Romantische Landschaft mit Menschenopfer

Romantische Landschaft mit Menschenopfer
Weißt Du wieviel Wolken gehen weithin über alle Welt...
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Sonntag, 2. Oktober 2011

Die Rückkehr des Menschen.

Letter To Lina

 

Hi Lina,                                      Sonntag, 2. Oktober 2011

 

ich lese nichts unterhalb des Niveaus von Platon, Sophokles und Kant etc., und der Ort und die Umstände sind dabei ohne Belang. Es könnte ein Palast, eine Hütte in Alaska, ein Zelt in der Wüste oder kurz hinter Alpha Centauri sein. Der Rest ist business - as usual, ohne Belang, Betriebsamkeit, sehr wichtig, aber sonst nichts.

Zeit ist nicht Geld. Sie ist rein qualitativ. Kein 'verbrauchter' Augenblick ist zweimal da und die verfügbare Zeit ist ein Nanoblip, kosmologisch gesehen. Außerdem wartet der Tod. Zeit vergeht kumulativ, und mit ihr Du selbst.

Ich hoffe, Du verkaufst Deine Zeit nicht für ein paar Cents in dem Glauben, es sei etwas, das sich richtig versteht, wenn man es von der Bahnhofsuhr oder der am Flughafen abliest, abgesehen von den totalitären Kontrollen mit Verletzung der Menschenwürde - ach so, die ist ja 'unantastbar', weil ohne Materie - die vor der Freiheit über den Wolken exerziert werden, zur Sicherheit aller, versteht sich, und dem scheußlichen Fraß an Bord, sowie den räumlichen Umständen dieser Nutztiertransporte, die die unwillkürliche Assoziation aufkommen lässt, die an den Transport der zur Vergasung Abtransportierten erinnert, obwohl zuzugeben ist, dass die Modernisierung hier einiges geleistet hat, um die Berührung mit der Besorgnis zu unterdrücken, die angesichts des möglichen Vergleichs mit den allgemeinen Praktiken der modernen Massentierhaltung und der damit verbundenen enormen Masse der Schlachttierpopulationen aufkommen müssen, wenn man nur den Mut hat, sie als Paradigmen der Praktiken des sich abzeichnenden postmodernen Totalitarismus zu identifizieren, an denen ablesbar ist, was die Politik und die Plutokratie, der sie die Funktionen sichert, tatsächlich mit der Nutztierpopulation der Tierart Homo sapiens tut.

Denn das einzige Objekt alles Wirtschaftens sind nicht die 'Produktionsfaktoren', sondern die Tierart Homo sapiens. Er ist, als Nutztier, das – besonders gut unter dem Zwang des Verhängnisses, das über ihm waltet – schafft und verzehrt, der einzige wirkliche Gegenstand eines zur 'Hochkultur' zunächst, und dann darüber hinaus zur Spätkultur sublimierten kannibalistischen Selbstverhältnisses des Homo sapiens zu sich selbst, die sich seit dem Übergang der Jäger und Sammler zur 'Hochkultur' ernannt hat um sich endlich mit der Form des säkularen Staates von jeder Rücksicht auf den Widerstand der unter dem Joch der organisierten Gewalt Vegetierenden zu befreien und zugleich in der Form einer globalen totalitären Ordnung zu emanzipieren von jedem Hindernis, das sich zwischen seiner Realität einerseits, und der damit verbundenen objektiven Zwecksetzung, und ihrem Limes, der totalen Kontrolle über die explodierende Biomasse der Nutztierherde der Tierart Homo sapiens andererseits einzuschieben vermöchte.

Da bildet sich schon das spätere Verhältnis zwischen den Tierhaltern und den Herden ab, das hier die Wirklichkeit einer 'Kultur' ausmacht, die darauf beruht, dass spätestens in dem Moment, in dem die ersten Hortikulturen einen Überschuss zu erwirtschaften begannen, die Bestie, zu der sich die 'Jäger' weiterentwickelten, in der eigenen Art die profitabelste Jagdbeute erkannten, die Herdenhaltung an der Tierart Homo sapiens auf dem Umweg über die inzwischen kaum mehr lohnende Sklavenhalterei – wegen der Kosten in den Produktionspausen – zum 'freien Arbeitsmarkt' weiter entwickelt haben, auf dem Du so busy bist, indem sie sich zunächst in Gute Hirten verwandelten, und dann weiter entwickelten zu Arbeit-Gebern, dann aber darüber hinaus zu globalen playern, das sind die, die sich die Zeit nehmen, die Dein Leben IST, aber nur, wenn ihnen das und nur solange ihnen das nützlich erscheint.

Wenn nicht, spielen Deine 'Qualifikationen' keine Rolle, auch nicht die, die Dich etwa als diese oder jene Spielart des 'Hütehunds' qualifizieren, die das moderne Berufssystem zur Qualifikation anbietet. Es ist alles eine Frage des im Rhythmus der Technologiemoden getakteten zufälligen Bedarfs der totalitären Großformen der gegen den Menschen organisierten Gewalt. Das ist nur deshalb nicht augenfällig, weil die Gewohnheit bekanntlich dem vergewaltigten und geschändeten Kind problemlos als Normalität erscheint. Es kennt nichts anderes und ist dazu verurteilt seine Vergewaltiger und Schänder zu lieben, auch wenn es daran zugrunde geht. So gesehen ist alle Rettung bestenfalls relativ, wenn überhaupt hier die Rettung liegt bzw. etwas dergleichen als möglich gedacht werden können soll (wo die Frage dann ja lautet: Wie soll das gedacht werden können?)

