Romantische Landschaft mit Menschenopfer

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Donnerstag, 19. Juli 2012

Propaganda: Politik für Stalltiere?

 

Politik für ‚die Menschen’? Linke Politik? Freiheit?

15. Juli 2012

Was eigentlich der Ausdruck ‚Die Linke’ oder ‘linke Politik’, Politik für die Menschen’ bezeichnen soll, sieht man von den larmoyanten Anklagen ab, die im Namen einer stummen, verstummten, gar nicht sprachfähigen Klientel vorgebracht werden gegenüber einem Staat, dem Versäumnisse vorgeworfen werden in Bezug auf die „bessere soziale Versorgung“ dieser Klientel (Originalsprech aus einem Flugblatt einer ‚Arbeitsloseninitiative’) für die er weder gemacht ist noch, seinem Zweck nach zuständig, wenn man von den Versuchen der selbsternannten Dompteure absieht, die sich ermächtigt und qualifiziert fühlen dafür, eine kannibalische Bestie zu reiten, die vom Fleisch der Herde lebt, um deren stellvertretende Interessenvertretung sich diese Sachwalter der Humanität berufen fühlen, das alles ist kaum mehr zu benennen, wenn man sich nicht darauf einläßt, den ‚Sinn’ dessen, was das einmal bedeuten mochte, dem zu entnehmen, was die Eigenpropaganda der Funktionäre gerade unter die Leute bringt, unter flankierender Begleitung eines seinerseits sorgfältig qualifizierten ‚Journalismus, der dieser Verkündigung die systemkonformen Scheuklappen anlegt, die immer nur gerade so viel durchlassen, daß sicher gestellt bleibt, daß die Ventil- und Kanalisierungsfunktion der politisch durch eine Funktionärsclique generierten Bekundungen von Beschwerden von ‚Wutbürgern’ und anderem ähnlich undifferenzierten, aber zu berücksichtigendem Mob in den Kanälen und so dosiert bleibt, daß keine Überschwemmungen oder gar Tsunamis zu befürchten sind, die den alltäglichen Betrieb stören könnten.

Da sind zunächst die Symptome der Begriffslosigkeit, die scheinbar nebensächlich sind, aber einiges besagen, wenn man sich klar macht, was aus ihnen insgesamt, für den Zusammenhang des Denkens bzw. für seine Abwesenheit, seinen gänzlichen Zerfall gefolgert werden kann, und sich dann vor Augen hält, daß, wer gar kein auch nur im Umriß oder in Grundlagen konsistentes Wirklichkeitsmodell der Daseinswelt (mehr) hat, kaum imstande sein dürfte, sei es, gute Ratschläge zu erteilen, Auskünfte über auch nur die politische Realität zu geben, oder gar sich in stellvertretender Interessenvertretung einer Klientel anzunehmen, die ihrerseits kaum anderes zu wollen imstande scheint als das, was ihre Retardation, ihre Regression, ihre Zurückgebliebenheit, ihre Überflüssigkeit, ihre Impotenz zu irgend einer koordinierten Handlung oder Orientierungsleistung, die ihnen selbst, vor aller ‚sozialen Beratung’ durch Funktionäre der Verhältnisse, die ihre Entwertung zu parasitärem Schrott oder Recyclingmaterial betreibt noch indem sie sich an ihrer Beratung bereichert, in einem Subsystem sekundärer oder tertiärer Verwertung, die sich hinter ‚therapeutischen’ oder ‚seelsorgerischen’, ‚kulturellen’ oder ‚sozialen’ Motiven wortreich mit einer weit verzweigt diversifizierten Literatur und Expertise verbergen, die bei Licht besehen kaum mehr ist als Eigenwerbung mittels unhaltbarer Versprechen, der verantwortungslosen Inanspruchnahme kompensatorischer Illusionsbildungen, die die bunten Blüten im Sumpf des Elends des Massendaseins sind, die im Wind der therapeutischen und sozialen Propaganda bis in die Hollywood-Soapoperas hinein den Schein von Leben erwecken, der über dem in Kompost übergehenden zerquetschten Dasein der Masse der Vereinsamten und isolierten Gattungsexemplare bunt und ‚lustig’ sich ausnimmt. Gewöhnlich erscheinen diese unablässigen Flutungen des Sumpflands des Daseins mit den immer neuen Wellen der informativ in jeweils umgemodeltes, aber in der Sache kaum ‚erneuertes’ oder überhaupt auf ein nennenswertes Niveau der Erfassung einer Wirklichkeit gehobenen Bedeutsamkeiten aufgebauscht zu einem System sich ständig erneuernder Protuberanzen von ‚sinngenerierenden’ Ausredensystemen, die über dem verurteilten Dasein wabern wie ‚Dichter Nebel’ im Kalauer der Antwort auf die Frage nach dem ‚ersten Dichter’, der unter Bezug auf die ersten Sätze der ‚Bibel’ beantwortet wird, wonach ‚Dichter Nebel’, als hauptverantwortlicher Produzent von der Bedeutsamkeiten benannt wird, die derzeit neudeutsch und enorm ‚wissenschaftlich’ als ‚Information’ mehr und mehr jeden Durchblick auf das verhindert, was die Grundlagen der Lebens- und Daseinswirklichkeit ausmacht, und zwar, man wird es kaum glauben, trotz und fast ganz ohne Rücksicht auf die sich zu einem immer dichteren Netz von Ausreden, ‚Erklärungen’ und Kritiken und Gegenkritiken verwebenden Produkte aus den Tag und Nacht auf Hochtouren laufenden Fabriken, Werkstätten und Manufakturen für Bedeutsamkeitsherstellung, unter denen auch das traditionelle Handwerk und die immer sich erneuernde Reformbewegung als Biomarkt usw., ihren Markt findet, auf dem sich ihre Produkte als wohltuende Abweichung von der andererseits auf ihre Weise faszinierenden Perfektion der Hochtechnologieprodukte ihre Zielgruppen schaffen, die insgesamt dieselben sind, die auch die Hochtechnologieprodukte konsumieren, vorausgesetzt, sie haben die dazu notwendigen Einkommen oder Kreditfinanzierungen, die sich am wenigsten sie leisten können, die sie in Anspruch nehmen um sich dennoch als Marktteilnehmer fühlen zu dürfen, die am allgemeinen Wohlstand partizipieren.

Es scheint daher eine Marginalie, daß sich die von den ‚in ihrer Logik’ ‚fortgeschrittenen’ Systemverhältnissen, die ihrerseits erst einmal beim Namen genannt werden müßten jenseits der verschiedenen Propagandafraktionen der ‚Ökonomie’, der ‚Soziologie’, der ‚Geschichtswissenschaft’, der ‚Ökologie’, der Anwälte der ‚Biodiversität’, der Psychologie – mit den Unterarten der hart gekochten Psychiatrie und der softeren Psycho-Logen und der die Ordnungsämter und Ämter für ‚Integration’ unterstützenden ‚Sozialpädagogik’ im Übergang zu den in die Polsterungen der ‚Kirchen’ eingekleideten Profiteure der Kapitalisierung der Familie und der Zerstörung der sozialen Strukturen, der Verstaatlichung der ‚Sozialisations-Prozesse, die den Individuen, bloßen Gattungsexemplaren in einem Betrieb organisierter Massentierhaltung, von der organisierten Gewalt gemacht werden ohne Anklage, Verteidigung und Verfahren, mit dem unmittelbaren Identität von Verhaftung und Vollzug den Prozeß macht, der ihrer Verwertung als Nutztiere einer kannibalischen Ökonomie ist, deren Funktion eine Politik ist, der diese Formationen so oder so zuarbeiten, während sich, sieht man genauer hin, gerade aus den Personalgruppen, die sich um diese Funktionen herum als Berufsgruppenmonopole mit Lizenz durch die organisierte Gewalt bilden, die vermeintlichen Sachwalter der Entrechteten und Benachteiligten, der Ausgegrenzten und Zerquetschten, der in den Sumpf Getriebenen und Herausgedrängten, der am Rande des Lebens dümpelnden entmenschten Formen des Daseins rekrutieren, die sich der stellvertretenden Interessenwahrnehmung im Bereich der Politik widmen, an der sie als beruflich sich selbst im Rahmen der Verhältnisse Erhaltende tagtäglich ganz ohne Skrupel beteiligt sind nicht nur, sondern die sie wesentlich mit betreiben und stützen, nicht nur durch die Wahrnehmung ihrer Funktionen im Systembetrieb, sondern mit jeder Faser ihres durch die durch das System der organisierten Gewalt fabrizierten, von ihnen zutiefst verinnerlichten Systeminformation, die ihr vermeintliches ‚Selbstverständnis’ wie auch das Bild des Wirklichen selbst einfärbt und in jedem Details der ‚Sinngebung’, die als ‚Wirklichkeit’ allgemein verbindlich gemacht wird durch die organisierte Gewalt und ebenso dieses Selbstverständnis diktiert wie das Bild festlegt, daß von diesem Selbstverständnis aus auf die Objekte der Tätigkeiten übergreift, die in täglicher Praxis den Arbeitsgegenstand dieser Berufsgruppen ausmachen, der in der Iterationsform der daraus sich ergebenden politischen Praxis und ihres Verständnisses des Wirklichen seine Stelle in dem Gesamtbild erhält, in dem sich diese Art der Interessenvertretung dann als professionelle Betätigung konstituiert, durch den oberflächlich verwirrenden ‚Pluralismus’ hindurch, der nicht ein Beweis für die Vielfalt ist, die in den Systemverhältnisses Platz hat, sondern ein wesentliches der Ausbildung eines in praktischer Hinsicht totalitären Funktionssystems ist, das des bunten Mantels der Diversität bedarf als eines Mittels zur Realisierung und Stabilisierung seiner selbst.

Es ist zwar nicht (mehr) politisch korrekt, Fragen zu stellen nach der Grundlage einer der Varianten der derzeit im Angebot befindlichen Politiken, aber es kann immerhin informativ sein – wie es desinformativ ist, sie nicht mehr zu stellen, ohne sie ausdrücklich anders zu verbieten als indem man die ständige Aufforderung der Gänseliesel wiederholt, die die Herde auf die Weide treibt, damit sie fett wird und zu Martini ihr Schlachtgewicht erreicht: ‚Wir müssen jetzt nach vorne sehen.’ – was eigentlich die möglichen Grundlager einer ‚linken Politik’ im Namen des ausgebeuteten Menschen sein können, wenn man gar nicht mehr (offen) sagen kann, worauf man sich dabei eigentlich stützt, wenn man nicht einfach eine Art von Stalltier stillschweigend zur Grundlage der politischen Interessenvertretung macht, das ‚Bedürfnisse’ hat, die ‚befriedigt’ werden wollen, vom Pornokonsum, über die ‚sexuell abweichende’, aber allgemein willkommen geheißene Betätigung mittels ‚alternativer Lebensentwürfe’, wie solche nach Partizipation am ‚gesellschaftlichen Reichtum’ und ‚der Menschenwürde’, der ‚sozialen Versorgung’ etc., also die Auskunft darüber, was man eigentlich zu verteidigen politisch im Sinn hat, deshalb nach Möglichkeit umgeht oder unterdrückt, vermeidet etc. weil sich auf eine Auskunft, die das klar zutage treten ließe, eine Politik, die eine allgemeine Anerkennung als legitimes politische Programmatik und allgemein anerkennenswertes politisches Ziel gar nicht gründen ließe.

Man muß sich vor Augen halten, daß es stillschweigende – je länger, desto stillschweigender – Grundlagen jeder Politik gibt, die auf eine wie immer verstandene Bewegungsrichtung auf mehr mögliche Freiheit bzw. Emanzipation von nicht notwendiger Herrschaft und wie immer begründeter Demütigung durch die organisierte Gewalt zu gehen beanspruchen, und daß diese definiert wurden durch wenigstens zwei Grundbegriffe, die den ‚Menschen’ definieren, nämlich als ein Wesen, das anthropologisch so gut durch ‚Vernunft’ wie durch ‚Arbeit’ definiert bzw. charakterisiert ist, und zwar unaufgebbar, nicht ohne Rücksicht auf die Biologie oder die Befunde der Evolutionslehre des Lebens, aber ohne daß sich hier grundsätzliche Änderungen derart ergeben können, die den Unterschied kat’ exochen, die Differenz der soziokulturellen Konzeption des Menschen vom biologischen Konzept des Lebens, in das die Lebensform ‚homo sapiens’ – verstanden als klassifikatorischer Terminus wie ‚Drosophila melanogaster’ – durchaus eingeordnet werden kann, ohne daß dies das soziokulturelle Konzept des ‚Menschen’ berührt oder verändern kann.

Die Verwirrung der Verteidiger der Schöpfungslehre gegen die Biologen und die Evolutionstheoretiker und Paläontologen und Paläoanthropologen besteht darin, daß sie an einer Buchstäblichkeit festhalten, in der sich das viel abstraktere und universalisierungsfähige Konzept des Menschen verbirgt, das bisher die Religionen gehütet haben oder auch der Mythos, als eine Konzeption, die weder einer Entmythologisierung, einer entmythologisierend oder religionskritisch sich gebenden wissenschaftlichen Aufklärung mit der Inklination zu naturwissenschaftlicher Ausrichtung an Physik. Chemie und Biologie unterliegen kann im Sinne eines Losers, weil sich diese Konzepte in der Tat gar nicht berühren, während die besagten ‚Wissenschaften’ sich längst anmaßen, exakt dieses nicht nur bewerkstelligen zu können sondern längst den Nachweis geführt zu haben, daß der Mensch ein angesichts der Verwissenschaftlichung der Moderne, zumal in Richtung der von den Computerwissenschaften inspirierten Cognitive Science erledigtes Konzept mit dem Status eines eher mythologisch oder ‚religiös’, also gar nicht begründeten Entwurfs ist, der sich angesichts sei es der zugänglichen Wirklichkeit des Kosmos oder der Eigenschaften des ‚Prinzips Leben’ als gegenstandslose Illusion längst erwiesen habe.

Der Hinweis darauf, daß die Religion ihrerseits sich als (imperiale) Sozialtechnologie erwiesen habe, und damit dem von ihr zum Verwaltungsobjekt ihrer ‚Hermeneutik’ gemachten soziokulturellen Konzept des Menschen den Garaus gemacht habe, ist zu entgegnen, daß sich die als Religion konsolidierte Sozialtechnologie in ihrem Impuls und in ihrer Funktion in nichts von der sie beerbenden modernen, nunmehr wissenschaftlichen Variante unterscheidet, wenn man Funktion und Auftrag und die damit verbundenen ihrem Inhalt bzw. Begriff entsprechenden Abhängigkeiten betrachtet, und nur im Hinblick auf ihren sozusagen ‚modisch-zeitgeistlichen’ Wirkungsgrad als undurchschaute Eindrucksmanipulation überlegen sind im Sinne des Neuen, mit dem sich der damit konfrontierte – und durch die Anordnungen der organisierten Gewalt dressierte, unter verordnetem Zwang abgerichtete und konditionierte - Verstand nicht auskennt, so daß mit weniger Widerstand gerechnet werden muß, und zwar je eifriger man sich darum bemüht, diese Form der Unterlaufung des – immer zum nachlaufen verurteilten - Lernprozesses der Objekte dieser Manipulation mittels der in den Vorgang eingebauten ‚Paradimawechsel’, also mittels eines als dem Fortschritt zuzurechnenden manipulativen Verfahrens zu verstärken indem man fortlaufend neue Theorien erzeugen läßt in einer eigens damit befaßten Fabrik, die sich dieser Produktion mit der selben Hingabe widmet, mit der die Automobilbauer sich neue Automodelle ausdenken, um sich der sich stets erneuerten Faszination der Hypnotisierten Konsumenten versichern zu können, und die Erzeugnisse einer willigen Priesterschaft in den Großorganisationen der durch die organisierte Gewalt monopolitisierten und zugleich kapitalisierten ‚Wissenschaften’ mit ihren Billigprodukten zu überhöhten Preisen aus ‚Bildungsoutlets‘ anstelle dessen zu verhökern, was die Hoffnung, indem sie darauf herein fällt, dem Bewußtsein zu versprechen scheint indem sie es am Nasenring ins Schlachthaus führt, ohne daß das Opfer den Blutgeruch, der ihm entgegen schlägt, anders zu werten weiß denn als die Verheißung einer Erlösung, die ihm in der Tat nur als der Tod begegnen wird.

Das Problem, das in jeder Form stellvertretender Interessenvertretung virulent ist, ist bereits in Platons Dialog Protagoras recht gut charakterisiert, wo man bekanntlich lesen kann, daß, wenn schon das Risiko kaum abzuschätzen ist, das man eingeht, wenn man den Körper den Köchen und den Ärzten anvertraut, das kaum mehr zu bewerten sein dürfte, das man eingeht, wenn man die Seele den Sophisten anvertraut, in moderner Terminologie: Den Lehrern, Sozialarbeitern, Therapeuten, Psychologen, Pädagogen, Soziologen, Theologen, kurz all den Experten und Kompetenzen, die sich bei genauem Hinsehen dem Bereich der Eigenpropaganda der organisierten Gewalt mehr oder weniger direkt zuordnen lassen und mehr oder weniger von der organisierten Gewalt erzogen, lizensiert, ernannt und befördert werden auf ebenso vielen Kontrollstationen der Überprüfung der richtigen Einstellung vor allem ihr gegenüber und ihrem Bedarf an ‚kompetenten Fachkräften’.

Denn angesichts der Totalität, zu der sich die organisierte Gewalt gegen die Menschen und vor allem gegen den Menschen, als soziokulturelles Konzept verstanden, verdichtet gibt es so gut wie keine Berufsgruppe, deren Zurichtung auf mehr oder weniger unmittelbar in ihnen mit verkörperte und in eine Bewußtseinsverfassung umgegossene Systeminteressen nicht so besorgt wird, daß bereits ihr bloßes Fungieren in einem ihnen zuzuordnenden Lebens- und Berufsalltag ihnen eine ständige Ausrichtung und Rejustierung an den ‚Leitlinien’ der Organisationsprinzipien der Systemfunktionalität aufzwingt, meist in einer Form, die gar nicht als Zwang, oder bestenfalls nur insofern als sie als innere Konsequenz der ihnen zur selbständigen Verwaltung aufgegebenen Berufskompetenz erscheint, auch als eine Notwendigkeit gegenübertritt, der man zu gehorchen hat.

Der sanfte Anpassungszwang, der ggf. auf die richtige Spur oder in die Spur zurücklenkt, ist meist ein unauffälliger Korrektureffekt, den die alltägliche Kommunikation unter Kollegen in einem übergreifenden organisatorischen Gefüge auf das Individuum ausübt und es ohne eigentliche Intention daran erinnert, wie sich die praktisch unproblematische Einfügung in die gemeinsame Praxis bewältigen läßt. Man kennt das meist unter andern Namen, etwa als so genannter ‚Praxisschock’, den der Neuling beim Übergang etwa aus der universitären Ausbildung in den organisierten Alltag dieser oder jener Organisation erlebt bevor er sich derart an diese angepaßt hat, daß er/sie das Joch nicht mehr spürt, das er mit dem Erwachen am Morgen bereits im Bad anlegt, indem er sich seelisch und gedanklich an die Terminlage des Tages akkommodiert, zumal die Unterhaltungsindustrie diesen Alltag derart wiederholt, daß unter dem Vorwand spannender Unterhaltung inzwischen kaum mehr als die endlose Variation der Wiederholung dieses Alltags produziert wird, die dem Zuschauer in seiner ‚Freizeit’ vorführt, daß es dazu keine Alternative geben kann, während ein in die Lumpen der Proletenuniformen gekleideter Kommissar im Rotlichtviertel ‚recherchiert’ und dabei den Größenwahn des Proleten heraus hängt, der den tatsächlichen Gegenstand einer subtilen Disziplinierung abgibt, die von diesen ‚volksdidaktischen’ Produkten ausgeübt wird auf ihn als Zuschauer, der sich darin einerseits in maßgeblicher Rolle bestätigend dargestellt sehen darf und zugleich, was seine Motive betrifft und seine unbewußten Antriebe und kompensatorischen Phantasien, das Ziel der in der schliesslichen Bestrafung des Übeltäters, der der Gerechtigkeit zugeführt wird (‚to bring sb. to justice’ ist die Lieblingsformel von Großverbrechern) gipfelnden Ausgänge dieser‚Komödien’ ist, die sich darin erschöpfen, den Lebensalltag der düpierten Nutztiere zu verdoppeln und ihn darin als alternativenlos und ausweglos zu bestätigen.

Es ist kein Wunder, wenn den in einem Jahrhundert des Kampfes gegen die Freiheitsbestrebungen der Individuen durch ihre systematische Traumatisierung verkrüppelten und durch die über sie verhängten, immer dichter sich vernetzenden hochgerüsteten Zwangsapparate, denen der Einzelne nichts mehr entgegen zu setzen hat, während sie das Dasein als Ganzes mit der Auslöschung bedrohen, gestützt auf immer aberwitziger gerüstete Apparaturen, die aus dem blauen Himmel, über den an schönen Sommertagen die Wolken gehen, den aus einem Verwaltungsgebäude in Ohio oder Nebraska verordneten Tod durch den Joystick auf wen immer sie wollen niedergehen lassen, der im Zeitalter der Emanzipation von einem aufgrund linker Propaganda mit ‚human touch’ von einer braven Mutter von zwei Kindern im schulpflichtigen Alter und mit Anschluß an das Cheerleaderteam bzw. die Baseballmannschaft des College, das sie mit ihrem Job finanzieren muß, oder von einem bekennenden Homosexuellen oder Afroamerikaner oder einer lesbischen Frau mit alternativem Lebensentwurf, die ihre erfolgreiche Integration derart bestätigt sehen, zwischen dem nach der Schicht noch schnell besorgten Einkauf im nahen Supermarkt und dem Besuch des Schulfestes oder dem Heimspiel der prominenten Sportmannschaft und dem Genuß der verdienten Freizeit im zinsgünstig finanzierten Eigenheim mittels der Drohnenwaffen exekutiert wird, vor denen der Unterhaltungsfilm aus Hollywood in der Form des kassenfüllenden Blockbusters mit einzigartigem Einspielergebnis warnt, in dem der einzigartige amerikanische Superheld, nur für das reine Gute eintretend, ebenso heldenhaft wie erfolgreich dem Angriff der Drohnen und Kampfmaschinen aus US-Produktion (woher sonst?) widersteht im Namen des allen Angriffen gegenüber letztlich unverwundbaren Kriegers für die Freiheit, und im Kampf um das skeptisch abseits wartende Weibchen, das sich von dem Versager getrennt hat unter erfolgreicher Erkämpfung des alleinigen Sorgerechts für den – je nach Laune des Drehbuchschreibers oder der Drehbuchschreiberin – männliche oder weibliche gemeinsame Kind, und sich angesichts der wunderbaren und vor allem verpflichtend übermenschlichen Heldentaten des sich derart bewährenden männlichen Protagonisten endlich dazu herabzulassen geneigt scheint, den verachteten Armleuchter zu einer weiteren vorläufigen Kopulation zuzulassen, nachdem der Sohn/die Tochter den verleugneten, als Vertreter für Waschpulver abgefertigten Vater im Fernsehen erkannt hat, wo er von einem Haufen debiler Gaffer umstanden, über seine Heldentat ganz wider seinen Willen und gegen seine angeborene Bescheidenheit öffentliche Auskunft geben muß, ohne dabei auch nur einen Augenblick daran zu denken, dem verächtlichen Weibchen imponieren zu wollen oder sich, entgegen dem gegen ihn ergangenen gerichtlichen Verbot, seinem Kind auf mehr als fünfhundert Meter zu nähern.

