ein klinisches individualpsychologisches Problem reduzierte, und zugleich den Widerspruch auf seine Theorie verwies und auf den ihr eigentümlich immanenten zwanglosen Zwang des besseren, d. h. des überlegenen Arguments, das sie selbst zu sein entschlossen sich bereits derart im Ansatz zeigte, das das Risiko der Identifikation des Widerspruchs gegen sie durch den Theoretiker sich derselben Verweisung in die Therapeutik gegenüber sehen musste, den die Psychoanalyse in der Diskussion mit dem Theoretiker schon hatte gehen müssen, ohne dass es ihr gelungen wäre – vorausgesetzt ihre Interesse daran – sich dagegen erfolgreich zu verwahren, nicht zuletzt in ihrem Interesse an ihrer Verbindung mit der Soziologie, das auch so groß nicht gewesen sein mag, wie man angesichts der Folgen der Wende auch in der Psychoanalyse, ihrer bereitwilligen Anpassung an den nunmehrigen Postkommunismus, der sich dem Postfaschismus institutionell kumulativ addierte, wobei es sich ganz vorteilhaft ausnehmen mochte, dass der nun als angenehm empfundene Abstand, den die 'Kritische Theorie' von sich aus schon so gut zu sich selbst wie zu der Psychoanalyse hergestellt hatte, nun dazu dienen konnte, die klinische Konsolidierung zu suchen in voreilender Anpassung an die ohnehin der Psychoanalyse nicht so günstigen Entwicklungen, die ein weiteres Mal in ihrer Obsoleszenz auslaufen mochten angesichts der Entstehung der 'Cognitive Science' und der Neuroscience, die sich in Anlehnung an die Computerwissenschaften zu entfalten begannen, und dem Interesse an der Ausbeutung des zentralnervösen Systems des Homo sapiens verdankt, für die Zwecke der Entwicklung von Denkautomaten und die Raumfahrt bzw. die künstliche Intelligenz oder Implantate bzw, Interfaces zwischen ZNS und Computern, und in deren Rahmen sich die irrationalen und schwammigen Romantizismen der Psychoanalyse wie Abkömmlinge eines Rückfalls in eine letzten Endes doch vorwissenschaftliche Vorstellung von der Psyche ausnehmen mochten, die sich an den unbestimmten und unklaren Vorgängen der Traumtätigkeit ausrichteten, die letzten Endes nur Reste verarbeitet, die die rationale Orientierung des Wachbewusstseins übrig lässt, wenn man von den Popularisierungsbemühungen von Woody Allen absieht, den zum Parteigänger zu haben möglicher Weise schlimmer war als als alle Formen des sonst bekannt gewordenen Missbrauchs der Möglichkeiten der Einflussnahme des kompetenten Therapeuten.
Sie hat auch die Verbindung mit der Psychoanalyse verhindert und derart die wirkliche Anknüpfung an die Reflexionen Adornos vereitelt und vermutlich war das auch so gedacht. Zugleich wurde der gänzlich falsche Eindruck aufrecht erhalten, es gäbe etwas derart wie eine Kontinuität in einer Sozialwissenschaft, die sich als Kritische Theorie bezeichnen ließe nur dann, wenn die strategische Marginalisierung der Psychoanalyse nicht die Selbstreflexion der Theorie der kommunikativen Kompetenz blockiert hätte, indem sie das unhaltbare rationalistische Vorurteil, das sie so stur implementierte, dass eine Untersuchung der Bedeutung der institutionellen Umgebung in der die Soziologie existierte nicht möglich wurde, in den Grundlagen des theoretischen Ansatzes derart zementierte, dass die Eigenart der Grenzziehung jeden Gedanken blockieren musste.
Es ist möglich, dass der Theoretiker der Soziologie, in dem Bestreben, ihr eine wissenschaftstheoretisch sichere Grundlage zu verschaffen, zu leichtherzig übersehen hat, dann seine Argumentation auch eine rhetorische Seite hat, die eine Wirkung entfaltet, die man sich vielleicht nur im Blick auf die Geschichte von Wissenschaft und Philosophie verstehen lässt und eine ihrer Wurzeln im intergenerationellen Verhältnis hat. Wie wären alle diese Traditionen von Theorien und Ansichten der Welt denkbar, wäre nicht im Verhältnis von Lehrenden und Lernenden etwas, das sich nicht einfach auf die innere Logik einer Argumentation zurückführen lässt, und daraus Phänomene ableitbar sein lässt, die sich nicht diskurslogisch auflösen lassen, indem man sich auf eine Grundlage des Diskurses bezieht, die den Vorgang als solchen beeinflussen von jenseits logisch argumentativen Grundlagen bzw. Formen der Beziehung zwischen den Partnern der Kommunikation.