Der in der 'wissenschaftlichen Literatur', unter der auch die Denker im Namen des Menschen und der Freiheit, der Menschenrechte und der Demokratie usw. firmieren, keineswegs zufällig so genannte 'Sozialisationsprozess', der jedem Gattungsexemplar sogleich erbarmungslos ohne Anklageschrift, ohne Verteidigungschance und ohne andere als Pflichtverteidiger gemacht wird, und in jedem Fall gegen seinen Willen – denn niemand wird ja gefragt, ob er zur Welt kommen will, will ohne Weiteres, dass ihm/ihr 'das Leben geschenkt' würde, und niemandem werden die jeweils gebotenen Konditionen, die sein Leben dann beherrschen in der Form des jeweils Faktischen, das ihm gnadenlos angerechnet wird als eigenverantwortlich hinzunehmendes, unter hinterhältigen Fiktionen zu lebendes Faktum (Identität, Entscheidung, Eigenverantwortlichkeit, Person, Menschenwürde, Gerechtigkeit etc.), auch nur erläutert, damit er/sie 'Bescheid weiß', geschweige denn zur Wahl gestellt, die ebenso abgelehnt werden könnten wie das derart ohnehin in den meisten Fällen 'geschenkte Leben', also so, dass er/sie sagen könnte: Dieses Leben? Geschenkt!, damit es unterbleibt, indem die verantwortungslosen Spinner, die dafür kaum zur Rechenschaft zu ziehen sind, dass sie dies verbrochen haben, anderen ein 'geschenktes' Leben zu schenken, weil da bei Licht besehen nichts ist, das sich im Ernst zur Verantwortung ziehen ließe, sich besinnen und den Blödsinn unterlassen, sich derart auf Kosten Anderer, von denen sie auch noch behaupten mögen, sie liebten sie, derart verantwortungslos aufzuführen mit derartigen klar zu ersehenden entsetzlichen Folgen für die derart zum (diesem) Leben Verurteilten, und dies alles nur, weil ihnen schon dieselbe Schweinerei angetan wurde, oder vielmehr Schlimmeres, denn dies bemisst sich am Verhalten eines Tieres, das von sich die Wahnvorstellung zu hegen lernt, immer wieder und gänzlich kontrafaktisch, dass es 'mit Bewusstsein' begabt sei und sogar handele – und ohne dass ein Urteil ergeht, das vielmehr ersetzt wird durch den sofortigen Übergang zum lebenslangen Vollzug ohne vorzeitige Entlassung und mit in jedem Fall sofort anschließender Sicherungsverwahrung bis hinein ins Altenkonzentrationslager, ist, zumal angesichts der schon fest eingeplanten mehrmaligen Umerziehung entlang der kurzfristigen Bedarfsanmeldungen der organisierten Gewalt eine keineswegs zufällige Wahl der Bezeichnung dessen, was vor allem unter dem Verhängnis der Zwangsalphabetisierung und ihres betonten Segens sich inzwischen zur Wissensgesellschaft des lebenslangen Lernens von 'Fertigkeiten', Fähigkeiten und Kenntnissen, mit denen nur der etwa anfangen kann, der das für sich zu verwerten weiß, indem er es, als Arbeitgeber für sich nutzt.

Vor allem für die Möglichkeit der Verwertung von Kanonenfutter für moderne Kriege ist das zunächst von Bedeutung geworden, wo und weil also die 'Volksbildung' mit der Wehrpflicht und dem Wahlrecht derart koinzidieren, dass nunmehr nicht mehr die Eigentümer des Territoriums und der darauf lebenden 'Populationen' sich mit anderen Bestien ihrer eigenen Unterart um die Beute und die Verwertung des Menschenmaterials auf Leben und Tod schlagen, das sie derart stets erneut aneignen müssen, sondern stattdessen dieses Menschenmaterial selbst auf die Schlachtfelder schicken, unter Androhung des Todes (!) damit sie für ihre Herren deren Eigentumsrechte an ihnen und an ihrer Verwertung, unter anderem als Kanonenfutter immer wieder für sie – nicht für sich – durchfechten.

Das erst erklärt das Unbegreifliche an der Armee von Supermen, die von der erfolgreichen Unterwerfung der Welt heimkehren um als Clark Kent den Büroboten zu geben, oder als Sad Sack bei der Arbeitsverwaltung anzustehen um ein paar Kisten schieben zu dürfen, während Lois Lane in dem leicht behinderten Büroboten den von ihr exklusiv angebeteten Superman einfach nicht zu erkennen vermag, und Blondie sich täglich mit ihrer größten Sorge herumschlägt, ob ihre Lockenwickel schon herausgenommen werden können oder zum Einkauf mitgenommen werden müssen.

Der Ausdruck 'organisierte Gewalt' steht also als Abkürzung für die mühsame Aufzählung, die Wirtschaft, Finanzmarkt, Großverwaltungen, Öffentlichen Dienst, politische Entscheidungsvorbereitung und -durchführung, Verbände, organisierte Interessen, Gesetzgebung und Rechtsprechung, Erziehungs- und 'Bildungs'-Institutionen etc. also die unterscheidbaren Momente des sorgsam pluralisierten Gefüges, in dem sich die organisierte Gewalt dadurch versteckt, dass sie in der systematischen Unübersichtlichkeit der Belangbarkeit möglichst dadurch entgeht, dass sie die 'Verantwortung' und die Zuständigkeiten derart streut, dass die organisierte Gewaltsamkeit und ihre Zwecksetzungen als Formen technischer und ordnungsspezifischer Notwendigkeiten erscheinen, mit der Folge, dass sich die gänzlich vereinzelten und von jedem Kontext isolierten Individuen stets der gesamten gegen sie organisierten formierten Gewalt von Großorganisationen gegenüber sehen, deren kannibalische Zwecksetzungen als unvermeidliche Formen weitgehend privatrechtlich formierter Vertragsverhältnisse zwischen der organisierten Gewalt und dem Einzelnen erscheinen in der Gestalt freibleibender, wählbarer Eigenverpflichtung und Eigenverantwortlichkeit der Individuen gegenüber diesem oder jenem 'Vertragspartner' oder einer allgemeinen Verwaltung und ihren Spezifikationen, die aufzutreten versuchen in der Form von bloßen Maßnahmeträgern, also 'Funktionen' dieser oder jener Art, während dieser Schein die Tatsache zu kaschieren hat, dass der tatsächliche Spielraum nicht einmal dem Handeln des Individuums offensteht, sondern nur einem Verhalten, das, wie die Ratte im Labyrinth, darauf beruht, dass die Vermeidungsangst gegenüber dem Stromschlag angesichts einer Berührung des Laufgatters, das die Selektionen lenkt, mit dem die Individuen einsortiert werden in das System der Nutztierhaltung oder aussortiert zum Schlachthaus – wahlweise zähneknirschend und temporär auf die Weide, auf der die nutzlosen aufbewahrt werden müssen solange man muss – derart erfolgreich wirkt, dass die Individuen endlich lernen die Berührung zu vermeiden und genau darin ihre realisierte Freiheit 'erleben', nicht erfahren, dass sie dies nun 'können'.

Die Diversifikation der Zuständigkeiten und 'Verantwortlichkeiten', der eine Rechtsprechung entspricht, die gelegentlich einzelnen Personen eine Verwarnung erteilt, die sich als Verantwortungsträger weiter aus dem Fenster gelehnt haben als dem Gebot der möglichst unauffälligen Arbeitsweise im Konsens mit dem mittels Erziehung und Bildung, Begründung und Verschweigung usw. verbesserten Reichweite der Praktiken der organisierten Gewalt im Augenblick gut tut, ist bekannte Praxis gerade totalitärer Formationen. Das sind dann diese Prozesse gegen die Person des Verantwortungsträgers, dem ggf, zur Last gelegt wird, als 'persönliche Verfehlung', was das System des organisierten Verbrechens nicht sich selbst zurechnen will, eine variierbare Größe, wie man weiß. Was vorher Ausdruck der Aktion des Systems war, ist dann – aus der Sicht des 'Verantwortungsträgers' zwar auch systemstrukturbedingt, hinterher, denn nun hat er nur Befehle befolgt. Wäre alles gut gegangen, dann wäre es sein persönliches Verdienst. So ist es, da das System – wie immer umbenannt und umbesetzt – am längeren Hebel sitzt, sein persönlich zu verantwortender 'Fehler'.