Was zum Teufel ist an einer Politik noch in irgend einer Weise über das derart Bestehende hinausführend, die sich an alledem nicht nur nicht einmal stößt oder auch nur irritiert sieht, sondern das alles in bester Übereinstimmung weiß mit ihren nirgendwo mehr erläuterten oder auch nur erwähnten ‚Prinzipien’, die ihrerseits auf nichts hinauswollen als auf die Verbesserung des menschlichen Daseins vor allem für die Massen, deren entsetzliches Schicksal sich als eine Art triviales Mostkeltern vollzieht, während in politischen Gremien sich eine Handvoll hirnloser Spinner – gewählt oder nicht, denn wer kennt schon die Sozialpsychologie dieses Vorgangs, von der Art, wie das Gesindel auf die Listen gelangt, auf denen ‚der Wähler’ dann ankreuzen darf, was ihm vorgesetzt wird – in Hinterzimmern, unter dem Namen etwa Cohn-Bendit, mit Angelegenheiten beschäftigt, die niemanden betreffen, es sei denn im Sinne der weiteren Verbesserung der Einschränkung seiner Überlebenschancen, und nichts bedeuten es sei denn die Optimierung der organisierten Selbsterhaltungsinteressen, die mit denen des derart gewählten ‚Abgeordneten’ mit lebenslangem Recht auf die Inhaberschaft einer geradezu mittelalterlichen Pfarrpfründe in Sussex, Essex oder Wessex gleichgesetzt werden können ohne Probleme, sowohl was die rationalen Grundlagen wie was die Auswirkungen der Einrichtung dieser parasitären Daseinsgründe betrifft.

´Keine Form der Politik ist derzeit überhaupt erkennbar, nicht einmal im schwächsten Umriß, die auch nur den Hauch eines Bewußtseins von der Existenz einer kompakten und unablässig mit einem unfaßbaren Aufwand in die Köpfe gedroschenen Ideologisierung des Daseins, des Lebensalltags und der Kommunikation zu erkennen gäbe. So kann man davon ausgehen, daß alle diese politischen Formationen, die sich immer mehr auf die punktförmige Geltendmachung triebhaften Blödsinns festlegen, bei dem es darum geht, die regressivsten Überreste des Menschen auf dem Niveau der Beklagung der Formen der Massentierhaltung geht, derart, daß eingeklagt wird, die ‚soziale Versorgung’ verbessert wird, also etwas mehr Stroh, besseres Wasser, die hygienischen Verhältnisse, und die Ausstattung des Stalles im durch die Verpflichtung der Tierhalter gewahrten Interesse an einer artgerechten Tierhaltung der Tiergattung Homo sapiens optimiert wird, indem ‚Auswüchse’ der ‚Entwicklung’ und des ansonsten begrüßenswerten ‚Fortschritts’ korrigiert werden, etwa durch ‚Mindestlöhne’ oder eine Qualitätssicherung, die sich der fachgerechten Qualfiktion der Tierhalter versichert, die diese nachweisen müssen, wenn sie sich einen Hund halten, aber nicht, wenn sie sich ‚Menschen’ halten, gemäß freibleibend angebotenen Konditionen, denen die Tiere ja nicht zustimmen müssen, es sei denn ihr ‚Arbeitsamtsberater’ empfiehlt es ihnen so dringend, daß sie nicht ‚nein’ sagen können und mit dem angesichts des Zustands, der ihnen andressiert wurde als ihre Persönlichkeit und Qualifikation bzw. Bildung, glaubwürdigen Arguments, daß angesichts dieses Zustands die Verurteilung zu welcher Form der Betätigung auch immer, dieser Zwang ihnen in jedem Fall besser bekommt als sich selbst überlassen irgendwo zu verenden, weil sie gar nicht gelernt haben, mit dem Problem das eine selbständige Lebensführung ihnen auferlegen müßte, überhaupt auch nur im letzten Winkel eines eigenen Gedankens fertig zu werden, zumal in einer Welt, die eine eigene Initiative von Bedingungen abhängig macht, die zunehmend weniger im Verfügungsbereich des Individuums liegen, während zugleich Formen des geregelten und akzeptierten Ausscheidens aus dem als allgegenwärtiger Zwang verordneten Dasein in einer Danteschen Hölle ausdrücklich versperrt wurde, mit der Säkularisierung, die das Arbeitshaus für Landstreicher an die Stelle der mit einem durch nichts zu rechtfertigenden Gewaltstreich aufgelösten Klöster und der Enteignung ihres Besitzes durch organisierte Banden, aus denen der moderne Staat entstand setzte, dessen höchste Repräsentanten sich darauf etwas zugute halten, in einem der auf den Gräber ihrer eigenen Natives erbauten Kapitole den höchsten Vertreter der ‚Indianer der Anderen’ zu empfangen, der als ‚Würdenträger’ einer ebenso ‚säkularisierten’ Mönchskultur (Tibets) sich dazu verstehen muß, als herumgereichter Clown an den Höfen der Demokratien um Audienzen nachzusuchen, indem er deren Dissidentenbedarf zu befriedigen beiträgt und sich dabei still verhält, um einigermaßen erträglich zu überleben, ein Privileg, das den Obdachlosen, die den Untergrund der Großstädte bevölkern nicht zuteil wird, weil sich mit ihnen ‚kein Staat machen läßt’ vor allem keine paradigmatische Vorzeigedemokratie mit globalem Modellcharakter von universaler Überlegenheit, hinter deren Fassade eine auf eine letale, alles Leben mit dem Untergang bedrohende nukleare Plutokratie lauert auf jede Chance, die inneren Verhältnisse jeder politischen Entität auf diesem Globus derart zu destabilisieren - sei es mittels angezettelter Bürgerkriege, sei es mittels inszenierter Finanzkrisen, die gegen das Überleben der Angegriffenen als Ganzes wetten indem sie Teile der unzufriedenen Bevölkerungen auf die Seite ihrer Ideologie bringen, also Versprechen machen, die sie niemals halten werden, wenn ihnen erst einmal die Unterwerfung des Ganzen, das sie angreifen gelungen ist – daß sie sich endlich als die ersehnten Friedensbringer inszenieren können um alles an sich zu bringen, was die eroberte Provinz hergibt, und sich zurückzuziehen auf die Entfernung, die sie von jeder Verantwortung befreit, wenn es nichts mehr zu holen gibt, ohne indessen die militärische Fernkontrolle aufzugeben, die auf ihren Flugzeugträgern vor den Küsten der Meere lauert um die Drohung der Vernichtung glaubhaft zu halten, die dafür sorgt, daß ‚the rabble in line’ bleibt und den nicht mehr der Artikulierung bedürfenden Anordnungen auch dann folgt, wenn diese Folgsamkeit aufgrund der systematischen Traumatisierung der angegriffenen Bevölkerungen gar nicht (mehr) bewußt werden kann, indem die ‚Sozialisation’ sozusagen mit vergifteter Muttermilch bzw. Babynahrung erfolgt, von Staats wegen, in einer Weise, die von den lauten Kritikern der Industrialisierung und Technisierung der anderen Formen der Massentierhaltung, die nicht ‚Politik’ heißen, gar nicht wahrgenommen wird, und um vieles furchtbarer ist als die in chemischen Instituten nachgewiesene eventuelle Kontamination der Futtermittel für Gattungsexemplare der Tierart Homo sapiens, weil sie sich im Bereich der symbolischen Formen abspielt und aufbereitet wird, für die es keine chemischen Untersuchungen gibt, und weil sie mittels Kommunikation verbreitet wird, für die es keine Epidemiologie gibt, obwohl in diesem Bereich ‚Umweltschäden’ angerichtet werden, von der sich die Körnerfresser und Veganfanatiker und Ökofreaks nicht die geringste Vorstellung machen können, so sehr sind sie Produkt dessen, was es in die Reflexion, ins ihr verkümmertes Bewußtsein zu heben gegolten hätte so lange die ‚Reform der Bildung’ das noch nicht schlau ausschloß, indem sich alle Bildung in ein kapitalisiertes Anpassungsangebot verwandelte, das gerade dies vor allem auszuschließen bemüht ist, als überflüssig, jenseits des Lernziels, das die ohne Anstoß mögliche Bewegung durch das Labyrinth ermöglicht, als den einzigen dem Gattungsexemplar der Nutztierart Homo sapiens offen gehaltenen Weg zum Erfolg, der bestenfalls darin besteht, einen möglichst schmerzfreien, unlustfeien Weg zum Tod durchlaufen zu dürfen.

Dem dient die Bedienung der primitivsten ‚Triebinteressen’ oder ‚Triebbedürfnisse’ als Hebel zur Anpassung der Individuen, die diesen als Liberalisierung ihrer Lebensentwürfe erscheint, indem sie physischen, oft genug den biochemischen Terror, den der Organismus sogar gegen die noch erhaltene Vernunftfähigkeit erbarmungslos vorträgt und als ‚Freiheit’ erscheinen läßt, wenn ihm überlassen bleibt auszuagieren, was diesem einfach die physische Not übrigbleibt, wenn er sich selbst überlassen wird, wie den Lagerinsassen als solche entgegentritt, was sie bereit macht dazu sich unter jedes Tier hinab zu begeben und einer Bestialität fähig zu werden, die deshalb so unfaßbar demütigend ist, weil sie das derart konditionierte bloße Leben um jede ihm formal von denselben Verhältnissen großzügig und nach Laune konzedierte ‚Menschlichkeit’ bzw. ‚Menschenwürde’ bringen muß indem die ihm gebotenen Konditionen des Insassen das Leben gegen die möglich Vernunft und am Ende sogar gegen das Leben selbst derart in Stellung bringen, daß es sich im Grenz- und Einzelfall sogar gegen sich selbst wendet und vernichtet ohne daß sich irgend jemand (anderer), zumal in politischer Verantwortung auch nur in den Hauch des Verdachts gebracht sehen muß, er/sie habe sich dabei die Hände schmutzig gemacht und in Menschenblut getaucht, und dies alles weil die kannibalische Ordnung sich in einer Weise zur ‚Hochkultur’ sublimiert hat, daß den von ihr dressierten Gattungsexemplaren, werden sie nun zu herrschenden Bestien und Predatoren, zu Schäfer- und Kampfhunden oder zu Schlachttieren konditioniert je nach Bedarf, Bereitschaft (Lernfähigkeit) und Eignung (jawohl, gerade auch als Lehrer, Sozialarbeiter, Therapeuten, Wissenschaftler und Professoren) das gar nicht mehr bewußt werden kann, sind sie doch alle aufgrund ihres persönlichen Verdiensts in einer grundsätzlich durch Chancengleichheit und die Breitstellung von Aufstiegschancen charakterisierten besten aller möglichen Ordnungen ‚sozial aufgestiegen’, je sogar ‚sowas von aufgestiegen’, einer Ordnung, zu der es jedenfalls keine aufzeigbar bessere gibt, deren bloße Unterstellung nicht sogleich von den verbeamteten Kläffern erfolgreich verbellt werden könnte, denn just dazu sind sie ja dressiert worden, in dem Glauben freilich, sie seien aufgrund von übergeordneten ‚Leistungen’ und ‚Verdiensten an der Gemeinschaft’ usw. zu den Fleischtöpfen erhoben, die mit dem Fleisch der von ihnen mit gehüteten Herde der Nutztierart Homo sapiens gefüllt werden.

Denn sie sind ja dazu ausgesucht, um den Preis ihres Aufstiegs und ihrer Privilegierung und Begünstigung auf einem ‚Freien Arbeitsmarkt’ das enteignete Bewußtsein zu konditionieren und ‚die loonies ggf. ‚back on the path’ zu bringen („...got to keep the loonies on the path…” Pink Floyd) bzw. dafür zu sorgen, daß die der Sprache, der Fähigkeit zum produktiven Gebrauch der symbolischen Form systematisch Beraubten, die des eigenen Ausdrucks durch eine heimliche Entmündigung durch die ihnen vorgesetzten Experten Beraubten sich nicht nur unter dem Eindruck ihrer Insinuationen ihrer ständigen hautnahen Kontrolle (durch Lehrer, Ärzte, Psychiater, Therapeuten, die ganze Hierarchie hinunter bis zum Sachbearbeiter des Amts für Integration, auf dem Background von Polizei und Ordnungsbehörden aller Art, die das Leben überwachen, wo sich die Wahrheit des Daseins des Insassen angesichts der blanken Gewaltandrohung in das überführt, was sie der Sache nach von ganz oben an ist, wo sich die Machenschaften als ‚Kulturträgerschaft’ inszenieren wie Mafiabosse angesichts ihrer bewaffneten Mörder.) diesen vertrauensvoll überlassen sollen ohne die Kontrolle anders denn als Wohltat zu empfinden (wie der Betreiber des Stalles ja durchaus ein vitales Eigeninteresse nimmt am Wohlergehen seiner Stalltierpopulationen, so das nicht in einen abzuwägenden Zielkonflikt gerät mit den Kosten), sondern sich diesen auch als ständiges Experimentierfeld zur Verbesserung der Steuerungsmethoden freiwillig zur Verfügung stellen sollen, indem sie sich diesen Absichten möglichst weit öffnen, und das was sie ‚bewegt’ möglichst haarklein so darstellen, daß sich die ‚Wissenschaft’ noch besser darauf einstellen kann, jede Bewußtwerdung dessen, was unter anderem sie selbst an ihnen tatsächlich, unter dem Vorwand ihrer ‚therapeutischen Betreuung’ exekutiert, ihnen verborgen bleibt, zumal angesichts der offensiv, aber inzwischen nicht mehr ganz so laut vorgetragenen Absicht, Unbewußtes bewußt zu machen, um wo Es war, Ich werden zu lassen.

Nichts ist furchtbarer und gefährlicher für den Menschen und die Menschwerdung als die formale Aufrechterhaltung des Anspruchs, den jeder ‚Mensch’ grundsätzlich habe als unveräußerliches Recht, und die unter dieser Maske an Ahnungslosen unter den Titeln ‚Sozialisation’ und ‚Bildung’ vollzogene Schändung und Vergewaltigung des Lebens, das nichts zu begreifen hat als sich billig zu verkaufen, so als handele es sich um die Losschlagung von bloßen Quantitäten einer auf dem Markt durch ihren von den Monopolen mit Hilfe der organisierten Gewalt im Auftrag einer Tierverwertungsökonomie festgesetzten Tauschwert von qualitätslosen Zeiteinheiten , die gegen diese systematische Perversion des intergenerationellen Verhältnisses als Inbegriff der Hochkultur nach ihrem Ende und ihrer Umwandlung in ein formales Rechtsverhältnis keine Gegenwehr haben, das eine arbiträre und keiner anderen Kontrolle als der eigenen totalitären Verfügungsgier überlassene organisierte Gewalt gegen die bloße Möglichkeit der Menschwerdung im Namen der Emanzipation und der Bewußtwerdung, der Heilung gar von fachkompetent ohne jede Rücksicht auf die dem Dasein von der arbiträren Gewalt diktierten Konditionen diagnostizierten Erkrankungen systematisch vorträgt gegen das vergewaltigte Leben, das in kosmischem Maßstab einzige, das einem Individuum gegeben wurde, gewöhnlich ohne daß ihm die Konditionen vorgelegt worden wären zur Zustimmung oder Ablehnung unter diesen Umständen ‚das Leben geschenkt zu erhalten’.

Angesichts des ersichtlichen Übergangs der Hochkultur zur alleinigen und konkurrenzlosen Form einer Ökonomie, die nur als kannibalische Ordnung verstanden werden kann entlang der Entfaltung eines Selbstverhältnisses der so genannten Menschheit zu sich selbst, das sich in Fortsetzung und Iteration des Autokannibalismus des Prinzips Leben selbst korrekt verstehen läßt, die sich im organisierten Selbstverhältnis der Tierart Homo sapiens zu sich selbst wiederholt und zu einer intelligenten Form des Ausdrucks des Autokannibalismus des Lebens ausgeformt hat, in dem alle Intelligenz kulminiert, soweit der Terminus bzw. seine Bedeutung als Synonym für einen überwältigenden, am Ende das Leben selbst überwältigenden Erfolg gelten kann ist die moderne globale Ausprägung der organisierten Gewalt die zu sich selbst gekommene Realabstraktion im Sinne der methodischen Eingangsbemerkungen der Grundrisse der Kritik der Politischen Ökonomie von Karl Marx, dessen Eliminierung aus dem lizensierten Bildungswissen kein Kriterium sein kann für die Richtigkeit seiner Analysen und Befunde, zumal angesichts des erkennbaren Mißverhältnisses zwischen den seelisch-geistigen Krüppeln und den Mittelmäßigkeiten, die gar keine andere Überlebenschance haben als die, die ihnen die organisierte Gewalt in der Funktion von Schäfer- bzw. Wach- und Kampfhunden in der Nachfolge der von ihnen demonstrativ verachteten Funktion von Dorfgeistlichen bietet, die als Personal aus den nicht erbberechtigten Nachkommen der Herrschaftspersonals in die eigens zu ihrer Versorgung geschaffenen, die Krallen der Bestie der Herrschaftsverhältnisse in Samthandschuhe der Guten Hirten einpackenden Pfründe einrücken, um in dieser militärischen Hilfsfunktion der Armeepfarrer die Schlachttiere zum Schlachthof zu begleiten, angesichts dieses Übergangs, der angesichts seiner Nacktheit dringend der Einkleidung durch die ‚Erklärungen’ seiner ‚Natur’ und Alternativenlosigkeit durch das Massenprodukt der industriell erzeugten Systemeigenpropaganda bedarf, ist eine der Einfachheit der scheinkomplexen Verhältnisse, entsprechende simple Schematisierung erlaubt und erhellend, die den oft von den Experten angemahnten Komplexitäten widersprechen mag, die vor allem in den Erklärungen existieren und zunehmen, die die jeweilige parasitäre ‚Brahmanenkaste’ im Interesse ihrer eigenen Selbsterhaltung generiert wie Blattläuse Zucker scheißen, um zu verhindern, von den Ameisen gefressen zu werden oder von den Junikäfern, die die Ameisen vertreiben, damit sie die Zuckerscheiße ungestört genießen können, der sozusagen das Schutzgeld darstellt, das die Blattläuse an die Ameisen zahlen, um ihrer Selbsterhaltung willen.

Das Schema ist indessen zunächst unabhängig von der Selbsterhaltung der Parasiten, die das Leben jeder Herde begleiten, in der Form der Predatoren, die an ihrem Fleisch schmarotzen so gut wie in der Form der anderen Schmarotzer, die sie unablässig belästigen und ihrerseits wiederum andere Lebensformen begünstigen, die als Putzerfische oder als Madenhacker sich einloggen in das Dasein der Herde und als mehr oder weniger segensreich erlebt werden mögen angesichts des Übels gegen das sie eintreten um sich zu ernähren. Der sich hier nur andeutende Vergleich, der die Soziologie von einer Last befreit, indem er sich der längst vollzogenen verhaltens- und lerntheoretischen Einordnung des Gattungsexemplars der Tierart Homo sapiens einfach konsequent anschließt und vollzieht, was die Verhaltenstheorie, der Behaviorismus und die Lerntheorie, überhaupt die Psychologie der Massentierhaltung bereits als gewöhnliche Praxis und Voraussetzung alltäglich an den ihr zugeführten Gattungsexemplaren vollzieht, ist in jeder Hinsicht gerechtfertigt nicht nur, sondern sogar geboten um der Kontinuität der Konsequenzen willen, die die mögliche Einheit der Wissenschaft gebieten und fordern, wenn eine Verständigung innerhalb des Feldes der Wissenschaft überhaupt möglich sein soll, und derart ist die Auflösung der Sozialwissenschaften in solche vom Leben allgemein unter konsequenter Verallgemeinerung der Einordnung der Tierart Homo sapiens in das Leben und seine Evolution nur das Ende einer seit Darwin, der dafür über den grünen Klee gelobt wird, sich andeutenden Zielvorstellung der Wissenschaftskonzeptionen, die sich nicht zufällig im Zuge der Entstehung der modernen Ökonomie und ihrer organisierenden Funktion in Gestalt des gegen den Menschen sich immer wirksamer bewaffnenden organisierten Gewalt ausbilden.

Diese Ökonomie der Verwertung der Nutztierherde der Tierart des Homo sapiens durch die aus ihr selbst ebenfalls hervorgehende Gruppe der Tierhalter, die sich von Predatoren anderer Tierarten zu denen der Tierart Homo sapiens selbst umwandeln, um sich dann weiter zu entwickeln zu Gottkönigen und Priesterschaften, die in ihrem Namen die Oikumene der geistlichen Weltverwaltung besorgen bis sie sich ihrerseits zugunsten merkantilistischer und dann ständig entlang eines sich immer reiner herausarbeitenden Prinzips der Verwertungsökonomie des Nutztiers Homo sapiens überflüssig machen, die keiner anderen Polsterung mehr bedarf als der der Medizin und anderer Techniken der Erhaltung des variablen Kapitals, das die organisierte Gewalt als Funktion dieser Ökonomie vorhält, vereinfacht selbst, als Realabstraktion, alle Politik auf die kostengünstige Einrichtung und Versorgung der Nutztiere in der Weise, die das Maximum der möglichen Extraktion von Gewinnen aus der Verwertungstechnik zu ziehen ermöglicht, die mit der sachgerechten Konditionierung, Dressur und Konditionierung der verfügbaren Gattungsexemplare zu bewerkstelligen ist.

Ich bin der Meinung, daß angesichts der nackten Wirklichkeit, die immer mehr auf die Realität der die Wirklichkeit des Daseins faktisch beherrschenden, zur Abstraktion erhobenen kannibalischen Ordnung einerseits in einem Selbstverhältnis der Tierart Homo sapiens wurzelt, die ihrerseits nichts anderes ist als eine Iteration des Selbstverhältnisses des autokannibalisch sich mittels immer neuer Iterationen in sich selbst aufstufenden und zu Hierarchien, Freßhierarchien sich ausformenden Autokannibalismus des Prinzips Leben selbst, dem alle soziokulturellen, einer Selbstreflexion entspringenden Konzeptionierungen des Menschen zu entgehen versuchten indem sie sich dieser Natur, der allgemeinen wie der eigenen bewußt entgegen setzten, sich früher oder später die Erkenntnis durchsetzen muß, daß das, was den Namen Kultur oder ‚Hierarchie’ (=’Heilige Ordnung’, inmitten des angeblich wissenschaftlichen Zeitalters der Wissensgesellschaft!) trägt, nichts ist als ein Gefüge von tiefgestaffelten Festungsanlagen mit der Funktion der Absicherung der kannibalischen Ordnung und der Herrschaft der unablässig anstelle des Menschen ausgebotenen Predatoren mit Vorbildfunktion für die durch das System der Gatter zur Verwertung getriebenen Schlachttiere, ein Gefüge, das aus nichts als aus Worten und Bildern besteht und somit gar keinen wirklichen materiellen Bestand hat, sondern dadurch ‚wirklich’ wird, daß es den abgerichteten Gattungsexemplaren durch die systematischen Vergewaltigungen und Schändungen eingetrichtert wird, die von der ‚Soziologie’ und der Psychologie als ‚Sozialisation’ und von einer schwachsinnigen Person in der politischen Funktion einer Ministerin für Bildung als ‚Bildung’ deklariert werden unter Berufung auf die Vorteile, die die möglichst selbst bezahlte und insofern noch viel wirksamer internalisierte Auswirkung der Dressur dann entfalten kann, wenn man derart aufgrund dieser Investition in sich selbst auswegloser noch dazu verurteilt ist, daran zu glauben, daß das Sinn macht, was man sich antat, weil es einen Arbeitsmarkt gibt, oder seine Fiktion, die man ebenfalls erlernt hat, der die derart erworbene ‚Qualifikation’ eventuell verwertet wird, wenn denen, die sich dazu bereit finden könnten weil sie sich davon einen Gewinn versprechen entsprechend ihrem gerade erkannten Bedarf.

Alles, was über die ‚Seele’ noch therapeutisch geredet wird, ist theologischer Rest und Surrogat von Religion für die Zwecke der sozialen Steuerung, die sich an den erhaltenen Volksglauben anschließen lassen, indem sie die Illusionen aus der Büchse der Pandora nutzen, die Hoffnung. Praktisch ist das Prinzip der organisierten Gewalt das Lager, das Gefängnis, die Anstalt, die ohne jede Psychologie auskommt, wie die Praxis der Arbeitskraftverwertung durch die Sachbearbeiter belegt, die ohne jede ‚höhere Kenntnis’ des humanistischen oder auch nur humanen Brimborium auskommt. Die tatsächliche Logik der Ökonomie der Nutztierverwertung der Tiergattung Homo sapiens folgt, zumal angesichts des sich explosiv vermehrenden Überangebots an Arbeitstieren und Konsumenten und der damit wirksam werdenden Logik des Grenznutzengesetzes des Ökonomen Gossen längst ohne jede Rücksicht auf Menschenrechte und dergleichen Bekenntnisse aus Festreden in Bewegung. Diese Bekenntnisse werden noch mitgeschleppt solange sie noch eine gewisse Attraktion ausüben auf Bevölkerungsgruppen, die in Weltgegenden leben, die noch nicht der Logik der kannibalischen Ordnung und ihrer bis an die Zähne bewaffneten nuklearen Bedrohung des Lebens gänzlich unterworfen sind und sich anfällig zeigen für die ihnen vorgespiegelte Verbesserung ihrer Daseinsbedingungen.