Eigentlich habe ich Angst davor zu denken, mich den Gedanken zu überlassen in dem Vertrauen darauf, dass sie mich führen werden, gerade wenn ich nicht ständig versuche ihre Richtung zu bestimmen. Das mag daran liegen, dass ich dazu neige, Literaten für Leute zu halten, die ihre Gedanken zu wenig zu ordnen vermögen um ein einigermaßen systematisches Buch zu verfassen, und so gezwungen sind, ihre minderwertigen Produktionen, die einzigen, zu denen sie fähig sind, derart zu legitimieren, dass sie sie zu einer Form erheben, also just das an ihnen unterstellen als Besonderheit einer Form, was ihnen eigentlich, wenn man genauer hinsieht, fehlt. Zugleich stört mich, dass sich mit, wenn mich einmal dazu entschließe, etwas niederzuschreiben, weil es mir sinnvoll erscheint, den Gedanken in eine Form zu bringen, während ich es dann erleben muss, dass sich daraus andere ergeben, denen mich zu überlassen ich eigentlich wenig Neigung habe. Ich bin auch jetzt unentschlossen und spüre ein diffuses Unbehagen, dass mich über lange Jahre die Lektüre bzw. das Lesen dem Schreiben vorziehen ließ, so sehr, dass ich nun meine., den Kopf so voll von unausgeführten, ungedachten Gedanken zu haben, dass kaum noch etwas hineingeht, denn nun verspüre ich auch eine erhebliche Unlust beim Lesen, oder vielmehr bevor ich mich dazu entschließe, dann während der Lektüre weicht das doch eher dem Vergnügen an den Formulierungen und der Freude sie hin und her zu wenden um alle ihre Konnotationen zu überprüfen, während ich dann wieder meine, dass alles dies wiederum die Fülle dessen vermehren muss, das mich auf diffuse Weise bedrängt, während ich versuche es zu unterdrücken um das führen zu können, was ich als ein normales Leben mit hinreichender Gedankenlosigkeit erlebe. Denn auf eine Weise, die ich nicht erklären kann, halte ich dieses Denen selbst für eine verdächtige, eigentlich eine unnatürliche Tätigkeit, zum Beispiel verglichen mit einem Bären, der, jedenfalls bilde ich mir das ein, sich nicht viele Gedanken machen muss indem er lebt. Außerdem erscheint mir die Mitteilung dessen, was mich bewegt wie ein Verrat, oder auf diffuse Weise gefährlich, oder wie Petzen oder als Vertrauensbruch, so als verriete ich jemanden, der mir ein Geheimnis anvertraut hat, so dass nun sein Leben davon abhängt, dass ich es für mich behalte. Außerdem kenne ich die Leute vielleicht nicht gut genug, denen ich meine Überlegungen anvertraue, denn was auch immer es ist, sie könnten Schlüsse ziehen über mich, die ich nicht antizipieren kann und die vielleicht den Eindruck, den sie von mir haben zu meinem Nachteil verändern.