Die totalitären Formationen sind indifferent gegenüber den Zufälligkeiten der gerade für nützlich gehaltenen Einrichtung der politischen Superstrukturen und überleben problemlos Systemchanges aller Art, (auch z. B. der 'Privatisierung', deren Form vielmehr besondere Vorteile bietet, wie sich am Gesamtumriss der auseinander driftenden Fragmente der Platte der kriegsbedingten Staatsmonopole ersehen lässt und an ihrer Privatisireungskarriere) von der Monarchie über die Diktatur bis hin zum ökonomischen Totalitarismus, der den faktischen Kern und das Gravitationszentrum aller dieser Formationen ausmacht, insofern alle Formationen von der 'Hochkultur' an bis in den postsozialen, postgesellschaftlichen und postkulturellen Spätzustand der Selbstorganisation der kannibalischen Ordnung der Gegenwart – die sich zur globalen Form des autokannibalischen Selbstverhältnisses der Tierart Homo sapiens mit dem Limes der Umwandlung des Lebens des Gattungsexemplars dieser Nutztierrasse in das der Schlachttiere umformt um sich in einer Parallelaktion zu dieser Form (der kannibalischen Ordnung) als 'Politik' über der geschlossenen Kugeloberfläche des Globus zu schließen, und damit die von manchen eigens als 'legitim' besonders herausgehobene Neuzeit nicht nur zu vollenden, sondern darüber hinaus, in einem (z. B. von vernunftbegabten Wesen) atemlos zur Kenntnis zu nehmenden bewusstlosen Ausgriff und Rückgriff auf die blanke 'Natur', so wie sie in der Biologie unspezifisch erscheint, unter der blassen und entdifferenzierten Begrifflichkeit des 'Lebens', dessen Verfassung eines autokannibalischen Selbstverhältnisses, das sich in dem an ihm zu bemerkenden Phänomen der 'Fresshierarchie' ausbreitet, zu prozessieren (sie in einen zeitlichen Verlauf zu überführen) und unzweideutig zu dokumentieren – sich als der nackteste Ausdruck der ganzen unbegreiflichen, keiner Intelligenz jemals wirklich zugänglichen Abscheulichkeit des Schauspiels eines Vorganges des autokannibalischen Selbstverzehrs, des Parasitismus an sich selbst darstellen und zu ihm – indem Leben sich in dieser Form realisiert – 'zurückkehren' um ihn, diesen Zustand und diesen Prozess zu verwirklichen als den einzigen in allem vermeintlich 'Gesellschaftlichen' und 'Sozialen' und in aller Politik und Ökonomie sich realisierenden Selbstzweck eines Vorgangs, der sich selbst realisiert, indem er sich selbst in jedem Augenblick in einer immensen Umwälzung der verfügbaren Energien verzehrt um sich zu erzeugen, ein Vorgang, der sich in der mehr und mehr in die Form der Maschine und des Apparats transmutierenden organisierten Gewalt, die das Verhängnis über dem Dasein der Lebensform Homo sapiens ist, die Form der technisch-wissenschaftlichen Zivilisation gibt, also die Form einer an sich, aus der Perspektive von 'Leben' ganz überflüssigen Iteration, einer Wiederholung.

Letzten Endes ist zu erwarten, dass angesichts der dabei anfallenden Umwandlungsvorgänge chemischer Art am Ende der Prozess entweder an einem Mangel an verfügbarer Energie erlischt oder in seinen nicht in den Prozess rückführbaren Ausscheidungen und deren kontaminierenden Rückwirkungen erstickt, indem diese sich mehr und mehr in den Voraussetzungen des Prozesses diesem zugrunde legen und ihn damit mehr und mehr einschränken oder am Ende vereiteln, jedenfalls in der Form derjenigen Protuberanz, die als wissenschaftlich-technische Zivilisation oder, weitergehend, als die Lebensform Homo sapiens in einem exzessiven Energieverbrauch ihre Existenzbedingungen suchen muss.

Das ist leicht einzusehen, insofern man die Diversifikation von 'Leben' als Erscheinungsform der Materie oberhalb der bloßen Chemismen und ihrer Automatik als Selbsterhaltungsmechanismus von 'Leben' ohne Spezifikation versteht, und damit auch einsieht, dass es keine privilegierte Lebensform gibt außer der, die sich erhält, ganz gleich, ob das ein Bakterium ist, ein Einzeller oder etwas 'Komplexes'. Denn der Begriff 'Leben' beruht auf keiner definierbaren privilegierten Spezifikation, indem alle Diversifikationen demselben Zweck dienen, eine denkbare Katastrophe abzufedern, ihre Auswirkungen derart zu beschränken, dass die mögliche Auslöschung des gesamten Phänomens 'Leben' so wenig wahrscheinlich wird wie 'Leben' diese Wahrscheinlichkeit zu beeinflussen imstande sein kann indem es seine Formen derart 'streut', dass nicht alle von einem fatalen kontingenten Ereignis erfasst werden.

Nach diesem Modell ist aber 'Erfolg' nicht an 'Komplexität' gekoppelt, und ebenso wenig an etwas derart wie 'Intelligenz'. Jede Applikation von etwas derart ist ein Anthropomorphismus, ohne Grund in der Sache bzw. im Begriff 'Leben', der einen – noch nicht ganz 'verstandenen', d.h. 'verfügbaren' – biochemischen Vorgang definiert 'oberhalb' des einfachen Chemismus der Materie. An diesem Sachverhalt wird auch die gelingende Verfügung nichts ändern, im Gegenteil, die muss ihn ihrerseits zugrunde legen, wenn sie Verfügung sein will. 'Komplexität' ist ja formal nur die Länge der Rechenzeit aufgrund der Anzahl der zur Lösung eines 'Problems', das computersisierbar ist, notwendigen Schritte, deren Zahl exponentiell wachsen kann bis zur Unlösbarkeit, noch unterhalb des Grundproblems der Turingmaschinen, das bestimmt unter welchen Bedingungen sie den Prozess, der sie sind, beenden können (oder nicht).

So gesehen ist nicht einmal die Lebensdauer einer Lebensform eine Auskunft über die Bedeutung und den Sinn des Terminus 'Erfolg' mit Bezug auf 'Leben'. Denn keine Herkunft sichert eine Zukunft, und keine Dauer ist eine Garantie für einen zu erwartenden 'Erfolg', und das gilt eben so gut wie für die kurze wie für die lange Dauer, insofern die kontingente Katastrophe eine Bedingung setzt, die systemisch unverfügbar ist.