Ist der Prozeß, den die kannibalische Ordnung ihnen gerade macht um ihrer Vollendung willen, erst einmal vollendet, dann wird diese Maske fallen und das Prinzip der organisierten Gewalt wird die Welt in eine geschlossene Anstalt verwandeln in der sich die Verwertung der Nutztierart Homo sapiens frei von Rücksichten zu vollziehen vermag, und das innere Prinzip der kannibalischen Ordnung als eine Form der Massentierhaltung am Menschen mit allen Mitteln der eigens und zu diesem Zweck entstandenen und geschaffenen wissenschaftlichen Mitteln der rücksichtslosen Verwertung des Nutztiers Homo sapiens den Menschen endgültig vernichten wird, sogar als bloßen Schatten einer Erinnerung, die denen bleiben mag, die sich nicht sofort auf die Linie des Paradigmas bringen lassen, das ihnen befiehlt gefälligst nach vorne zu sehen, um sich in ihrer ihnen ebenfalls verordneten Freizeit die von der Bewußtseinsindustrie, deren Funktion ist zu verhindern, was das Wort zu besagen scheint, für sie zurecht gemachten Fiktionen einer frei erfundenen Vergangenheit und Entwicklungsgeschichte der als ‚Menschheit’ von verantwortungsvollen Lehrern gelobten Stalltierpopulation des großen Konzentrationslagers namens Erde anzusehen und daran zu glauben wie angeblich in weit zurückliegenden, längst vergangenen Zeiten das eine in den Kinderschuhen voraufklärerischer primitiver Gemütszustände dümpelnde vormenschliche Zivilisation weit unterhalb der zu sich selbst gekommenen Gegenwart wirklicher Aufklärung getan hat, die von immer neuen bi an die Zähne bewaffneten Kommandotrupps US-amerikanischer SEALS erst die Brettertüren eingetreten bekommen mußte um zu der Modernität fähig zu werden, deren Stand die Gegenwart der Smarttelefone und der Tablet-PC’s repräsentiert, mit denen sich weltweit telefonieren ließe, wenn es dafür nur einen vernünftigen Grund gäbe jenseits der Börsennachrichten und dem Wetter anderswo, dessen genaue Aussichten sich in jeder der Einzelzellen des um sich greifenden Singledaseins empfangen läßt, in der die Masse der Vereinsamten langsam seelisch und intellektuell, wenn auch sozusagen privilegiert, gut und sauber gekleidet, in hygienisch einwandfreien Verhältnissen verrottet, während ‚wir’ – wie bedrohlich - immer älter werden, und damit zum Problem – für wen eigentlich, wenn es doch ‚wir’ sind, die uns auf diese unverschämte Weise bedrohen, jeder den jeweils Anderen, und nichts sonst als dies die Hölle auszumachen scheint, die in uns, mit der wir uns bedrohen, indem wir den anderen als die Bedrohung wahrnehmen, die uns bedrohen indem auch sie immer älter werden. Derart schrumpft die von einer Obsession eroberten und besetzten ‚Wahrnehmung’ des Anderen auf das Maß einer primitiven, dem Fortpflanzungstrieb geschuldeten und vom Terror der Biochemie der Reproduktion befeuerten, aber am Anderen sich objektivierenden paranoiden Projektion, die sich tatsächlich den Wahrheiten der Verhaltenstheorie insoweit anschließt als diese die animalischen Impulse im Kontext der Selbstreproduktion des Lebens aller zweigeschlechtlichen Formen der Fortpflanzung auch ‚wissenschaftlich’ angemessen berücksichtigt und würdigt.

Montag, 16. Juli 2012

In diesem Kontext ist ein Nachruf auf die Liebe am Platz. Die kürzeste Version, die es dazu geben kann, ist durch den Hinweis auf den Fortpflanzungszyklus der pazifischen Lachse erzählt. Dies um zunächst daran zu erinnern, wozu das allgegenwärtige Business mit der so genannten ‚Sexualität’ und in der Folge das daran anknüpfende Gerede von emanzipativen Lebensentwürfen alternativer Art, die frei sind von der Willkür der Genderkonstruktionen usw. dient. Indem es den Schein einer ‚Freiheit’ erzeugt, wo bei genauem Hinsehen nichts ist als heiße Luft oder wenig mehr als dies, aufs Ganze des Lebenszyklus des Individuums gesehen, das zunächst nichts anderes repräsentiert als den Auftrag des Lebens, sich fortzupflanzen, indem es sich, als zweigeschlechtliches Lebewesen, mit einem anderen zu diesem Zweck paart.

Der Vorgang verdankt sich, vom Standpunkt einer von dem damit gegebenen Zwang unabhängigen Vernunft, dem blanken Terror der Biochemie des Organismus. Kaum etwas ist für einen unvoreingenommenen Betrachter ein in einem höheren Maß widervernünftigerer Vorgang als die Beobachtung des ebenso rätselhaften wie verzweifelt und geradezu wahnwitzig selbstmörderisch wirkenden Kampfes der pazifischen Lachse, die sich in aberwitzige Aktionen stürzen um einen Erfolg zu erreichen, der sie das Leben kostet, nur um ihre Eier und Samen zu verbreiten, zu sterben, wenn sie an allen anderen Gefahren vorbei gekommen sind, um dann die Gegend mit ihren Leichen zu düngen.

Die Tintenfischschwärme – mit ihrer überlegenen Schwarmintelligenz – die sich zu letalen Paarungsparoxysmen zusammenfinden, umgeben von riesigen Banden von Mördern, die schon auf sie warten, ebenfalls um sich fortzupflanzen und/oder gefressen zu werden, wenn sie nicht schon gestorben sind bevor sich alles dies vollzogen hat, das in allen ‚höheren’ zweigeschlechtlichen Lebensformen zu beobachtende blödsinnige, biochemisch erzwungene Kampf, oft genug auf Leben und Tod um nichts als die Wohltat, einen Krampf loszuwerden, der dazu zwingt, sich damit abzuquälen, ein Weibchen zu befruchten in einem Vorgang, der etwas unbegreiflich widerwärtiges und gewalttätiges hat, von dem nicht zu verstehen ist, warum die Angegriffenen – die Weibchen – das über sich ergehen lassen sollen, zumal angesichts der Folgen, die darin bestehen, daß alsbald ein Parasit in ihrem anschwellenden Leib heranreift um ihr Leben in Gefahr zu bringen bei seinem oft genug mißlingenden gewaltsamen Ausbruch aus dem Wirtsorganismus, das also nicht zu begreifen ist, es sei denn auch hier wirkt ein unerklärlicher biochemischer Terror, der dazu veranlassen kann, das jede mögliche Vernunft, sogar die der Selbsterhaltung ausgehebelt wird, dies alles muß den Beobachter davon überzeugen, daß sich da etwas vollzieht, das keiner Vernunft zugerechnet werden kann, sondern sich jeder Zurechnungsfähigkeit entzieht, ebenso wie die an dem Vorgang Beteiligten.

Jede Beobachtung zeigt der bloßen Wahrnehmung das Zwanghafte, den Krampf, der die Beteiligten befällt, damit sie diese abscheulichen Choreographien vollziehen, die sich eine Chemie ausgedacht hat, von der sie sozusagen ‚befallen’ werden wie von einem entsetzlichen Virus, der ihr Verhalten aus einem unbegreiflichen Dunkel heraus gegen jeden vernünftigen Willen steuert ohne daß man ihn jemals zu fassen bekäme um ihn für alle die furchtbaren Folgen zur Rechenschaft zu ziehen, die er mit dieser Hinterlist bewirkt.

Wie kann man es überhaupt mit seiner persönlichen Verantwortlichkeit vereinbaren, sich eines Weibchens mit welchen Mitteln der Hinterlist auch immer, unter Berechnung der biochemisch unvermeidlichen Anfälligkeit der Angegriffenen zu bemächtigen, um mittels eines geschwollenen Fortsatzes, der sonst zum Urinieren benutzt wird, eine schleimige Flüssigkeit in seinen Unterleib einzufüllen, in dem man durch eine ebenfalls sonst zum Urinieren benutzte Körperöffnung in seinen Leib eindringt, alles, damit alsbald ein Parasit in ihrem anschwellenden Leib heranwächst? Und umgekehrt?

Wie kommt das Weibchen dazu, sich einem männlichen Organismus zu nähern in der Absicht, durch Schwenken des Unterleibs, Klappern mit den Augen, Auftragen von Schminke, einem liebreizenden Lächeln durch eine Larve, die den Tod maskiert, diesen dazu zu bewegen, sich darauf einzulassen, sich einem Krampfzustand anzunähern, der dieses Männchen dazu bewegt, sich auf alle die Aktionen einzulassen, die sich zu dem unerklärlichen Vollzug zusammenfügen, dessen Choreographie der Nachahmung der Bewegungen einer Dampfmaschine abgelesen zu sein scheinen, von den alles dieses begleitenden Lauten, Sentenzen und ‚Gefühlen’ zu schweigen, die nichts sind als die mehr oder weniger zum Bewußtsein gelangenden Repräsentationen des biochemischen Zustands des Organismus, der durch die bloße Wahrnehmung bestimmter Merkmale des auf einmal auf unerklärliche Weise ‚anziehend’ wirkenden Organismus erzeugt oder verstärkt wird, bei den aberwitzigsten Gelegenheiten, wenn man stets etwas anderes an dieser Stelle tun könnte, das sich mit einer in Anspruch genommenen Vernunft besser vertrüge, vor allem im Blick auf das Leben als Ganzes, dessen autokannibalisches Gefüge sich bestens zu der unfaßbaren Verschwendungssucht paßt, mit der das Dasein der Individuen, die es hervorbringt, verschwendet wird ohne die mindeste Rücksicht auf dessen condicio?

Die luzideste Darstellung der Göttlichkeit des Lebens ist als Figur der Göttin Kali in die ‚Geistesgeschichte’ eingegangen, und der Schock, den die Reflexion darauf ausgelöst haben muß ist mit der luzidesten Einsicht mit der größten Vernunftähnlichkeit in diese eingegangen, in der Form des ‚Buddhismus’, dessen elende ‚Schüler’ seine hinterlassenen Sentenzen fleißig auswendig lernen ohne zu verstehen was das alles wirklich meint, und wenn es anders ist, dann ist es an dem ritualistischen Brimborium und der hündischen Bewunderung der Meister nicht zu entnehmen. Nicht zufällig ist die ‚Niederschrift von der Smaragdenen Felswand’ beinahe der vorsätzlichen Vernichtung durch die Einsicht dieser Meister selbst verfallen, die den Blödsinn erkannten, durch die Niederschrift einen Kanon der Lehre retten und tradieren zu wollen, die auf diese Weise ersichtlich einer Art der ‚Heiligung’ verfallen mußte, die ihren Sinn vernichten würde. Sie erkannten, anders gesagt, die Gefahr der Traditionsbildung, die Wahrscheinlichkeit ihrer autoritativen, organisationsgenerativen Perversion, die der des intergenerationellen Verhältnisses gleichkommen mußte, einem organisierten Verbrechen am Menschen um seiner angeblichen Beförderung durch seine selbst ernannten Folterknechte willen. Nicht auszudenken, was man an ‚philosophischem Geplapper’ triggern kann, indem man Etiketten von –ismen ausgibt.

Die sogleich sich auskotzende Freie Assoziation, die längst an die Stelle des Denkens von Philosophieprofessor/Innen getreten ist, die ohne jedes Bewußtsein davon keine Vorstellung mehr davon haben, daß die freie Assoziation das Material der Analyse ist, die das Denken bei besonders problematischen Fällen vertreten muß, und dieses auf keine Weise ersetzen kann, ist der beste Beweis für die Abwesenheit des Gedankens, der mehr und grundsätzlich anderes ist als die Primitivismen der Rekombination gelernten enzyklopädischen Wissens über die ‚Geistesgeschichte’, wie es sich in unzähligen Kompendien findet, die inzwischen längst an die Stelle des aus Zeitgründen nicht mehr möglichen langen Studiums (!) von Quellen getreten sind, deren Sinn man sich erst verständlich machen muß durch die Anstrengung, sich den Konditionierungen zu entziehen, die einem zumeist in einem Alter angetan wurden von ihrerseits konditionierten Sprechmaschinen, die unter Nutzung dessen, was sie sowohl für ihren Auftrag wie für ihre Kompetenz halten dürfen, weil sie von einem Gewaltapparat ernannt worden sind dazu systematischen Kindesmißbrauch ohne das geringste Bewußtsein davon und ohne das mindeste Gewissen, es sei denn das gute, rücksichtslos mit den inzwischen auf moderne, nämlich wissenschaftliche Art und Weise zusammengestellten zeitgenössischen Vorurteile zu verbreiten wie eine Pest, mit dem inzwischen zur blinden und unverstandenen Gewohnheit gewordenen Vorbehalt, beim nächsten, schon anstehenden ‚Paradigmenwechsel’ alles derart Mit-Geteilte zu annullieren von Oben herab um neuer wissenschaftlicher Tagesbefehle willen, mit dem blasierten Gestus des ewigen Besserwissers, der mit seinen Opfern Hase und Igel spielt und dabei immer ‚schon da’ ist, wohin die anderen stets erneut geleitet werden müssen, weil sie ‚keine Wissenschaftler’ oder keine Angestellten der Großverwaltungen sind, die sich mit der Hüterschaft und der Fortschreibung, dem Fortschritt des Wissens befleißigen und streng darauf achten, daß niemand ihr Staatsmonopol tangiert.

Denn Wissen ist nur dann solches, wenn es staatlich, anders gesagt, von der organisierten Gewalt lizensiert ist als solches und zu einer Berufsausübung ‚berechtigt’. Das ist austauschbar in jeder Hinsicht mit der Vorgängerpraxis der Theologie, die denselben Zweck erfüllte aus denselben Gründen, die auch das Zeitalter der Wissenschaft mit demselben organisatorischen Gefüge beherrschen und die tatsächlichen Herren sind, die darüber entscheiden, ob ein Individuum überhaupt etwas weiß oder nicht. Denn alles Wissen ist zugelassenes und zertifiziertes Wissen und Können, anders gesagt, nur dann wirklich Wissen, wenn es im Verwertungszyklus zugelassen ist und Steuern aus einem Einkommen bezahlt, das mittels der zugelassenen Verwendung dieses Typs des Wissens erzielt wurde.

Dabei sind die lizensierten Maulhelden, die die heimliche Zensur der letzten vier Dekaden seit dem Beginn der siebziger Jahre n Deutschland – und man wird die Machenschaften in den USA und in Britannien als heimliches Vorbild und kongeniales clandestines Großunternehmen zur systematischen Verhinderung der durch freie Akademien erzeugtes menschliches Urteilsvermögen in einer größeren Anzahl von Individuen getrost dazu rechnen dürfen, die sich zur eigentlichen innenpolitischen Katastrophe der Siegernationen des Kalten Krieges zusammengeballt haben, hinter einer Kulisse, die sich immer dreister darauf gestützt hat, mit Hilfe der – ansonsten durchaus verstehbar dankbaren – aber importierten Jubelperser und anderer Asylanten ein Bild der Guten Demokratie zu zeichnen, das, zumal diese Importe die soziokulturellen Tiefendimensionen der Kultur in die sie einwandern nicht kennen können, wie brillant sie immer über Philosophie promoviert werden – auch dies zumeist einer staatlichen Strategie der Kulturverbreitung entsprechend, die Proselyten und Propagandisten braucht und herstellt, die in den Herkunftskulturen die Sache der staatlich zugeschnittenen ‚Kulturimago’, ein halbgebildetes Phantasma, zu propagieren haben um damit, als ‚Meinungsführer’ weitere Proselyten anzuwerben, eine von den politischen Absichten gegenüber den Herkunftskulturen der Immigranten abgesehen zu enge, weil partei-politisch determinierte ‚Motivation’, die das wirkliche Verhältnis zwischen Kultur und ihren Protagonisten und der Parteipolitik, zumal auf dem intellektuellen Niveau der Gegenwart in einem Deutschland auf eine Weise verkehrt, deren ‚Sinn’ man sich leicht klar machen kann wenn man sich nur die Anzahl der ‚Regimechanges’ unter Einschluß des letzten und des absehbar bevorstehenden in Richtung ‚Europa’ vor Augen hält, die seit dem letzten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts auf dem Boden des (einmal) deutschsprachig bevölkerten Bodens Europas im Besonderen und in Europa im Allgemeinen vor sich gegangen sind, mit der Folge, daß nur der bedenkenloseste und blindeste Opportunismus wirklich in den Organisationen überlebt hat, der durch diese wechselnden Gewaltverhältnisse, die gewaltsame politisch-administrative Setzung von evolutiven Selektionskriterien durch die bewaffnete, an ihrer mörderischen Entschlossenheit nirgendwo Zweifel aufkommen lassenden Gewalt von Knarrenträgern und Panzergeneralen, die sämtlich durch viel Furchtbareres abgelöst wurden, ausdrücklich nicht nur begünstigt, sondern, aufs Ganze gesehen, gewollt worden sein muß insofern seine Auslese, die der prinzipienlosesten Höflinge, Schlaumeier und Karrieristen, Intriganten und Hinterhältigen, der wirkliche Effekt der angeblich so fortschrittlichen Evolution der Gewaltverhältnisse ist, die das Geplapper vom ‚Volk der Dichter und Denker’ seit je – bis man damit kein nennenswertes Geschäft mehr machen konnte angesichts der Verlumpenproletarisierung der Population, die sich an Gangsterrappern aus den urbanen slums und Elendsvierteln der US-Großstädte orientieren (Eminem ausgenommen, der ‚das Problem der Söhne der ‚alleinerziehenden Nutter’ recht gut dargestellt hat und auch, was diese Söhne von solchen ‚Müttern’ halten, die niemand als Ferkel oder Sauen in seinem Schweinestall halten wollen würde), oder an den Nutten des show-biz, die Wert darauf legen, politisch korrekt als ‚sex-worker’ angeredet zu werden, oder als ‚celebrities’. Sock it to me, baby!

Es ist eine der Merkwürdigkeiten der Perversionen, von der Prostitution bis zur Homosexualität, daß sie sich so aggressiv darum bemühen, von den ‚Normalos’ unbedingt nicht nur die nicht erzwingbare ‚soziale Anerkennung’ zu erhalten, sondern in jeder Hinsicht als ebenso ‚normal’ betrachtet werden zu wollen, bis in die Lächerlichkeit, die sich unter Inanspruchnahme des Gesetzgebers dazu versteigt, das solche Partnerschaften als ganz normale Familien alle deren ‚Rechte’ in Anspruch nehmen dürfen, bis hinein in das Recht auf ein Kind, das zu zeugen ihr Lebensentwurf nicht ermöglicht, zu dem sie sich bekennen in dem Bewußtsein, daß sie ihre Existenz einem Lebensentwurf verweigern, den sie mit ihrer eigenen ‚Wahl’ unweigerlich entwerten bis zur Verächtlichmachung, als ‚Normalos’.

Es ist eines, solche ‚Entwürfe’ nicht zu verfolgen, und ein anderes, daß sich dieser Verzicht in dieser Weise in einen Invasionsversuch umkehrt, der das soziokulturelle Gefüge und die Grundlagen der Existenz zweigeschlechtlicher Lebensformen angreift indem er sie negiert um parasitär von ihrer Existenz zu leben, und sich destruktiv in sie einzumischen, obwohl es sich um die Grundlagen des bloßen Daseins der Abweichungen handelt, die der verachteten und in destruktiver Absicht belagerten anthropologischen Basis die Möglichkeit von ihr abzuweichen inzwischen mit dem Einverständnis der von ihnen derart dreist abweichenden Normalos verdanken, deren sonstige ‚Vorteile und Privilegien’ sie nun unter Beibehaltung von Verachtung und Abweichung mittels eigener Lebensentwürfe verlangen. Ähnliches gilt für die Prostitution, die ungeachtet ihrer altehrwürdigen beruflichen Tradition, die jedenfalls auch auf dem konstitutiven triebhaften Opportunismus des Weibchens beruhen dürfte:

Stolz tritt der Hirsch auf die nächtliche Lichtung

Und wittert Rivalen in jeder Richtung

Dieweil die Rehlein friedlich grasen

Um sich dem Sieger zu überlassen.

Die Prostitution ist und bleibt eine soziokulturelle Abweichung und Perversion der menschlichen Verhältnisse angesichts der Notwendigkeiten, die die lange Zeit der Aufzucht, der Einweisung in die soziokulturelle Umgebung und Erziehung der Nachkommen, die aus der Zeugung von zwei eindeutig bestimmten gegengeschlechtlichen Individuen einer Art hervorgehen mit sich bringen, und das gilt auch für andere Perversionen, die als solche nicht aufgehoben sind im anthropologischen oder sogar im weiteren Sinne des Lebens von Lebensformen mit zweigeschlechtlichen Daseinskonditionen, weil sie nicht verfolgt werden. Dasselbe gilt für die Abtreibung von gezeugten Nachkommen. Zeugungen ergeben sich nicht zufällig. Das gerade wird deutlich anhand der allgemeinen Verfügbarkeit von Hilfsmitteln der Verhinderung ihres Zustandekommens. Die so genannte ‚Sexualität’ ist eben nicht ablösbar von der Zeugung von Nachkommenschaft. Auch das gilt trotz und ungeachtet der Abspaltung und Umwandlung der ‚Sexualität’ als eine Art von Ware und Konsumgut, das ein wesentliches Mittel des Antriebs der Motoren der Ökonomie ausmacht. Wer diese anthropologischen Wahrheiten des Prinzips Leben diskutieren zu können meint, der ist als Gesprächspartner durch sich selbst ad absurdum geführt, nicht deshalb, weil man sich weigert, sich auf derartige ‚Diskussionen’ einzulassen. Man muß deshalb klarstellen, daß es hier um Deklarationen handelt, nicht um Diskussionsangebote.

Es gibt anthropologische Grundlagen des zweigeschlechtlichen Lebens der Lebensform Homo sapiens. Daß der Gesetzgeber sich hier so politisch kooperativ zeigt ist einfach darin begründet, daß er selbst, als Organ im Privatbesitz einer hoch organisierten Bande, die diese Funktion ihrer Ökonomie nutzt um ihre Ziele durchzusetzen, maßgeblich beteiligt ist an demjenigen Fortschritt, der in der systematischen Zerstörung aller soziokulturellen Grundlagen des Lebens dieser Tierart besteht, der erst die gänzliche Freisetzung des verwertbaren Nutztiers Homo sapiens ermöglicht, mithin die von keiner im genauen Sinn menschlichen Rücksicht mehr behinderten Verwertung des Nutztiers Homo in einer Ökonomie, deren einziges Objekt, auf welchen Umwegen auch immer die Gattungsexemplare dieser Nutztierart ist, und deren Funktion die Politik ist, die sich als Form der Massentierhaltung nur dadurch von anderen ihrer Formen abhebt, daß sie nicht erlaubt, die Gattungsexemplare der Tierart Homo sapiens an andere Nutztierarten zu verfüttern, um ihre Zahl bzw. Verwertbarkeit zu verbessern.

Wer das leugnet gehört eben zu den Befürwortern dieser Form der Massentierhaltung und wird das tun weil er auf die eine oder andere Weise davon profitiert, anders gesagt, weil es seiner Selbsterhaltung unmittelbar oder mittelbar nützt, oder weil er diese Art der Nutzung so oder so liebt bzw. als ‚alternativenlos’ zu betrachten gelernt hat und nichts anderes mehr will, weil es einleuchtet. Und dagegen ist nichts einzuwenden, denn es geht nicht um einen Überzeugungsversuch, sondern ausdrücklich um die Möglichkeit der Darstellung des so Darstellbaren und den Beleg dafür, daß das nicht nur möglich, sondern hiermit wirklich ist. Es ist damit so entlassen in die Geschichte der Literatur wie anderes auch und sich in dieser Form selbst überlassen.