Wie es überhaupt möglich ist, Habermas der Tradition der Kritischen Theorie zuzurechnen, ist ein Rätsel. Nirgendwo gibt es eine materiale Verbindung mit den Schriften Adornos, geschweige denn seinem Denken von Gesellschaft. Die Abstraktionen von Habermas bewegen sich im Verlauf seiner Arbeiten immer weiter weg von jeder Konkretion, und besagen am Ende nirgendwo mehr etwas Materiales über die Verhältnisse, geschweige denn die Entwicklung, die sich vor nicht nur seinen Augen vollzieht. Am Ende steht eine Grundlegung, die sich in sprachtheoretische Ausführungen aus der Soziologie flüchtet. Die Gründe für die Rezeption und den Einbau der so genannten Rollentheorie und ihre Scharlatanerien, die eine breite Bresche schlagen für alle die Theatermetaphern, die den Betrüger und den Hochstapler legitimieren, und in den Betrügereien der Handelsvertreter, der Bankanlageberater, die blöden Betrügereien des Personals der Produktwerrbung, das Posieren der Mannequins und Bademodenvorfüherrinnen, der Celebrities vorbewreiten und zur ordentlichen Beschäftigung nobilitieren, sind ihm keinen Kommentar wert. Die Lektüre der Bücher von Riesman, Die einsame Masse, oder Daniel Bell, Contradictions of Capitalism, ist in keiner Zeile seiner Überlegungen gegenwärtig, und dasselbe gilt, um es zu wiederholen, vom Denken Adornos, dessen Gespür für die Mentalitäten, die freie Formen des menschlichen Zusammenlebens zu sabotieren geeignet und geneigt sind, in jeder Zeile seiner Schriften nachzittert, vergeht vor den Abstraktionen von Habermas in nichts. Sozialisation beschreibt er als eine Art Beamtenkarriere, einschließlich des 'postkonventionalistischen Stadiums'. Seelische Traumen relegiert er in die Kleinfamilie, als sei diese eine Art isolierte Zelle, die keine Verbindung hält zu den 'gesellschaftlichen Prozessen', die dem Leben der unter ihm vegetierenden gemacht werden, indem alles aus dem Prozess sogleich in den lebenslangen Vollzug übergeht.
Das alles ist ein Hinweis darauf, dass es eine Wissenschaft namens Soziologie gar nicht gibt, sondern dass da jeder dieser Literaten einfach macht was er will. Das gilt noch mehr, wenn man die Schriften Luhmanns zur Hand nimmt, und dann die einiger derer, die nach Habermas und Luhmann in Soziologenprofessuren einrückten, und denen keine Erinnerung an die Lektüre der Schriften ihrer Vorgänger anzumerken ist. Sie würden sonst nicht diesen Blödsinn verfasst haben können, wie man sie z. B. in dem Werk lesen kann, das den Titel, Die Risikogesellschaft trägt, ein Titel, der sich anhört, als handele es sich um eine Fernsehunterhaltungssendung, von dem Kleinklein anderer Schriftsteller nicht zu reden, von denen man eigentlich nicht sagen kann, sie hätten überhaupt noch eine übergreifende Vorstellung von dem Gegenstand, aus dem sie sich ein Detail als Objekt ihrer Berufskarriere ausschneiden, ohne sich um sonst etwas zu kümmern als um den Nachweis einer so verstandenen Qualifikation.
Eine Präsenz des in den Sozialwissenschaften erarbeiteten Wissens ist in keiner öffentlich geführten Diskussion zu erkennen. Die auftretenden Experten erscheinen wie die Plapperköpfe (talking heads) der Medien und der Journalismus der noch existierenden Zeitungen uninformiert und ungebildet, was erklären kann, warum sie mit dieser vorbehaltlosen Begeisterung für ihren Beruf ihren Herren zur Verfügung stehen.
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5.) Alles das ist work in progress. Ich muss die Form noch finden, und manchmal ist das so mit Unlust besetzt, dass ich es liegen lasse. So sind das zunächst Bruchstücke, aber da es niemand liest, ist es hier gut versteckt, und weniger ‘veröffentlicht’, und zunächst dokumentiert und datiert. Und alles beantwortbaren Fragen sind auch datierbare Fragen. Mit den Überschriften habe ich etwas im Sinn, das ich noch nicht erreicht habe in der Durchführung. Das wird alles viel länger dauern als ich immer meine, wenn ich mich dazu entschließen kann, mich hinzusetzen und zu schreiben. Meistens bin ich der Ansicht, dass es Zeitverschwendung mit unlustigen