So gesehen hängt der gesamte Betrieb im Leeren, über einem unauslotbaren Abyssus und ohne nennenswerte Sichtweite. Das qualifiziert das Bewusstsein der Beteiligten – auch und gerade auf 'höchster Ebene', deren Identifizierung als solche auf einer andressierten (Selbst-)Täuschung beruht, als ein Epiphänomen mit kürzester Reichweite, die oft die des (bekanntlich ausdehnungslosen) Punktes (des Jetzt und Hier) nicht überschreitet, so dass es schon großzügig ist, wenn 'Theoretiker' etwa noch vom 'engen Belichtungsraum der' auf dem bloßen Erleben beruhenden 'Bewusstheit' sprechen, die es im Gefüge mehrfacher Umerziehungen im Zuge der flächendeckenden und nachhaltigen Verwirklichung der 'Gesellschaft des lebenslangen Lernens' kontingenter, bedarfsbezogener verordneter 'Lernprozesse' und angeordneter 'Lernziele' zu Erfahrung und Urteil gar nicht (mehr?) bringt, also schon am Rande des Zynismus, aber richtig sprechen, um dem Erleben verständlich zu bleiben. Und es ist, um nicht missverstanden zu werden, sinnvoll zu betonen, dass die Erklimmung des sozialen Status des anerkannten 'Vorbildes der Jugend' oder des 'Leistungsträgers', der 'Elite' gar – was immer das im Wechsel der Modi der Realisierung der Zwecke bedeutet – nicht davor bewahrt, dass dies anders sein müsste.

Das Koordinatensystem der Konfigurationen, das die Ortsbestimmung des je eigenen Ortes ermöglichen könnte ist von anderer Art als es sich der Automatik der zumal gewaltsam oktroyierten, konditionierten Selbst- und Fremdidentifikation in den Grenzen der beschriebenen Form spontan nahelegt, sozusagen aus der Intuition heraus, die sich ihm 'aus dem Bauch heraus' – oder etwas tiefer – zwanglos ergibt, deshalb aber nicht ebenso notwendig korrekt wie zwanglos, und schon gar nicht richtig im Sinne der Angemessenheit, denn keine Intuition garantiert dergleichen. Von der darin sich dann bestimmen lassenden Identität zu schweigen.

Du siehst, dass ich genau genommen also am besten, wenn ich schon etwas lese, das lese, was ich selbst geschrieben habe. Andererseits ist das nicht mehr notwendig, denn ich weiß es ja schon. Es müsste bedeuten, anderen entweder einen Gefallen zu tun oder etwas zu beweisen, wenn ich doch etwas schreiben sollte, das ich doch schon weiß, z. B. wenn ich jemanden reden höre oder sich beschäftigen sehe oder beschäftigt werden sehe. Aber warum sollte ich etwas beweisen wollen? Und wem?

Oft hat es sich allerdings als günstiger in verschiedener Hinsicht erwiesen, darüber keine Auskunft zu geben, was ich – im Unterschied zu Anderen oder im Unterschied zu dem, was 'Man' weiß – derart schon weiß, ob ich das nun aufschreibe oder mitteile oder nicht. Aber unabhängig davon ist es in jedem Fall ökonomisch sparsamer nichts mitzuteilen insofern Mitteilung Aufwand ist, der auch – von mir jedenfalls – erspart werden kann. Und Sparsamkeit mag nun eine Tugend sein oder nicht, sie ist in jedem Fall Ersparnis.

Und was ist 'coolness' anderes als das Bewusstsein davon, was man sich gerade ersparen kann, zum Beispiel in der Form des Daseins der Götter Epikurs.

Allerdings ist zuzugeben, dass auch dies wiederum voraussetzungsvoll ist, kein Naturzustand, sondern einer, der erhebliche Aufwendungen erfordert, zunächst, also Erparnisaufwand ist zum Zweck der Aufwandsersparnis.

Na ja, usw.

Theologisch kann 'man' nun fragen, warum Gott die Welt geschaffen hat. Nun, es heißt: Weil er wollte. Angesichts der spätestens dann ersichtlich gewordenen Einschränkungen, wie sie an dem derart Geschaffenen erkennbar auftreten, ist es sinnvoll die Frage zu stellen, ob das wiederholt werden sollte, unter welchen Bedingungen auch immer. Und die Antwort ist: Also ich weiß nicht...

Ich habe mir sagen lassen – und ich habe es in Erinnerung behalten, weil es etwas Einleuchtendes zu haben scheint – dass sie einzige Rechtfertigung für die Götter oder für Gott ist, dass er selbst das Leben führt (oder geführt hat), das er seinen Geschöpfen, den Menschen zumutet, indem er sie in diese Welt versetzte, Sündenfall hin oder her. Denn was sollte diese Bestrafung dafür, dass die Menschen sich darum bemühen, ihrem Schöpfer ähnlicher zu werden, hat er sie doch in Ähnlichkeit mit sich und nach seinem Bilde geschaffen. Wie sollten sie nicht danach streben, dem ähnlicher zu werden, der sie derart geschaffen hat und selbst nichts dabei findet, zu sein was sie doch gemäß der Logik der Schöpfung als seine Geschöpfe werden zu wollen streben müssen, sie wären denn nicht seine Geschöpfe in Ähnlichkeit mit ihm und nach seinem Bilde.

Was heißt das nun? Zum Beispiel, dass man doch, angesichts dessen, was Kultur als Bemühung um die Abmilderung der Folgen der Vertreibung aus dem Paradiese meint und aus sich heraus, ihrem Sinn nach bedeutet, nicht nur die Ausrichtung des Lebens vor allem der Gegenwart an den sechs Schöpfungstagen ausschließlich zur Bestimmung des Menschen machen soll, mit der vom Christentum auch abgewehrten Folgen seiner Verwandlung in ein Nutztier mittels eines Vorbehalts, der es ermöglichte, der organisierten Gewalt der Nutztierhalter, zu der alle Hochkultur geriet, einen Sonntag abzuringen, an dem selbst Gott ruhte von seinem Werk, auch den Tag folgen zu lassen bzw. hinzuzufügen, an dem die Welt nicht nur unterworfen und bearbeitet wird, unter Einschluss des zur Arbeitstierart entwürdigten Tiergattung Homo sapiens, sondern an dem sie derart in Ruhe gelassen wird, entgegen der elften These ad Feuerbach von Karl Marx, dass das Arbeitstier Homo sapiens sich als Mensch selbst zu identifizieren und zu verstehen vermag, denn die Vertreibung aus dem Paradies meinte nicht die Privation auch der Menschlichkeit des zum Arbeitstier, endlich zu8r Biomasse entwerteten und entwürdigten Menschen.

Denn es ist ganz richtig, dass Gott nicht den Homo sapiens geschaffen hat, weder die Bestie, noch das Opfertier, deren Verhältnis, als organisiertes Selbstverhältnisses der in Bestie und Herde (nebst Hütehunden) aufgeteilten Biomasse das ist, was sich selbst, als Form der organisierten, gegen den Menschen organisierten Gewalt unterhalb des Niveaus des Menschen als 'Lebensform' des Vegetierens der Biomasse Homo sapiens ergeben hat, aufgrund der frühen Entdeckung der Jäger und Herdenhalter (deren Nachfahren die Königreiche, Imperien und Territorialstaaten unter Einschluss der 'Demokratien' im unverändertem Ungeist der Bestien beherrschen, denn was ist der Tierhalter anderes als der Predator, der dafür zu sorgen versucht, dass keine ANDERE Bestie außer ihm das Recht auf das Fleisch und Leben und die Fähigkeiten der von ihm als Eigentum betrachteten Herde hat, also derart, dass die anderen Predatoren vom Mitgenuss des Gebrauchs und der Verwertung der monopolisierten Herde, in der Umgebung des Homo sapiens die Herbivoren, in einem immer wiederholten Kampf auf Leben und Tod ausgeschlossen werden), dass die Exemplare der eigenen Art die lohnendste Jagdbeute sind.