Den Plappermäulern der intellektuell eingekleideten ‚Ausredenkultur’ wird das nicht passen, aber es ist schon gesagt worden, daß es hier nicht um eine Diskussion unter Abhängigen geht, ebenso wenig wie um eine Anerkennung durch wie immer triebhaft sich zusammenballenden ‚Mehrheiten’ eines Publikums von Bystandern, die darauf warten, wem sie Beifall klatschen können, weil das ‚ihrer eigenen Meinung’ entspricht oder wenigstens passend entgegen kommt, und sie sich, vor allem das ist alte Erfahrung aller Aufklärung, von einem Mob oft kaum unterscheiden, und es ist Sache des Gebildeten, sich darüber informiert zu zeigen, ohne erst noch nachsehen zu müssen oder ‚sich zu erkundigen’, am liebsten bei Wikipedia.

Der hirnrissige Größenwahn von Daisy, mit dem kleinen Schmierstück am unteren Ende ihres Rumpfes die Welt beherrschen zu können indem sie sich einen Golem bastelt, den sie als Superman herumschicken kann, indem sie ihm einfach konstant die Anerkennung verweigert, um statt dessen Superman zu bewundern, anders gesagt: immer einen anderen, den sie ihm als Rivalen vor die Nase hält, hat natürlich eine gewisse Faszination, zumal angesichts der Art wie das ganz offen dargestellt werden kann, geradezu in der Form eines Mythos, der die Sozialpsychologie des Sozialcharakters korrekt wiedergibt, und wenn man sich ansieht, bis zu welchem Grade sich das tatsächlich in eine durch den ‚Gesetzgeber’ gestützte ‚soziale Wirklichkeit’ umsetzen läßt, so daß high-tech-societies in hohem Maße von diesem einfachen, gerade zu primitiven Mechanismus beherrscht wird bzw. von der Biochemie der Organismen, die den Treibstoff für diese Machenschaften liefern, immer auf dem Hintergrund der Lösung, die die pazifischen Lachse und die Tintenfische für das selbe Problem mit sehr viel weniger Aufwand gefunden haben, der letzten Endes nach allgemeiner Überzeugung das Maß angibt für die in die Lösung tatsächlich investierte ‚Intelligenz’.

Ich habe die Prostitution immer als ein Geschäft betrachtet, in das unheimlich viel hineingesteckt wird, ohne daß dabei etwas herauskommt. Dasselbe gilt für den Sex als Konsumgut und Freizeitspaß ungeachtet des Vergnügens, das die Gattungsexemplare dabei ohne Zweifel empfinden.

Diese Empfindungen beweisen aber nichts, absolut nichts, in keiner ihrer subtilen Abstufungen einerseits oder der kruden Maschinerie andererseits. Die Pornoindustrie beweist nichts als daß sich daraus ein einem Bedarf und einem Bedürfnis entsprechendes Geschäft machen läßt an dem viele in verschiednen Funktionen mit verdienen möchten. Es ist damit wie mit allen triebgesteuerten ‚Bedürfnissen’: Sie suchen Befriedigung. Gäbe es die mit dem Sex verbundenen, von ihm als Business genutzten Begleiterscheinungen nicht, dann würden diese Aktionen nicht stattfinden. Die Verselbständigung der Sexualität zu einem Konsumprodukt dient auch systemischen Steuerungsinteressen, denn schließlich kann trotz all dem fickenden Leerlauf die explosionsartige Vermehrung der Biomasse der Tierart Homo sapiens nicht im Mindesten gebremst werden oder auch nur etwas verzögert werden im Maß ihrer Beschleunigung.

Da es sich um Funktionen der Selbsterhaltung des Lebens als Leben handelt, sind sie ungemein stark verknüpft mit dem Dasein des Individuums, um es zum Fortpflanzungsverhalten zu zwingen, ob es daran ‚denkt’ oder nicht. Von alledem gerade macht sich diese Funktion nach Möglichkeit so weit es irgend geht unabhängig und wäre es anders, gäbe es Leben nicht in dieser Form. Es ist daher kaum zu verwundern, daß Leben diese Funktion auch in einem seiner selbst gelegentlich bewußten Lebensform in einer Form vor Augen halten muß, daß das Individuum, dessen Existenz ja keinem anderen Zweck dient als dem Nachkommen zu erzeugen und bis zu einem gewissen Grad zu hüten, auch bewußt diesen Fortpflanzungszwang als Ausdruck seines eigenen Willens erlebt, denn sonst könnte es sich dem als fremdartig empfundenen Drang entziehen und verweigern, und in der Tat gibt es ja auch Individuen, die das tun, und man kann dann – wissenschaftlich – vermuten, daß ‚der Trieb vielleicht nicht so stark ausgebildet ist bei diesem Individuum und ihm je nach Laune eine natürliche Begünstigung oder eine Schwäche, eine Minderwertigkeit zuschreiben, aber das bleibt letzten Endes eine Sache des Beliebens.

Fest steht, daß es immer auch als Kulturleistung eigener Art verstanden wurde, und zwar schon sehr früh, wenn es Individuen gelang (!) sich dem Zwang, dem Joch des Fortpflanzungstriebs zu entziehen, und es steht auch fest, das das nicht in jedem Fall als ‚Schwäche’ im Sinne einer Minderwertigkeit ausgelegt werden kann, anhand der bekannten Fälle, auch nicht von ‚Wissenschaftlern’, und zumal angesichts der bekannten Flexibilität der Triebstrukturen des Homo sapiens, die sich nicht zuletzt an den Perversionen zeigt und an der Möglichkeit der Substitution des Triebobjekts, deren eines die Wissenschaft selbst ist.

Gerade deshalb sind alle die Abweichungen und Substitutionen als Erscheinungen zu betrachten, die sich gerade weil der Homo sapiens eine so flexible Triebstruktur hat (das gilt im Übrigen wenn auch nicht in demselben Maße, wie man weiß auch für Gänse und andere Tiere, die einfach das was sie zuerst sehen oder was sie pflegt und nährt als ‚Mutter’ akzeptieren) eine gewisse Selbständigkeit erlangen können, ohne daß dabei ihre Grundlage in der Zweigeschlechtlichkeit des Organismus der Lebensform Homo sapiens verloren ginge. Es ist vielmehr eine reine Bewußtseinssache, das aus dem Auge bzw. dem Bewußtsein zu verlieren und es ist unbenommen klar, daß die Möglichkeit dieser Verselbständigung es ist, die diese Fickindustrien erst schafft, als Begleiterscheinung des urbanen, medial vermittelten Lebens dieser Tierart, aber letzten Endes löst ein Teil der Erscheinungsformen der Perversionen nur die Freakshows des Wanderzirkus ab, mit der entsprechenden Anpassung und der modernisierten stylischen Aufmachung, die das ‚interessant’ macht. Wenn ich mich frage, was mich dazu bewegt hat mir das, stehenbleibend, eine Weile anzuschauen, dann erkenne ich im Nachhall der Erinnerung ein sich nicht auflösen lassendes Unverständnis, eine meinetwegen als ‚Mangel’ verstehbare Unfähigkeit zu begreifen, was diese Individuen bewegt und ihr Verhalten bestimmt.

Das geht mir nach wie vor so beim Anblick verschiedener Aufführungen von Popdiven und Kings of Pop. Das Gezappel, die Gestik, das Gefuchtel will ersichtlich die Aufmerksamkeit fesseln, und das gelingt auch wenigstens so lange bis wenigstens ich verstanden habe, daß es jedenfalls sonst nichts bedeutet, es sei denn die Aufforderung: Kauf mich! Gut, dann habe ich ja alles verstanden, und damit ist das erledigt. Das alles besagt aber nur, daß hier unbewußte, biochemisch in bestimmten Lebensaltern ungemein verstärkte und daher zwingende, am Bewußtsein vorbei oder unter seiner Indienstnahme sich betätigende Grundfunktionen des Lebens, die dem Individuum derart oktroyiert sind, daß sie sich in den Besitz von dessen bewußtem Tun zu setzen vermögen, sich dennoch bewußtlos durch diese Individuen hindurch zur Geltung zu bringen versuchen um den Daseinszweck des Individuums zu realisieren, und daß es sich bei alledem um an die Fortpflanzungsfunktion gebundene sekundäre Selbstdarstellungen des Lebens und seiner das Individuum übergreifenden und oft genug geradezu ignorierenden Strukturen, die darin zu erkennen sind, daß sich das Leben durch die Kontingenzen seiner Realisierung in der Form zweigeschlechtlicher Individuen hindurch realisiert und kontinuiert, und daß der ‚bewußte Wille’, der Selbsterhaltungsimpuls des Individuums hierbei selbst funktionalisiert werden als ihrerseits gegenüber dem Prinzip Leben sekundäre Funktionen, die ggf. nachgeordnet werden gegenüber der übergreifenden Selbstrealisierung des Lebens mittels der Individuen. Im Fall der pazifischen Lachse, die hier aus guten Gründen, wegen der vergleichsweise anderen Lösung, herangezogen werden, besteht die Lösung darin, daß die Individuen sich in der Realisierung der ihnen aufgegebenen Fortpflanzungsfunktion physisch erschöpfen, nach Erfüllung ihrer Funktion, die ihren ‚Willen’ gänzlich funktionalisiert im Dienst der Primärfunktion der Realisierung der Fortpflanzung, sterben um den Fluß, sein Wasser mit Nährstoffen zu versorgen, die auch der Flora zugute kommen, die aus dem Flußwasser ihre Nahrung und ihren Wasserbedarf mit bezieht.

Der Untergang der Individuen nach der Vollendung der Fortpflanzung spätestens ist eine Funktion eines ganzen Ökosystems von Leben und Lebensformen, die in einer Symbiose mit der Lebensform der Lachse lebt, und es bedarf dazu keines Bewußtseins und keiner Diskussion um das Recht der Frau auf den Pornokonsum zum Zweck ihrer fortschreitenden Emanzipation ihrer Lust etc. und auch das übrige Business unter Einschluß der Rotlichtviertel und der Rock- und Popmusik, der Produktwerbung usw., die alles über das Bindeglied der Süchte miteinander verflochten sind zu einem ausgesprochen parasitären Geflecht von gigantischen Protuberanzen über der Reproduktionsfunktion der Tierart Homo sapiens, die indessen angesichts des geradezu aberwitzigen Blödsinns, der sich darin vergegenständlicht, niemand heranzieht zum problemlos gelingenden Nachweis, daß die Lebensform Homo sapiens keiner Vernunft fähig ist und keine Intelligenz nachzuweisen imstande ist, insofern die pazifischen Lachse im Vergleich damit eine ungemein effiziente und einfache, zweckdienliche und ökonomische Lösung gefunden haben, die tatsächlich dem Grundsatz des Denkens der Welt gemäß dem Prinzip des geringsten Kraftmaßes vielleicht nicht ganz kongruent ist, aber um sehr vieles näher kommt als der aberwitzige, sich zu immer weiteren Verirrungen steigernde Lösungsweg des Homo sapiens, der auf der Höhe seiner technisch-wissenschaftlichen Fähigkeiten, auf die er so stolz ist, sich als gänzlich unfähig erweist, mit nachweisbar intelligenten, von vernünftigen Mitteln zu schweigen, gegen den losgelassenen Irrsinn zur Wehr zu setzen, den ihm die Eigenart seiner in die Perversion abgeglittenen Fortpflanzungsfunktionen aufzuzwingen imstande ist, so daß man mit Fug und Recht angesichts des Gesamtresultats zu befinden gezwungen ist, daß sich hier vielmehr etwas abspielt, das weder einer schlichten Ökonomie des sich in sich selbst in der Form einer Art fortsetzenden Lebens einerseits genügt, noch andererseits einer bewußten Handhabung der geschlechtlichen Eigenschaften des dem Homo sapiens eigentümlichen Lebens, das sich in irgend einem denkbaren Einklang mit einem von einer erkennbaren Vernunft beherrschten oder wenigstens gesteuerten oder mit gesteuerten Übereinstimmung dieser Vernunft, die ansonsten ihrerseits keine zu sein vermag, mit den unvermeidbaren und anerkannten sowie ausmachbaren Zielen des Lebens als Ganzem oder als dem der Art wüßte.

Die von dem ‚Selbstbewußtsein’ der ‚Wissenschaftler’ mehr als dem der Wissenschaft ausgehende Einschätzung des Homo sapiens als sapiens oder als intelligentes Leben ist derart jenseits der Bunker der wissenschaftlichen Institute und Einrichtungen, Kongresse und Beraterstäbe unhaltbar, und erscheint als einerseits unhaltbarer Opportunismus gegenüber den ‚Gesprächspartnern’, die die Wissenschaftler bezahlen, und als kompensatorischer Größenwahn, eine infantile Allmachtsphantasie, die sich seit dem ersten Anblick der Heroen der Wissenschaft im Schulbuch des Kindes als das Motiv festgesetzt hat, das seither als für die Vernunftentwicklung ungesunder Rest sich versteckt hat einmisten können in Schichten des Organismus, die der wissenschaftlichen Durchdringung entgehen, während gerade dies aufs Ganze gesehen darüber entscheidet, ob sich jenseits der Brillanz der Nachweise instrumenteller Brauchbarkeit des dressierten Wissenschaftlertiers tatsächlich auch unabhängig davon, was den Herren gefällt, das Vorhandensein einer Vernunft vermuten läßt, die ihre Impotenz nicht ständig dadurch vorführt, daß, kaum klingelt die Glocke, die anzeigt, daß der Dienst, die Vorlesung vorbei ist, sich eine Abschaltautomatik aktiviert, die dafür sorgt, daß ein debiler Idiot die Strasse betritt um sich in den nicht weiter als bedeutsam wahrgenommenen reflexions- und bewußtlos bewältigten Massenalltag zu mischen, und sei es nur aufgrund eines Reflexes, der der Maxime folgt, die der Infanterist beim Militär als erste zu erlernen hat und deren Text lautet: Nicht auffallen!

Was ist, wenn diese Söhne unter dem Zwang ihrer biochemischen Verfassung auf Partnersuche gehen, da sie inzwischen einen wesentlichen Teil der Populationen der fortgeschrittenen Demokratien ausmachen, als die Singles, die mit der Freude von Gequälten die Hasenkästchen in den Mietskasernen der Großstädte bewohnen, in denen sie vegetieren dürfen, mit dem Gefühl der Erleichterung, die jemand empfindet, der in Schuhen aufwachsen mußte, die stets eine Nummer zu klein waren und nun endlich das Gefühl genießen kann, das man hat, wenn man sie ausziehen kann, indem es wenigstens in dieser Umgebung niemanden gibt, der bei jeder Gelegenheit herumkommandiert, daß man sich beim Pinkeln gefälligst zu setzen hat, daß anschließend der Deckel heruntergeklappt werden muß, und daß das Geschirr gespült und aufgeräumt werden muß, weil man das inzwischen selber kann und dann, wann man selbst es für richtig hält, so daß es keines Partners bedarf, der gegen das gelegentlich huldvoll gewährte Anrecht auf einen Koitus, das man an jeder Ecke im Dutzend erwerben kann ohne sonstige Verpflichtungen eingehen zu müssen, die verantwortungsvolle Aufgabe der lebenslangen Erziehung eines unmündigen Kindes übernimmt, das nicht erwachsen werden kann, solange es diesen Kommandanten hat, von dem nur noch fehlte, daß man sie mit ‚Jawoll, Frau Obersturmbannführer’ (Für Feministen: es geht hier also nicht um den typischen Gegensatz in der ‚Männerphantasie’, die die Frau in ‚Heilige und Hure’ unversöhnlich spaltet, sondern eher um den von ‚totalitäre Lagerkommandantin’ und ‚triebhafte Opportunistin’. Sorry, Mädels!) anzusprechen hätte, wenn man die Befehle dieser selbsternannten Gouvernanten dieses postfaschistischen und postkommunistischen Mentalitätstypus entgegennimmt, ein Typus, den die besagten politischen Systeme erzeugt und hinterlassen haben, als echten Erfolg und als unvermeidliche Erbschaft ihrer gewaltsamen Machenschaften und ihrer ihnen unterschiedslos gemeinsamen, seit Hegel im Übrigen bereits notorischen systematischen Zerstörung der Verwandtschaftssysteme bis hinunter in die Reste, die als ‚alleinerziehende Mutter’ hinterbleiben, und von der darin getreu wie ein dressierter Hund folgenden ‚Sozialwissenschaft’ in unbegreiflicher Anpassung ihres ‚kategorialen Rahmens’ der vorsätzlichen Begriffslosigkeit als die Grundlage ihrer an die Umstände angepaßten Definition der ‚Familie’ bezeichnet werden während sich auch diese Reste schon auflösen zugunsten der mit der Kapitalisierung auch dieser Familie – ‚die Frauen werden von ‚der Wirtschaft’ so bald wie möglich in ihrem Beruf zurück erwartet’, heißt inzwischen der weniger sentimentale Klartext, der den ersetzt, der darauf bestand, daß „‚die Frauen’ darauf bestehen so bald wie möglich ‚in ihren Beruf’ zurückzukehren“ – auflösenden Mutter/Kind-Bindung, deren Liquidation sich bereits in der Waisenhauspsychologie angekündigt hat vor Jahrzehnten, als die ‚Bezugsperson’ – ein Ungeheuer aus dem Weltraum am Rande der Familienatmosphäre auftauchte, die sich mehr und mehr beliebig gegen die ‚Mutter’ austauschen ließ schon lange bevor das Praxis wurde, und die sich inzwischen schon – das ist noch in Vorbereitung durch den kulturgenerativen und darin ungemein genialen (man kann auch sagen, von jedem Verdacht verantwortlichen Handelns befreiten, also ‚kreativen’)‚Gesetzgeber’- gegen den schwulen ‚Partner’ gleichgeschlechtlicher ‚Beziehungen’ und ‚Lebenspartnerschaften’ ausgetauscht werden kann, die sämtlich, als ‚Bezugspersonen’, legalisiert werden als Aufzuchtbetriebe oder Referenzstellen für die Verantwortlichkeit für die ‚Kinderaufzucht’ mittels wissenschaftlich standardisierten ‚Sozialisations-Prozessen’.

Wer hier System gewordene Perversionen erkennen will, ist nicht auf der Höhe des wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts, wohin dieser auch immer absehbar fortschreitet, um alsbald an die Wand gefahren zu werden?

Was ist, wenn diese Söhne der allein erziehender Nutter, die nicht nur Zeugen dessen wurde, was sich da in den Haushalten hinter verschlossenen Türen oder in einer gleichgültigen asozialen Umgebung vollzog an Daseinsgestaltungen, als in das Erwachsenenleben entlassene Sträflinge des Gefängnisses, dessen ohnmächtige Insassen sie waren, unter dem Terror der Biochemie der Fortpflanzung stehend sich wohl kaum bewegt von einer ihnen als die eigene zugewachsenen Vernunft, sondern als von dem Terror der Biochemie ihres Organismus geknechtete Wesen, der ihnen Diktate zuschickt, gegen die jeder Befehl eines militärischen Befehlshabers ein leicht zu verweigerndes Hindernis der freien eigenen Entscheidung darstellt, sich ‚Partnerinnen zuwenden’, in denen sie, wissend oder nicht, zugleich alles das wiedererkennen und vorwegnehmen müssen, was ihnen die Erinnerung an die Begleitung durch diese ihre Nutter so segensreich als unverlierbaren soziokulturellen Erfahrungsschatz beschert und unvergeßlich hinterlassen hat, während ihnen eine ihnen nicht zur Verfügung stehende Suggestibilität das unerklärliche Wunder der Erscheinung eines unwiderstehlich begehrenswerten Wesens präsentiert, dessen Spur zu folgen ihnen eine unbezwingbarer Kraft diktiert?

Was besagt an dieser Stelle der nichts besagende scheinbar, wegen seines fachterminologischen Nimbus Ausdruck der ‚Ambivalenz’ anderes als daß es sich um einen Popup-Automatismus handelt, der Verständnis simuliert zugleich mit Expertise und Kompetenz, während es sich einfach um die Ersetzung einer analytischen Information durch ein terminologisches Nichts handelt, eine Leerform, in die alles paßt, was man möglichst schnell abhaken will, indem man Kompetenz mimt? Dabei hat dieser automatisierte Blödsinn System und man kann deshalb oft schon vorwegnehmen, daß sogleich der passende terminologische jack-in-the-box aus dem Gehirnskasten dieser Art von Experten springen wird, die zu jeder ausführlichen Beschreibung und Betrachtung, die sich der Ausdrucksmöglichkeiten der Sprache und ihres Reichtums zu bedienen vermag, sogleich den alles zusammenfassend erledigende Fachterminus zu produzieren wissen, aber umgekehrt nicht dazu imstande wären, aus dessen dropping die Information zu entfalten und sprachlich darzustellen, die sich angeblich in diesem Fachterminus erschöpfend zusammenfaßt. Der Scharlatan ist an dieser Art der Konstruktion von Einbahnstrassen erkennbar, die er nur in einer Richtung zu befahren weiß, indem er zugleich kopfnickend Verstehen ‚signalisiert’. Man hüte sich darauf hereinzufallen und mache den Gegentest.

Das intensive Grauen, das mit der Einheit und Gleichzeitigkeit dieser komplexen Wahrnehmung verbunden ist und einen unlösbaren Konflikt zur Erscheinung bringt am Objekt einer Wahrnehmung, der sich dieses zugleich als ‚Liebesobjekt’ aufzwingt, ist mit einer Terminologie nicht zu bewältigen, die sich unter Verfeindungszwang und dem damit verbundenen akuten Bedarf politisch in Formen auskristallisiert, die sich dann in den Auftritten bekannter Feministinnen in den Medien oder als ‚Medienakteure auf dieser Grundlage Karrieren basteln, die vor allem dem Grauen eine akute materielle Form zu verleihen vermögen, an denen sich die Kontur des bis dahin bestenfalls im Traum erahnten Ungeheuers unversehens in die Form der Menschenfresserin ausformt, deren Repräsentanz sich bis dahin als innere Verfolgerin dem Anblick entzogen hatte.

Zugleich entwaffnet die Feigheit des Ungeheuers, das ganz selbstverständlich darauf verzichtet, nach dem Vorbild aller vorangegangenen Generationen vorschriftsmäßig, als Mann, auf den Schlachtfeldern dieser Erde zu sterben, denn das wäre doch zu viel an mit der Eroberung des Terrains verbundener Zumutung. Lieber versteckt man dann die ansonsten fleißig gebrauchten Krallen und setzt sich, als Frau, für den Weltfrieden ein, weil sich damit zugleich zeigen läßt wie die Weiblichkeit die Welt verbessern kann, einerseits, und zugleich, weil sich auf diese Weise das Schicksal des kastrierten Mannes vermeiden läßt oder die Blamage, die darin besteht, daß man dann doch lieber auf dieses Privileg, auf dem Schlachtfeld zerfetzt zu werden verzichtet, um wenigstens dieses Privileg dem ansonsten ja nutzlosen Mann zu überlassen, der da beweisen kann, daß er doch nicht der Schlappschwanz ist, als den man ihn im übrigen Leben bereits erfolgreich abgefertigt hat. Da hat er immerhin noch eine Chance, sich als der Mann auch zu bewähren, von dem er nur wähnt, er sei dieser. Die Option, das auch anzuerkennen kann man sich dabei immer offenhalten. Vielleicht kommt er ja nicht wieder, der Schlappschwanz, und das am ehesten sähe ihm ähnlich.

Wenn man nicht fähig ist, die ‚Darsteller’ dieser Standarderwachsenenrollen, die der mörderischen, zu allem entschlossenen Bestien und ‚Ogresse’, mit den Augen des heranwachsenden, ahnungslos und arglos in diese Welt der Mörderbanden geworfenen Kindes wahrzunehmen, der wird in jedem Fall ebenso ahnungslos, aber in keiner Weise ebenso harmlos dieselben Kinder rücksichtslos schänden und mißbrauchen und sich dabei mit Zustimmung seiner Zeitgenossenschaft einbilden dürfen, er leiste damit nicht nur den Geschändeten und Mißbrauchten einen Dienst, sondern obendrein der Menschheit, von den jeweiligen Untermengen der eigenen Art nicht zu reden, für die man noch extra eintritt, mit zusätzlichem Engagement, und erfolgreich, versteht sich.