Sachverhalten ist, die sich als fatale Ergebnisse unüberlegter Lektüren ergeben haben, auf die mich niemand vorbereitet hat von denen, die einen früh dazu ermutigen, solchen Dingen nachzugehen. Außerdem erschrecke ich angesichts des Ausmaßes meiner ‘Abweichung’ und ich fürchte mich davor, denn ich bin ein ‘Konformist’ und recht harmoniebedürftig, anders gesagt: ich lebe lieber in Frieden mit meiner Umgebung, aber wenn es darum geht, das Bild darzustellen, das sich mir von der Existenz der Tiergattung zu machen imstande bin oder zu dessen Darstellung ich verurteilt bin, das sich keineswegs meiner persönlichen Vorliebe, sondern einem langen Studium verdankt, und das mir auch wenig behagt, denn ich hatte anderes erwartet, wenn ich sagen soll, was, dann müsste ich sagen: Etwas Schönes, das aufzuschreiben Freude machen müsste; wenn ich das also darstelle, dann wird es so wie meine Lektüren das zur Zusammenfassung nahelegen, und der Schock, der mich traf als mir dämmerte, dass das ‘Kulturgerede’ und der ‘Menschenrechtskram’ keinerlei Wirklichkeit bezeichnen, sondern nur eine gegen ihre unablässige brutale und gewaltsame Verletzung nur halbherzig aufgerichtete Norm, mit der sich selbsternannte Helfer und Interessenwahrnehmer vorwiegend ihre eigene Selbsterhaltung aufpeppen, ein Sachverhalt, dessen durchaus kommunizierte Allgegenwart sich jeder selbst klar machen kann, diesen Schock habe ich niemals wirklich verarbeiten können. Er hat mich eher traumatisiert. Ich hatte diese nackte mörderische Bestialität, die des gefährlichsten und zugleich erfolgreichsten und am besten ausgestatteten kannibalischen Massenmörders, der die Größten Männer (und einige Frauen) ‘der Geschichte der Menschheit’ mit seinem Siegesgebrüll über immer wachsenden Leichenbergen erfüllt, nicht zu erblicken vermutet, und noch mehr bin ich darüber verzweifelt, dass ich unleugbar ein Artgenosse dieser mördertischen Bestien bin, die ich verabscheue und vor denen ich mich fürchte, während ich mich geweigert habe so gut es ging, mich sei es auch nur angesichts der unvermeidlichen Wahl, entweder wenigstens so viel zu tun, dass diese Bestien einen nicht nebenbei, als bloßen Kollateralschaden der Verfolgung ihrer Selbsterhaltungsinteressen einfach ‘auswischen’ (sozusagen  ‘versehentlich löschen’, bloß weil man zufällig im Wege steht, nicht einmal aus ‘böser Absicht’, die ihnen bewusst würde, denn: Ist ein Löwe, ein Wolf, ein Raubtier anderer Art, deshalb ‘böse’, weil und wenn er tötet, sei es auch mehr als er gerade braucht? )  oder darauf zu verzichten zu existieren. Das alles entspricht kommunikativer Erfahrung, es wurde mir unmissverständlich mitgeteilt, und einen Unterschied der Geschlechter kann ich dabei nicht feststellen, wie denn ja auch in anderen Bestienhaushalten oft die ‘Weibchen’ jagen gehen und die Beute töten.  Dazu ist dann zu beachten, dass der Homo sapiens bevorzugt ein kannibalischer Mörder ist, ohne Tötungshemmung gegenüber den eigenen Art und er tötet auch ohne Hunger. Und darüber hinaus hat er sich längst festgelegt auf die systematische Einrichtung im Rahmen eines Selbstverhältnisses, das die eigenen Artgenossen als bevorzugte Beute erkannt hat und dies zum System gemacht hat, das zudem in eine systematische Zucht des Nutz- und Arbeitstieres Homo sapiens als Hauptzweck seiner Bewirtschaftung übergegangen ist, so dass der tatsächliche ausschließliche Zweck des Betriebes ist, der sich global mittels des so genannten Staates konsolidiert und auf einer zweiten Ebene auf der Haltung einer Schlachttierpopulation aufsetzt, an deren Formen der Massentierhaltung sich die Tatsachen der Politik im direkten Vergleich ablesen lässt, mit dem Vorteil, dass dieser Betrieb, aufgrund der Tatsache, dass es sich dabei ja ‘nur um Tiere’ handelt (während andererseits ja immer nachhaltiger betont wird, dass auch der ‘Mensch’, was falsch ist, gemeint ist die Tierart Homo sapiens, nichts anderes ist als ein Tier, daraus aber nicht die methodische Konsequenz gezogen wird, dann auch die so genannten ‘sozialen’ oder ‘gesellschaftlichen’ oder politischen Zusammenhänge vor allem der reinen Verwaltungs- und Gewaltform des keiner soziokulturellen Rücksicht verpflichteten säkularen Staates entsprechend versteht) viel unmittelbarer, in seiner Brutalität direkter und unverstellter ist als der von einer Wolke von ‘Kulturgeräuschen’  vernebelten organisierten Gewaltverhältnisse, in deren stählernem Gehäuse die Biomasse des Homo sapiens als Nutztiermasse verwertet wird,  von den beiden Enden des Arbeitsvermögens einerseits, und dem Bedürfnis und seinen Metastasen und Protuberanzen her, als Konsument.  