Denn wer kann schon einem Pudel oder einem Bären oder Löwen beibringen eine automatische Waffe, einen Panzer, eine 'Drohne' und, last not least, eine Wasserstoffbombe zu bauen, oder auch nur Wasserwerfer? Was anderes kann das heißen, als das wir entschlossen dazu übergehen müssen,  die #einstmals in  der Sprache der Religion und der Theologie nicht nur des Christentums formulierte soziokulturelle Konzeption des Menschen, der sich als Gegenpol des Gottes oder der Götter verstand, die er, nach Feuerbach, aus sich selbst in Antizipation des Bildes seiner selbst und in Ähnlichkeit damit als den Spiegel geschaffen hat, der auf dem Hintergrund des als Kosmos aufgefassten Universums in  diesem Spiegel um die Menschwerdung bemüht, und dies als die wo nicht einzige ihm HIER gestellte Aufgabe zu begreifen, so doch  als  die die einzige ihn als und durch die derart verstandene Aufgabe auszeichnende Arbeit, die wirklich einen Sinn macht. Denn alles Andere (!) ist nichts als das, was nach der Moral des Kinderbuchs ‘Die Kleine Raupe Nimmersatt’ zu tun hat, denn als sie aus einem kleinen Ei, das nachts im  Mondschein  auf einem liegenden Blatt gekrochen war, nachdem dieses mit einem Knack aufgesprungen war, hatte sie zunächst nur eines zu tun: “Sie machte sich auf den Weg um Futter zu suchen.”

Mehr musste sie nicht bedenken, denn es ist dafür gesorgt, dass ihre eigentliche Aufgabe, ihre Bestimmung, ihr Telos ihr nicht bewusst sein muss. Sie muss sich davon kein Bild machen, denn es ist dafür  gesorgt, dass sie am siebten Tage ‘ein wunderschöner Schmetterling’ wird, nachdem der Betrachter zunächst einer (vermeintlich) sich immer weiter ausbreitenden Freßsucht zusieht, an deren Ende ein fettes, unförmiges Wesen scheinbar zu seinem endgültigen Zustand oder im Tod erstarrt, der Puppe, aus der dann der Schmetterling wird. Dem Homo sapiens ist gegeben, sich an das scheinbar Nächste zu halten und sich mit der Fressucht zu begnügen um es an deren Ende damit gut sein zu lassen, dass er fett träge in den Folgen der zum Selbstzweck gewordenen Futtersuche und deren Ende in der Erstarrung zu begnügen oder darauf reduziert zu werden durch eine Gewalt,  die über ihn  verhängt  ist, während angesichts des Verhängnisses, das  sie ist keine Ausrede daraus gemacht werden kann, dass die organisierte Gewalt dies ist: der organisierte Versuch der Verhinderung oder Vereitelung des Menschen. Denn dies ist schon immer die Gewalt, die er vorfindet, das Unverfügbare.

Da tut es nichts, wenn die organisierte Gewalt der Bestie Homo sapiens als eine weitere Variante der unverfügbaren Gewalt, der sich die Kultur als deren Gegengewicht entrang, inmitten des Scheins ihrer Form unter deren Nachahmung und Simulation noch einmal auftritt unter dem  simulierten Bilde des Menschen und in Ähnlichkeit mit ihm, um ihn abzuschaffen. Denn auch dies ist nur die Naturgewalt, der sich der Mensch dadurch entrang, dass er sich und ihr im Status des Tieres schon und noch, zugleich auch ein Bild in Ähnlichkeit mit einem entfernten Entwurf seiner selbst schuf, an dem er sein Dasein ausrichten konnte um nicht im Status der juvenilen, der Form der bloßen Larve eines Menschen sitzen zu bleiben. Derart erscheint aber ganz richtig, dass die Biologie mit Darwin  oder ohne  ihn erklärt, was ihr zu Recht er erklären zukommt: Dass nicht Gott den Homo sapiens geschaffen hat.

Der ist vielmehr ein Produkt der von ihr postulierten Evolution. Was ihr nicht zusteht, muss sie sich  aber auch anhören. Dass zu sagen, dass Gott den MENSCHEN geschaffen hat, nach der Religionskritik der Anthropologie nicht einfach ungültig ist, sondern nur nicht richtig verstanden ist, indem die Formulierung durch die Umkehrung des Verhältnisses zwischen Gott und Mensch nur die Spiegelung der Verantwortung des Erwachsenen darstellt, der das intergenerationelle Verhältnis richtig wahrnimmt  und darin seinen eigenen Erwachsenenstatus darstellt, dass er zu Recht die Verantwortung für die nachfolgende Generation wahrzunehmen imstande ist und mithin – modern gesprochen, jenseits der bloßen Ernennung, Lizensierung, der Machtergreifung, die immer  auch möglich bleibt, der Machtergreifung oder der Usurpation einer Kompetenz und deren Zentralisierung in  einem Kompetenzzentrum, das nur so heißt, ohne es zu sein, anders als bestenfalls zufällig – diese in die Kultur einzuführen imstande ist, und dies vor der Kultur als Ganzer und der Aufgabe, die sie ist und darstellt sowie dokumentiert in dem Bewusstsein verantworten kann, dass er sie re-präsentiert nur dann, wenn er sie auch wirklich verkörpert. Mag Aufklärung und Kritik dies nun auch als eine Heimlichkeit der Tradition erkennen, so ist dann doch nicht die Erledigung, die Liquidierung einer Illusion das Programm, das daraus folgt, sondern die Einsicht, die klar machen kann, warum sich das richtige Verhältnis umgekehrt darstellt und ergibt, dann  der Mensch die Götter  und endlich den Gott geschaffen hat und nicht umgekehrt. Es folgt daraus nämlich nicht die Erledigung einer Illusion, sondern die Reformulierung des Konzepts des Menschen im Modus einer soziokulturellen Konzeption, gemäß der Einsicht, dass die Sprache, die symbolische Form der Religion mitnichten die einzige Möglichkeit ist, dem Gedanken, der der Mensch in  diesem Selbstverhältnis ist, eine symbolische Form zu geben. Es muss daher unter Wahrung seines Gehalts der entsprechenden Reformulierung zugeführt werden. Dafür aber stellt die Biologie nicht die Form zur Verfügung. Sowohl ihr wissenschaftliches Grundkonzept ist choris zum sozio0kulturellen Konzept des Menschen, insofern sie auf einem undifferenzierten Begriff von ‘Leben’ aufsetzt, aus dem sich kein soziokulturelles Konzept schlüssig ableiten lässt.