Der Kampf der ineinander verkrallten Menschenfresser, denen nachzuweisen wer sie sind keines Aufwandes bedarf, wenn man sich umblickt, kündet von dem Schicksal das dem droht, der sich dieser Auseinandersetzung nicht gewachsen zeigt in dem Augenblick, in der er in diese Erwachsenenwelt entlassen wird, auf Tod und Leben, ein Umstand, der sich in dem Schein verbirgt, den die bürokratischen Regelungen und die mit ihnen einher gehende Versachlichung der Praktiken und Verfahrensweisen erzeugen, indem sie den Mord, das Mörderische verstecken, sublimieren, im Unsichtbaren verschwinden lassen hinter dem Paravent der geregelten Prozeduren und ‚Prozesse’, die dem Individuum gemacht werden auf seine Kosten, deren Folgen der zuständige ‚Psychologe’ oder Mediziner als organisch oder psychisch bedingt zuordnet, indem er den ‚Kontext’ ausblendet, von Berufs wegen, denn das ist seine Funktion als Praktiker und als Wissenschaftler, und vor allem als Beauftragter in Sachen Bevölkerungspolitik, über den die ‚Freiwilligkeit’ des Klienten ebenso hinwegtäuscht ihn aufzusuchen oder auch nicht, ebenso wie das ‚Recht auf die freie Arztwahl’.

Nach dem Ende des zwanzigsten Jahrhunderts ist als sein Resultat ein Menschentyp normalisiert und standardisiert worden, dessen Brutalität und Gefühlsarmut, dessen professionelle Kälte und Gleichgültigkeit ihn kenntlich macht als Erben Adolf Eichmanns und jenes anderen Adolf, der aus den Schützengräben des ‚ersten Weltkrieges’ als kontingent Überlebender eines Schlachtfestes kroch, in dessen Dreck er eigentlich als Kanonenfutter verbluten hätte sollen, wenn es nach dem Willen der Mächte gegangen wäre, die diese Kontingenzen zum System der Bedingungen des Überlebens erhoben um die Populationen und ihre mit dem Fortschritt der Industrialisierung steigenden Freiheitserwartungen ihre Mores zu lehren. Aus diesen Generationen von Untoten, die noch einmal antraten um sich dem Tod in einer verzweifelten Identifikation mit dem Angreifer, der sie hatte auslöschen wollen – und das ist innen- oder außenpolitisch richtungsneutral, insofern es die de facto in den Blutbädern miteinander über die Fronten hinweg gegen die Populationen verbündeten ‚Eliten’ betrifft, die hier gemeint sind – mit dem Beweis ihrer Furchtlosigkeit entgegen zu stellen, ging der Normaltypus des politischen und verwaltungstechnischen Bürokraten hervor, der den Stall der Massentierhaltung perfektioniert hat, in dem die Biomasse des Homo sapiens zur Verwertung als Nutztier kommt, eine Hölle ohne einen anderen Ausgang als den, den der Tod bietet.

Die verzweifelte Sexualisierung des Alltags durch die Produktwerbung und die Unterhaltungsindustrie entspricht einer auf Dauer gestellten Kriegslage, die mit ihr verzuckert wird. Die unablässige präkoitale Euphorie, die sich wie ein schriller rosafarbener Zuckerguß über den Alltag und die Unterhaltung ausbreitet, wirkt einer latenten Depression, einer Trauer entgegen, die über dem Leben sogleich liegt, wenn nur das Wetter etwas regnerischer wird und eine Wolkendecke über den Städten liegt.

Es kann daran gemahnen, daß Generationen des organisierten Verbrechens und Erwachsenengenerationen von Untoten das Leben lehrten, sei es weil es keine anderen gab, die als physisch Erwachsene agieren konnten, sei es, weil sich organisierte Banden der einstmals gesellschaftlichen Institutionen just in dem Moment bemächtigen konnten, in dem man meinen durfte, als Zeitgenosse, daß sich der Albtraum einer unter der Knute von Viehtreibern ächzenden, nach Erlösung lechzenden Masse von Geknechteten endlich in menschliche Verhältnisse auflösen lassen könnte.

Die Schwierigkeit besteht nicht darin, in Worte zu fassen, eine symbolische Form zu finden, die den Ausdruck für das bereitstellt, was man dem Leben abgewinnen muß. Sie besteht in einer der formalen Fähigkeit etwas zu formulieren zugrunde und voraus liegende Fähigkeit zur Wahrnehmung der in der verordneten und andressierten Anästhetisierung (Wir erinnern: Es ist eine Leistung, alles dies getan zu haben, den Massenmord ausgeführt oder hingenommen zu haben, und dabei Mensch geblieben zu sein!) zurückzugewinnen aus dem Terror des Zwangs zur Anpassung an die eigentlich lächerlichen Masken der ‚Erwachsenenrollen’, die ja bereits als erzwungene Anpassungen an die Darstellung bedrohlicher ‚Erwachsenenrollen’ sind, deren Gefährlichkeit und mörderischer Ernst einem erst aufgeht, wenn man es sich einmal geleistet hat, sie nicht ernst zu nehmen und das zu zeigen.

Das gilt ohne Ausnahme auch für die angeblich auf dem Weg zur Emanzipation befindlichen Frauen, die sich ihrer Glaubwürdigkeit als Bestien versichern müssen, damit ihnen der ‚soziale Aufstieg’, in den dies alles, als Einheitstelos des Schicksals aller Erfolgreichen hinausläuft, so daß auch ‚Emanzipation’ und Bestialität bzw. die Identifikation mit ihr im Vorgriff auf den damit wahrscheinlicher werdenden Erfolg auf eines hinauslaufen, um auch die ausweglos gefangen zu nehmen, denen diese Erwartung nicht erfüllt wird, während sie das Mögliche Andere auf dem Wege bedenkenlos dem ausgebliebenen Erfolg, einer gegenstandslos gewordenen Erwartung geopfert haben, und man muß es einfach wissen oder kann es nur glauben, wenn man die Erfahrung nicht hat oder eine Erinnerung daran, daß es hier in jedem Fall auch um die bedenkenlose Opferung menschlichen Lebens ging, dem zum Beispiel die therapeutischen Täter dieser Erfolgswege obendrein die passenden Nachrufe anfertigen, einfach indem sie ihre Expertise, die der Sieger auf das Schicksal derer anwenden, die ihren Lernprozessen geopfert wurden, wenn es denn auf solche im Effekt hinauslief am Ende. Denn die Kompetenz kann auch in der gänzlich freien Gewissenlosigkeit bestehen, die sich im traumlosen Tiefschlaf des von keiner Besorgnis über seine eigenen Taten biographisch tangierten beunruhigten Gewissens dokumentiert.

Keines dieser mörderischen Erfolgsmonster hat sich jemals einen Dreck darum geschert, was diese Schaukämpfe von Bestien für die zusehenden Kindern und Heranwachsenden an brutalisierenden oder bedrohlichen Effekten haben könnte, denn so wie die Dinge lagen, gab es je keine andere Wahl als die Identifikation mit dem Angreifer, oder die Flucht, stets aber genau genommen die vor den eigenen Eltern, auf welchem Umweg auch immer, der herrschenden Erwachsenengeneration, von der mit der Zeit immer mehr durchsickerte, wer sie eigentlich waren, nachzuweisen an ihren mehr oder weniger gewollt aufgedeckten Taten, die so oder so im Massenmord kulminierten, bei den Guten wie den Bösen ohne Unterschied, denn daß sich die Guten als Henker aufspielten unter den Besiegten, im Namen der Gerechtigkeit ist ebenso wenig zu akzeptieren wie die Handlungen, die damit bestraft werden sollten, aufgrund unhaltbarer Rechtsvorstellungen und Rechtssetzungen. Welcher Anmaßung bedarf es eigentlich sich dazu aufzuschwingen eine Bevölkerung, die sich dem übelsten Angriff mit den Mitteln des Krieges und des Wirtschaftskrieges, der Plünderung des Besiegten durch eine Horde organisierter Bestien gegenüber gesehen hatte und entschlossen war sich das nicht bieten zu lassen ohne etwas in der Geschichte zu hinterlassen, das die Sieger auf immer daran erinnern mußte, daß es sich nicht um Indianer gehandelt hatte, wie also kommt eine ‚Nation’, die ihre Musterdemokratie und ihre Kapitole auf den Gräbern der von ihnen ausgerotteten Amerikaner erbaut hat, dazu, anderen den Prozeß zu machen, den sie sich seither mehr als zehnmal ihrerseits, nach den gleichen Kriterien behandelt verdient hat?

War nicht die Heuchelei und die Selbstgerechtigkeit des Mobs, den Europa ausgekotzt hat, um ihn als Killerbande nach Amerika zu schicken, genug deutlich geworden anläßlich der Extermination der Amerikaner, denen nicht einmal diese Bezeichnung zugestanden war, indem sie sogleich, als gehörten sie da gar nicht hin, der Name ‚Indianer’ angeklebt wurde? Und gibt es eine üblere Vergeltung als die, die diesen Menschen angetan wurde nachdem sie das blanke Überleben der ersten Siedler erst ermöglicht hatten, indem sie darauf verzichteten sie einfach zu massakrieren? Wovon träumt diese Nation bei ihrer Suche nach fremden Intelligenzen im Universum, von Typen ihresgleichen oder von neuen Opfern von der Art, wie sie sie in dem besiedelten Amerika systematisch ausgerottet haben, um sich sogleich in einer Gedächtnisschwäche und einer retrograden Amnesie zu üben, die sozusagen den Kern des Sozialcharakters der Bürger der USA ausmachen muß, wenn man ihr unverändert ebenso selbstgerechtes wie verlogenes und brutales, mörderisches Verhalten betrachtet, mit dem sie, ohne jemals aus ihrem ewigen Krieg gegen den Rest der Menschheit, von der sie sich ein Teil wähnen, nach Hause kommen zu können, den gesamten Globus bedrohen, mit der Zusatzreserve eines nuklear bewaffneten globalen Finanzmarktes, mit dem sie zusammen mit ihrem kleinen Bruder die Welt terrorisieren?

Wann kommt dieser Mob zur Besinnung und hört endlich damit auf, sich als der oberste Moralapostel der Welt aufzuspielen während in seinen Hinterhöfen und slums immer mehr Kinder verrecken, so als sei der Massentod derer in den von ihnen belagerten Kulturen, die über Generationen reichenden systematischen Traumatisierungen ganzer Generationen von Kindern im Namen der Menschenrechte und der Freiheit von Schwulen und Frauen nicht genug, eine billige Propaganda, die de facto auf die innenpolitischen Verhältnisse vor den jeweils nächsten Wahlen zielen, und sich einen Dreck um die Familien derer scheren, die nach ihren Drohnenattentaten hinterbleiben in welchem Zustand auch immer? Ist das eine ernst zu nehmende Bemühung um weitere Demonstrationen, daß, wenn es schon in den USA offenbar nur noch die Rebellion der Straßenköter gibt, anderswo noch Menschen existieren, die sich das nicht bieten lassen wollen und dem Golem gelegentlich einen Nadelstich versetzen, so daß der wieder einmal brüllend Amok läuft? Wäre es nicht so kostspielig und folgenreich, dann wäre es ein Witz, von der Art einiger früher Computerspiele, in denen ein Monster in einem Labyrinth herumläuft und immer, wenn man ihm einen Nadelstich versetzt, rast es blind herum um sich dann wieder zu ‚beruhigen’. Hier läuft das anders aber nach einem inzwischen recht gut erkennbaren immergleichen Muster, einem Stereotyp des provozierten Angriffs.

Der Flair, der über dem postsozialen, je, dem postgesellschaftlichen, de facto durch die Herrschaft der Großformen der Industrie- und Populationsverwaltung durchmilitarisierten Leben liegt ist der aller Truppenunterhaltung, zu der alle ‚Kultur’ verkam nach der Enttäuschung an den Institutionen der Religion und ihrem verkommenden Personal, deren Praxis auch das besudelte und mitnahm in den Untergang, was daran bewahrenswert gewesen wäre, gerade wenn und indem man es von der sprachlichen Form des vorwissenschaftlichen Lebens, als einem veraltenden Kostüm, befreien mußte, hätte man gekonnt, an den erstarrten Wächtern des Buchstabens vorbei, und ohne den Fängern im Bildungssystem auf den Leim zu gehen die mehr und mehr in den unmittelbaren Dienst der Politik der Massentierhaltung treten mußten, während die immer erneuten Wellen des noch vorhandenen Widerstandspotentials dagegen stets schwächer wurden um endlich, am Ende der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu verenden in einer letzten zwecklosen Geste der Vergeblichkeit eines sinnlosen Opfers, das in der Verachtung gegenüber den ersichtlichen Versagern endete, die nicht einmal ihre private Existenz gegen die um sich greifende, wie eine Pest sich verbreitende Anomie zu retten vermochten, indem sich jeder der Ertrinkenden an jedem festhielt, wenn er ihm nur nahe genug kommen mochte, mit dem Ergebnis, daß es alle gemeinsam in den Dreck zog, in dem sich der eine oder andere wiederfinden mochte mit der brillanten ‚Idee’, seinen Untergang als Fortschritt zu neuen Möglichkeiten und Lebensentwürfen zu feiern, eine Entlastungsstrategie, die aus jeder Lage etwas zu machen gestattete, sofern sich das bloße Überleben damit verband und als der eigentliche Gewinn feiern ließ.

Und umgekehrt: Was ist mit den weiblichen Kindern, die sich ähnlichen Situationen gegenüber sahen und sich nun unter den etwa Gleichaltrigen die Partner ‚suchen’, deren Paradigmen ihnen vor Augen stehen anhand der Betrachtung der wechselnden ‚Partnerschaften’ ihrer Nutter, oder die im Teilzeitwaisenhaus aufwachsen unter den stets ‚an die Massen’ ergehenden Diktaten der Dompteusen, die es zu ihrem Beruf gemacht haben, sich dieser Teilzeitwaisen anzunehmen, indem sie ihnen als zeitweise ‚Bezugspersonen’ in den Kleinlagerformaten ‚zur Verfügung stehen’ (Wer steht hier wem als Gelegenheit der Organisierung der eigenen erfolgreichen Selbsterhaltung zur Verfügung, die das unaufhebbare einzige bzw. das in jedem Fall dominante Motiv dieser Betätigungswahl ausmacht?) until the bell tolls und die Tore sich schließen, vor denen das vergessene oder aus Termingründen oder wegen des Staus im Verkehr nicht abgeholte Kind darauf warten muß, ob die Nutter noch kommt um es ‚abzuholen’, oder ob statt dessen die Nachricht von ihrem sinnlosen Tod im Straßenverkehr anläßlich einer banalen Entgleisung eines anderen Verkehrsteilnehmers ein-trifft, oder noch banaler, ihres eigenen ‚Verlusts der Herrschaft’ über ihr noch nicht abbezahltes Fahrzeug, das einzige, worüber sie je geherrscht hat, sieht man einmal ab von der Herrschaft ihrer Launen und verzweifelten Wutanfälle angesichts ihres Schicksals über ihr Kind.

Das flächendeckende Gefasel der Systemagenten, die alles dies niederzuquasseln haben, ist nicht geeignet, die Erfahrung zu liquidieren, die sich in dieser Form zum Ausdruck bringt, und sie ist auch nicht dazu imstande, diese Erfahrung zu ‚korrigieren’. Denn die – vernichtende – Erfahrung ist absolut und real, sie ist keine Krankheit und nicht durch eine Behandlung aus der Welt der wirklichen Wirklichkeit zu schaffen und sie bestimmt die soziokulturelle Realität der Person in vielen, immer mehr Fällen, die sich nicht einfach mit dem dümmlichen ‚Rat’, wonach ‚man auch mal loslassen können muß’ aus der Welt schaffen lassen. Sie lassen sich nur überlegern mit Expertengequatsche, mit der Folge, daß diese selbst sich auf Dauer um ihre Glaubwürdigkeit bringen angesichts der sich verschiebenden realen Erfahrungsgrundlagen immer größerer Teile der ‚Bevölkerung’.

Anders gesagt: es kostet sie zwar nicht ihre Kompetenz, denn die ist ja identisch mit ihrer Lizenz, aber ihre Klientel, von der sie nur tatsächlich entweder den dümmsten oder den verzweifeltsten Teil behalten als Basis ihrer Selbsterhaltung. Und da Gewaltverhältnisse dumm machen läuft das so oder so auf dasselbe hinaus. Immerhin läßt sich der verbleibende Rest, neben den Zwangsklienten, die das Rechtssystem ihnen zufügt, als Versuchskaninchen für die Weiterentwicklung und Optimierung, die Erprobung von manipulativen Techniken der funktionalistischen Dressuren noch vernutzen, sowie für persönliche Karrieren, indem man die Veröffentlichungen faked, die das enteignete Bewußtsein in einen Beweis der eigenen – zumal humanen – Kompetenzen umwandelt, indem sie dieses Bewußtsein wie einen Einschluß in Bernstein mitführt und konserviert wie ein Fossil, das den je eigenen wissenschaftlichen Ruhm oder wenigstens das Renommeé unter Fachkollegen begründet.

Und welche ‚Familienmodellvorstellung’ mögen diese Kinder haben, die zwischen diesem Erfahrungsmuster ‚ihrer Familie’ und dem Teilzeitwaisenhaus zu wählen haben, von denen das Eine eine Hölle verlogener meist triebhafter ‚Unbeziehungen’ konstituiert und das andere die Lagerversion der Populationsverwaltung, die auf die allgemeine Lebenserfahrung mit der zumeist in Großorganisationen verwerteten Nutztiere hinausläuft? Was immer dabei herauskommt, eine Rückkehr zu soziokulturell und anthropologisch konstitutiven, der Natur des Tieres Homo sapiens als einem zweigeschlechtlichen Lebewesen, dessen Individuen ihren Hauptdaseinszweck – horribile dictu – darin haben, von Natur aus, ihrerseits Nachkommen hervorzubringen und in das Leben einzuweisen, um sich darin zu verausgaben, kann das nicht haben, jedenfalls nicht ohne eine Besinnung, die das profitable Feuer der Protuberanzen löscht und zurückkehrt auf den Boden des Lebens, aus dem die Biochemie des Organismus zumal unter ‚urbanen Lebensbedingungen’ sie aufflammen läßt, und nicht ohne eine entschlossene Handlung vieler Individuen, die sich die Möglichkeit der ihnen noch offen stehenden Menschwerdung oberhalb des Vegetierens als verwertbare Nutztiere in einem gigantischen globalen Stall der Massentierhaltung ihrer Gattung zurückerobert aus den Krallen der Bestien, die von ihrem Fleisch leben und auf Kosten ihres Daseins als Menschen, nicht als Futter der sie als Gute Hirten treu begleitenden, sie belauernden Bestien und Menschenfresser in den Höhen der ‚asozialen Hierarchien’, die bei Licht besehen nichts anderes sind als die Form hoch organisierter, bis an die Zähne nuklear und mit Drohnenwaffen das Leben willkürlich bedrohender Menschenfresser.

Der Rest ist Futtersuche und Ruhen an geeigneten Ruheplätzen. Alles andere ist für ‚Helden’, also jenen Dummkopf, der, im Wege, überflüssig und eine Gefahr, mit einer unlösbaren Aufgabe zur Hölle geschickt wird, um, indem er wider Erwarten zurückkehrt, mit einem Orden ausgezeichnet zu werden und mit einer neuen Aufgabe betraut zu werden, die diesmal hoffentlich ihren Zweck erfüllt, der darin besteht, daß der Held nicht erneut wiederkommt, sondern ‚in Erfüllung seiner Pflicht’ für bla bla bla den ‚Heldentod’ fand, ob er ihn nun gesucht hat oder nicht. Auch hier wird der biochemische Terror durch eine Ablenkung der Antriebe sozusagen umgelenkt auf Surrogate für den Kampf der Männchen um das Begattungsvorrecht auf die Weibchen. Inzwischen stellt jeder Superheld der debilen Hollywoodtypen diesen Mechanismus erbarmungslos bloß in seiner nackten Unvernunft, und offensichtlich ist das möglich ohne daß in den nervösen Systemen der von der Besessenheit Beherrschten eine Reflexion aufblitzt, die ihnen sagt, was das bedeutet, was ihnen da vorgeführt wird indem es sie und ihre ‚Motive’ und ‚Sehnsüchte’ der Lächerlichkeit preisgibt, damit aber zugleich auch ihre unvermeidliche Natur und den einzigen, nämlich natürlichen Zweck ihres Daseins als Individuen.

Fast alle Sportarten zeigen diese Funktionen in einer mehr oder weniger ‚sublimierten’ Form in Aktion, in die Form von ‚Spielen’ umgesetzt, was seit jeher der Vernunft irgendwie komisch oder sogar lächerlich vorkommen mußte, weil nichts dergleichen sich vernünftig rechtfertigen ließe, von der ‚Liebe’, also dem übermächtigen Wunsch, sich beim Anblick eines anderen Lebewesens der eigenen Art zu einer Kopulation motiviert zu sehen, über den lächerlichen Kampf der Männchen um das Begattungsvorrecht auf die Weibchen, den weiblichen Opportunismus gegenüber dem ‚stärkeren Männchen’, die reaktive Verachtung der Weibchen durch die Männchen, die sich zu diesem Kampf wider Willen gezwungen sehen um derart minderwertige Beute, und all die sublimen Weiterungen und Abhängigkeiten, die von ‚Sozialpsychologen’ gern und vor allem ohne Rücksicht auf die in allen diesen Interaktionen und Verwicklungen, die mit ihnen unvermeidlich einhergehen, eben deshalb, weil sie als Funktionen der Fortpflanzung, der Arterhaltung Diktate sogar gegen das mögliche bessere Wissen der Vernunft sind, zu der das Individuum imstande ist, indem sie sich gegen dieses bessere Wissen dennoch behaupten eben weil sie Diktate des biochemischen Terrors sind, die aus dem Organismus sich gegen die Vernunft wendet um sie zu Fall zu bringen und der Lächerlichkeit preiszugeben, die zugleich die sozialen Hierarchien mit in Frage stellt wie sich immer wieder zeigt, indem der Fortpflanzungstrieb sich mit ihnen gegenüber wie gegenüber den Einsichten der Vernunft blinder Gewaltsamkeit über alles hinwegsetzt, was der Ehrgeiz, der sich darüber erhoben glaubt, sich unabhängig von ihm vorsetzen zu können meint.

Keiner denkt für sich allein. Mag sein. Aber eine Diskussion unter ‚Abhängigen’ ist sinnlos, aus Gründen, die zu tun haben mit der Eigenart der Psychologie der Abhängigkeit, die es nicht erlaubt eine im Ernst entlang einer Ausrichtung am methodisch angemessen erfaßten Gegenstandsverständnis in Relation zu einer korrekten Konzipierung des Wissenschaftssubjekts geführte Kommunikation wirklich zu führen, weil dies unter Abhängigen und – was nur eine andere Formulierung ist - unter Opportunisten und Karrieristen, den Mittelmäßigkeiten der ‚Subjekte’ der Lern- und Verhaltenstheorie, die es ja empirisch wirklich gibt, und deren überwältigende Zahl das größte Hindernis für jede wissenschaftliche Diskussion ist, weil ihre regressive Gewaltneigung stets dahin geht, alles, was ihnen über die Hutschnur geht, auf ihr Maß zu bringen mittels Masse und Macht, stets als kränkendes und arrogantes, unduldsames ‚Verhalten’ mißverstanden wird, zumal in den Massenbetrieben, in denen die Individuen darauf dressiert sind, vor allem untereinander auszukommen, weil die Karriere des einen in mehr oder weniger großen Maße von den Machenschaften des anderen abhängig sein kann, wie das an allen Höfen der Fall ist. Man lese das Entsprechende in den einschlägigen Historien oder auch bei Shakespeare nach. Es gibt in Bezug auf die Deutung des Hamlet jenseits dessen, was sich der Autor dabei gedacht haben kann, womöglich einige Mißverständnisse, die auch dann nicht besser werden, wenn sie die Form der wissenschaftlichen Analyse haben, denn was auch immer da gesagt wird, die Hermeneutik der Analyse ist parasitär zur Absicht der produktiven Potenz und Hermeneutik, die das Werk erzeugt, das die parasitäre Betrachtung der rezeptiven Ästhetik voraussetzen muß um selbst sein zu können.

Es ist kein Wunder, daß die anhaltende Konjunktur der ‚Rezeptionsästhetik’ ihre Voraussetzungen in einer von ihr ganz unabhängigen produktiven Potenz nur zu gern unterschlägt, sei das auch nur, um dem gebauchpinselten Leser den Wasserkopf zu streicheln mit den hermeneutischen Worten: Nein, Du hast keinen Wasserkopf. Die Diskriminierung des Behinderten mit Down-Syndrom ist mir gerade vollkommen egal. Das larmoyante Gejammer gehört in dasselbe Genre, indem es sich als para-noia konstituiert, anders gesagt, statt dessen etwas anderes ‚thematisiert’.