Alles Andere ist nur mehr oder weniger langer Umweg. So einfach ist, dass man die organisierten Gewaltverhältnisse dieses Nutztierverwertungskonzepts im Maßstab des globalen Monopols jedem Kleinkind erklären kann, und zwar anhand des Kinderbuches: Die Kleine Raupe Nimmersatt, mit dem Unterschied des Ausbleibens des glücklichen Ausgangs der Metamorphose der Raupe zum Schmetterling. Dieser müsste die Verwandlung des Homo sapiens zum Menschen entsprechen und eben dies schließt die organisierte Gewalt inzwischen ganz offen und intentional aus. Darin besteht der Sinn und Zweck der Depotenzierung aller ‘Religion’, die systematische Entwertung aller soziokulturellen Bestände, die nichts sind als Hindernisse gegen den totalitären Zugriff und die totale Kontrolle der auf Kosten ihrer ‘Identität’ und als gelungene Menschwerdung gelingenden Individuierung zugunsten ihrer Identifizierbarkeit einfach nur als normierte und nummerierte Industrieprodukte einer restlos verstaatlichten industrialisierten  ‘Sozialisation’ in die Systeme der Maschinen, Anlagen und Apparate implementiert werden, als deren austauschbare Anhängsel sie vegetieren, meist auf einem Niveau, das sie so nackt sterben lässt wie sie geboren wurden, indem alles, was sie sich erarbeiten konnten, aufgezehrt ist bei ihrem Abgang, indem der Rest auf die zum überteuerten Business gemachten Beerdigung abgezockt wird, während das gebaute und zweimal bezahlte Haus (Kapital und Zinsen) zum halben Baupreis an den Träger für die private Zusatzrente schon enteignet ist mit dem Todeszeitpunkt.
Ich meine immer, dass ich das ja schon weiß, so dass es der Niederschrift nicht mehr bedarf, aber das erweist sich als nicht richtig, denn die Arbeit an der Formulierung macht diese Eindruckswolke, die aus der langen Lektüre und dem Studium von Quellen und wissenschaftlich legitimen Methoden, die festlagen, was sich sagen lässt, erst zu einer wirklichen sprachlichen Form, indem die Arbeit an den Formulierungen einen Strukturierungsgewinn bewirkt, der nicht belanglos ist und der mich langsam davon überzeugt, dass es die Mühe wert sein kann, sich damit zu befassen. Ich denke also, ich werde mich dazu entschließen können, mich weiter in diese Beschäftigung zu investieren. Es gibt etwas daran, dass mich von dem Gefühl befreien kann mich zu langeweilen indem ich schreibe, das mich auch nicht interessiert hat als Beschäftigung für ‘Qualifkationsarbeiten’, von denen mir immer nur vorschwebte, dass ich dann zwar qualifiziert wäre, zumal, indem ich das irgendwem zur ‘Anerkennung’ vorlege, die letzten Endes für das Urteil, das man sich von sich selbst macht, unerheblich und ohne Bedeutung ist, jedenfalls so wie ich das sehe, und da hat mich keine Drohung beeindrucken können, und das hat sich gelohnt, denn ich habe nichts unter dem Zwang einer Drohung schreiben wollen, und habe es auch nie getan, unter Hinnahme der Folgen. Mir drohte niemand mit Erfolg. Das Gefühl der erfolgreich, wenn auch um einen Irrsinnspreis erkauften Freiheit ist die unmissverständlichste Belehrung über die intellektuellen Realitäten in diesem Land und in jedem organisierten Gefüge, das sich derart an Menschen vergeht, indem es sie unter Vorwänden schändet und missbraucht, bricht und letal bedroht, damit sie gehorchen und kuschen, und alles, was diese lokale Realität mit seiner je eigenen organisatorischen Form und seinen Mitteln und Zwecksetzungen stützt, ist nicht nur aus Fahrlässigkeit verwandt mit der lokal erfahrenen organisierten Gewalt, sondern ist