Denn es gibt nirgends einen zwingenden Übergang zum soziokulturellen Konzept des Menschen. Die Verhaltens- und die Lerntheorie sind die Belege für diese Unmöglichkeit, gleich wie sie sich anstrengen, unter verzweifelter Überschreitung ihrer Grenzen, nach der Art, wie dies alle Gewalt tut, indem  ihr Wille weiter reicht als ihr Vermögen, und die Biologievarianten,  die sich ebenso verzweifelt mittels Adjektiven beileigen, was ihnen fehlt, indem sie entschlossene Willensbekundungen abgeben, die den Sprung der Bestie mitsamt der Projektion  ihrer Wut aufs Opfer, dem die Schuld dafür gegeben wird, dass es gefressen wird nach dem einzigartigen lakonischen Vorbild der Fabel des Apuleius vom Wolf und dem Lamm, schließen sich hier ohne Ausnahme an, gar als ‘therapeutische Praxis und Kompetenz’, wohl ahnend und nach Möglichkeit vorgreifend auf den Versuch der soziokulturellen Selbstbestimmung des Menschen sich aus dem Verhängnis der Geburten der von jeder Rücksicht entbundenen Gewalt, die die Moderne mehr ist als alle vergangenen Hochkulturen, Imperien  und Konzentrationslager zusammen, diese Versuche mindestens dadurch erschwert werden können, wenn nicht vereitelt, dass die allgemeine Desorientierung und Desinformation sich auch als Wissenschaft, Erziehung und Bildung eine akademische Fachkompetenz oder deren viele verschafft, neben der Truppenunterhaltung, auf deren ‘Begriff’ alles Verständnis von ‘Kultur’ gebracht wird, um des Geschäfts und der Macht willen, der Vergrößerung der Chance für einen als solchen nicht wahrgenommenen Befehl Gehorsam erwirken zu können, zumal unter den Bedingungen der ‘Demokratie’, die der als Sozialtechnologie die Gewalt zu substituieren hat, die die Diktatur und die Praxis der Gewaltherrschaft unmittelbar anwenden. Der Darwinismus und die aus ihm abgeleitete oder jede andere Biologie sind nicht zuständig oder fähig, die wissenschaftliche soziokulturelle Reformulierung der in der Sprache der symbolischen Form der Religion(en) festgehaltene Konzeption des Menschen zu leisten. Sie sind auch gemäß ihrer eigenen Voraussetzungen  dazu nicht kompetent oder sonst zuständig. Was sie einzubringen vermögen ist das ausgeblendete, unterschätzte, heruntergespielte, vernachlässigte Verhältnis des Menschen zu seiner Körperlichkeit, besser Leiblichkeit und damit zu seiner Endlichkeit als Individuum.

 

Das ist aber gerade nicht möglich in der Form einer biologistischen Reduktion oder durch andere Arten von Übergriffen, denn gerade diese erweisen sich, schon als ‘theoretische Konzeptionen’, unter Berücksichtigung dessen, was sie selbst voraussetzen müssen, nämlich, dass der Mensch schon in statu nascendi psychosexuelles Wesen ist, durch seine Zweigeschlechtlichkeit und durch seine entspezifiziertes libidinöses Begehren, das erst die ‘Sozialisation’ ermöglicht, die verantwortliche Einführung des neu geborenen Gattungsexemplar nicht in die Formen der organisierten Gewalt und deren Zwecksetzungen, sondern in die davon zu unterscheidende Kultur und Lebenswelt, als Formen der der Gewalt entgegen gesetzten und nicht mit ihnen identischen allgemeinen symbolischen Form des Verhältnisses unter Menschen – nicht unter Bestien, nicht unter den Gattungsexemplaren der Tierart Homo sapiens, wie sie unter dem Diktat der organisierten Gewalt mittels Gewalt und durch allgemeine Verwaltung durch die Gewalt in vollständiger Isolation gegeneinander miteinander in ‘Verbindung’ gebracht werden in den Zwangsverhältnissen, die sie diktiert, indem ihr Prinzip das des Vollzugs und des Lagers ist, das der Nullpunkt des modernen Staates ist, der Gravitationspunkt seiner intrinsischen Logik, der Verwaltung von Insassen -  durch ebenso verantwortliche Repräsentanten des intergenerationellen Verhältnisses, das das ‘interkulturelle’ übergreift insofern die Einführung des Homo sapiens in die soziokulturelle Form die übergreifende Aufgabe ist, die erst ermöglicht zu verstehen und zu sagen: ‘Die fremde Kultur, das ist ‘dcr Andere’, und zwar vom gelungenen Vorgang dieser Einführung her, der über das Menschsein schon erfolgreich gegen die organisierte Gewalt entschieden hat.

 

Vor diesem Hintergrund erscheint die – seither mit dem Namen Galileis verknüpfte -Defensive der Verwalter der symbolischen Formen der vorwissenschaftlichen Formationen als Verzweiflung an ihrer historischen Ratlosigkeit, an ihrer Korruption durch die organisierten Gewalten, die sich ihrer dadurch bemächtigen konnten, dass sie sich zu ihren Mäzenen machten, um sie endlich unter Nutzung des gegen die aufkommenden Ressentiments des von ihnen mehr und mehr im Auftrag der organisierten Gewalt sozialtechnologisch verwalteten und betreuten Menschenmaterials, der von derart Guten Hirten und Hütehunden betreuten Herde der Nutztiere, von denen sie als Domini Canes sich mit ernähren durften, aber auch als Wahrnehmung der Schuld, mit der sie sich vergifteten als sie versuchten, den modernen Menschen zu verhindern, als dieser schon begonnen hatte, die neu entdeckte Welt zu verwüsten, wiederrum unter ihrer stillschweigenden Assistenz, deren Funktion heutzutage die Anthropologen und Ethnomethodologen, Ethnopsychonanalytiker haben, also alle Nachfolgeorganisationen in Wissenschaft, Wirtschaft, Militär und ‘Gesellschaft’ (nach deren Ende), das gesamte Personals, das die Seelsorge in welcher Form auch immer profitabel beerbt hat und in deren Funktion als funktionales Äquivalent einer als viel zu großzügig und verständnisvoll mit der Biomasse der Nutztiere identifizierten Parteinahme für die Sklavenpo0pulationen der ‘säkularisierten’ Moderne, die ihre Legitimität mithin wenigstens insoweit auf ein initiales Verbrechen stützt wie die Demokratie, die der Besiedelung Amerikas entsprang, indem sie auf den Gräbern eines von ihr so gut vom ‘spirit’ der Individuen wie von der organisierten Gewalt zugleich begangenen Ausrottungskrieges gegen die Amerikaner ihre republikanischen ‘Kapitole’ erbaute, und zugleich ihre Population auf der Entvölkerung der mit millionenfachem Leben bevölkerten Strände des Nordmeeres und dessen Weiten ‘aufbaute’.