Es geht darum, daß Leute, denen man wenigstens so viel zutraut sich selbst die Chance geben zu verstehen warum man sie für verächtliche Kreaturen halten darf, die keinerlei Rücksichtnahme auf ihre empfindlichen Befindlichkeiten verdienen, die zuzunehmen scheint mit der Höhe des sozialen Aufstiegs oder das ihn gewöhnlich noch überbietenden Wahns über die Bedeutung der eigenen Persönlichkeit und deren Verdienste, sich nicht in das Wahnsystem der Ausflüchte abmelden, das ihnen die freie Assoziation anbietet um den nebensächlichen Preis, daß sie das Denken aufgeben müssen, ohne ihre Professur aufgeben zu wollen oder ihre venia legendi, indem sie die Vorteile beider Aspekte des in jedem Fall unvermeidlich perspektivischen Daseins miteinander glücklich zu einer kreativen Synthese bringen, die sich in die Predigt verlängern läßt, die Toleranz einfordert – indem sie die Kritik als Unverschämtheit und als Halsstarrigkeit entwaffnet um die offenen Flanken zu sichern - woraus sich leicht eine neue Karriere machen läßt, die sich den Beifalls aller Scharlatane und Betrüger in den Funktionen des einstigen Bildungssystems sicher sein darf, ebenso wie aller Adepten, die sich ‚Bildung’ zu den Dumpingpreisen sichern möchten, die dem Prinzip des Denkens der Welt gemäß dem Prinzip des geringsten Kraftmaßes folgt, indem sie sich mit den Insignien begnügt, zu denen der Weg offensteht, weil dieser Typus dieses System längst erobert hat und sich nunmehr auf dem Wege der Verbreitung von immer neuen Kopien seiner selbst zum herrschenden Erfolgstypus hat machen dürfen. Denn wer die Symbole vorzeigen kann, dem gehört auch die Krone. Und schließlich ist das eine Veranstaltung ohne Zeugen, denn da das – ausgerottete – Maß fehlt, das darin bestände, daß die Bildung tatsächlich existierte, als lebende Repräsentation ihrer, gibt es keine Zeugen, kein Bewußtsein, das Zeugnis abzulegen verstünde davon, welches Kostüm diese kaiserlichen Stellvertreter der transzendenten Bildung auf Erden tatsächlich auf ihren öffentlichen Paraden ausführen.

Und damit scheinen zu ihrem Unglück weniger als zu dem derer, die ihnen hilflos und ohne ein angemessenes Urteilsvermögen, dessen Ausbildung sie sich von ihrer Mithilfe und Anleitung versprechen ausgesetzt sind, auch ihre Deflektionsmöglichkeiten in dem Maß zuzunehmen, in dem ihre Reflexion aussetzt oder verkümmert, indem sie immer nur lernt, zu assoziieren, was sie gelernt hat, um es als passende ‚Ent-Gegnung’ vor allem der eigenen Befindlichkeit zu präsentieren, damit das empfindliche Gleichgewicht ihrer Befindlichkeit nicht gestört oder von der Störung alsbald befreit wird, wie ein programmierter Automat eben in einem programmierten Dialog re-agiert um sich zu entlasten im Dienste derjenigen Aufwandsersparnis, die den Ersparnisaufwand der bloßem sturen, weil auf Teufel komm raus entlang der erworbenen Lizenz kompetenteren Besserwisserei erfordert., die ganz ohne Rücksicht auf irgend einen zugrunde liegenden objektiven Sachverhalt nicht nur auskommt, sondern darauf angewiesen ist, daß die ‚Virtualisierung’ (vulgo: Das rücksichtslose Zerreden) der materiellen Grundlagen des Lebens in dieser Cyberwelt selbst eine gegenüber der Banalität des Materiellen viel realere Realität voller neuer Möglichkeiten ausmacht, wie das Universum, sofern man es vor dem Urknall oder nach dem Endknall und von diesen her ‚denkt’ oder denken zu können behauptet.

Der schwachsinnige Bewußtseinszustand, der den verdienten Untergang des gebildeten Bürgertums und mit ihm die Strukturen der europäischen Kultur schon als seinen eigenen Sieg feiert, feiert den Schwachsinn, also eine Niederlage, die nur deshalb keine ist, weil es ohnehin nie zu mehr reichte, also auch nichts verloren ist, was man jemals gehabt oder verloren hätte. So feiert sich aber nicht nur der Schwachsinn, sondern auch das mit ihm zutiefst verschwisterte Ressentiment gegen die Bildung, die zwar in Reichweite der Hand, die sich eine Beute oder Trophäen aneignen kann, aber nichts, was sich nur aufgrund einer langen Anstrengung, und auch dann nur mit Mitteln, die nicht beliebig und nicht jedem zur Verfügung stehen, damit aber genau genommen nicht so recht demokratiekompatibel sind, jedenfalls nichts für Freibeuter, Karrieristen und Opportunisten, die zusehen müssen, daß sie was zu beißen kriegen und in richtiger Einschätzung ihrer realen Möglichkeiten nehmen müssen was sie kriegen.

Das aber begünstigt in Verhältnissen, die von dem Personalbedarf der organisierten Gewalt beherrscht werden in jedem Fall die mehr oder weniger bedingungslose Anpassungsbereitschaft an die von ihr diktierten Qualifikationsanforderungen, unter denen die Selbständigkeit des Urteils und mehr noch eine Neigung sich davon auch leiten zu lassen in den eigenen Entscheidungen und auch dann, wenn das nicht auf der Linie der Vorgaben liegt, die die organisierte Gewalt an die Qualifikation ihrer Funktionäre stellt, nicht auf der Liste der Prioritäten liegt und vor allem nicht an erster Stelle, wenn überhaupt.

Es ist ja bei Licht besehen so, daß die Vernichtung der Bildungseliten mit der traumatischen Beschädigung der soziokulturellen Kontinuitäten die Niederlage aller derer, deren eigene Hoffnungen, selbst sprach- und ausdruckslos, deshalb aber nicht weniger materiell, mit dieser Traumatisierung sogar so weit um jede Darstellbarkeit gebracht wurden, wie das mögliche Lernen an Vorbild und Modell das immerhin ermöglichst hätte, daß statt einer nun frei gewordenen Entfaltungsmöglichkeit, wie sie eine Entlastung von einem unerreichbaren Vorbild hätte sein können, nunmehr Funktionärskohorten der organisierten Gewalt getreten sind, die sagen, was es bedeutet, woran die um ihre Sprache Gebrachten, Kreaturen unter den Bedingungen des ihnen von Experten dieses Funktionärstyps des Sachbearbeiters leiden, so es ihnen gestattet ist zu leiden, eine in Abschaffung begriffene überständige Tradition aus den Beständen einer durch Wissenschaft (des Typs, den die Funktionäre der organisierten Gewalt erfinden über den von ihnen ausgewählten und zurecht gebastelten Daten) überwundenen veralteten Religion, die Überzeugungen hätschelte, die erfunden wurden, um der Wirklichkeit des Lebens zu entgehen, das die organisierte Gewalt unbehindert durch die von ihrer Verbreitung ausgehenden Widerstände gegen ihre im Prinzip unbegrenzten Verfügungsabsichten über das Dasein der von der Existenz der ihnen als Wohltat zugute kommenden Hochkultur verhängt.

Dienstag, 17. Juli 2012

Die Unterhaltungsindustrie ist, ebenso gut wie die Produktwerbung, zusammenzufassen unter dem Obertitel der ‚Sub-Kultur’ – ein echt glücklich gewählter Terminus, bis auf den zweiten Teil des Kompositums, der dieses ‚Sub’ als Kultur zu qualifizieren bestrebt ist, um (in ihrer eigenen Sprache:) den Kretins den Wasserkopf zu streicheln und dabei zu murmeln: Nein, Du hast keinen Wasserkopf, nein, Du… - Nach langem ratlosem Grübeln, auch Philosophie der Enthaltung genannt, oder des langen Zögerns, des Abwartens (ob noch etwas kommt, das Sinn macht oberhalb der Eroberung der symbolischen Formen durch die archaischsten Teile des nervösen Systems der Tiergattung Homo sapiens knapp oberhalb des verlängerten Rückenmarks, dessen Abgesandte sich als eine Art von Festungsbesatzung in der Akropolis des sprachlich visuellen Neokortex eingenistet haben um von dort aus unter dem Vorwand, die Demokratie zu verteidigen die Polis zu terrorisieren) griechisch epoch, eindeutig bestimmbar als eine ausgesprochen ökonomische Fütterungsmethode der Stalltiere, in die sich die Population dieser Tierart global endlich - bis auf nicht mehr nennenswerte Reste in irgendwelchen Steppen und Halbwüsten, die ohnehin bald Wüsten sein werden, so daß die noch verbleibenden ‚Problembestände’ sich von selbst erledigen werden - verwandelt hat unter dem Eindruck der seit dem Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts - politisch seit dem Beginn des mit der ‚Entdeckung Amerikas’ verbundenen Imperialismus zunächst Spaniens, Portugals, der Niederlande und Britanniens - anhaltenden systematischen Traumatisierung jeder über die Ökonomie der Tierverwertungsanstalt des säkularen Staates hinausgehenden Freiheitsbestrebung von Menschen, die sich diesen Strategien der ‚Modernisierung’ nicht beugen wollen und unbelehrbar bis zur Ausrottung an ‚veralteten’ Vorstellungen einer ‚menschenwürdigen Existenz’, an einem Recht auf Menschwerdung (das man auch ablehnen kann) festhalten wollen und derart sich dem ‚Fortschritt’ entgegenstellen im Namen von zum Untergang verurteilten ‚Paradigmen’.

Denn die Vertreter des alten Paradigmas sterben gewöhnlich aus, und man muß, wenn man den Ausdruck ‚Paradigmawechsel’ hört, diesen Aspekt mit hören, den der ‚Wissenschaftshistoriker’ Thomas S. Kuhn nicht versäumt hat zu betonen, um klar zu stellen, wer jetzt die allgemeinen Regeln der weiteren Evolution ‚des Menschen’ und ‚der Menschheit’, vor allem aber des Menschen in Gestalt des die wichtigen Dinge ‚herausfindenden’, erforschenden, untersuchenden und in seinen erhabenen Befunden ‚fest-stellenden’ Menschen als ‚Forscher’, ‚Gelehrter’ und ‚Wissenschaftler’, der allein das Recht hat, das gestern Festgestellte heute durch eine andere Feststellung außer Kraft zu setzen während er zugleich ankündigt, auch das derart Festgestellte morgen wiederum durch eine neue, ‚fortschrittliche’ und ‚fortgeschrittene’ andere Fest-Stellung zu substituieren, ein neues Paradigma (also anzuordnen oder anordnen zu lassen), damit Fortschritt anhaltend sei und es immer – für den Rest der Menschheit – etwas zu lernen gibt, das sie, die ‚Menschheit’, noch nicht weiß, so daß sie sich regelmäßig für die von der Wissenschaftsgesellschaft des lebenslangen Lernens eigens für sie angesetzten Fortbildungs- und Umschulungskurse aufsuchen muß, um sich der Pflicht der flexiblen und mobilen Anpassung an die mit beschleunigter Veränderungsgeschwindigkeit sich vollziehenden Fortschritte zu unterziehen bevor sie an das Altenlager zur Entsorgung (die finale Abzocke) überwiesen wird, während ihre Nachkommen in den Sweatshops der Tierverwertungsanstalten arbeiten dürfen für Hungerlöhne unter den Bedingungen der mit beschleunigter Veränderungsgeschwindigkeit prekärer werdender Beschäftigungsverhältnisse, so sie nicht verschwinden in den Zwischenräumen des globalen Lagers, kostengünstig abgelegt durch diejenige ‚Unterstützung’, die die Kosten der Gefängnisse und Einrichtungen erspart, in denen man die unterzubringen veranlaßt ist, die sich unter diesen Bedingungen als derart fehlsozialisiert erweisen, daß sie, als Kriminelle oder Süchtige, chronisch Kranke oder Geisteskranke bis zum Ende der Geduld der Lagerverwaltung noch zu überhöhten Kosten aufgrund ihrer unvollständigen Sozialisation, die sie qualifiziert hätte für den Typus des modernisierten Konzepts des ‚Offenen Lagers’ untergebracht werden müssen, durch eine Verwaltung, die sich aus historischen Gründen derzeit noch Zügel anlegen muß bei der Ausarbeitung und Durchführung, kurz: Modernisierung ihrer Entsorgungskonzepte und deshalb (dieser Teil der Menschheit, die Täter und die Opfer gleichermaßen) so oder so keine Zeit hat sich den Kopf zu zerbrechen mit der nagenden Frage was eigentlich aus ihren Eltern und Großeltern geworden ist, wenn sie noch nicht durch die moderne Lagerverwaltung in den Krematorien, die nun nicht mehr in Auschwitz, sondern in den Niederlanden rund um die Uhr brennen, entsorgt und ihre Asche in den Wind gestreut wurde, einer Lagerverwaltung, die bisher noch in korrektem Lagerdeutsch als ‚Ordnungsamt’ oder ‚Amt für Soziale Sicherung, Integration’ firmiert und alsbald einen noch besser passenden Denglischen Titel führen mag, etwa als ‚Initiative for Unified and Concentrated Cleansing’ and , kurz: iFucc.

Man stelle sich vor, diese ‚soziale Sicherung’ brennt einmal durch! Was könnte das praktisch, jenseits der Metapher, bedeuten?

Dieser Sweatshop ist der Staat also das, was einmal, unter soziokulturellen einigermaßen nennenswerten Bedingungen, die als ‚Gesellschaft’ identifizierbar waren und mit der Qualität des ‚Sozialen’ charakterisiert werden konnten, als Kultur den Inbegriff eines menschlichen Daseins unter wechselnden kulturellen Paradigmen gewesen ist, deren Eigenschaft unter anderem dadurch definiert ist, daß sie nicht als nach Belieben durch eine sich die Verfügung über das zum bloßen ‚leben’ depravierte Dasein als nackte Existenz anmaßende organisierte Gewalt nach ‚Bedarf’ entlang ihrer Exekution als Funktion einer Ökonomie der Tierverwertung an der Tiergattung Homo sapiens, zumal durch ‚Wissenschaftsangestellte’ mit dem Lebensziel ‚Nobelpreis’ auswechselbare Rahmenbedingungen des Daseins von MENSCHEN im Sinne einer nicht zur Disposition stehenden soziokulturellen Konzeption ‚interpretieren’ lassen, mit welcher ‚Hermeneutik’ auch immer, sei es die der Tiefe oder irgend eine etwas flachere, etwa entlang des Pragmatizismus (will man nicht die blinde und gedanken- sowie verantwortungsfreie Wurstelei, das Fahren auf die Sicht des Kurzsichtigen oder vom Grauen Star Befallenen zum Maß machen) oder des blanken Utilitarismus gegenüber dem nur unter anderem, aber aus guten Gründen privilegierten, weil am profitabelsten verwertbaren Nutztier Homo sapiens.

Ein soziokulturelles Paradigma, das eine nicht disponible Konzeption des Menschen oberhalb des bloßen Tieres Homo sapiens ist, und nicht anders verstanden werden kann, kann theologisch, in der Sprache, der symbolischen Form einer Religion bestimmt und ‚entworfen’ sein, und ist insofern auf jeden Fall nicht nur ein intelligentes Design, sondern das intelligenteste überhaupt, das die Tierart Homo sapiens bisher, in wenigen ihrer Vertreter allerdings zustande gebracht hat) sie lassen sich möglicher Weise unter Zuhilfenahme der Füße an Fingern und Zehen abzählen) und es mag insofern im Gegenbild des Menschen, dem Gott oder den Göttern, oder auch in dem der (Totem) Tiere, die der Mensch darin in gewisser Weise als andere Seinesgleichen anerkennt den Spiegel finden, in dem der Mensch sein eigenes Maß findet und erkennt, aber das kann auch anders gedacht werden, sofern es nur weiterhin gedacht wird und nicht vielmehr unter dem Vorwand des sich selbst dabei unvermeidlich zugunsten von Spielereien liquidierenden Denkens, an dessen Stelle die ‚freie Assoziation’ tritt (die als ‚an-archistisches’ Konzept im Sinne der Freiheit von übergeordneter, ihr, in diesem Fall als ‚Denken’ oder ‚Urteilen’ bzw. ‚Deuten’ entgegen gesetzter Herrschaft, nicht nur Verachtung verdient hat, sofern sie nicht mit einer triebhaften Regression identifiziert wird Freuds Wahl dieses Terminus für einen seelischen Prozeß besagt mit Sicherheit auch etwas über sein Selbstbewußtsein als ‚Wissenschaftsnapoleon’, der alle Menschen einer, seiner Psychoanalyse unterwirft. Da ist die ‚Freie Assoziation’ – von Produzenten - eher eine abzuurteilende Gefahr, wenn man bedenkt, wie Karl Marx denselben Ausdruck verwendet um einen Zustand nach dem organisierten Terror des Kapitalismus zu charakterisieren.

So entgegen gesetzt waren diese Charaktere in Bezug auf den Menschen. Die Menschen der ‚Freien Assoziation’ waren für Freud eben Patienten, Klientel, für Marx der Inbegriff frei gewordener Menschen, die vermutlich einen Analytiker, der sich das Urteil über ihre freie Assoziation als das Eigentliche dessen, was sie denken vorbehält, weder brauchen noch für erwünscht halten würden.) oder die (möglichst profitable) Projektemacherei und die technologisch exzessive und uferlos wuchernde Bastelei (eines aggressiven Allesfressers, der vermutlich von einem ‚agilen schnüffelsüchtigen Nager’ abstammt), also die absoluten Herrschaft der Ausredenkultur, der Hinterhältigkeiten und eines gänzlich wertfreien Opportunismus der Vorteilsnahme auf wessen Kosten auch immer, was korrekt zu Ende gedacht gleichbedeutend ist mit der Ununterscheidbarkeit von Wissenschaft und Rhetorik als ebenso institutionalisierten wie reinen Formen krimineller Energie im Gewand einer von ihnen selbst als Forschungsbefund über die eigene Befindlichkeit dem Publikum der lebenslang von ihr lernenden Abhängigenmasse präsentierten Ehrbarkeit und ‚Intelligenz’. There’s no biz like showbiz’.

(Man darf sich hier nichts vormachen lassen: Die Politik ‚versagt’ hier so wenig, bis hin zu den ‚Pannen’ der Verfassungsschutzaufklärungsarbeit, wie das Bankensystem. Es handelt sich bei alledem gerade um die Grenzleistungen dieser ‚Institutionen’, das Äußerste dessen, was ihre Leistungsfähigkeit ausmacht, und der ‚Pluralismus’ der Institutionen, Gewalten sowie die unterschiedenen Sparten des Betriebes der Erzeugung, Bereithaltung und Verbreitung von Bildung, Information und Literatur bzw. allgemein ‚Information’ bilden das Ganze des Gefüges, in dem Bewußtseinsverfassungen als industrielle Massenprodukte hergestellt werden bis in die letzten Verästelungen der schließlich mehr oder weniger kontingent, aufgrund von Bifurkationen, die bisher weder kontrollierbar noch erforscht noch als Gegenstand der Forschung überhaupt in den Blick eines ‚arbeitsteiligen’ Wissenschaftengefüges getreten sind, das sich, was das Untersuchungsobjekt betrifft, das die Strukturen des Zusammenwirkens der globalen Biomasse des Homo sapiens betrifft, sozusagen auf einem Bestand von selbst erzeugten Mythen gründet, die sie teils von älteren Formationen geerbt und umgearbeitet haben, wie ‚die Persönlichkeit’, das ‚Selbst’, die ‚Gesellschaft’, das ‚Soziale’, ‚der Staat’, ‚die Institution’, die ‚rationale Kommunikation’ etc. Das ergibt sich aus der Fixierung an die festgelegten ‚Kriterien’ von Erfolg und Mißerfolg. Man erkennt dann nicht mehr, daß auch die Entscheidungsstränge, die ‚in der Gosse’ enden, auf denselben Bildungsmechanismen beruhen wie die, die man bevorzugt und entsprechend als ‚Paradigmen’ des Richtigen, zu Belohnenden herausstellt. Entsprechend sind Appelle an die ‚Gewaltenteilung’, die ‚Verantwortung der Medien’, die Funktion der Rechtsprechung, der Universitäten, der Bildung etc., die Erwartung von ‚Reformen’ und Anpassungen an die Erfordernisse der Moderne und des Fortschritts usw. Schläge ins Wasser. Was sie bewirken wirkt sich stets im Sinne der unerkannt bleibenden Mechanismen der Autopoiesis des gesamten Systems aus und produziert überraschende Effekte, die Gehlen ‚objektive sekundäre Zweckmäßigkeiten’ nennt, während der Psychologe und Logiker Wundt das auch von ihm schon bemerkte Phänomen mit der Formulierung des ‚Gesetzes der Heterogonie der Zwecke’ zu fixieren versuchte, um einen ‚irrationalen’, nicht vorherzusehenden Überschuß der Evolution der Systeme zu bezeichnen, der sich erst aus der Teleologie vom nicht zugänglichen Ende der Geschichte dieser Evolutionen her als zwingend und in der Eigenlogik der Systeme und des Verhältnisses zu ihrer ‚Ökologie’, zu den Systemen ihrer Umwelt und dann insoweit verstehbar erweist, um den bekannten Ahaeffekt aufzulösen, dieses ‚Ach so’, das die Inhalte der Wahrnehmung wie die Glassteine in einem Kaleidoskop umstürzen läßt so daß sie sich auf einmal in einer Ordnung zeigen, die der Mangel an Übersicht oder die Erwartungen, die die Wahrnehmung besetzt hielten, genau dieser Wahrnehmbarkeit entzogen hat, so daß es genau genommen eines Umsturzes der Hintergrundvorstellungen bedarf, damit sichtbar wird, was man auch zuvor schon wahrgenommen hat, ohne es verstehen zu können.

Die sogleich als Reaktion auf eine Kritik am angeblichen Versagen von Institutionen sich aus ihrem ‚Innern’ meldenden Reformvorschläge und Effizienzverbesserungsunternehmen führen, wie man vielleicht erst sehen lernen muß, stets dazu, das nächste ‚Versagen’ herbeizuführen ad infinitum. Anders gesagt: Alle die geplanten ‚Effizienzsteigerungen’, ‚Reformen’, Neuausrichtungen werden auch diese Grenzleistungen mit verbessern und in Zukunft werden dann auch und gerade an diesen Stellen vielmehr auch verbesserte ‚Fehl’-Leistungen zu erwarten sein, nur mag der Effekt darin bestehen, daß sie nicht mehr als Versagen oder Fehler imponieren oder bekannt werden. Erst wenn man sich die Sichtweise zu eigen macht, daß dieses Versagen vielmehr das erfolgreiche Funktionieren ist und dokumentiert bzw. beweist, wird man sich von dieser Methode der ‚Verbesserung’ des Funktionierens der organisierten Gewalt verabschieden können, und es ist zunächst ein ‚Akt der Freiheit’ sich klar zu machen, daß man sich nicht zum Sklaven dieser Eigenpropaganda der Funktionsgefüge der gegen den Menschen bzw. seine Wiederkehr aus der kritischen Verdrängung - durch ‚Wissenschaft und Technik’ für die alles ankommt auf ihre institutionalisierte, eo ipso politische Form, die ebenso eo ipso eine quasi-theologische oder quasi-religiöse bzw. sozial- bzw. politisch-technologische ist - organisierten Gewalt machen darf, und sich an die angesichts der Folgen, die der heruntergekommene politische ‚Materialismus’ ersichtlich gehabt hat, daran erinnern, daß Hegel auch im Nachhinein oder vielleicht nun erst recht, als Empiriker rehabilitiert gegen die ‚idealistische Denunziation’ durch den Fuchs, der die sauren Trauben nicht erreichte, Recht hatte und behielt als er formulierte, daß Fortschritt vor allem der im Bewußtsein der Freiheit ist, wobei hier das ganze Gewicht auf ‚Bewußtsein’ fällt.)