von ihrer Art, eins mit ihr. So hängen die Mikroebenen der Erfahrung und die analytisch ermitttelbaren Strukturen durchgängig zusammen und es ist dann nur die Methode zu finden, die diesen Zusammenhang als solchen darstellbar werden lässt, auch als symbolische Form. Denn es genügt nicht, zu sagen und zu zeigen, dass die Komplexion und Verschachtelung der Phänomene Systemcharakter hat, wie das Niklas Luhmann auf geniale Weise durchaus gezeigt hat, und eine sprachtheoretische und wissenschaftsanalytische Grundlegung der Soziologie in der Art von Jürgen Habermas grenzt einerseits das universale Potential der Psychoanalyse aus Furcht vor der der Ungeduld der ‘hard-bioled-science’ aus, indem sie die Psychoanalyse in die Psychiatrie einweist, dabei den Therapeuten durchaus entgegenkommt, ebenso wie denen, die die Psychoanalyse vor der Kollision mit den ‘wechselnden Paradigmen der Politik’  bewahren möchten, aber er erzeugt zugleich das soziologisch kaum zu überschätzende Skotom einer Blindheit der Soziologie nicht nur gegenüber ihrer  eigenen ‘Implementation’ im Berufsbeamtentum der organisierten Gewalt, die ihr endlich die Rolle eines Clowns und Hofnarren zuweist, wie sie den Therapeuten die von Hütehunden zuweist, sondern vereitelt auch die Untersuchung der Wissenschaftskonzepte und deren Logik der Argumentation im Hinblick auf ihre wenigstens sekundäre Nutzung als Mitteln der gewaltsamen Selbstbehauptung von Aufsteigerbestien, ihre Nutzung als Rationalisierung der Gewaltverhältnisse aus ihren Prämissen, die sich der Argumentation entziehen, die auf den unbewussten Grundlagen des Bewussten einfach blind aufsetzen und diese Form organisatorisch institutionalisieren und nutzen zur Verstaatlichung der Sozialisation für undurchschaute und unbenannte Zwecke, die sich nicht sehen lassen können und dringend der Beihilfe der organisierten Gewalt der wissenschaftlichen Form bedürfen, die zugleich die kontrollierte Rekrutierung und Lizenzvergabe der jeweils lizensierten, von ihr selbst gebastelten ‘Studiengänge’ und ‘Abschlüsse’ wie selbstverständlich, als garantiere das Wissenschaft als Komplexion von Gegenstandsbegriff, Methode und Subjekt im Medium der symbolischen Form, insofern kein Gegenstand so ‘gehabt ‘ werden kann wie materielle Objekte, und am wenigstens die Lebensformen der Lebenswelt, so als könne man, nachdem man gesagt hat, wie es ist, das Gesagte vergessen, um das Objekt zu behalten, wie ausgepackte Geschenke an Weihnachten.
Die Darstellung muss die Vermittlung der M ikro- mit den Makrophänomenen, die Konkretheit der kommunikativen Erfahrung mit dem Studium der großenteils unsinnlichen Strukturen in ihrer Vermittlung zeigen. Das ist eine Aufgabe, die nach dem Studium und nach dem Erwerb der bloßen Kenntnisse ihrerseits erst konkret wird und damit konkretisierbar. Und dann  ist es noch ein Stück Weges von der nunmehr gegebenen Konkretisierbarkeit zu der gelungenen Konkretisierung, und auch dabei ist noch viel Probieren notwendig und Untersuchung der Passungen der Teile des Riesenpuzzles, das man dann vor dem geistigen Auge haben mag, im Stadium und Zustand eines Planes, einer Vermutung, wie es sein könnte, denn wie es ist ergibt erst die gelingende Ausführung.
Nun ja, wem sage ich das? Ich habe es vorher schon gewusst, aber wie gesagt, es ist doch etwas anderes, das dann so aufgeschrieben zu sehen. Es wirkt zurück, das so zu lesen, auf die Quelle, aus deren sprach- und wortlosem Ungrund es sich zur Form fügend auftaucht und formt nun seinerseits, fasst die Quelle, und das wird wiederum auf das wirken, was aus ihr weiter folgt und wie es folgt. Ich glaube, ich lerne noch immer Schreiben, nachdem ich lange damit zugebracht habe, Lesen zu lernen.  Es ist ein Irrtum zu meinen, mit dem Schulschluss habe man alles dies gelernt. Es hängt alles davon ab, was man meint, dass die Worte bedeuten, die man benutzt um das auszudrücken, was man sich klarmachen will, und man muss diese Bedeutungen zuweisen und in einen überschaubaren Zusammenhang bringen.

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