Das ist die Wahrheit der Monster und Leviathane der Moderne, der entgegen getreten werden muss und kann. wenigstens in der Formulierung. das zu tun heißt mit etwas beginnen. Wie soll dieser Beginn einsetzen wenn nicht mit der Einsicht, die davon ausgeht und dies zeigen kann: Dass es eine Wissenschaft vom MENSCHEN (noch) nicht (wieder) gibt, und auch zeigt, was das heißt für das Urteil, das den symbolischen Formen der organisierten Gewalt gesprochen werden muss, die dies unter Einsatz aller ihrer Möglichkeiten und unter Gebrauch der von ihr r4ekrutierten Motivation der individuellen Selbsterhaltung überall ex catedra in einer Form propagieren lässt, die gleichbedeutend damit ist, dass jeder faktisch erschlagen wird, der den unausgesetzten Drohungen und Selektionen,  die dieser Apparat mit sicherem Instinkt für seine Grenzerhaltungsbedingungen unausgesetzt exekutiert, um es erst gar nicht dazu kommen zu lassen, dass der Mensch sich wiederfindet in den Fesseln der organisierten Gewalt, sich aus der Verstrickung mit ihr befreit und sich wieder auf die eigenen Füße stellt, indem er den dressierten Kopf abgibt, der ihm gewaltsam aufgesetzt wurde von Kinderschändern und Vergewaltigern, die sich in der Maske des verantwortlichen Erwachsenen wie oben mit Rücksicht auf den Begriff der Kultur definierten Inbegriff des soziokulturell konstitutiven intergenerationellen Verhältnisses in der genealogischen Linie und der Generationenreihe unvertauschbar und nicht nebenzuordnen bestimmt, an Ahnungslose heranmachen, die keine Wahl haben als zu vertrauen und denen, indem sie einmal in den Einflussbereich der Gewalt kommen, meist am Ende des ihnen gemachten Sozialisationsprozesses die Möglichkeit genommen ist, zu überprüfen, mittels des ihnen verweigerten qualifizierten eigenen Urteilsvermögens, was mit ihnen und an ihnen exerziert und exekutiert wurde, indem ihnen mindestens die an ihnen von Gewalttätern und Kinderschändern begangenen Verbrechen als solche erkennbar werden oberhalb des bloßen Erlebens, das dann der sekundären Verwertung durch Therapeuten desselben Typus des verantwortungslosen Scharlatans zugeführt wird, indem wiederum dieser die Kompetenz dafür an sich reißt, im Namen nicht nur des enteigneten Bewusstseins zu sprechen, sondern sogar im Namen des geschändeten und vergewaltigten, von seiner Leiblichkeit her angesichts der Folgen zu verstehenden und sich selbst durchsichtig zu machenden Bewusstseins her endgültiges zu reden, um dann wie gewohnt weiter zu machen, denn es handelt sich hier um Einzelfall und nicht, in keinem Fall, um eine an einem Symptom greifbar werdende Systemstruktur, die sich als organisiertes Syndrom der Gewalt einzig richtig verstehen lässt, auch und gerade und vor allem dann, wenn man mittels erfolgreicher Anpassung an die Systembedingungen durch Lernen und Ausbildung an seinen Errungenschaften partizipiert, denn gerade dies muss heißen, dass man auf jeden Fall  an der Gewalt nicht nur partizipiert, im Sinne des Genusses der Belohnungen, die es bereit hält, wenn man immer schön brav gewesen ist und immer alles gegeben hat, von Anfang an, und immer den Teller leer gegessen hat und immer alles sogleich aufzufassen imstande war und immer der Erste oder wenigstens der Zweite oder wenigstens immer bemüht, der Erste, der Zweite usw. zu sein oder zu werden.

 

Denn alles dies heißt nichts anderes als blind unterschrieben zu haben in der Erwartung des Lohns. Das wollen alle diese Kümmerer um das ihnen als Symptom gegenüber tretende Leben nicht wahrhaben, indem sie von den von ihnen mit zu verantwortenden Folgen leben dadurch, dass sie selbst Teil dessen sind, was andere so zurichtet, dass sie ihnen in die Hände fallen, auch dann, wenn sie sich als Theoretiker ganz oben positionieren und im Namen der Verbesserung der Welt Theorien erfinden, die so weit weg sind vom lumen naturale, dass man ihnen die Bemühung, die Verhältnisse durch die angebliche Kritik an ihnen dadurch so deutlich ansieht, dass man Jahrzehnte darauf verwenden muss, sich auch durch diese Formen der intellektuellen Vergewaltigung durchzuarbeiten auf das Risiko hin, dass man beim Studium und durch das Studium von so viel gewalttätiger Vernunft im Namen der Kommunikation und des Diskurses den Kopf auf dieser Seite der Wahl zwischen Scylla und Charybdis verliert und das Leben. Erst wenn man erkennt, dass dieser Typus des Gutmenschen die perfideste Form des systemtypischen Erfolgsmodell der organisierten Gewaltverhältnisse ist, ist man dafür vorbereitet, sich dem ganzen Ausmaß dessen zu stellen, was diese in die Masken von Bürgern geschlüpften Gewalttäter in Wahrheit sind, die das zwanzigste Jahrhundert beherrscht haben als ‘Erwachsene’.