[Das Argument der ‚Arbeitsteilung’ und der Arbeitsteiligkeit der Wissenschaften als ‚Begründung’ für die Art ihrer Sektionierung und Institutionalisierung sowie des alledem zugrunde liegenden Designs bedarf seinerseits einer Betrachtung. Es ist eine Rationalisierung ganz anderer Bedarfsanmeldungen der Systemfunktionalitäten, so wie sie gerade projektiert werden mittels eines politischen Design, der ebenfalls eine Funktion der Ökonomie ist. Diesen Machenschaften eine wissenschaftsimmanente Logik anzudichten ist aberwitzig, wenn man bedenkt, auf welche Weise das unverändert, im Zustand der Folgen ihrer Auflassung im Gefüge der aufeinander folgenden, in sich unzusammenhängenden und wissenschaftlich nicht begründeten Reformen virulente Problem der Bildung in der schreienden Impotenz der Sozial- und Geisteswissenschaften – der moral sciences – der ökonomischen und politischen Theorie und Geschichtsbetrachtung, sowie der Psychologie und anderen Unternehmungen, die sich als Ganzes auf dem Hintergrund eines Programms eintragen lassen müßten, das sich an der Phänomenologie des Geistes orientiert anstatt sich in den blöden Arroganzen selbst über den Grünen Klee zu loben nach der Art, in der die Zwerge auf den Schultern des Riesen den glotzäugigen Gaffern auf dem Jahrmarkt mit der Verkündigung ihrer alles überragenden Größe imponieren, indem sie sich und den Riesen in einen Mantel hüllen, der die Umrisse verbirgt, der eine Auskunft geben könnte über die Zusammensetzung, die sich zu dieser Größe auftürmen. Der Schneider dieses Mantels ist übrigens der Zwerg.]

Zur Erläuterung: ‚Integration’ ist diejenige Operation, die die unendliche Anzahl der durch ihre Koordinaten eindeutig in ihrer Identität bestimmten Punkte unter einer Kurve oder einer mehr oder weniger ebenen Fläche von n-ter Potenz durch ein einheitliches Flächenmaß substituiert, wobei diese Punkte und ihre Identität untergehen, vernichtet werden, weil diese für den Zweck der ‚Integration’ keine Bedeutung haben. Das ist die korrekte Definition von ‚Integration’: Der Verlust der Identität der Individuen, ihre Vernichtung.

So gesehen ist ‚Integration’ als Maxime der (globalen) Verwaltungstechnik (denn darauf läuft das alles hinaus, nicht auf ‚Freiheit’, sondern auf das globale Lager) das funktionale Äquivalent des Massenmords, und das ist nur so weit theoretisch wie es nicht globale Verwaltungspraxis ist. Die physischen Gebilde kann man dabei sozusagen stehen lassen, zumal wenn und weil sie sich dann weiter verwerten lassen. Somit sind die Bedeutungen von ‚modern’ und ‚fortschrittlich’ ebenfalls zureichend, wenn auch indirekt durch die Bedeutung von ‚Integration’ mit definiert, in der Terminologie der objektorientierten Programmierung: Die nachgeordneten Entitäten erben die Eigenschaften der übergeordneten. Die Moderne ist, zumal als intergenerationelles Verhältnis (in der Obhut von Kriminellen, wenn man es an seinem anthropologischen Maß bestimmt), also als Systematik der durch die organisierte Gewalt monopolisierten Sozialisation (s-Prozesse!) so gesehen die exakte Umkehrung der Heiligen Inquisition: Die Inquisition vernichtete die unwesentlichen, die Kontamination bewirkenden Körper um die Seelen für das transzendente Reich zu retten. Die Moderne mit ihren wissenschaftlichen anstelle der religiösen symbolischen Formen erhält die zur Verwertung bereitgestellten Körper und vernichtet die angesichts ‚fehlender Nachweise’ einer zureichend belegten Transzendenz die mithin entbehrlichen Seelen.

Daher ist die Gewalt der (altmodischen, aber den immer anwesenden Grenzfall dessen der notwendigen Disziplinierung, den Nullpunkt der postkulturellen Formen der Funktion der Verwertung des Nutztiers Homo sapiens ausmachenden inneren Logik des ‚Staates’) Konzentrationslager nur ein sozusagen als Initiationsritual aufzufassender Akt des physischen Angriffs, der nach der initialen Traumatisierung substituiert werden kann durch ‚Sozialisation’ und subsidiäre therapeutische Beratung, sozialarbeiterische Betreuung, Resozialisierung, politische Verbote der ‚Vereinigung’ bzw. Zusammenrottung, bzw. Gefängnisse, Zuchthäuser und – für ganz Unbelehrbare, der angeordnete Tod, für ganz Obstinate, an dessen Stelle auch der sozial induzierte ‚Suizid’ oder, mit unvermeidlichen, durch Prävention zu senkenden Kosten, der Amoklauf oder das Selbstmordattentat treten kann (Man kann halt nicht überall sein.), das genau genommen eine irreführenden Bezeichnung trägt, insofern es sich vielmehr um eine Alternative handelt, bei der der/die Betreffende/n, vor die Wahl gestellt, ob sie ihr soziokulturelles Selbst, ihr Ich, ihre Identität verteidigen und bewahren, retten wollen, oder ihre auf ein Vegetieren regredierte physische Existenz (Regression ist nicht korrekt, denn das suggeriert einen ‚internen pathogenen Automatismus’, wo es sich um eine durch die Umgebungsbedingungen wie oben schon unter Bezug auf ‚Wissenschaft’ und ‚Paradigma’ erläutert, erzwungene Depravation handelt, die als alternativenlos unverträglich mit einem qualifizierten Verständnis von ‚menschlicher Existenz’ erlebt, wahrgenommen und erfahren wird.) erhalten um den Preis der Hinnahme eines untermenschlichen Vegetierens.

Um auf den Vergleich der Sub-Kultur mit einer Form der Fütterung einer Masse von Stalltieren zurückzukommen, also einer Erscheinung der Massentierhaltung: Es handelt sich um die Methode der Rückfütterung der von den derart Gefütterten ausgeschiedenen eigenen Exkremente. Man kann auch sagen, daß die Stalltiere – übrigens zunehmend – mit dem gefüttert werden, was sie selbst erbrochen haben. Weniger aggressiv ist die Formulierung, daß, was ihre Depravation ausschwitzt in der Nacht, ihnen am Tage, aufbereitet durch die ‚Unterhaltung’ und Produktwerbung verkauft wird, damit sie sich darin wiederfinden und es in ihren Träumen reproduzieren, damit sie sich wiederum im ihnen verabreichten Businessprodukt wieder finden zu können meinen, indem sie sich darin verlieren, denn sie bezahlen mit einem Teil ihrer in Grenzen regenerierbaren Lebenskraft und einem Teil einer Summe der Augenblicke ihrer einmaligen, qualitativen Lebenszeit, in dem Glauben, es handele sich um qualitätslos identische, im Prinzip unendlich aneinander fügbare gleiche, beliebig teilbare Quantitäten, wie ihre Herren es ihnen beigebracht haben.

Natürlich kann man das auch so wenden, daß man betont, daß die Aufbereitung der ‚Maische’ der Träume und Zustände der Depravation und ihre Derivate, zurückgefüttert, dem breiigen und formlosen Gemenge der in verschiedenster Weise ausagierten Triebenergien Form, Kontur, Anhalts- und Kristallisationspunkte zu bieten, die sich wiederum in - nicht zuletzt profitable und stabilisierte sowie stereotypisierte – Angebote, also Produkte umwandeln lassen, die dann der ‚Freiheit der Wahl’ der Individuen zur Verfügung gestellt werden können. Anders gesagt, sie geben den unter den Bedingungen einer mehr oder weniger drückenden Depravation frei flottierenden Triebderivaten eine Richtung und ein Ziel, und das trage zur Aufrechterhaltung eines geordneten Zusammenlebens wesentlich bei, nicht zuletzt indem es den Individuen die Möglichkeit gäbe, ihre unter diesen Umständen sich konturierenden Lebensentwürfe weiter auszudifferenzieren. Man kann sich der Richtigkeit dieser Überlegung kaum entziehen, gerade wenn man die ökonomisch-ordnungspolitische Präferenz darin erkennt, die sich letztlich in einem arbiträren Sinn an der sozialtechnologischen Fortschreibung der Ökonomie der Nutztierhaltung der Tiergattung Homo ausrichtet, indem sie sie voraussetzt ohne sich Fragen zu stellen, und sei es nur die nach anderen Möglichkeiten, die immerhin den sozialtechnologischen Aspekt dieser Präferenz beibehalten könnten als ‚bewährt’ oder sogar ‚notwendig’, um sich den auflaufenden Risiken einer Form des kollektiven Daseins zu entziehen, die angesichts ihrer Tendenz an die Grenzen dessen stoßen könnte, was sich thermodynamisch auf der geschlossenen Oberfläche der Erde auf Dauer unterhalten oder aufrecht erhalten läßt, zumal unter den Bedingungen eines unausweichlich in die Systemfunktionalität eingebauten Zwangs zur unablässigen Expansion, die, indem man den gesamten Umsatz in Quantitäten von Energie umrechnet, mit Sicherheit an Grenzen stoßen muß, da sie auf einer geschlossenen Oberfläche expandiert, die der Expansion Grenzen setzt, selbst wenn man die Potentiale ihrer ‚intensiven Inversion’ bedenkt, die die vorhandenen Möglichkeiten mittels einer Erhöhung der Dichte der Aktivitäten nutzt sowie die dritte Dimension in den auch dieser Erweiterung gesetzten Grenzen.

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Ach übrigens, für kreative Sozialentwickler und wagemutige Investoren ein paar viel versprechende Geschäftsideen:

1.) Das Okawangobecken ließe sich ganz einfach vernichten und in eine Wüste verwandeln, indem man an geeigneter Stelle ‚oberhalb’ eine Staumauer zur Energiegewinnung und zur kontrollierten profitablen Wasserdistribution baut, mit der sich ein Bewässerungssystem für die passende Monokultur, etwa für den Anbau von Pflanzen zur Gewinnung von Biokraftstoff unterhalten läßt, um Arbeitsplätze für die Bevölkerung und für den Aufbau von Infrastrukturen durch Investition zu schaffen, die auch einen sanften Tourismus ermöglichen, der den Lebensstandard der Menschen heben wird, zumal wenn man zwei Promille der Gewinne in den Bau von Schulen und Bildungsmittel fließen läßt. Der entstehende Stausee könnte zugleich für die Fischzucht genutzt werden.

(Nachtrag am 25, 7.: Zwar ist dieses Projekt noch nicht in Arbeit, oder jedenfalls ist nicht bekannt, dass es in Arbeit ist, aber direkt angrenzend ist ein enormes unterirdisches Wasserreservoir in Namibia entdeckt worden, das womöglich aus dem versickernden Okawango gespeist ist, das nach der Auskunft bei Nutzung für Haushalt und Leben 400 Jahre ausreichen könnte. Da es aber Herden gibt, die ‘darben’ und sich alsbald explosiv vermehren werden, und Land, das bewässert werden kann für Landwirtschaft, die dann auch die ‘Industrie’ ermutigen wird zu Investitionen, die ‘Arbeitsplätze schaffen’ wird es sechzig Jahre reichen. Cool, gell?)

Es stellt zugleich die Ernährung der Population sicher und kommt dann auch der Erhaltung der Artenvielfalt zugute und wir sind nicht mehr so allein mir ‚unseren’ Erfolgen. Und vor allem fließt anstelle des gestauten und anderswo verbrauchten Wassers – wie in Las Vegas mit dem Colorado – Geld, wohin auch immer! Das Geld liegt vielleicht nicht mehr auf der Strasse, aber in der von uns geschaffenen Wüste. Packen wir’s an! Eine Anstoßfinanzierung läßt sich sicher aus Mitteln des IMF und der ‚Worldbank’ bereitstellen lassen.

Und es wird zur Freude aller Friedensbeweger und der Freunde der Verdammten dieser Erde ein paar sehr reiche und damit erst im wahren Sinne ‚emanzipierte’ Neger geben, die gar keinen Blues mehr haben und keine Skrupel ganz viele Neger, gar in der Größe ganzer Völker, als Sklaven zu halten, indem sie das erbeutete Welt in Waffen aus der US-, der französischen, russischen, britischen, deutschen Industrieproduktion investieren um damit für Recht und Ordnung zu sorgen, und sich daran entsprechend ihren Verdiensten an ihren Völkern zu bereichern, und vielmehr uns dann vorsingen lassen: ‚Nobuddy luves u when u down an’ out’, mit Konten auf den Cayman Islands und in der Schweiz, britischen und US-Pässen, die das Geld vielleicht in deutsche oder europäische Industrieunternehmen investieren, um ‚uns’ zu helfen ‚unsere’ Schulden- und Finanzkrisen, ‚unsere’ sozialen und Bildungskrisen, ‚unsere’ Überalterungs- und Wirtschaftskrisen, ‚unsere’ politischen und Eurokrisen, ‚unsere’ kommunalen Finanzierungskrisen zu ‚lösen’, gelle? Man bedenke: Wie manches kommunale Hallenbad kann dann weiter offen bleiben, wie manche längst überfällige Reparatur eines Flachdachs einer sozialdemokratischen Gesamtschule kann dann erneuert werden, wie viele Kleinkindlager können dann privatisiert eröffnet werden, wie viele neue Altenlager können gebaut werden?

2.) Aus den riesigen Sardinenschwärmen vor der Ostküste und Westküste Afrikas müßten sich Produkte in Barrenform machen lassen, die auf den Tischen der Welt als Fischstäbchen serviert werden bei entsprechendem Produktdesign und einem innovativen Marketing, wenn sich nicht wenigstens Schweinefutter daraus machen läßt, oder entsprechend aufbereitete Öle und Eiweißstoffe, die als Zusätze in Babynahrung eingehen könnten oder in andere noch zu erfindende neue Produkte für den Lebensmittelmarkt.

3.) Der Krill der Antarktis müßte eine ähnliche Verwendung finden können für Produkte, die ‚on board’ großer schwimmender Industrieanlagen hergestellt werden können und fertig verpackt als Produkte für den Markt für Gefrierprodukte in den Häfen angelandet werden können, etwa in Form bratfertiger, verpackungsfreundlich standardisierter Stäbchen oder Blöcke in Portionen von der Größe von Steaks oder Schnitzeln?

Das sind ein paar produktive und fortschrittliche innovative Geschäftsideen, für die es mit Sicherheit venture-capital geben wird, das überall nach Investitionsmöglichkeiten und wagemutigen Unternehmerpersönlichkeiten sucht, die energisch genug sind, sich der sich abzeichnenden Probleme der Welternährung der Menschheit zu verschreiben, und mit ihrer Energie und ihrem Einfallsreichtum und Organisationstalent sowie ihrer Fähigkeit Arbeitsplätze besonders für die heranwachsenden Generationen zu schaffen, angesichts der sich abzeichnenden Ernährungssengpässe die Versorgung einer weiter wachsenden Zahl von Menschen auf unserem Planeten mit Lebensmitteln sicher zu stellen und zu garantieren.

Schließlich eine Frage, die bei Wikipedia noch keinen einschlägigen Eintrag hat (Das kann sich zwischenzeitlich ändern.):

Sind Delphine nicht eigentlich eßbar? Essen Japaner und Chinesen tatsächlich keine Delphine - wo sie doch auch den leckeren Hund und die Ratte als eigens gezüchtete Festmahlzeit schätzen? Sind das nicht zukunftsweisende schon bewährte und von uralten Hochkulturen erprobte Ernährungsmöglichkeiten? - Gibt es keine exotischen Kochbücher, die zeigen wie man sie ‚schmackhaft zubereitet’, als ‚besondere Köstlichkeiten’? Ich meine, wenn sie schon in den Schleppnetzen ertrinken…, und Thun auch geschätzt wird, der eine ähnliche Ernährungsgrundlage hat wie die Delphine. Das ist eine ungenutzte Ressource! Ist doch schade drum.

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Das, was man als Leben gern in bunten, mit Kulturmusik untermalten Features ansehen darf, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als eine Hierarchie von Mördern, an deren Spitze sich der Homo sapiens hat plazieren dürfen. Natürlich darf man das ‚nicht mit unseren Augen sehen’, aber mit welchen sollte man es sonst sehen, wenn man sich nichts vormachen will?

Was im Bereich der bloßen Materie vorgeht, ist letzten Endes selbst dort, wo Folgen eintreten, die letal sind, weil sie das in den Einflußbereich der Vorgänge geratende Leben eben in dieser Weise betreffen können, ohne Belang, kein Anlaß für anderes als Bedauern über das Verlorene. Es kann deshalb keine Beobachtung oder Erfahrung einen ähnlichen Abscheu, ein vergleichbares Grauen angesichts des Unbegreiflichen auslösen wie das angesichts der Einsicht mögliche, die die Beobachtung des Lebens als Prozeß bescheren muß, wenn man sich nicht gerade der Fähigkeit selbst, mit ihren eigenen Mitteln beraubt, die den Homo sapiens als Tierart angeblich, und ausschließlich seiner Meinung nach (Das muß man sich klar machen!) von allem übrigen Leben so leuchtend abhebt und unterscheidet, sozusagen toto coelo, trotz der ‚Sprache der Delphine’ usw., einer ‚Ansicht’, die noch genauer die seiner ‚maßgebenden Wissenschaftler’ bzw. ‚Forscher’ ist, die damit die ganze Menschheit unsäglich beglücken und zu ewigem Dank vom Schulkindalter an verpflichten, auch wenn sie sich maßgebend mit der größten Zusammenballung krimineller Energie an den aberwitzigsten Scheußlichkeiten beteiligen und dafür die Waffen liefern, deren das Gehirn einer kannibalischen Bestie überhaupt fähig sein kann, nämlich seine – das ist schon bescheiden, eher im Sinne der Testpsychologie des HAWIE und den Rekrutierungskriterien der US-Army im ‚ersten Weltkrieg’ angesichts des Bedarfs der US-Finanzindustrie, etwa Morgan-Stanley, ihre Kriegsanleihen in Großbritannien und Frankreich zu sichern (Dazu ein authentischer Beleg: Der amerikanische Botschafter in London während des Weltkrieges, H. W. Page, hat im März 1917 an Wilson ein Telegramm gesandt – es wurde im Dezember 1934 durch den Nye-Ausschuß veröffentlicht – in dem dies in offenen Worten zum Ausdruck kam. Er kabelte an den Präsidenten: „Ich bin sicher, daß der Druck der heraufkommenden Krise nunmehr über die finanziellen Hilfsmöglichkeiten des Hauses Morgan für die britische und französische Regierung hinausgewachsen ist: Höchstwahrscheinlich ist der einzige Weg, unsere augenblickliche beherrschende Handelsposition aufrechtzuerhalten und eine Panik zu vermeiden, der, Deutschland den Krieg zu erklären. Wenn die Vereinigten Staaten den Krieg gegen Deutschland erklären, so könnte England und den Alliierten durch eine Anleihe die größte Hilfe gegeben werden…Wir können unseren Handel aufrechterhalten und ihn ausweiten, bis der Krieg zu Ende ist. Und nach dem Kriege würde Europa Nahrungsmittel und ungeheure Mengen von Material benötigen, um seine Friedensindustrien neu aufzubauen. Auf diese Weise würden wir den Profit eines ununterbrochenen und wahrscheinlich sich noch erweiternden Handels auf lange Jahre hinaus ernten.“ Es ist dazu anzumerken, daß sämtliche Summen, um die es damals, und dann im ‚zweiten Weltkrieg’ ging, in bestenfalls dreistelligen Millionendollarbeträgen angegeben sind, im Vergleich zu denen, um die es bei heutigen Krisen seit den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geht, also Peanuts. Man kann derart sagen, daß der Kriegseintritt der USA in den ersten und zweiten Weltkrieg – der in der Tat wohl eher einer war, und ‚das zwanzigste Jahrhundert’ heißen müßte, um Peanuts erfolgte, was Deutschland und Europa betrifft.) die der bis dahin eher weniger von sich reden machenden ‚akademischen Psychologie’, die eilends für die bevorstehenden Zwecke den ‚Intelligenztest’ entwickelten, der festzustellen imstande war, ob die eingezogenen Bürger, denen das Wahlrecht auch das gab, eingezogen und als Kanonenfutter verheizt zu werden, auch imstande waren, die Waffen zu bedienen und zwar nur auf einen ausdrücklichen Befehl hin, den sie ja auch verstehen können mußten, um ihn korrekt zu befolgen – ‚Intelligenz’, die noch besser durch einen Verstandesgebrauch oder sogar einen von Immanuel Kant immerhin schon im letzten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts empfohlenen selbständigen Vernunftgebrauch ersetzt wird, insofern ‚Intelligenz’ in erster Linie die Fähigkeit ist, Befehlen zu folgen, sich zu einem ‚Intelligenztest’ zu begeben (oder ist man dann vielmehr auf jeden Fall schon festgesetzt als der Dumme?) und sich heteronomen Verwertungsinteressen durch seine ‚Qualifikation’ und ‚Kompetenz’ bereitwillig zur Verfügung zu stellen, was Kühe, Schweine, dressierte Pudel, Seelöwen und Eisbären und dergleichen auch ohne diese können, obwohl man hinzusetzen muß, daß selbst die beste Dressur und das sinnreichste Curriculum diese Lebensformen nicht dazu befähigen, z. B. eine Relativitätstheorie zu schreiben, eine Nuklearwaffe zu basteln oder eine Interkontinentalrakete mit Mehrfachsprengkopfbestückung, bzw. einen Large Hadron Collider zu bauen um ‚das Gottesteilchen’ wahrhaftig zu entdecken nach der intelligenten ‚Voraussage’ aus der Theorie oder auch nur entsprechen der Erfahrung der nuklearen Pyrotechniker und Bombenbastler mit exothermen Reaktionen von komplexen Elementarteilchen auf den Beschuß mit energetisch immer höher beschleunigten anderen Elementarteilchen. Denn das läßt sich sicher noch mehrmals überbieten, wenn man nur ordentlich weiter forscht und bastelt.

Denn es gibt ja keine Auskunft, ob man hier das Teilchen ‚Gott Vater’ oder nur ‚Gott den Sohn’ oder ‚Gott den Heiligen Geist’ nachgewiesen hat, so daß sich zum Sohn wenigstens, gut genealogisch weiter in der Ahnenforschung vorgehend, der Vater noch entdecken lassen könnte, und wenn nicht der Heilige Geist – damit es eine Dreifaltigkeit wird nach Art (!) der (größeren) Gruppe der ‚Quarks’ – dann eine weitere Reihe von Ahnen bis sich kein größerer Beschleuniger mehr bauen läßt. Es ist bezeichnend für die Epoche, in der wir zu vegetieren haben, daß dieser Typus des Homo sapiens, der die kleine ‚intelligente’ Teilmenge der größten Zusammenballung krimineller Energie sozusagen stellvertretend an der Spitze des gigantischen Leibes dieses ‚Lindwurms’ zu repräsentieren meint – inzwischen als Massenprodukt aus den Fabriken hervorgeht, in denen er vom Band läuft – sich in seinem Allmachtswahn die Kostüme und Insignien sowie die Hallen der ‚Philosophie’ nach dem einfachen Verständnis seiner eigenen Bastelarbeiten erobert hat und besetzt hält, indem er den praktischen Schluß macht, daß er aufgrund seiner praktischen Erfolge und wegen der Brocken, die der Machtapparat den Hunden hinwirft, die die Tiergattung Homo in Ketten legen und hüten helfen, nunmehr auch kompetent sein für alles andere und vor allem für ‚Philosophie’, zumal weder der Machtapparat noch die Adressaten eine Vorstellung davon haben, was das sein könnte, so daß es nichts verschlägt, wenn man sich ein wenig ausdehnt und bei dieser Verwandlung aus einem Weißen Zwerg in einen Roten Riesen den Radius der Erdbahn verschluckt.

18. Juli 2012

Es ist ja keiner da, der das bemerken könnte, wenn man voraussetzt, daß alles, das als Wissen gelten darf, eine Lizenz vom Staat braucht und an seinen Einrichtungen monopolisiert ist. Philosophie ist einfach, was die tun, die zu ihr ermächtigt sind, als Berufsbeamte der organisierten Gewalt, einer Funktion des nuklear bewaffneten Finanzmarkts. Man muß hier deshalb andere sprachliche Zusammenstellungen eigens entwickeln, da die ‚institutionalisierten Formen’ nicht etwa versagen bei der Re-Konstruktion der Zusammenhänge der Systeme und Subsysteme, sondern vielmehr ihre Leistung eben die ist, sie nicht einmal beim Namen zu nennen.