Und erst daraus ergibt sich die Chance der Ausbildung nicht einer erneuten Erfolgssprache, einer neuen Form der symbolischen Gewalt anstelle einer symbolischen soziokulturellen Form, in der der von der organisierten Gewalt liquidierte, der vergewaltigte und geschändete. der vereitelte und verhinderte, der ausgegrenzte und gemobbte Mensch sich reformulieren kann um sich darin zu erkennen, sei es auch als der, der (noch) nicht seinem eigenen Begriff genügt, und sich der Aufgabe gegenüber sieht, sich im Bilde des Gekreuzigten Predigers aus der Randzone eines hellenisierten Grenzbereichs wieder zu erkennen der verblassenden Kultur der Griechen und Juden der Antike, der Raubameisenburgen der Landschaften der Poleis und ihrer imperialistischen Erben einerseits (wer sich daran wagt, die ‘Wiege der Demokratie’ in Athen et. al. zu suchen sollte sich zuvor mittels historischer Bildung davon überzeugen, was er da eigentlich von sich gibt, ohne es zu ahnen, denn man könnte ihn beim Wort nehmen, zu Recht), der heraufziehenden Drohung aus der Raubameisenburg Roms andererseits, einer Anamnesis, die erstaunen machen kann, wenn man sich doch dressiert sah zum Aufgeklärten, der sich aufgefordert sah von einer ihm ‘bescheinigten’ Urteilskraft, die er gar nicht besaß, so dass, was er für ein richtiges Urteil halten zu müssen glaubte, weil es sich an jeder Plakatsäule zu bestätigen schien, nichts war als die Schimäre, die sein ihm andressiertes Bewusstsein ihm als automatisierten Reflex anbot, der auf den entsprechenden Reiz hin aus einem hintergrundlosen Plafond auftrat um sich in der Beruhigung zu erschöpfen, die den tatsächlichen Sinn dieses response ausmacht, was sich wiederum wissenschaftlich bestätigt sieht durch die als Wissenschaft auftretenden Formen der totalitären Gewalt, die den Menschen mit einer Tierart einfach identifiziert und damit alles Wissen in die Form des konditionierten Reflexes überführt, damit aber auch die Möglichkeit, sich darüber klar zu werden, was dies alles jenseits des konditionierten Reflexes bedeutet, vor allem für die soziokulturelle Konzeption des Menschen ebenso wirksam wie ‘wissenschaftlich’ vereitelt oder jedenfalls darauf angelegt ist dies erfolgreich derart zu bewirken, dass alles, was darüber hinausreicht, mit Hinweis auf die Grenzen der menschlichen Erkenntnisfähigkeit abgeschnitten ist nicht so wohl als vielmehr vorab erschöpfend beantwortet, und die Helle der grellen Ausleuchtung des Schlachthofs keinen Winkel mehr zu verbergen können scheint, in dem sich das abspielt, was die dennoch nicht beruhigte Frage, der vage Eindruck, dass es nicht mit rechten Dingen zugehen könnte, offenhält als das dennoch nicht Beantwortete, das die derart ihrer Wirksamkeit versicherte Gewalt dann auch  mit ‘therapeutischer Kompetenz’ noch einmal, im Nachschlag erledigt, so wie die Truppen der Helfer bei Verkehrsunfällen die Spuren des Geschehenen beseitigen, damit der Verkehr wieder ungehindert fließen kann nachdem festgestellt wurde, welche Person da wieder einmal ‘menschlich versagt’ hat, indem sie an einem unumgehbaren Zwangssystem ‘auf eigenes Risiko teilnahm’ (da ist jedes Wort eine Lüge) und dafür  ‘die Verantwortung trägt’, denn sie hätte es ja auch lassen können.

Man muss sich das so vorstellen, dass dies, soweit die Teilnahme an dem System des Verkehrs in Panzerwaffen gemeint ist, weit eher möglich ist als die Wahl der ‘Teilnahme am gesellschaftlichen Leben’ (auch hier ist wieder jedes Wort dieser geläufigen Formulierung eine brutale Lüge und eine Lüge der organisierten Brutalität, die gar nicht weiß, was sie tut und sagt, indem sie alles dies ‘normalisiert’ was sich als das Ensemble ihrer eigenen Verfassung darstellt, wenn man es mit einem gewissen Abstand aus der Perspektive eines Urteils betrachten kann, das seine Kriterien nicht aus dem Beurteilten vorab bezieht, indem es sich selbst, als Bewusstsein, daraus bezieht.) oder die Verweigerung dieser Teilnahme oder gar die aus der Einsicht in die wirklichen Kosten zu beziehende Fähigkeit zur Vermeidung der Teilhabe an ihr, zumal der blinden, die mit dem Bewusstsein, das sich seiner Urteilsfähigkeit zu versichern trachtet, einmal gesetzt, es ist mir diesem Versuch als einer als sinnvoll eingestuften Unternehmung befasst, Hase und Igel spielt.

Die Erneuerung einer Wissenschaft vom Menschen ergibt sich erst aus dem Bewusstsein dessen, was mit ihm geschehen ist und was die so genannte Moderne ihm angetan hat und antut, in der sicheren Erwartung, dass sich die Wissenschaft, die die Folterknechte und ihre Herren als die einzig lizensierte Wissensform über ihn zulassen wollen als die einzig gültige Wissenschaft schon deshalb erfolgreich gegen jeden Einspruch behaupten wird, weil sie nicht nur alle Machtmittel auf ihrer Seite hat, und alle Institutionen besetzt hält, in denen Wissen erzeugt und bewahrt wird, sondern auch, weil sich die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Selbstbehauptung oder Wiederkehr der Wissensform, die sich aus der reformulierten Perspektive der von den Machtapparaten Vergewaltigten ergeben müsste, aus der erfolgreichen Verdrängung angesichts der erfolgreichen Diskreditierung der Religionen, vorab des Christentums – aber auch anderer ‘Religionen’, symbolischer Formen, soweit sie nicht so weit von der Gewalt militarisiert sind, dass sie zu kontaminiert sind für die Aufnahme bzw. die Möglichkeit der Reformulierung des sehr alten und nicht durch eine als seine Wegrationalisierung (ein Ausdruck, in dem der der sozial-technologische und der Sinn des organisierten und kompetenten Selbstbetrugs zusammenfallen) zu überbietenden, zu überspielenden oder durch ‘Fortschritt’, zumal den ‘wissenschaftlichen’, zu überholenden Wissens über den leidenden Menschen bzw. den Menschen als leidendes Wesen – zurückkehren und der organisierten Gewalt eine nicht von ihr manipulierbare Schranke setzen könnte, die sie nicht überschreiten kann ohne als Gewalt sofort erkennbar, erkannt und bezeichnet zu sein.

Es ist klar, dass der absolute, der totalitäre Kontrollwille eine solche Grenze, zum Beispiel in der Natur des Menschen, sogar der Tierart Homo sapiens nicht anzuerkennen gesonnen ist, und alles daran setzen wird, der Möglichkeit einer solchen Formulierbarkeit entgegen zu treten um sie sei es zu vereiteln oder sie sogleich ‘kritisch zu destruieren’. Das wird man abwarten müssen. Es dürfte indessen klar sein, dass der Weg zurück zum Menschen, als ein Weg in die Zukunft, vor allem in seine eigene, aus dem Reich der Festungen und Akropoleis, der Festungsbesatzungen der Moderne herausführt. In jedem Fall ist er gangbar. Die Wegelagerer und die Methoden des Prokustes sind lange bekannt. Es ist ihnen nie gelungen, das ganz durchzusetzen, was ihre Gewaltsamkeit meinte erreichen zu können. Im Gegenteil, es sind die Methoden der entschlossendsten Vereitelung des Menschen, gegen die dieser sich dennoch immer wieder behauptet hat, indem er sie zu gerade den Bedingungen erhoben und als solche erkannt hat unter denen sich die Konzeption des Menschen gegen die kannibalische Gewalt wie gegen das Ressentiment der nicht weniger gefährlichen Wut der Herde behauptet hat, die in einer blinden Stampede unter ihre eigenen Hufe gerät, hin und wieder, und die nicht gern sich der Zumutung der Witterung ausgesetzt sieht, die nicht den eigenen Stallgeruch ausströmt, weshalb ihre Hirten denn auch so schlau sind, sich mit ihrem Geruch zu umgeben, um nicht ihrerseits zertrampelt zu werden, eine List, die vieles von dem erklärt, das die ‘Alphatiere’ der kannibalischen Ordnung tun, indem sie sich so verlogen wie listig anbiedern, indem sie bei Lokalterminen wahlweise Zeichen der heimischen Tracht tragen.

;-)

© Axel

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