Das qualifiziert ganze Pyramiden von Literaturen, die auf Papier gedruckt sind, das aus der von Regierungen ausdrücklich durch Ermächtigung und illegal oder mittels ‚Gesetz’ beförderten umweltschonenden und nachhaltigen sowie flächendeckenden Abholzung von ganzen Wäldern stammt, deren Autoren bei Sonnenschein in ihrem Garten auf Stühlen aus geklautem Hartholz an Tischen sitzend schreiben, die ebenfalls aus diesem Holz sind, während im Winter in dem heimeligen Kamin das Holz aus heimischem ‚Anbau’ jenen warmen Schimmer verbreitet, der der Produktivität einer Phantasie so gut tut, die der Beglücker der Menschheit als eine so wohltuende Belohnung wenigstens eines Teils seiner von Kindheit an betriebenen Bemühung um die ihm aufgegebene Weltverbesserung oder wenigstens die Mitteleuropas im weiteren Sinne erlebt. Aus welchem Holz diese Weltverbesser/Innen selbst sind, kann man der Phantasie des Lesers überlassen, der sich das Richtige sicher selbst denkt, er hat schließlich dafür bezahlt, daß er das Buch lesen darf, das ihn beglückt mit dem jeweils gerade passenden, paradigmaabhängigen Bild der Neuen Welt.

Es mag dauern, bis man bemerkt, daß eine von einem – angeordneten oder aus anderen Gründen erfundenen und verallgemeinerten Welt alles Mögliche bieten mag, außer einer Welt, an deren Stelle eher der neueste, schon als ‚Bestseller’ im Auftrag des Time Warner-Verlages geschriebene Phantasyroman oder eine Science Fiction Story treten, was inzwischen auch auf dasselbe hinausläuft. Wie sich überhaupt in dieser Melange aus Science Fiction – Szenarien, in denen die organisierte Gewalt einfach nur vorgreifend potenziert wiederkehrt, die den Globus in ihren Krallen hält – und ‚Kosmologie’ aus den im Untergrund arbeitenden bzw. erprobten Protonenkanonen (LHC) und Strahlenwaffen (LASER) eine Pseudoreligion für die massa damnata konglomeriert hat, die an die Stelle einer Betrachtung der Verhältnisse ‚hienieden’ den Blick auf die Geheimnisse und Wunder des Universums ablenkt und sich in freien Erfindungen mit mathematischer Beihilfe um Milliarden von Lichtjahren einfach aus der Wirklichkeit des wirklichen Lebens wegphantasiert und dafür flächendeckend um Gefolgschaften und ‚Fans’ wirbt, die sie rekrutiert aus denen, die, da sie an sonst nichts partizipieren, an den gigantischen Blasen und Löchern teilzuhaben meinen mögen, in einer Variation des Satzes von Dr. Johnson, wonach ‚Patriotism the last refuge of a scoundrel’ ist, hier mit im Ausmaß einer Überhöhung zur kosmischen Projektion, in der überall, wohin man kommt das Banner der US-Luftwaffe und Navy weht, oder auch der SEALs bzw. der Stoßtrupps aus Vietnam, dem Irak und Afghanistan, alias ‚Star-Gate’, die alle Brettertüren von Lehmhäusern auf primitiven Wüstenplaneten vortechnischer soziokultureller Zustände eintreten mit den Worten: ‚Wwww-wir sind Forscher, unsere Waffen dienen nur der Verteidigung’ (um die Goua Ult zu bekämpfen, und die Primitiven vor ihren glühenden Augen zu beschützen, und dem Gebrüll (sie können alle nur zwei Worte: ‚Dschaffa!’, und ‚Cree!’) in denen sich unschwer ein um einige Potenzen schwerer als dieser bewaffnete US-Amerikaner im Militärdienst einer Freiwilligenarmee oder ‚Nazikommunistendiktatorendiener’ erkennen lassen, während der Goua Ult sich als der übliche Gegner Supermans entpuppt, und so dumm ist, daß jeder GI ohne Schulabschluß ihn am Ende besiegt und sein omnipotentes Raumschiff ‚in die Luft fliegen’ läßt, um die Erde – genau genommen nicht nur den Quadranten ‚unserer’ Galaxis, in dem ‚unser’ Sonnensystem liegt, und nicht nur ‚unsere’ Galaxis, sondern eigentlich sowohl ‚unser’ Universum als auch einige Paralleluniversen - zu retten und mit ihr die nach dem Muster seiner Geistesverfassung und Übersicht vorgestellte ‚Menschheit’ mindestens aller dieser Paralleluniversen oder wenigstens einige von ihnen. Superman ist bei Licht betrachtet allerdings auch ein reichlich blauäugiger Clown. Für etwas hellere Köpfe macht man die Ideologie einfach etwas komplizierter, mit Mathematik und anderen Finessen, aber auch das ist schon aus der christlichen Theologie bekannt.

Man trägt den verschiedenen Bedürfnissen eben Rechnung und lobt das als Differenzierung und als Beweis der behaupteten, nur dem Experten durchsichtigen, zumal beschleunigt wachsenden Komplexität der Welt, deren Reduktion wiederum nur allerhöchsten Experten obliegt, wenn es sich nicht kostengünstiger mit einem automatischen Sturmgewehr oder einem Abrams Tank machen läßt, oder einer ‚Drohne’, denn letztlich wird längst alles mit Drohen gemacht. Das auf Maschinen auszuweiten ist nichts Neues, wenn man die in sie investierte Bestialität in Betracht zieht und sich einmal von den Bastelwundern nicht beeindrucken läßt. Die investierte Triebhaftigkeit ist seit dem Übergang der Jäger zur Jagd auf die als zu bevorzugende zu betrachtende Jagdbeute aus den Beständen der eigenen Art dieselbe, also seit dem Übergang zur Hochkultur. Die USA sind mithin nur die vorerst letzte (last not least) Protuberanz aus dem Reservoir der zusammengeballten Energie der hinter ihnen zusammengeballten Biomasse der Bestie Homo sapiens.

Im Übrigen ist das Schema, das Stereotyp der Angriffsstrategie der USA (Man muß den opaken Ausdruck auflösen, der gänzlich falsche, aber gegenstandslose, irreale, fiktive Assoziationen ‚weckt’, als Reaktionen auf einen Reiz entlang einer systematisch konditionierten Automatik, die sich als ‚Denken’ aufdrängt, um es zu vereiteln, nach dem Muster, ‚denk nicht mal dran’: Es handelt sich um den nuklear bewaffneten Arm des Finanzkapitals, seine Ordnungsfunktion. Die es repräsentierenden ‚Politiker’ sind sozusagen Stallburschen, die seine Lehre vertretenden ‚Professoren’ Hütehunde, die ‚Army’ eine Truppe von Schlachtergesellen. Die Regierungen der Provinzen – unter ihnen ‚Deutschland’ – sind Gouverneure, an langer Leine, wie der Journalismus auch, der deshalb ganz frei ist, weil er sich ohne externen Zwang in den Grenzen der Möglichkeiten hält, auf die er dressiert ist, so daß er sich ohne anzuecken problemlos um sich selbst zu drehen vermag, wenn die Macht unmerklich mit den Augen blinkt.) und ihre Inszenierung seit dem amerikanisch-mexikanischen Krieg im neunzehnten Jahrhundert in all diesen ‚fictions’ ablesbar, und er ist so unfaßbar plump wie das nur die Pathologisch kontaminierte Struktur eines Machtapparats sein kann, der sich im Zweifel immer darauf verläßt, den größeren Knüppel zu haben, und es ist gerade angesichts dieser unfaßbaren Plumpheit dieser Mechanik und ihrer problemlosen Durchsichtigkeit erstaunlich, den Homo sapiens nicht nur als Menschen, sondern darüber hinaus sogar als eine ‚intelligente Lebensform’ zu qualifizieren, denn man müßte doch annehmen, daß es dieser, wenn es sie denn gäbe, ein Leichtes sein müßte, den Zuckerguß des Propagandaschwindels von Time Warner, Life und Fortune und Konsorten in der Nachfolge der ‚Gedanken’ des Neffen Sigmund Freuds, Edward Bernays, die in seinem 1928 in den USA erschienenen Buches mit dem schlichten Titel ‚Propaganda’ niedergelegt sind zu durchschauen.

Die Plapperköpfe behaupten mit ihrer Achtelbildung ja immer, das alles sei das Werk Adolf Hitlers, der, wenn man sich das in der Summe ansieht, ungeachtet seiner finsteren Schurkereien tatsächlich nicht nur der GröFaZ gewesen ist, für den er sich selbst hielt, sondern sogar die GrIntaZ (Größte Intelligenz aller Zeiten), zumal wenn man sich ansieht, woran sonst noch alles er die Schuld trägt, oder, weniger christlich, mehr staatstheoretisch, die ‚Verantwortung’. In Wirklichkeit ist er gar nicht tot, sondern nach Kuba geflüchtet, wo er dafür verantwortlich ist, daß man da bis auf den heutigen Tag ‚den Rohrzucker braun macht’.

Das erklärt dann auch den Kommunismus auf Kuba. Das ist eine in zerstampfter Form als Volksnahrung der Elenden zubereitete und verzehrte Erdfrucht mit geringem Nährwert, die nur auf Kuba vorkommt, und seit dem Embargo das Hauptnahrungsmittel der Armen ist, weshalb auf Kuba die Menschen im Gegensatz zu den USA viel weniger oft übergewichtig sind. Sie wird als Mus vertrieben, daher Kommunis-Mus, und mit Mais zu einem Eintopf verarbeitet, wenn der Mais noch bezahlbar ist, denn der wird zunehmend zu Sprit für die Automobile Amerikas verarbeitet, wohin die brutalen Machthaber ihn exportieren, wie alle Schurken das machen, um heimlich den US-Imperialismus zu unterstützen um ihr perfides Regime aufrecht erhalten zu können, indem sie ihrer Bevölkerung den äußeren Feind und seine Drohung mit der Vernichtung durch Nuklearwaffen vorspiegeln, die in Wirklichkeit nur der Bekämpfung auf die Erde zurasender Kometen dienen, auf denen die dorthin gesandten Forschungsssonden in Großbuchstaben – nein, nicht: H O L L Y W O O D - sondern ‚A P O P H I S’ aufgedruckt finden, oder zur Wiederingangsetzung des stehen gebliebenen Erdkerns, oder zur Bekämpfung des hereinbrechenden Supersturms in der oberen Atmosphäre, wo tatsächlich niemand mehr Luft holen könnte, oder zur Wiedereinregulierung aus der Bahn geratener Meeresströmungen, oder zur Abwehr der angreifenden Aliens (in denen man immer die Imperialisten erkennt, die es überall geben kann, nur nicht in den USA), und tausend andere zum Segen der Menschheit in einer geheimen Liste des Pentagon aufgelisteten Einsatzmöglichkeiten, weshalb die Welt tatsächlich frei werden kann von Atomwaffen bis auf die vom Pentagon verwalteten, die zu diesen anstehenden Rettungsaktionen vorgehalten und weiter entwickelt werden müssen, unter anderem durch weitere Forschung z. B. im Large Hadron Collider, dem Prototyp einer von Schwarzen Löchern umgebenen und gebauten Protonenkanone.

Statt der erkennbaren Betätigung der besagten und vor allem gern ständig gemessenen ‚Intelligenz’ – die man im Auge behalten muß, damit sie nicht aus dem Ruder läuft - kann man eine nach Belieben von den kriminellen Lügnern und Jahrmarktsbetrügern von einer Massenpsychose in die andere geschickte und jedesmal zur Ader gelassene wachsende Vieherde beobachten, die ihr Erlebnis der Freiheit in der ungestörten Beschäftigung mit ihren von den tiefer liegenden Regionen ihres ZNS ausgehenden Triebimpulsen hingeben zu dürfen und dabei ‚keine Anstrengungen’ auf sich nehmen zu müssen, es sei denn im Dienst von ‚gods own nation’, für deren Agenturen jeder Tag ein guter Tag zum Sterben ist, wenn es um die Verwertung der Herde geht.

Denn man fragt ja auch die Gänse nicht, was sie von Weihnachten halten, und die Rinder nicht, was sie von einem saftigen Steak halten. Im Grunde ist es das Angriffsmuster aller totalitären Polizeien, wie es zuletzt anläßlich der Proteste gegen den geplanten Bahnhofsbau in Stuttgart unverkennbar war. Man muß das nicht weiter erläutern. Wo dieses Banditentum sich eine Grenze setzt, hängt zumeist nicht von den Opfern ab, sondern von Opportunitäten, zu denen auch gehört, daß man erst einmal einen Massenmord inszeniert, um das dann im gebührenden Abstand, wenn die Gewinne konsolidiert sind, zu bedauern. So hat der Präsident Clinton sich bei ‚den Indianern’ entschuldigt, es kost ja nix, sie sind exterminiert, ihr Land verteilt, die neuen Verhältnisse konsolidiert, da kann man schon mal was bedauern, in einer getragenen Feierstunde, an deren Ende ‚the star sprangled banner’ intoniert wird und alle legen die Hand aufs Herz, wie ergreifend. Es ist ja auch leichter als die Hand für die eigene Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit ins Feuer zu legen (Und woher stammt diese Formulierung, ohne Nachsehen bei Wikipedia?).

Die inflationäre Multiplikation dieser Phantasmen ist unvermeidlich und entpuppt sich am Ende als die vermeintlich (technologisch und wissenschaftlich) ungemein schlau verpackte Variation eines oralen Einverleibungsphantasmas, das praktisch gesehen bereits die Lebensform der Bakterien realisiert, zu deren Inswerksetzung es also keiner weiteren Eigenschaft von der Form bedarf, die der Homo sapiens als ‚Intelligenz’ paradigmatisch im Erscheinungsbild seiner Bomben- und Drohnenbauer eingelöst sieht, kurz: An sich selbst als ‚Forscher’ und ‚Wissenschaftler’, noch kürzer: Als Angestellter des Apparats der organisierten Gewalt einer globalen, nuklear bewaffneten ‚Finanzwirtschaft’. Qualitativ ist also der – natürlich nur für den Feind aller Musterdemokratien notorische – Drang zur Weltbeherrschung nicht unterschieden von dem einfachen Drang Beute zu machen und etwas anderes aufzufressen. Es bedarf dazu keines Bewußtseins und auch keiner Kosmologie, nur einem entsprechenden Freßwerkzeug und einem daran angeschlossenen Darmtrakt, und die Lebensform des Wurms genügt zur vollendeten Realisierung des Konzepts vollständig.

Der Rest ist eine Frage des globalen Wachstums zum universalen, also der Fähigkeit des entsprechenden ‚Organismus’, sich durch Einverleibung von allem immer größer aufzublähen bis er das ‚All’ erfüllt, wonach ihm noch bleibt, das Freßwerkzeug mittels einer Inversion gegen das eigene andere Ende zu richten um sich selbst zu verdauen, nach dem Muster einer lustigen Illustration aus dem ‚Beatles’ Trickfilm Yellow Submarine, in dem das ‚Vakuumtierchen’ auf diese Weise alles und dann sich selbst einsaugt um ‚Nichts’ zu hinterlassen. Nicht berechnet ist dabei allerdings, daß jeder solche Organismus auch einen mit wachsenden Anus haben muß, mit dem er am Ende eher alles in Scheiße umgeformt hat, so daß er eher in seinen eigenen Exkrementen verendet, ertrinkt, erstickt, lange bevor Alles verzehrt ist, da sich der sich ständig höher türmende Haufen der Exkremente – zumal auf einer geschlossenen Oberfläche – auch wenn man ihn planiert, die noch verbleibenden verzehrbaren Stoffe derart kontaminiert, daß die Biomasse des zigmilliardenfach angeschwollenen ‚Lindwurms’ an dem kontaminierten Futter stirbt.

Anders gesagt: Eine Alles beherrschende Lebensform wäre, da sie die einzige bliebe, zugleich extrem gefährdet, da sie selbst die Diversifikation, die Biodversität vernichtet, die das Leben sozusagen als Sicherung gegen ihm drohende kosmische Katastrophen ‚erfunden’ hat, um sich gegen deren Kontingenzen zu behaupten. Die Vielfalt, die der überwältigende ‚intelligente’ Erfolg einer alles dominierenden Lebensform vernichten müßte, ist also eine Form der Selbstbehauptung des Lebens, die sich als unverzichtbare Anpassung an die kosmischen Umgebungsbedingungen ausgebildet hat. Der Erfolg einer dominant werdenden Form, die sich insofern für ‚intelligent’ halten und sich etwas darauf zugute halten mag, würde also den in der Diversität und der Rücksichtslosigkeit des Lebens gegenüber dem ‚Individuum’, dem Exemplar realisierten Sicherheitsmechanismus außer Kraft setzen und ist so gesehen eine allerdings mit angelegte Entgleisung, eine Aberration, die glücklicher Weise nicht erfolgreich sein kann, weil das Leben selbst ‚Intelligenz’ keineswegs bevorzugt.

Das ist eine anthropomorphe Projektion, ein Vorurteil, das das Bewußtsein des Homo sapiens – nicht: die mögliche Vernunft des Menschen – auf das Universum ausweitet, um es mit haltlosen ‚Wahrscheinlichkeitsrechnungen’ zum Standardnormalfall eines allgemeinen Telos zu machen, das deshalb im Selbstbewußtsein des Homo sapiens, vertreten durch seine hervorragendsten Wissenschaftler zu erheben. In der Tat ist das der Wahn eines Bastlerclubs, der meint, angesichts seiner Erfolge aus seinem Bastelkeller auch zur ‚Philosophie’ qualifiziert zu sein, indem er sie zugleich als ‚erledigt’ erklärt. Es ist halt sicher hier mehrgleisig zu verfahren.

Dabei ist es der einfache Umstand, daß der Apparat der organisierten Gewalt, der sich diese Diener hält, weil und solange sie versprechen, ihm immer größere ‚Knarren’ zu bauen den Typen so viel ‚Zucker in den Arsch’ bläst, daß sich das ‚oben’ so auswirkt wie andere suchterzeugende Chemikalien auch, die ‚das Nervensystem durchknallen lassen’.

Die resultierenden Größenphantasien, die am Ende das ganze Universum, das Worin von Allem einschließlich dieser Gattungsexemplare, in eine ‚nutshell’ – ‚The Universe in a Nutshell’, ‚Kurze (!) Geschichte (!) der Zeit (!)’, das sind Buchtitel von Scharlatanen - von der Größe etwa ihres Schädels oder einer Kokosnuß zu packen und mit sich herumtragen zu können meinen, sind einfach eine Folge einer von dem Machtapparat erzeugten und geduldeten, weil als Religionssurrogat zu Propagandazwecken verwendbaren Größenphantasie, eine inflationäre Aufblähung der Egos, Folge der Privilegierung durch die organisierte Gewalt.

Das fällt angesichts seiner Naivität noch hinter die Anfänge der Philosophie mit den ‚Vorsokratikern’ zurück – in den Mythos, der als Neomythie allerdings weder die sympathische Unbefangenheit dieses Stadiums der Phänomenologie des Bewußtseins hat, noch seinen Wirklichkeitsgehalt, seine der menschlichen condicio tatsächlich angemessenen lebenspraktischen Realismus, sondern eher als Exkrement einer unentwirrbaren Vernetzung von Propagandabusiness, Finanzinteressen, Sozialtechnologischer Bevölkerungssteuerung, und Militärwirtschaftsmonopolen mit Popkultur, Unterhaltungsindustrien, Bewußtseinsindustrien und Karriereinteressen in einem gigantischen Machtapparat usw. Die Zusammenballung krimineller Gemeinheit, Gewissenlosigkeit und bedenkenlos hingenommener bzw. kalkulierter Vernichtung von Leben am ‚langen Ende’ der Entscheidungsketten ist atemberaubend und es macht fassungslos zu ohnmächtig zu sein und zu wissen, daß dies alles einfach nicht nur die Normalität der Herrschaft ist, sondern sogar deren Paradigma dort, wo sich dies alles mit der größtmöglichen Wirkung in Szene setzt und realisiert wird.

Niemand rechnet je aus, welchen Beitrag zu dem drohend angekündigten ‚Ende des Menschen’ – gemeint ist das des Homo sapiens, einer Tierart – eigentlich die Forschungsweltreisen der Wissenschaftlerteams leisten, die alles dies haarklein untersuchen, und ausführlich im Rahmen des von ihnen bedenklich kommentierten Tourismus an den bleichenden Korallenriffen tauchen, die an der Anti-UV-Creme ersticken, die die Besucher gegen die Folgen des Klimawandels verstärkt einsetzen, während die Teams, die die Antarktis versauen davor warnen die Antarktis zu versauen und die Folgen dieser Versauung erforschen, um mit langen Features bunter bewegter Bilder, untermalt mit symphonischen Sphärenklängen, die fortwährend ‚H O C H K U L T U R’ wiederholen und variieren, während sich vor dem Auge des Zuschauers unfaßbare Orgien an Massenmorden vollziehen, an denen er ‚Das Wunder Des Lebens’ zu bestaunen hat (alles in tiefem Computerbildschirmblau, das auch die Hintergründe von Kongressen der UNO und anderer ‚politischer’ Zusammenrottungen ausmacht), an die Weltöffentlichkeit zu treten, mit der Folge einer exponentiell zunehmenden Nachfrage nach Reiseangeboten und Trekkingtouren in die gefährdeten Weltgegenden usw. Von den Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, damit das gesendet und angesehen werden kann nicht zu reden.

Wenn ‚the medium the message’ ist – was auch nicht der klügste Spruch ist, aber verbreitet, weil er sich beeindruckend anhört und niemand nachdenkt, wie etwa auch bei: ‚Träume nicht Dein Leben, leben Deinen Traum’ usw.. Tatsächlich ist ja richtig: „The message: ‚The medium ist he message’, is the message“, nämlich die, die der Guru zu seinem eigenen Ruhm. Und tatsächlich weiß kaum jemand etwas von ihrem Autor als dies, und manchmal noch den dann oft folgenden Namen dieses Autors, weil er wie bei Schallplatten, die man oft gehört hat, mit der Formulierung der ‚message’ verknüpft ist, in dem von diesem Virus befallenen Nervensystem. – dann ist all das, was derart hergestellt und verbreitet wird, eine wirklich hinterhältige Scharlatanerie und ein böser Betrug, der sich der Projektionen bedient, die aus der Massendepravation in diese Art der Weltbetrachtung eingehen, indem sie die enttäuschten Hoffnung nutzen, die ihnen aus den zerquetschten Formen des Daseins verzweifelt die Arme entgegen streckt.

Der Anblick des Prozesses des Lebens, und die daraus prinzipiell ersichtliche, dem Urteil durchaus zugängliche Erfahrung sind im Unterschied zu den nur um den Preis einer debilen Neomythie und Neoanimismus möglichen anthropomorphen Projektionen von Eigentümlichkeiten des Lebendigen auf die materiellen Prozesse ‚im’ heute von Theorie und Erfahrung projizierten Universum (Geburt, Tod von Universen (!), Sonnen, Planeten, Systemen, ‚Katastrophen’ etc. Es gibt keine ‚Katastrophen’ im Universum, nicht in dem gebrauchten Sinn des Wortes, sondern bestenfalls ‚unsere’, und das ist stets die eines vorläufig Über-Lebenden. Der ‚Urknall’ ist der ‚Knall’ der ‚Wissenschaftlergemeinschaft’, die ihn propagiert, abgeleitet aus dem Anblick der Detonation der von ihnen gebastelten Bombe.

Nach dieser Vorstellung leben wir in den Überresten der Detonationswolke einer gigantischen nuklearen Bombe! Das nennt man ganz richtig ‚Universalisierung’!

Das hat mit ‚empirischer Wissenschaft’ nichts mehr zu tun, sondern mit einer eigenartigen Mixtur aus Daten, Meßwerten, und ihrer immer verwickelter und undurchsichtiger aufgeladenen Deutung als dies und jenes, gemischt mit zwischendurch äußerst exakten mathematischen Extrapolationen usw., deren Zustandekommen sich immer weiter zurückzieht aus dem Verständniszugang von Nichteingeweihten, denen die Magier aus dem Rauch tretend gegenübertreten um ihnen die Enthüllung stets gerade dem Auge des Forschers enthüllten ‚letzten Geheimnisse und Rätsel des Universums’ mitzuteilen.) zumal angesichts des nicht menschlichen Maßes der Vorgänge in keiner Weise vergleichbar mit dem bewußt gewordenen Anblick des Vorgangs des Lebens als eines Ganzen im Bereich unseres Erfahrungsraums.

wird fortgesetczt….

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